Im Künstlerhaus ist Dienstag bis Samstag ab 8 Uhr geöffnet und bietet neben einem umfangreichen Frühstücks- und Caféangebot, auch einen wechselnden Mittagstisch und jeden Abend einen Restaurantbetrieb an. Mit diesem ausgewogenen Angebot sollen die Menschen aus dem Künstlerhaus, Künstler*innen sowie Anwohner*innen und Berufstätige aus der Nachbarschaft einen Platz finden – gerne auch im neuen Biergarten, der in den Sommermonaten geöffnet sein wird.

Sebastian Werning, der bereits bei Vincent Klink und Martin Öxle gearbeitet hat, betreibt seit Mai 2011 die bo’teca di vino in Botnang. Er ist gelernter Koch und arbeitete u.a. anderthalb Jahre im Auberge du Soleil in Napa Valley, Kalifornien, USA.

Sebastian Werning. Foto: Florian Model

Im Künstlerhaus

Betreiber: Sebastian Werning
Mat Drycker GmbH
Reuchlinstraße 4b
70178 Stuttgart

Reservierung unter
0711 50470235
hallo@im-kuenstlerhaus.de

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Samstag, ab 8 Uhr
Sonntag, Montag Ruhetag

Instagram
Facebook

Die Landeshauptstadt Stuttgart hat die beiden Architekturbüros Simon Jones Studio und Matheson Whiteley beauftragt, den Eingang sowie die öffentlichen Räume im Erdgeschoss des Künstlerhauses neu zu gestalten. Das Londoner Designteam wird von dem Stuttgarter Büro härtner ito architekten unterstützt. Die Sanierung wird von der Stadt Stuttgart finanziert und Mitte des Jahres 2018, anlässlich des 40. Jubiläums des Künstlerhauses, abgeschlossen.

Seit seiner Gründung 1978 in einer ehemaligen Kofferfabrik ist das Künstlerhaus Stuttgart ein Ort für künstlerische Produktion und Austausch. Es umfasst ein Ausstellungsprogramm mit zeitgenössischer Kunst sowie ein Atelier- und Werkstattprogramm. Ein von Künstlern geführtes Café im Erdgeschoss war in den ersten Jahrzehnten seines Bestehens ein wichtiger Treffpunkt für die lokale Kunstszene. In einem Prozess der Recherche und des Dialogs entwickelte sich dieses ursprüngliche Café zu einem wichtigen Bezugspunkt für den Entwurf des Designteams.

Der Vorschlag von Simon Jones und Matheson Whiteley umfasst im Wesentlichen drei Ziele: Erstens soll der Hauptzugang des Künstlerhauses von der Reuchlinstraße wiederhergestellt werden, um die direkte Verbindung zwischen den Ateliers, Ausstellungsräumen und Werkstätten zu ermöglichen. Zweitens geht der Entwurf auf die neuen Bedingungen und Arbeitsweisen kreativen Arbeitens ein und stellt Besuchern und Publikum in Zeiten hoher Mieten und knapper Atelierräume einen neuen öffentlichen Raum zum Treffen und Arbeiten zur Verfügung. Drittens soll eine neue Bar und Gastronomie geschaffen werden, die der künstlerischen Gemeinschaft sowie der lokalen Nachbarschaft gerecht wird und einen sozialen Raum und Treffpunkt mit regelmäßigen Konzerten, Veranstaltungen und Aufführungen bietet.

Das Umbauprojekt Künstlerhaus Stuttgart wurde im Rahmen des kuratorischen Programms der Künstlerischen Leiterin Fatima Hellberg initiiert und in enger Zusammenarbeit mit Dr. Hannelore Paflik-Huber, 1. Vorsitzende des Künstlerhausvorstands, und der Geschäftsführerin Romy Range realisiert. Das Projekt reflektiert die Geschichte und den Geist der Institution und zeigt Wege auf, wie deren Gründungsgedanke und die damit verbundenen Ambitionen einen Ausgangspunkt für die gegenwärtigen Bestrebungen bilden können. Der Umbau fällt mit vier Jahrzehnten künstlerischen Arbeitens und Ausstellens, mit jahrelanger Experimentierfreude und Wissensproduktion zusammen und zielt darauf ab, das avantgardistische Erbe der Institution zu pflegen und gleichzeitig die aktuellen Bedürfnisse nach einem sozialen und öffentlichen Raum in der Stadt Stuttgart zu berücksichtigen.

MATHESON WHITELEY ist ein Architekturbüro aus London, das von Donald Matheson und Jason Whiteley 2012 gegründet wurde. Zu ihren fertiggestellten Arbeiten zählen Kunstgalerien für Stuart Shave/Modern Art in London und Foxy Production in New York. Aktuelle Design- oder Bauprojekte sind unter anderem ein neuer Showroom für Alexander McQueen in London, die Neugestaltung eines großen Gewerbebaus in Hamburg und ein neues Haus und Atelier in Suffolk für den Künstler Ryan Gander.

Foto: Julian Bauer

Das von Simon Jones Studio entworfene Mobiliar „Bracket furniture“ aus Esche, Eiche und Stoff der Firma Kvadrat wurde um einen ungewöhnlich gefalteten Metallbügel herum entwickelt, der im Fall eines Tischs, Stuhls, Sofas oder einer Bank als Eckverstärkung fungiert und die strukturelle Form der vorhandenen Säulen und Balken aufgreift. Die Möbel sind leicht, beweglich und so gestaltet, dass sie von den Angehörigen des Künstlerhauses in dessen eigenen Werkstätten angefertigt werden können.

Dieser Akt spiegelt den Geist der Kreativität, Partizipation und Ansprechbarkeit wider, der im Mittelpunkt des Projektes steht, die Geschichte und den Geist des Künstlerhauses Stuttgart reflektiert und Möglichkeiten benennt, wie die der Institution zugrunde liegenden Rollen und Ambitionen die Gegenwart beeinflussen können.

Das Simon Jones Studio ist ein multidisziplinär arbeitendes Designbüro aus London. Die Arbeiten des Studios kombinieren architektonische Projekte, Ausstellungsdesign, Möbelproduktion und praktische Herstellung. Im Mittelpunkt des Büros steht die Werkstatt mit ihrem besonderen Augenmerk auf Materialien und Details. Das Studio arbeitet mit zahlreichen Londoner Kunstinstitutionen und – organisationen zusammen, darunter Raven Row, das Design Museum, Studio Voltaire & Allied Editions und es war beteiligt bei der ersten Ausstellung von Fatima Hellberg als Künstlerische Leiterin des Künstlerhauses. Das Büro stellt seine eigene Kollektion aus Tischen & Sitzmöbeln her und hat kürzlich Möbel für HAY und IKEA entworfen.

Foto: Simon Jones Studio