Ateliers, Foto: Frank Kleinbach
Foto: Jochen Detscher
Marlon Lanziner & Valentino Biagio
Lennart Cleemann & Moritz Berg, Die Jagd, Foto: Kai Knörzer

Das

interdisziplinäre Atelierprogramm

bietet Künstler:innen, Architekt:innen, Designer:innen und Theoretiker:innen Ateliers für einen Zeitraum von bis zu drei Jahren. Bewerbungen für die Ateliers werden jährlich von einer Kommission bestehend aus Vorstand und Beirat begutachtet. Die Atelierstipendiat:innen erhalten einen eigenen Arbeitsraum mit Zugang zu einem großen Gemeinschaftsraum mit Küche in der dritten Etage sowie freien Zugang zu den verschiedenen Werkstätten und Verwaltungsräumen des Künstlerhauses Stuttgart. Die einzelnen Atelierräume sind ca. 25m² groß.

Stipendiat:innen

2023
Yara Richter

Yara Richter (*1996) bewegt sich zwischen Kunst, Kulturarbeit und Mutterschaft. Mit einem Schwerpunkt auf dekolonialen und kollektiven Prozessen ist Richter neben der künstlerischen Arbeit auch als Moderator*in, Redner*in und Bildungsreferent*in mit den Schwerpunkten Schwarze Identitäten, intersektionalem Feminismus und institutioneller Kritik tätig.

 

Seit 2022 forscht sie mit Sound, Text, Video und Performance zu black noise als einem Ausgangspunkt, um dekolonisierte Kunst- und Kulturpraktiken zu imaginieren und kreieren. Dabei ist der kreative Prozess ein vielschichtiger, zutiefst politischer Tanz, in dem Ökofeminismus, Queerness, Altra Egos und Geschichtsschreibungen mit einem nicht-linearen Zeitverständnis, Psychosomatik und Möglichkeitsräumen für marginalisierte Körper zusammenfließen. Analoge und digitale Technologien treten in Wechselwirkung mit dem Körpergeist, wobei sich immer auch die Frage nach (Handlungs-)Macht stellt. Performance wird dabei auch als Form institutioneller Kritik eingesetzt, um sich mit Reibungen von Repräsentation und Sichtbarkeit von Menschen und Machtstrukturen auseinanderzusetzen. Das wird gespeist von Yaras Forschung über den Raum, in dem sich Stimme und Bewegung gegenseitig bedingen. Dabei unternimmt Yara Versuche in kollektiver und kollaborativer Praxis, wie im Fall der Noise Sessions (2022) als clits akimbo mit Kai Krämer und der Performance seep (2022) mit Toni Böckle in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden.

 

2024 erscheint Yara Richters Text Dissolving Intimacy über die Ausstellung You Are Another Me von Adina Pintilie im Lerchenfeld Magazin der HFBK Hamburg. 2023 produzierte Yara Richter mit der Black Community Foundation und jungen Schwarzen Künstler*innen in Stuttgart den experimentellen Podcast black noise x Bad Cannstatt im Rahmen der Open School Bad Cannstatt des Künstlerhaus Stuttgart und des Current – Kunst und Urbaner Raum Festivals.

Seit 2023 kuratiert Yara Richter die Baustelle Zukunft der Jungen Oper im Nord Stuttgart mit Ülkü Süngün und Noah Anderson, bei der es um die Frage geht, wie BIPoC Communities eine strukturelle und nachhaltige Partizipation in Kunst- & Kulturinstitutionen ermöglicht werden kann. Außerdem ist Yara Richter Co-Koordinatorin des Black History Month 2024 Stuttgart, der von diversen Schwarzen und afrodiasporischen Gruppen kollektiv organisiert wird.

 

Von 2020 bis 2023 absolvierte Richter den MFA in Körper, Theorie und Poetik des Performativen an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Discoteca Flaming Star und Ines Kleesattel. Während dieser Zeit war Yara auch als Kunstvermittler*in in diversen Stuttgarter Kunstinstitutionen tätig. Davor absolvierte Yara Richter den Bachelor in Soziologie mit quantitativen Methoden an der University of Warwick (Coventry, GB) und verbrachte drei Jahre in Elternzeit.

 

Yara Richter lebt und arbeitet in Stuttgart.

seep Performance mit Toni Böckle in der Conditions of a Necessity Ausstellung, Staatliche Kunsthalle Baden-Baden, 2022
MFA (Master of Filthy Arts) Performance in der Turn Around Rundgang Ausstellung im Württembergischen Kunstverein Stuttgart, 2021 (c) Nadine Bracht
Yara Richter, Bewegungsstudie ohne Titel, 2024
Listening-Session von black noise x Bad Cannstatt bei der Open School des Künstlerhaus Stuttgart, 2023 (c) Jochen Detscher
Yara Sara Goldini für black noise bei der MFA Abschlusspräsentation, Experimentierbühne Heusteigviertel, 2023
black noise Abschlusspräsentation, Experimentierbühne Heusteigviertel, 2023
Activation/Invocation Performance bei The Power of Tropical Plants von Astrid S. Klein im Württembergischen Kunstverein, 2022 (c) Daniela Wolf
clits akimbo noise session mit Kai Krämer in der Gruppenausstellung des MFA KTPP beim Rundgang der ABK Stuttgart, 2022
2023
Lambert Mousseka

Lambert Mousseka (geb. in Katanga, Demokratische Republik Kongo) hinterfragt seit seiner Jugend die Entstehung, den Ursprung, den Geist und den Zustand von Materie. Diese Fragestellungen führten zu diversen Studien und Recherchen und beeinflussen bis heute sein künstlerisches Schaffen.

 

Im selben Rhythmus wie die Materie versucht Lambert Mousseka zu schwingen, um nicht nur eine Form zu finden, sondern auch einen Ausdruck, eine Sprache hervorzubringen und so einen Dialog zwischen dem Schöpfer, dem Publikum und dem Kunstwerk herzustellen.

 

Nach dem Kunststudium setzte er sich zum Ziel, mit verschiedenen Materialien und deren Anwendung in der künstlerischen Praxis zu experimentieren. Material bedeutet hierbei eine globale Vision. Die gesagten und ungesagten Gedanken, der Text und der Geist sind das Bindeglied zur Vision. So kann nicht entschieden werden, ob das Material dem Konzept vorausgeht oder umgekehrt. Um in einen Dialog mit den Kunstwerken treten zu können, hilft Offenheit und Humor.

Lambert Mousseka, o.T., 2022
Lambert Mousseka, o.T., 2022
Lambert Mousseka, o.T., 2022
Lambert Mousseka, 2022
Lambert Mousseka, 2022
Lambert Mousseka, o.T., 2022
2023
Theo Ferreira Gomes

Theo Ferreira Gomes (*1993, Niterói/Brasilien) ist post-disziplinärer Kurator, Designer und DJ. Sein besonderes Interesse gilt informellen, sozialen Ökonomien und wie durch verschiedene Währungen persönliche oder unpersönliche Gemeinschaften hergestellt werden können.

 

Seit Juni 2022 ist er Curatorial Fellow bei der ORNAMENTA, einem reaktivierten Kulturprogramm in der Region Nord Schwarzwald, das aktualisierten Regionalismus erforscht und seit 1989 zum zweiten Mal von Juli bis Oktober 2024 stattfindet. In einer Reihe transdisziplinärer Ausstellungs- und Veranstaltungsformate werden bis zum Sommer 2024, in Zusammenarbeit mit gesellschaftlichen, künstlerischen und unternehmerischen Akteur:innen, die Themengemeinden Bad Databrunn, Zum Eros, Schmutzige Ecke, Inhalatorium und Solartal prototypisch entwickelt und der Öffentlichkeit präsentiert.

 

Von April 2022 bis Mai 2023 war er Koordinationsstipendiat für art, science & business an der Akademie Schloss Solitude. Unter anderem betreute er die Field Trip Residency, ein fortlaufendes Kollaborationsprojekt mit der Abteilung für Ökologie der Tiergesellschaften des Max Planck Instituts für Tierverhalten in Konstanz und dem Programm art, science & business der Akademie Schloss Solitude. Außerdem begleitete er das Namibia Austauschprogramm und das Under Utopia Stipendium, einem Kollaborationsprojekt mit dem Künstlerduo Thomas Drescher und Maren Geers.

 

Von November 2019 bis Februar 2023 war er Vorstandsmitglied im Leerstand als Freiraum e.V. (LAF), einem kollektiv-geführten Verein mit Projektraum in der Innenstadt Pforzheims. Der LAF e.V. setzt sich für kulturelle (Lebens-)räume in Pforzheim ein und realisiert Projekte an der Schnittstelle zwischen Gesellschaft, Kunst und Urbanität. In dieser Zeit setzte er mit einem losen Netzwerk an Kollaborateur:innen aus dem Verein wie aus der Stadt eine Vielzahl an Ausstellungs- und Diskursformaten, wie auch  Community Projekten oder Musikveranstaltungen um.

 

2018 absolvierte er ein Studium in Modedesign an der Hochschule Pforzheim. Im Rahmen dessen erhielt er ein Arbeitsstipendium von AsaPreneurs, um in Zusammenarbeit mit Arbeiter*innen einer Fabrik in Tirrupur (Südindien) Designmethoden zu entwickeln, die Textilverschnitte nutzen und verringern.

Theo Ferreira Gomes, Kartografische Untersuchung, Teil des Seminars „Countermapping“ mit LAF e.V. and University Pforzheim, 2021, Foto: Kosmas Dinh
Theo Ferreira Gomes, Ausstellungsansicht „Electric Animal“ by Desiree Kabis, Teil der Gruppenausstellung „Ecotopia“, 2021 im LAF project space, Foto: Tanja Meissner
Theo Ferreira Gomes, Ausstellungsansicht Sonia Chawla „Evolutionary Potential“, 2022 at Hidden Traces Sommerfest 2022 der Akademie Schloss Solitude, Foto: Frank Kleinbach
Theo Ferreira Gomes, Ausstellungsansicht Lucia Mattes „everyone’s a normie“, 2022 im LAF project space, Foto: courtesy of the artist
Theo Ferreira Gomes, Podium „Value Architectures“, teil der Konferenz Shared Spaces, März 2023 im LAF project space, Foto: Kosmas Dinh
Theo Ferreira Gomes, screening „Academy of Fireflies“ Neda Kovinic, Teil der Konferenz Shared Spaces, März 2023 im LAF project space, Foto: Kosmas Dinh
2023
Irem Gunaydin

Irem Gunaydin untersucht die Beziehung zwischen Text und Bild und wie Worte und Bilder zwischen dem diskursiven und dem bildlichen Bereich zirkulieren, indem sie die Objekthaftigkeit von Sprache und die Grammatik von Bildern betrachtet. Ihre Arbeiten entstehen oft aus dem Schreiben heraus und entfalten sich als Installationen, die gedruckte und skulpturale Elemente enthalten, wobei das Schreiben als Dreh- und Angelpunkt fungiert.

 

Ihre Inspiration kommt aus der Philosophie, der Literatur, der Kulinarik und dem Rand eines Apfels. In und um ihre Arbeit herum ist sie daran interessiert, die engmaschigen Texturen der Kunstgeschichte, die Gesamttextur des Selbst und den Fetisch der Authentizität und Originalität zu durchlöchern. Diese Haltung erlaubt es ihr, zu denken, ohne ein neues Zentrum, einen Ursprung oder eine Wahrheit zu etablieren. Gunaydin sagt selbst, sie kümmere sich nicht um den Zweck eines Mediums, stattdessen benutze sie das, was da ist (wofür es ursprünglich nicht gedacht sein könnte), um eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen. Sie kümmert sich nicht um die Kohärenz ihrer Worte oder Ideen. In diesem Sinne verhält sie sich wie ein Bricoleur. Ihr schriftliches Material zeigt, wie das “Ich” als Porträt einer Künstlerin diagnostiziert wird und wie die die Symptome für leicht, mittelschwer oder schwer aussehen könnten. Daher ist das Schreiben eine Möglichkeit, ihre Symptome als Künstlerin zu feiern! Sie spaltet sich in mehrere Personen auf und wurde so zur Beobachterin der jeweils anderen. Die Schwierigkeit, das Kunstmachen als Arbeit zu erkennen, und die wirtschaftlichen Realitäten des Lebens als Künstlerin werden in ihrer schriftlichen Arbeit thematisiert.

 

Irem Gunaydin (*1989, Istanbul/Türkei) hat ein Foundation-Diplom vom Chelsea College of Art and Design (2011) und ihren BA in Fine Art vom Central Saint Martins, London (2014). Sie lebt und arbeitet in Istanbul.

Irem Gunaydin, Ausstellungsansicht “Salad Cake” 2020, The Pill | Istanbul
Irem Gunaydin, Ausstellungsansicht von {iniş çıkış yukarı aşağı} 2016, Moda | Istanbul
Irem Gunaydin, “A Proposal for a Future Exhibition: Scripted Expanded Molded I” Ausstellungsansicht, 2022, 400x118, Istanbul
Irem Gunaydin, “Fourth Table Also Known As the Bastard,” 2022 Quarzsand, 650 x 533 cm
Irem Gunaydin, “Scripted Expanded Molded I” Ausstellungsansicht, 2022, Istanbul
Irem Gunaydin, Ausstellungsansicht von “Salad Cake” 2020, The Pill| Istanbul
2023
Mona Zeiler

Mona Zeilers Arbeiten spüren den Bedeutungsebenen der Dinge nach und stellen Verknüpfungen zwischen den eingesetzten Materialien und Formen hinsichtlich ihrer inhaltlichen und ästhetischen Zuschreibungen her. Metallkonstruktionen, Glas- und Holzelemente treffen auf Keramikobjekte, Abformungen aus Gips oder Elemente aus Stein.

 

Durch die Arbeit mit verschiedenen Materialien geht es auch darum, etwas entstehen zu lassen, das durch die materielle Erfahrung im Raum an und mit Dingen verhandelt wird und ein Wissen hervorbringt, das Sprache nicht formulieren kann. Der Mensch erscheint innerhalb dieser Anordnungen lediglich als ordnungsgebender (unsichtbarer) Bezugspunkt.

 

Das Atelier im Künstlerhaus ist dabei Ort für das Entwickeln weiterer Werkzeuge und Methoden – ein räumlicher Behälter sozusagen für den künstlerischen Prozess, für ein Hinzufügen und Wegnehmen, indem Bezugspunkte innerhalb dieses Systems sich immer wieder auflösen und neu bilden.

 

Die Arbeit rue de figuier / extérieur (2021/22), deren erste Teile während ihres Stipendienaufenthaltes an der Cité Internationale des Arts, Paris 2021 entstanden sind, nimmt anhand abgeformter Baumrindenstücke Schnittstellen zwischen Innen und Außen als trennende bzw. verbindende Elemente und Momente des Übergangs in den Blick und geht Begriffen wie Durchlässigkeit, Hülle, Schutz und Abgrenzung nach.

 

Die für landscape of support, four fragments (2022) entwickelten Formen gehen aus Gegenständen hervor, die für Körperteile unterstützend wirken sollen. Ergonomische Handgelenkauflagen beispielsweise werden bei ihrer Benutzung kurzfristig zu einer Art Stütze, einer ‚supporting structure‘ für eine bestimmte Position. Losgelöst von ihrem ursprünglichen Kontext werden die Objekte zu fragmentartigen Verbindungsgliedern, die unterschiedliche Haltungen vorschlagen und wie Artefakte ihre Funktion noch erahnen lassen.

Mona Zeiler, landscape of support, four fragments (Detail), 2022
Mona Zeiler, landscape of support, four fragments (Detail), 2022
Mona Zeiler, ruedefiguer/exterieur, 2021/22
Mona Zeiler, ruedefiguer/exterieur (Detail), 2021/22
Mona Zeiler, ruedefiguer/exterieur (Detail), 2021/22
2023
Lena Meinhardt & Eva Dörr

Lena Meinhardt und Eva Dörr arbeiten seit 2019 als Künstlerinnenduo zusammen. Ihre Arbeiten begegnen sich im Feld der Soundinstallation.
In Lena Meinhardts Kompositionen verselbstständigen sich Aufnahmen von Orten, Objekten oder Texten durch dichte Klangsynthesen. Zusammen mit Eva Dörr, deren Schwerpunkte Installation und neue Medien sind, entstehen interdisziplinäre und kontextbezogene Arbeiten.
„Good morning midnight — “ ist eine 4-Kanal-Komposition für Elektronik, Schlagzeug und Bass-Bariton.
Sie wurde 2022 mit Pascal Zurek (Gesang) zur Ausstellungseröffnung von „Nachtstücke – unterwegs in der Dunkelheit“ uraufgeführt. Die Komposition verzahnt Muster von Maschinen-Aufnahmen, einem maschinellen Schlagzeugspiel und sich polyphon und disharmonisch überlagernden Stimmloops.
„Ralentir“ ist eine Video-Sound-Arbeit, die während des Stipendiums im Künstlerhaus entstanden ist. Sie besteht aus Bild- und Tonmaterial, das das Duo in der Pariser Metro aufgenommen hat. Die Kamera wurde ans Fenster der Stadtbahn gehalten. Stadtansichten, Tunnel, Bahnsteige und wartende Passagiere ziehen vorbei. Bild- und Klangmaterial wurden stark montiert.
Durch die Transformation des Klangmaterials und extreme Montage im Bild verschränken sich diese Ebenen und die darin befindlichen Zeitgefüge.

Eva Dörr & Lena Meinhardt, Abelka
Eva Dörr & Lena Meinhardt, Ralentir
Eva Dörr & Lena Meinhardt, Ralentir
Eva Dörr & Lena Meinhardt, Good Morning Midnight – , Foto: Florian Model
Eva Dörr & Lena Meinhardt, Good Morning Midnight – , Foto: Florian Model
2023
Marcela Majchrzak

Marcela Majchrzak (*1993) ist Künstlerin, Kunstvermittlerin und Mutter. Sie interessiert sich in ihren Projekten für die (Dis-) Funktionalität von Strukturen und ihren Rechtfertigungsmechanismen rund um die Themen Identität, Arbeit und Kultur. Ihre Arbeiten haben oft einen forschenden, performativen Charakter und verwirklichen sich gerne in verschiedenen Formaten des Zusammenkommens.

 

Derzeit erforscht sie ein Monument in dem Ort, in dem sie Teile ihrer Kindheit verbracht hat und legt dabei dessen gesellschaftliche und nationale Verstrickungen offen, aber auch ihre ganz persönlichen.

Als Gründungsmitglied der Matriarchalen Volksküche, welches ein Künstler:innen-Kollektiv ist, realisiert sie verschiedene Küchen-, Dinner- und Diskursveranstaltungen und stellt sich dabei immer wieder die Frage, wie eine künstlerisch/ aktivistische Gruppenstruktur offen und tragfähig sein kann.

Gemeinsam mit interdisziplinären Akteur:innen denkt sie über neue Perspektiven bezüglich der Zukunft von Kunstvermittlung nach.

Sie studierte Philosophie sowie Bildende Kunst in Stuttgart und Warschau und machte ihren Abschluss in der Klasse von Heba Y. Amin und Ülkü Süngün.

Marcela Majchrzak, Matriarchale Volksküche, Piece of Cake?, Theater Rampe 2023
Marcela Majchrzak, Hügeln (still) , 2023
Marcela Majchrzak, Hügeln (still), 2023
Installation von Marcela Majchrzak, Veronika Schneider, Mo Langmuir & Sam Collins, Meeting Points, 2023
2023
anima ona

anima ona ist ein multidisziplinäres Studio, bestehend aus Freia Achenbach und June Fàbregas. Das Duo studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Einem transdisziplinären und kollaborativen Ansatz folgend, entwickeln sie seit 2018 selbst-initiierte Projekte und verwirklichen Auftragsarbeiten, wobei sie sich an der Grenze zwischen Design, Forschung und Kunst bewegen. Ihre vielfältigen Arbeiten eint die Suche nach bisher unausgeschöpften Ressourcen und Möglichkeiten der Wiederverwendung des Materials, der sie durch experimentelle Herangehensweisen und der Auseinandersetzung der kulturellen Bedeutung von Objekten nachkommen.

 

Ausstellungen/Vorträge/Auszeichnungen

2023 Solid Transitions, Gruppenausstellung, Rohbauhallen Stuttgart 21, Stuttgart

2022 Fachgespräch „nachhaltige und innovative Baustoffe“, Fraktion Die Grünen, Haus der Abgeordneten, Stuttgart

2022 Archaeology of a city mine, Solo Ausstellung, Projektraum Kunst()Klima, Stuttgart

2022 Zum Abgang eines Sonderlings, Gruppenausstellung, Akku Stuttgart

2022 Escapism, Ausstellung, Collectible Fair, Brüssel

2022 In Fülle…Transformation zum Geopolymere, Hospitalhof Stuttgart

2021 Outer Space, Gruppenausstellung, Galerie Kernweine, Stuttgart

2021 Atelier Ecru x Objects with Narratives, Gruppenausstellung, Aterlie Ecru, Ghent

2021 brahha, mit Ann-Kathrin Müller + Julia Schäfer, Weissenhofmuseum Stuttgart / Current Festival Stuttgart

2021 The Makers Show, Salone del Mobile, Milan

2020-2021 Places to be, Ausstellung mit anima ona, Fondation d ́entreprise Martell, Cognac

anima ona, In Fülle, 2022, Foto: anima ona
anima ona, Erdraum, 2022, 360 x 360 x 260 cm, Foto: Phillipp Schell
Freia Achenbach, June Fàbregas und Carlo Kurth, Das Stumme Spricht, 2020, Foto: anima ona
June Fàbregas, Bruch, 2020, 40 x 40 x 40 cm, Foto: anima ona
anima ona, Teile 01 - 04, 2021, Foto: anima ona
June Fàbregas, Laternen, 2018, 60 x 60 x 310 cm, Foto: anima ona
anima ona, Erdbild, 2023, 1380 x 260 x 3 cm, Foto: Bernhard Kahrmann
anima ona, Dolmen Table, 2022, 130 x 130 x 90 cm, Foto: anima ona
Freia Achenbach, Big Spectator, 2020, 230 x 200 x 30 cm, Foto: Freia Achenbach
2022
Alba Frenzel

Mein Projekt ist eine groß angelegte Forschung, in der mit dem Leberwurstbaum so umgegangen wird, als ob er Kunst sei oder mit Kunst, als sei sie ein Leberwurstbaum. Dabei werden die Qualitäten des Baumes ausgewählt, die sich auf die Eigenschaften von Kunst umdenken lassen. Auf diesem Weg erdet sich Kunst und wir lernen den Leberwurstbaum kennen.
Ich arbeite an einem Format zwischen Atelier und Ausstellung, in dem ich als Künstlerin aktiv und anwesend bin mit Fotografie, Skulptur, Text, Textbildern, mit gesungenen und gesprochenen Zitaten, die mir im Laufe der Forschung begegnen, performativen Elementen, Lesungen und Vorträgen.
Eine der wichtigsten Fragen dieser Forschung lautet, wie nahe ich dem Baum anhand von gefundenem Material kommen kann.
Denn tatsächlich kann ich dank der vielfältigen Möglichkeiten der Internet-Recherche etwas untersuchen, das ich noch nie in Wirklichkeit gesehen habe. Was aber macht die virtuelle Erfahrung des Leberwurstbaumes mit mir?

2022
Lena Meinhardt & Eva Dörr

Lena Meinhardt und Eva Dörr arbeiten seit 2019 als Künstlerinnenduo zusammen. Ihre Arbeiten begegnen sich im Feld der Soundinstallation.
In Lena Meinhardts Kompositionen verselbstständigen sich Aufnahmen von Orten, Objekten oder Texten durch kraftvolle Klangsynthesen. Zusammen mit Eva Dörr entstehen interdisziplinäre und  kontextbezogene Arbeiten. Eva Dörrs künstlerische Schwerpunkte liegen im Bereich der (Sound-) Installation und dem Video. Sie konzentriert sich auf die akustische Wahrnehmung von zumeist marginalen Räumen und Orten.
Beide lernten sich an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart kennen. Dort war Lena Meinhardt Kontaktstudentin in Computermusik bei Prof. Piet Johan Meyer, während Eva Dörr nach ihrem Lehramtsstudium in Kunst und Mathematik Lehramtes Gasthörerin im Studio für elektronische Musik war.

 

Ralentir ist eine Video und Sound Arbeit, die während des Stipendiums im Künstlerhaus entstanden ist. Sie besteht aus Video- und Tonmaterial, das das Duo in der Pariser Metro aufgenommen hat. Die Kamera wurde ans Fenster der Stadtbahn gehalten. Stadtansichten, Tunnel, Bahnsteige und wartende Passagiere ziehen vorbei. Bild- und Klangmaterial wurden stark montiert.

Durch die Transformation des Klangmaterials und extreme Montage im Bild verschränken sich diese Ebenen und die darin befindlichen Zeitgefüge.

 

Die Arbeit ABELKA ist Teil des selbstorganisierten Ausstellungsprojektes „Kehrmaschine“. Gleich getaktet mit weiteren Arbeiten der Ausstellung vermischt die 8-Kanal-Sound Installation die Lüftungsanlage der Halle mit einer 60-minütigen Komposition, die das Raumgedächtnis zum Thema hat und die Halle mit Klängen und deren Reflexionen füllt.

Gleichermaßen entwickeln sich Bild und Ton in einem Loop, der Außen- und Innenansichten der Stadt ineinander verschränkt. Während die verschiednen Ebenen aneinander und ineinander vorbei rauschen, lösen sich die Muster von Zeit und Zeitgefühl kontinuierlich auf.

Foto: Lena Meinhardt & Eva Dörr
2022
Lennart Cleemann

Lennart Cleemann (*1990) ist studierter Architekt (Hannover, Aarhus, Basel und Stuttgart). An der ABK Stuttgart war er Teil der Kunstklasse Reto Bollers und fand so seinen Weg in die künstlerische Praxis.

 

Am Künstlerhaus untersucht er Ideen und Vorstellungen von „Zuhause“. Er arbeitet mit Raum und Material. Durch die Konstruktion und Abstraktion von Zimmern, Möbeln und Spielgeräten erkundet er seine Umwelt und versucht ein Verständnis für dessen Prozesse zu erlangen. Das Atelier ist dabei ein Ort der Notwendigkeit geworden. Es wird physischer Schauplatz des Inneren, saugt Launen, Staub und Schweiß auf. Der tägliche Wandel dieses intimenRaums und dessen Beob achtung dient der Erkundung des Selbst. Zu seinem Prozess schreibt er:

 

Meine Arbeit findet im physischen Raum statt.

Ich agiere und reagiere.

Ich weiß nicht, was ich will.

Ich handle.

Material leitet mich.

Ich versuche nicht zu denken.

Funktioniert nicht.

Aufräumen, Ordnung machen, Zusammenhänge entdecken.

Zufrieden mit der dämlichen Einfachheit des Prozesses.

Spazieren gehen.

Dinge finden.

Ins Atelier schleppen.

Mich vollmüllen.

Loslassen.

Pissen.

Atelier am 24.11.2021, Künstlerhaus Stuttgart, Foto: Lennart Cleemann
squeak, 2021, Künstlerhaus Stuttgart, Foto: Lennart Cleemann
Im Atelier, Künstlerhaus Stuttgart, Foto: Lennart Cleemann
2022
Janis Eckhardt

Janis Eckhardts (*1994) Arbeitsweise verbindet ausgehend von Konstellationen und Objekten, persönliche Faszinationen mit gegenwärtigen sozialen Umständen. Arbeiten entstehen meist durch einen beiläufigen Moment, der aus den angesammelten Materialien hervorgeht. Performative Aspekte, das Wiederverwenden von eigenem und fremdem Material sowie dessen Historie, Distribution und Rekontextualisierung, ziehen sich als Mechanismen durch seine Arbeit. Dabei ist er stets auf der Suche nach nicht rein symbolischer Reproduktion und Darstellung, sondern einem Eingriff, der eine Ambivalenz produziert und aufrechterhält.

Janis Eckhardt, Video still
2022
Mona Zeiler

In Mona Zeilers Arbeiten begegnen uns gängige Materialien und Formen, die auf Bekanntes referieren. Sie sind Teil unserer Umgebung, aber selten im Fokus unserer Wahrnehmung. Unter der Verbindung von analogen und digitalen Arbeitstechniken entwickelt Zeiler skulpturale Installationen, die sich mit den dreidimensionalen Bestandteilen unserer Lebenswelt auseinandersetzen.

 

Zeiler kombiniert in ihren collageartigen sorgfältig angeordneten Konstellationen künstliche mit natürlichen Materialien und solchen, die natürliche Eigenschaften imitieren.
Sie löst Strukturen und Gegenstände aus ihrem ursprünglichen Kontext, bringt diese auf eine Ebene und setzt sie mit weiterverarbeiteten Oberflächen und Materialien neu in Beziehung. Metallkonstruktionen, Glas- und Holzelemente, digital bearbeitetes Bildmaterial, bedruckte Kunststoffplanen treffen auf Keramikobjekte, Abformungen aus Gips oder Elementen aus Stein. Die Grenzen zwischen industriell Gefertigtem und manuell Bearbeitetem gehen ineinander über und verschwimmen.

 

Ihre Arbeiten spüren den Bedeutungsebenen der Dinge nach und stellen Verknüpfungen zwischen den eingesetzten Materialien und Formen und Begriffen wie Innen und Außen, Stützung, Schutz, Durchlässigkeit und Abgrenzung nach. Der Mensch erscheint innerhalb dieser Anordnungen lediglich als ordnungsgebender (unsichtbarer) Bezugspunkt.

 

Mit diesen Gegenüberstellungen untersucht Mona Zeiler das Verhältnis zwischen den Formen und deren Beschaffenheiten auf ihre ästhetischen und inhaltlichen Zuschreibungen und fordert die Betrachter zu neuen Assoziationen und Kontextualisierungen heraus.

 

Mona Zeiler (*1989 in Ellwangen) studierte Bildende Kunst im Fachbereich Bildhauerei sowie Intermediales Gestalten an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und schloss dort 2017 mit Diplom ab. 2019 erhielt Zeiler den Peter-Hans-Hofschneider Preis der Kunststiftung Baden-Württemberg und 2021 das Residenzstipendium an der Cité internationale des arts in Paris des Ministeriums für Wissenschaft Forschung und Kunst, Baden-Württemberg. Sie stellte u.a. in der Kunsthalle Baden-Baden, im Kunstraum Riehen sowie im Kunstverein Freiburg aus.

Mona Zeiler, postures & fragments (Detail), 2019
Mona Zeiler, coat, 2019
Mona Zeiler, postures & fragments (Detail), 2019
Mona Zeiler, postures & fragments (Detail), 2019
Mona Zeiler, pad, 2019
Mona Zeiler, depending on the displayed layer setting, 2017
2022
Lambert Mousseka

Lambert Mousseka betrachtet sein Leben als eine Reise. Als Künstler begann er als Schauspieler, dann Figurenspieler. 2001 studierte er Marketing an der Wirtschaft Hochschule (Institut Supérieur de Commerce Kinshasa). 2013 schloss er sein Kunststudium an der Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart ab.

 

Seitdem arbeitet er im Bereich Malerei und Keramik und gibt Workshops im Bereich Figurentheater und Keramik in Deutschland und im Kongo. Seine Arbeit basiert auf Malerei und Keramik.

In den vergangenen Jahren nahm er u.a. an folgenden Gruppenausstellungen teil: Gemeinschaft Jetzt (Stadtkirche Schorndorf), Disturbance Wich (Zitadelle Spandau Berlin), Es dauert, es ist Zerbrechlich, es bleibt womöglich für immer (Bahnhof Museum Rolands Eck), Prêt-à-Partager (Ifa, Stuttgart), Couture Commune (Künstlerhaus Stuttgart) und Kinoserie – Briller et s’envoler (Institut Français Kinshasa).

 

Er hat verschiedene Kunststipendien und Residenzen für Keramik und Recherche erhalten, unter anderen Schloss Balmoral, EKWC – Sunday Morning, und Institut Français Kinshasa.

 

Lambert Mousseka versucht eine Zusammensetzung von Konzepten, Texten und Formen, Mode, Politik und Religion, Ökonomie und Ritualen, Philosophie und Design etc. herzustellen.

 

 

2021
Eva Dörr & Lena Meinhardt

Lena Meinhardt und Eva Dörr arbeiten seit 2019 als Künstlerinnenduo zusammen. Ihre Arbeiten begegnen sich im Feld der Soundinstallation.

 

Lena Meinhardt war Kontaktstudentin in Computermusik an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart.  In ihren Kompositionen verselbstständigen sich Aufnahmen von Orten, Objekten oder Texten durch kraftvolle Klangsynthesen. Zusammen mit Eva Dörr, die unter anderem am KIT Karlsruhe und der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart Bildende Kunst und Mathematik studierte, entstehen Orts- oder kontextbezogene Arbeiten. Eva Dörrs künstlerische Schwerpunkte liegen im Bereich der (Sound-) Installation und dem Video. Sie konzentriert sich auf die akustische Wahrnehmung von zumeist marginalen Räumen und Orten.

 

Die Arbeit ABELKA ist Teil des selbstorganisierten Ausstellungsprojektes „Kehrmaschine“. Gleich getaktet mit weiteren Arbeiten der Ausstellung vermischt die 8-Kanal-Sound Installation die Lüftungsanlage der Halle mit einer 60-minütigen Komposition, die das Raumgedächtnis zum Thema hat und die Halle mit Klängen und deren Reflexionen füllt.

Eva Dörr & Lena Meinhardt, ABELKA
2021
Lennart Cleemann

Lennart Cleemann (*1990) kommt aus der Architektur. Er studierte in Hannover, Aarhus und Stuttgart. Bevor er zur Kunsthochschule in Stuttgart kam, machte er ein Praktikum bei Buchner Bründler Architekten in Basel (Schweiz). Diese Zeit prägte seine Denkweise und Arbeitshaltung bezüglich des von ihm so benannten „poetischen Pragmatismus“. In der Kunstklasse Reto Bollers hat er seine Affinität für den direkten Kontakt mit Material und dessen emotionale Potenz entdeckt.

In seiner Arbeit behandelt er vor allem Themen der Ein- und Zweisamkeit sowie Themen des sexuellen Begehrens und Konsums. Die Befreiung aus einer gefühlten Hilflosigkeit gegenüber gesellschaftlich und gedanklich festgefahrenen Strukturen ist dabei ein Ziel seiner Arbeit. Er hat eine Verbundenheit zu rohen, unbehandelten Materialen, welche häufig den Ausgangspunkt seiner Arbeit darstellen. Diese werden gerne mit Fundobjekten von der Straße und Baustellen kombiniert und in Kontext miteinander gesetzt.

Am Künstlerhaus Stuttgart hat er sich mit dem Bestreben beworben, das bereitgestellte Atelier als einen Testraum für Installationen, im Sinne einer dystopischen Wohnung, zu nutzen. Die Idee stammt vor allem aus der Auseinandersetzung mit dem Motiv des Bettes als Ort des Rückzugs, der Lethargie, aber auch der Intimität und Freude.
Er erkundet Gefühls- und Beziehungszusammenhänge, welche ihn in seinem Alltag beschäftigen. Der Testraum kann auch als eine Art Baustelle betrachtet werden, die sich in stetigem Wandel befindet. Leben und Tod, Schönheit, Zerstörung und Verfall haben hier gleichermaßen eine Daseinsberechtigung.

Lennart Cleemann, My Dear Friends (One of Them is a Dramaqueen), 2020, Foto: Lennart Cleemann
Lennart Cleemann, Urlaub in Italien, 2020, Stoff, Latex, Pigment, Adiletten, 144 x 76 x 5 cm
Lennart Cleemann, Bumpy Grumpy, 2020, Beton, Stahl, Plastikreste, 205 x 113 x 11 cm + 307 x 47 x 11 cm
Lennart Cleemann, Whoops!, 2018, Isolieranstrich, Kleider, Farbreste, 5 x 43 x 190 cm
2021
Janis Eckhardt

Janis Eckhardts (*1994) Arbeitsweise verbindet ausgehend von Konstellationen und Objekten, persönliche Faszinationen mit gegenwärtigen sozialen Umständen. Arbeiten entstehen meist durch einen beiläufigen Moment, der aus den angesammelten Materialien hervorgeht. Performative Aspekte, das Wiederverwenden von eigenem und fremdem Material sowie dessen Historie, Distribution und Rekontextualisierung, ziehen sich als Mechanismen durch seine Arbeit. Dabei ist er stets auf der Suche nach nicht rein symbolischer Reproduktion und Darstellung, sondern einem Eingriff, der eine Ambivalenz produziert und aufrechterhält.

Janis Eckhardt, Video Still
2021
Alba Frenzel

Alba Frenzel studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Während ihres Studiums befasste sie sich mit Fotografie im Feld der zeitgenössischen Kunst. Nach ihrem Diplom im Sommer 2017 stellte sie ihre Arbeiten Fotopapier, Licht, Ei zusammen mit weiteren Preisträger:innen im Rahmen des Fotowettbewerbs gute aussichten – junge deutsche fotografie in den Deichtorhallen Hamburg aus. Im Frühjahr 2021 erscheint ihre erste Publikation Kreatur o.T. beim Vexer Verlag.

 

In ihrer künstlerisch-forschenden Arbeit interessiert sie sich dafür, wie „lebendige Kunst“ entsteht. Bei ihrer aktuellen Recherche stieß sie durch Zufall auf den „Leberwurstbaum“, der im Duden auf derselben Seite steht wie „Leben“. „Meine Arbeit ist eine groß angelegte Forschung, in der mit dem Leberwurstbaum so umgegangen wird als ob er Kunst sei oder mit Kunst als sei sie ein Leberwurstbaum. Die Qualitäten, die sich auf die Eigenschaften von Kunst umdenken lassen, werden dabei ausgewählt.

 

Das von mir gesammelte heterogene Material zu dem ursprünglich in Westafrika heimischen Baum stammt aus verschiedenen gefundenen Quellen: Bildern, Katalogtexten, Videos, Fachaufsätzen und Internet-Suchergebnissen.“

Alba Frenzel, Trennblätterbefreiung, 2018
2021
Marlon Lanziner & Valentino Berndt

Marlon Lanziner und Valentino Berndt arbeiten seit 2014 als Künstlergruppe MAVA an der skulpturalen Ausarbeitung von Umweltphänomenen. In ihrem Projekt “the rain brings the color” zeigen sie, wie durch Verwitterungsprozesse von Kupfermaterialien in Reaktion mit Regenwasser Farbschlieren auf einer weißen Marmortreppe entstehen und wie diese das Aussehen der Treppe transformieren.

Marlon Lanziner (*1989) und Valentino Berndt (*1988) absolvierten das Studium der Bildenden Kunst an der ABK Stuttgart von 2010 bis 2018.

2019 entwarf Marlon Lanziner mit Eva-Marie Holzner die erste Edition von „Vadonna“-Kleinskulpturen. Die aus Bronze gefertigten und individuell gefärbten Unikate beziehen sich zum einen auf die klassische Mariendarstellung, der „Madonna“, zum anderen auf das weibliche Geschlecht, und verbinden beide Aspekte in den Skulpturen.

 

2020 publizierte Marlon Lanziner und Valentino Berndt das MAVA Kunstbuch Die Geschwindigkeit der Erde, welches die künstlerischen Projekte von 2014 – 2020 zusammenfasst. Im folgenden Jahr 2021 planen sie die Veröffentlichung des Buches im Rahmen einer Ausstellung.

MAVA Atelier, Foto: MAVA
MAVA, The Speed of the Earth, 2020
MAVA. Erosionen
2021
n.n.n. collective

n.n.n. collective wurde im Jahr 2014 von Jasmin Schädler, Julia Schäfer und Susanne Brendel gegründet. Schädler studierte Theaterregie an der Akademie für Darstellenden Künste Baden-Württemberg (2016) und Kunst Praxis am Dutch Art Institute (2019). Schäfer machte ihren Abschluss in Bildender Kunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart (2020) und Brendel studierte Bühnen- und Kostümbild und Bildende Kunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart (2021).
Gemeinsam entwickeln sie Formate, die sich sowohl im Bereich der Bildenden als auch der DarstellendenKunst bewegen. Inhaltlich beschäftigen sie sich gleichermaßen mit literarischen und theoretischen Texten und deren Potential, szenische Vorgänge auszulösen. Ihre Arbeiten waren u. a. im Projektraum des Kunstverein Wagenhalle, dem Schauspiel Stuttgart und dem Theater Rampe zu sehen.
Unterstützt durch die Publikationsförderung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg erscheint 2021 ihre Publikation vom Aufgang der Sonne. Darin werden Texte und künstlerische Arbeiten präsentiert, die im Rahmen einer kritischen Auseinandersetzung mit Hegels Vorlesungen über die Philosophie der Weltgeschichte entstanden sind.

© n.n.n. collective
© n.n.n. collective
2021
Helen Weber

Helen Weber (*1994) studierte Bildende Kunst in Stuttgart und in Istanbul. Arbeitet individuell und kollektiv zwischen Innen- und Außenraum. Teil des Schwäbischen Online-Albvereins, des kollektiv_mitteperformance und ROSANNAWIDUKIND. Wirft sich mit feldforscherischem Anspruch in Kontexte, was Aktionen, Skulpturen, Texte, Videoinstallationen und diverse Formen der Dokumentation zur Folge hat. Seit Längerem gilt ihr Interesse den Widersprüchen des “Deutschen Waldes”, einer ideologischen Spielwiese zwischen Survival, Waldeinsamkeit*, Volkstum, Protest, Zecken, Natur- und Klimaschutz.
*Im Juli 2020 entwaffnet der “Schwarzwald- RAMBO“ Y. Rausch bei einer Kontrolle in seinem Gartenhüttchen 4 Polizeibeamte und findet anschließend auf sechstägiger Flucht vor Polizeihubschraubern Obdach im heimischen Schwarzwald. In einem Video schildert die Anwohnerin die Situation: „Ich war im Garten beschäftigt und auf dem Weg runter habe ich die Straße abgeguckt – weil man sich halt irgendwie umschaut momentan – und dann habe ich einen jungen Mann in Tarnanzug mit einem langen Wanderstock die Straße langlaufen sehen. Er lief wie ein Wanderer.“

Helen Weber, RAMBO 2020, Foto: Julia Schäfer
2020
Stadtlücken

Stadtlücken e.V. ist eine Gruppe von Gestalter:innen aus unterschiedlichen Disziplinen, die das Bewusstsein für öffentlichen Raum und Stadterfahrung schärfen und ein digital-analoges Netzwerk für das gemeinsame Entwickeln einer lebenswerten Stadt fördern. Eine lebenswerte Stadt bietet nichtkommerzielle öffentliche Räume, in denen sich unterschiedliche Akteur:innen begegnen und urbane Strukturen mitgestalten können. Der zu gestaltende urbane Raum ist dabei nicht nur städteplanerisch zu verstehen, sondern umfasst Rechts- und Wissensräume genauso wie Bauten und Infrastruktur, die für alle zugänglich sein müssen.
Regelmäßige Diskussionsveranstaltungen wie Einmal im Monat – Wem gehört die Stadt? fördern den Austausch und bieten Initiativen und interessierten Bürger*innen die Chance, sich weiter zu vernetzen. Gemeinsam diskutieren sie stadträumliche Fragen wie „Was ist Partizipation?“, „Wo wohnen eigentlich Obdachlose?“ oder „Wie geht Kooperation?“. Das Recht auf Stadt in Stuttgart wird über diese Vernetzung erprobt, experimentiert, weiterentwickelt und als Grundsatz implementiert. Daneben arbeitet Stadtlücken an der Entwicklung eines Kooperativen Stadtraums am Österreichischen Platz und an einem Konzept für eine Schnittstelle von Politik, Verwaltung und Bürger:innen in Form des Amtes für öffentlichen Raum, das im Sommer 2020 in der Architekturgalerie am Weißenhof startet.

Stadtlücken. Derzeit aktive Mitglieder: Natalie Brehmer, Sascha Bauer, Ania Corcilius, Mark Julien Hahn, Lena Engelfried, Sebastian Klawiter, Carolin Lahode, Martin Mannweiler, Hanna Noller, Dominik Schultheiß, Christine von Raven, Jens-Holger Streck, Valerie Rehle, Jonas Wansing, Elisabeth Schaumann, Marco Zörn, Dagmar Staiger, Felicitas Straka, Sarah Ann Sutter, Courtesy Stadtlücken
Stadtlücken-Installation in der Ausstellung "Visionäre Räume“, Kunstverein Neuhausen, 2019, Courtesy Stadtlücken
Stadtlücken, Visualisierung Kooperativer Stadtraum Österreichischer Platz, Courtesy Stadtlücken
2020
Lennart Cleemann

Lennart Cleemann (*1990) hat Architektur an der Universität Hannover, der Arkitektskolen Aarhus (Dänemark) und der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart studiert und mit Bachelor und Master abgeschlossen. Bevor er zur Kunsthochschule in Stuttgart kam, machte er ein Praktikum bei Buchner Bründler Architekten in Basel (Schweiz). Diese Zeit prägte seine Denkweise und Arbeitshaltung bezüglich des von ihm so benannten „poetischen Pragmatismus“.
In seiner Arbeit behandelt er vor allem Themen der Ein- und Zweisamkeit sowie Themen des sexuellen Begehrens und Konsums. Die Befreiung aus einer gefühlten Hilflosigkeit gegenüber gesellschaftlich und gedanklich festgefahrenen Strukturen ist dabei ein Ziel seiner Arbeit. Am Künstlerhaus Stuttgart hat er sich mit dem Bestreben beworben, das bereitgestellte Atelier als einen Testraum für Installationen, im Sinne eines dystopischen Schlafzimmers, zu nutzen. Die Idee stammt vor allem aus der Auseinandersetzung mit dem Motiv des Bettes als Ort des Rückzugs, der Lethargie, aber auch der Intimität und Freude.
Er erkundet an diesen Betonbetten Gefühls- und Beziehungszusammenhänge, welche ihn in seinem Alltag beschäftigen. Der Testraum kann auch als eine Art Baustelle betrachtet werden, die sich in stetigem Wandel befindet. Tod und Leben haben hier gleichermaßen eine Daseinsberechtigung.

Lennart Cleemann, My Dear Friends (One of Them is a Dramaqueen), Gartenstühle, variable Maße, 2020
Lennart Cleemann, Urlaub in Italien, 2020, Stoff, Latex, Pigment, Adiletten, 144 x 76 x 5 cm
Lennart Cleemann, An almost fancy Sofa, 2020, ehemaliges Klappsofa, variable Maße
Lennart Cleemann,I Used to Hate our Living Room Table Now He is Impractical, 2020, Beton, Hartschaum, Silikon, 60 x 60 x 42 cm
Lennart Cleemann, Bumpy Grumpy, 2020, Beton, Stahl, Plastikreste, 205 x 113 x 11 cm + 307 x 47 x 11 cm
Lennart Cleemann, Whoops!, 2018, Isolieranstrich, Kleider, Farbreste, 5 x 43 x 190 cm
2020
Alba Frenzel

Alba Frenzel (*1984) studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Während ihres Studiums befasste sie sich mit Fotografie im Feld der zeitgenössischen Kunst. Nach ihrem Diplom im Sommer 2017 stellte sie ihre Arbeiten Fotopapier, Licht, Ei zusammen mit weiteren Preisträger:innen im Rahmen des Fotowettbewerbs gute aussichten – junge deutsche fotografie in den Deichtorhallen Hamburg aus. Entstanden sind die Bilder ausschließlich in der Dunkelkammer auf Grundlage des Zusammenspiels von Fotopapier und Licht. Als Material dienten ihr Hühnereier in verschiedenen Aggregatzuständen, die so verschiedene Formen von unterschiedlicher Intensität erzeugen. 2019 trat sie ein Arbeitsstipendium im Künstlerhaus Salzwedel an.
In ihrer fotografischen Arbeit Aus erdgeschichtlicher Sicht fotografierte sie in Eisdielen die Theken mit Speiseeis, welche durch Aufnahmewinkel und Farbgebung wie Naturformationen von Gestein, Lava oder Schlamm erscheinen.
In ihrer aktuellen Arbeit geht sie der Frage nach der Entstehung einer lebendigen Kunst nach, welche sie anhand des Leberwurstbaums erforscht.

Alba Frenzel, Trennblätterbefreiung, 2018
Alba Frenzel, Salome Vissèr, Meine Insel in Afrika (2014), 2020, Taschenbuch, Tipp-Ex Korrekturband 5mm, Foto: Alba Frenzel
Alba Frenzel, Endoplasmatisches Retikulum, Siebdruck (work in progress), auf 80 Gramm holzfreiem Papier, 2020, 119 x 168 cm, Foto: Alba Frenzel
Alba Frenzel, Konstruktionsholz vor und zurück, 2019, Holz und Holzdübel, 20 x 60 x 10 cm, Foto: Alba Frenzel
2020
Ülkü Süngün

Ülkü Süngün studierte Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste. Mit unterschiedlichen Medien wie Fotografie, Installation, Bildhauerei und Lecture Performances setzt sie sich in ihrer Arbeit kritisch mit Migrations- und Identitäts(politiken) und Erinnerung auseinander und betreibt mit ihren prozessorientierten und kollaborativen Ansätzen künstlerische Forschung. Als Dozentin an der Merz Akademie und der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart beschäftigte sie sich auch mit emanzipatorischen Fragen in der Lehre.
Im Künstlerhaus realisiert sie ihr Projekt Institut für Künstlerische Migrationsforschung (IKMF). Mit ihrem 2017 gegründeten Verein, macht sie ihre bisherige künstlerische und sozial- und gesellschaftskritische Praxis strukturell sichtbar und nutzt dabei Räume nomadisch. Im Frühjahr 2019 wurde im Rahmen dieses Projektes die Veranstaltungsreihe ACTIVIST ACADEMY. VISUAL STRATEGIES I mit mehreren offenen Workshops im Künstlerhaus realisiert. 2019 hatte sie mit dem IKMF einen Aufenthalt im zeitraumexit in Mannheim: GEMEINGUT JUNGBUSCH. Sie untersuchte im Viertel Jungbusch, Funktionen von Migration und Kultureinrichtungen im Kontext der Gentrifizierung. Stationen des Aufenthaltes waren die Kurzfilm-Kinoreihe KANAKINO mit Belit Sag und Cana Bilir-Meier.

Ülkü Süngün, zeitraumexit, Foto: Ülkü Süngün
Ülkü Süngün, zeitraumexit, Foto: Ülkü Süngün
Ülkü Süngün, zeitraumexit, Foto: Ülkü Süngün
Ülkü Süngün, zeitraumexit, Foto: Ülkü Süngün
Ülkü Süngün, zeitraumexit, Foto: Ülkü Süngün
2020
Jasmin Schädler

Jasmin Schädler ist Regisseurin und bildende Künstlerin. Nach ihrem Bachelor in Physik und Kulturwissenschaften studierte sie Theaterregie bei Christof Nel an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg und absolvierte einen Master in Kunst Praxis am Dutch Art Institute. Ihr künstlerischer Fokus liegt in der Sezierung von Zusammenhängen und Etymologien. Technologie und Wahrnehmung stehen aktuell im Zentrum ihrer Auseinandersetzung. Ein längerfristiges künstlerisches Forschungsprojekt ist ihre Arbeit zur Interaktion zwischen Mensch und Algorithmen. Zuletzt zeigte sie hierzu eine Lecture Performance am Silent Green (Berlin) im Mai 2019.
2020 realisiert sie gemeinsam mit Bongile Gorata Lecoge-Zulu eine Arbeit für das Festival Die irritierte Stadt, in der es um die performative Diversität der Wahrnehmung des Stadtraums geht. Als Teil des Kollektivs die apokalyptischen tänzer*innen (www.apocalyptic.dance) entwickelt sie Performances in enger Zusammenarbeit mit dem Theater Rampe und als Teil der Nachwuchsplattform Freischwimmen.

Foto: Julia Schäfer
Jasmin Schädler, Foto: Anastasia Diavasti
Jasmin Schädler, Foto: Ivan Syrov
Jasmin Schädler, Foto: Johana Gómez
2020
Marlon Lanziner & Valentino Berndt

Marlon Lanziner und Valentino Berndt arbeiten seit 2014 als Künstlergruppe MAVA an der skulpturalen Ausarbeitung von Umweltphänomenen. In ihrem Projekt the rain brings the color zeigen sie, wie durch Verwitterungsprozesse von Kupfermaterialien in Reaktion mit Regenwasser Farbschlieren auf einer weißen Marmortreppe entstehen und wie diese das Aussehen der Treppe transformieren.
Marlon Lanziner (*1989) und Valentino Berndt (*1988) absolvierten das Studium der Bildenden Kunst an der ABK Stuttgart von 2010 bis 2018.
2019 entwarf Marlon Lanziner mit Eva-Marie Holzner die erste Edition von „Vadonna“-Kleinskulpturen. Die aus Bronze gefertigten und individuell gefärbten Unikate beziehen sich zum einen auf die klassische Mariendarstellung, der „Madonna“, zum anderen auf das weibliche Geschlecht, und verbinden beide Aspekte in den Skulpturen.

Atelier MAVA, Foto: Marlon Lanziner & Valentino Berndt
Marlon Lanziner in seinem Atelier, Foto: Marlon Lanziner & Valentino Berndt
Foto: Marlon Lanziner & Valentino Berndt
2020
Amiko Li

Amiko Li (*1993) ist ein bildender Künstler, der in den Bereichen Fotografie, Text und Video arbeitet. Seine Arbeiten erforschen das Paradoxon von Intimität und Distanz. Durch Strategien der Nachstellung, des Austauschs und der Fehlübersetzung erforscht er in seinen Arbeiten eine aleatorische Herangehensweise an Nuancen des kulturellen und sozialen Systems sowie der Ethik von Sprache und Repräsentation. Derzeit arbeitet er an einem textbasierten Projekt, in dem Quellen wie Akupunktur, Handlesen, Induktion psychogener Erkrankungen, Tetrochromie bei Vögeln, Evolution, Bewertungssystem und Körperautonomie herangezogen werden.

 

Aufgrund der Pandemie ist es Amiko Li aktuell nicht möglich, nach Deutschland einzureisen, sodass sein Stipendium entsprechend verschoben wird.

Amiko Li, The Purpose of Disease, Performance documentation at University of Georgia, 2020
Amiko Li, The Purpose of Disease, Installationsansicht an der University of Georgia, 2020
Amiko Li, Meditations in an Emergency, Installationsansicht am UCCA Center for Contemporary Arts, 2020
2020
Veronika Schneider

Nach einem Designstudium in Bozen zog Veronika Schneider (*1991 in Berlin) nach Stuttgart, um dort seit 2016 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Kunst und Kunstpädagogik zu studieren. Sie studierte bei Rainer Ganahl, discoteca flaming star und momentan absolviert sie ihr Bachelorstudium unter der Betreuung von Antonia Low. Mittels Workshops in Museen und eigens initiierten Kunstprogrammen hinterfragt sie den Moment, in dem Kunst entsteht. Veronika Schneider interessiert sich für den offenen Zustand der Ahnungslosigkeit. Es geht um den menschlichen Körper, der durch Architektur, Kunst oder andere Formen symbolischer Gewalt bestimmt wird und ständig in Kontakt mit kalten und glatten Oberflächen ist. Der Kontrast von harten Fakten zu intuitivem Wissen steht auch im Mittelpunkt ihrer skulpturalen Erforschung des Materials Glas.

 

Veronika Schneider nutzt aktuell das Atelier von Amiko Li, ist jedoch keine Stipendiatin des Künstlerhaus Stuttgart.

Veronika Schneider, Wir feiern das Leben!, 2020, Workshop und Performance in Zusammenarbeit mit dem WKV und JES
2019
Sophie Innmann (Residency)

März 2019 bis Mai 2019

 

Website: https://sophieinnmann.com

 

 

 

2019
Mahsa Saloor (Residency)

Juni 2019 bis August 2019

2019
anorak

anorak ist ein kuratorisches Trio, bestehend aus Lukas Ludwig, Johanna Markert und Florian Model. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht der kollaborative Prozess und die Überzeugung, dass eine gemeinschaftliche Arbeitsweise Möglichkeiten eröffnet, die über ihre individuellen Herangehensweisen hinausgehen. Anoraks Projekte haben ihren Ausgangspunkt im Interesse an anderen künstlerischen Positionen und entstehen in enger Zusammenarbeit mit lokalen und internationalen jungen Künstler_innen und Kulturschaffenden. Ausstellungsmachen bedeutet für anorak, Orte des ernsthaften, gegenseitigen Austauschs und Dialos junger Künstler:innen zu entwickeln. Seit 2016 leitet das Trio den gemeinnützigen Kunstverein Anorak e.V. mit dem Ziel eine institutionelle Infrastruktur zu schaffen, die es jungen Künstler:innen und Kulturschaffenden ermöglicht ihre Arbeiten zu realisieren und zur Diskussion zu stellen. Im ersten Jahr ihres Atelierstipendiums realisierten anorak das Ausstellungsprojekt Gemini (2018/19), welches in Kooperation mit dem Künstlerhaus Stuttgart, der Akademie Schloss Solitude und dem Delphikino realisiert wurde. Ausgehend von der Figur des Doppels, als einem Anderen in sich selbst, stellte Gemini die Frage, inwiefern Formen vorgefasster Narrative – Mythen, Schicksal und Geschichte – Identifikationsprozesse anstoßen und darin gegenwärtige Subjektivitäten formen. Das mehrteilige Projekt, welches im Herbst mit der Filmpremiere A GRIN WITHOUT A CAT — THE VERY TALE von Katharina Jabs  begann, umfasste ein Online- und Printmagazin, ein Veranstaltungsprogramm und zwei Ausstellungskapitel.
Das anorak Atelier im Künstlerhaus Stuttgart ist zugleich Arbeitsraum, Vereinssitz, Treffpunkt und Ausgangspunkt für neue Projekte. Zur Zeit arbeitet anorak an freien kuratorischen Projekten u.a. einer Ausstellung in der Villa Merkel, die 2020 im Rahmen des Bahnwärterstipendiums realisiert wird.

 

Mehr Informationen finden Sie unter: anorakanorak.com

A GRIN WITHOUT A CAT — THE VERY TALE von Katharina Jabs, Filmpremiere und Launch von Gemini
2019
LOWLAND

Lowland bietet einen Möglichkeitsraum für den Austausch künstlerischer Positionen und Realitäten. Es vereint Magazin und wechselnde interdisziplinäre Künstlergruppe. Während jedes Zyklus des Austauschs erhalten die teilnehmenden Künstler:innen die Gelegenheit, ihre Positionen füreinander zu öffnen. Die Gründerinnen sind Anne Pflug, Christiana Teufel und Damaris Wurster.

 

Weitere Informationen zu Lowland und deren Gründerinnen finden Sie unter:

Lowland

Damaris Wurster

Christiana Teufel

Anne Pflug

 

Magazin Lowland 3
2019
Ülkü Süngün

Mit unterschiedlichen Medien wie Fotografie, Installation, Bildhauerei und Lecture Performances setzt Ülkü Süngün (*1970) sich kritisch mit Migrations- und Identitäts(politiken) und Erinnerung auseinander und betreibt mit ihren prozessorientierten und kollaborativen Ansätzen künstlerische Forschung.
Sie realisiert im Künstlerhaus ihr Projekt „Institut für Künstlerische Migrationsforschung“ (IKMF). Mit ihrem 2017 gegründeten Verein macht sie ihre bisherige künstlerische und sozial- und gesellschaftskritische Praxis strukturell sichtbar und öffnet das Atelier als Zentrale des IKMF für laufende Projekte und Gäste.
Im Frühjahr 2019 findet die Workshopreihe Visual Strategies derAktivisten Akdemie des IKMF statt,die mit politischen Aktivisten aus Stuttgart konzipiert wurde. Hauptanliegen dieser Workshopreihe ist die Suche nach neuen visuellen Sprachen, sowie die Netzwerkbildung und Solidarisierung von lokalen (Protest-)Bewegungen.

2019
Marlon Lanziner & Valentino Biagio

Marlon Lanziner und Valentino Biagio arbeiten seit 2014 als Künstlergruppe MAVA an der skulpturalen Ausarbeitung von Umweltphänomenen. Im Künstlerhaus Stuttgart möchten sie sich ihrem Projekt Erosionsrinnen widmen.
Marlon Lanziner (*1989)  und Valentino Biagio (*1988) absolvierten das Studium der Bildenden Kunst an der ABK Stuttgart von 2010 bis 2017.
Zuvor schloss Biagio ein Studium der Informatik und der Digitalen Musikproduktion sowie eine Ausbildung zum Steinbildhauer und Restaurator erfolgreich ab.

Erosionsrinnen, Foto: Marlon Lanziner & Valentino Biagio
2019
Jasmin Schädler

Jasmin Schädler (*1989) ist Regisseurin und Bildende Künstlerin. Ihr künstlerischer Fokus liegt in der Sezierung von Zusammenhängen und Etymologie. Technologie und Welthandel stehen aktuell im Zentrum ihrer Auseinandersetzung. Ein längerfristiges künstlerisches Forschungsprojekt ist ihre Arbeit Algorithmic Gaze, in der sie untersucht, wie sich der Blick auf den Körper durch Machine Vision verändert.
Als Teil des Kollektivs die apokalyptischen tänzer*innen (www.apocalyptic.dance) entwickelt sie gerade eine Performance über die Handelsgeschichte der Banane, welche Ende des Jahres im Theater Rampe in Stuttgart und an der Schwankhalle Bremen zu sehen sein wird.
Jasmin Schädler hat einen Bachelor in Physik und Kulturwissenschaften und studierte im Anschluss Theaterregie bei Christof Nel an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg.

forever apocalyptic – die apokalyptischen tänzer*innen, Stadtbibliothek Stuttgart, Foto: Susanne Brendel
2019
Stadtlücken

„Stadtlücken” ist eine Gruppe von Gestalter*innen aus unterschiedlichen Disziplinen, die das Bewusstsein für öffentlichen Raum und Stadterfahrung schärfen und ein digital-analoges Netzwerk für das gemeinsame Entwickeln einer lebenswerten Stadt fördern wollen. Sie möchten Lücken im Stadtsystem finden, sichtbar machen, den ungenutzten Raum öffnen und für Menschen sowie deren Bedürfnisse zugänglich und gemeinsam nutzbar machen. Stadtlücken besteht aus derzeit 15 Mitgliedern aus den Bereichen Architektur, Stadtplanung, Kunst, Produkt- und Kommunikationsdesign, Sozialgeographie, Handwerk, Soziale Arbeit, Filmdokumentation und Betriebswirtschaftslehre.

2018
Ulrike Buck (Residency)

September 2018 bis Februar 2019

2018
Sören Hiob

Sören Hiob studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart bei Christian Jankowski und Mike Bouchet. Er arbeitet sozusagen über die Grenzen hinweg in den verschiedenen Bereichen zeitgenössischer bildender Kunst: Von Malerei, Skulptur über Installation bis hin zu seinen Schwerpunkten Performance und Video. Inhaltlich versucht er zunehmend außerinstitutionelle, ungebundene Perspektiven zu entwickeln. Mit seinen Arbeiten war Hiob bereits in zahlreichen Gruppenausstellungen vertreten – natürlich an verschiedenen Stellen in Stuttgart, aber auch bereits europaweit in Breslau, Warschau, Vaduz, London, Edinburgh, Basel oder Rom.

2018
Anna Romanenko & Björn Kühn

Anna Romanenko (Jahrgang 1983 und in Moskau geboren) studierte zunächst Schauspieltheaterregie an der Theaterakademie Hamburg und dann Architektur, Neue Medien und Skulptur an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Sie „entwirft Gegenstände mit operativen Kapazitäten sowie Vorgänge, die sich anhand von Objekten ereignen“. Gemeinsam mit Björn Kühn war sie Mitbegründerin des Performancekollektivs Punch and Jude und des Verlages für Handbücher.

 

Björn Kühn (Jahrgang 1987) studierte Bildende Kunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart sowie am Goldsmiths College der University of London. Neben reger Ausstellungs-, Performance- und Vortragstätigkeit war Kühn außer bei den genannten Kollektiven mit Anna Romanenko auch Mitbegründer des Magazins Copter. In ihrer künstlerischen Praxis befassen sich Romanenko und Kühn damit, „neue Mechaniken zwischen Mensch, Objekt und Umwelt zu erfinden, sie zu beschreiben und Werkzeuge für diese Mechaniken zu entwerfen“.

2018
Katharina Jabs

Katharina Jabs, 1986 in Kasachstan geboren, ist Künstlerin und Filmemacherin. Sie studierte Bildende Kunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Dokumentarfilm an der Filmakademie Baden-Württemberg und im Rahmen eines Auslandaufenthaltes Neue Medien an der Kyushu Sangyo University in Japan.

 

Von 2016 bis 2017 erhielt sie das Landesgraduiertenstipendium für das künstlerisch-wissenschaftliche Forschungsvorhaben Ein Grinsen ohne Katze, mit Bezug auf die Methodik der japanischen Dokumentarfilm Avantgarde der 60er-Jahre und auf zeitgenössische filmästhetische Theorien zum Thema „OFF“. Die Dreharbeiten zu ihrem aktuellen Film Ein Grinsen ohne Katze – THE VERY TALE wurden durch den DAAD in Japan gefördert.

 

Katharina Jabs arbeitet in ihren Filmen an verschiedenen Aggregatzuständen von Absenz. Ein wesentliches Kriterium ihrer filmischen Praxis ist die Beschäftigung mit der Materialität des OFF (hors-champ, off-screen space), jenem imaginären Raum des Filmes, der außerhalb des Bildfeldes potentiell existiert/insistiert und durch Kamera und Mise en Scène von ihr konzipiert und inszeniert wird.

 

2017 erhielt ihr Film TERRY JO WANTED den „Link 2 Future“-Preis der Psychoanalytischen Gesellschaft Zürich.

Katharina Jabs, MAKAVA, 2015, Courtesy Katharina Jabs
2018
anorak

Anorak ist ein Trio, bestehend aus Lukas Ludwig, Johanna Markert und Florian Model. Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht der kollaborative Prozess. Wir sind davon überzeugt, dass eine gemeinschaftliche Arbeitsweise Möglichkeiten eröffnet, die über unsere individuelle Arbeit hinausgehen. Unsere Projekte haben ihren Ausgangspunkt im Interesse an anderen künstlerischen Positionen und entstehen in enger Zusammenarbeit mit lokalen und internationalen jungen Künstler*innen und Kulturschaffenden. Im Experimentieren mit Formaten wie Ausstellungen, Dinner, Gesprächen und Film-Screenings versuchen wir Orte des ernsthaften, gegenseitigen Austauschs zu entwickeln.
Seit 2016 leiten wir den gemeinnützigen Kunstverein Anorak e.V., dessen Ziel es ist den Austausch und Dialog junger Künstler*innen zu fördern.
Zu unseren letzten Ausstellungs- und Veranstaltungsprojekten zählen Mixed Feelings (2016), in Kollaboration mit dem Künstlerhaus Stuttgart und der Palermo Galerie sowie In a Room (2017) in der Leopoldstr. 2, Karlsruhe.

www.anorakanorak.com

anorak, 2016 (v. links n. rechts: Johanna Markert, Florian Model, Lukas Ludwig)
2018
LOWLAND
2018
Ülkü Süngün

Ülkü Süngün, 1970 in Istanbul geboren, lebt und arbeitet in Stuttgart. Aufgewachsen in der Türkei und Deutschland übte sie zunächst ihren Erstberuf als Ingenieurin aus, bevor sie Bildende Kunst bei Werner Pokorny, Udo Koch und Felix Ensslin studierte. Mit unterschiedlichen Medien wie Fotografie, Installation, Bildhauerei und Lecture Performances setzt sie sich dabei kritisch mit Migrations- und Identitäts(politiken) und Erinnerung auseinander und betreibt mit ihren prozessorientierten und kollaborativen Ansätzen künstlerische Forschung. Als Dozentin an der Merz Akademie und der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart beschäftigt sie sich auch mit emanzipatorischen Fragen in der Lehre.
Sie wird im Künstlerhaus ihr Projekt „Institut für Künstlerische Migrationsforschung“ (IKMF) realisieren. Mit ihrem 2017 gegründeten Verein macht sie ihre bisherige künstlerische und sozial- und gesellschaftskritische Praxis strukturell sichtbar und nutzt dabei Räume nomadisch. Süngün wird das Atelier als Zentrale des IKMF für laufende Projekte und Gäste öffnen und in regelmäßigen Abständen Workshops, Lecture Performances und Diskussionen veranstalten. Mit interdisziplinären Kooperationen und Kollaborationen gibt sie anderen Künstlerin*innen, Aktivist*innen, Wissenschaftler*innen und Sozialarbeiter*innen eine Plattform.

2018
Marie Raffn (Residency)

Januar 2018 bis April 2018

2017
Guy Königstein (Residency)

August 2017 bis Oktober 2017

 

 

2017
Maximilian Bauer
2017
Sören Hiob
2017
LOWLAND
2017
Anna Romanenko & Björn Kühn
2017
Gruppe Staub
2017
Minyoung Paik (Residency)

Februar bis April 2017

 

Die Südkoreanerin Minyoung Paik, Jahrgang 1983, studierte bis 2008 Textildesign an der Konkuk Universität in Seoul, Südkorea. Danach begann sie ihr Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste München unter Magdalena Jetelová. 2015 wurde sie Meisterschülerin von Gregor Schneider und machte ihr Diplom, welches mit dem DAAD Preis ausgezeichnet wurde. Die Künstlerin lebt und arbeitet seit 2008 in München, Deutschland. Ihre Installationen, Objekte und Fotografien befassen sich mit den kulturellen und politischen Strukturen ihres Heimatlandes und den Mechanismen zeitgenössischer Kunst.

2016
Maximilian Bauer
2016
Sören Hiob
2016
Min-Seob Ji
2016
Anna Romanenko & Björn Kühn
2016
Gruppe Staub
2016
Ahram Kwon (Residency)
2015
Nana Hülsewig & Fender Schrade
2015
Min-Seob Ji
2015
Studio Soleils
2015
Maximilian Bauer
2015
Gruppe Staub
2015
Grażyna Roguski (Residency)
2014
Juliane Otterbach
2014
Nana Hülsewig & Fender Schrade
2014
Min-Seob Ji
2014
Studio Soleils
2014
Demian Bern
2014
Humberto Duque (Residency)
2013
Juliane Otterbach
2013
Demian Bern
2013
Nana Hülsewig
2013
Manuel Krumrain
2012
Florian Klette
2012
Melanie Mohren & Bernhard Herbordt
2012
Juliane Otterbach
2012
Matthias Megyeri
2011
Bernhard Kahrmann
2011
Karima Klasen
2011
Matthias Megyeri
2011
Eva Schmeckenbecher
2011
JAK (Jangyoung Jung, Andreas Geisselhardt & Kestutis Svirnelis)
2010
Bernhard Kahrmann
2010
Sebastian Klemm
2010
Matthias Megyeri
2010
JAK (Jangyoung Jung, Andreas Geisselhardt & Kestutis Svirnelis)
2009
Fergus Feehily
2009
Bernhard Kahrmann
2009
Sebastian Klemm
2009
JAK (Jangyoung Jung, Andreas Geisselhardt & Kestutis Svirnelis)
2008
Yildiz Aslandogan & Lukas Hofer
2008
Fergus Feehily
2008
Benjamin Fischer & Monika Schlachter
2007
Eva Paulitsch & Uta Weyrich
2007
Laurenz Theinert, Wolf Helzle & Matthias Siegert
2007
Yildiz Aslandogan & Lukas Hofer
2007
Mareike Hofmann & Jan Löchte
2007
Fergus Feehily
2006
Ronald Kolb & Volker Schartner
2006
Laurenz Theinert, Wolf Helzle & Matthias Siegert
2006
Mirja Wellmann
2006
Ilka Götz
2005
Julia Wenz & Katrin Kinsler
2005
Ronald Kolb & Volker Schartner
2005
Mirja Wellmann
2005
Michael Dreyer
2004
Julia Wenz & Katrin Kinsler
2004
Rock und Bluse
2004
Sylvia Winkler & Stephan Köperl
2004
Ashok Kapur
2003
Wendelien van Oldenborgh
2003
Astrid S. Klein
2003
Sylvia Winkler & Stephan Köperl
2003
Ashok Kapur
2002
Monika Nuber
2002
Alexander Frangenheim
2002
Ilka Götz
2000
Ute Zeller
2000
Christine Embert
2000
Julia Lenzmann
2000
Stef Stagel
2000
Ralph Künzler
1999
Petra Mihm
1999
Hannes Trüjen & Kathrin Wörwag
1999
Charlotte Wilde & Michael Vogel
1999
Johannes Kiefer & Sintgund Seif
1999
Stefanie Bollinger & Kim Zieschang
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2024 04.05.2024, 16:30 Uhr
Viertes Organ: Gemeinsam kochen und essen
Mitgliedschaft
Veranstaltung
04.05.2024, 16:30 Uhr

Das Vierte Organ lädt im Mai zum gemeinsamen Kochen und Essen ein.

 

Das Vierte Organ ist ein Ort für, mit und von der Mitgliedschaft des Künstlerhauses. Es kann vieles sein und auch noch werden. Bei dem nächsten Treffen wollen wir uns gemeinsam der ästhetischen Praxis des Kochens widmen.

Manche sagen, die schlichteste aller Suppen sei die Gemüsesuppe/Minestrone.

Dabei kommt es immer auf die Qualität der Lebensmittel an. Sie stehen im Mittelpunkt und haben Einfluss auf den Geschmack und das Ergebnis.

Wir wollen also am Samstag, den 04. Mai 2024 ab 16.30 Uhr, im 3. Stock gemeinsam schnippeln, kochen und danach bei geselligem Beisammensein essen, uns austauschen und wohlfühlen. Die Zutaten werden am Samstag frisch auf dem Stuttgarter Wochenmarkt besorgt.

 

Wir bitten um Anmeldung bis Sonntag, den 28. April 2024 unter info@kuenstlerhaus.de.

2024 27.04.2024
14:00–18:00 Uhr
Wine Bottling Day
Hannah Liya und Mira Simon
Veranstaltung
27.04.2024
14:00–18:00 Uhr

Der erste Hauswein des Künstlerhauses wird abgefüllt! Die ortsansässigen Künstlerinnen und Winzerinnen Hannah Liya und Mira Simon haben aus Trauben, die in Steillagen am Neckar wachsen, 200 Liter Wein hergestellt. Gemeinsam füllen wir Flaschen ab, experimentieren mit Pflanzendruck-Etiketten und natürlich wird es Wein geben!

 

Samstag, 27. April, 14-18 Uhr

2024 17.04.2024
Farm Everything! Programmvorschau der neuen künstlerischen Leitung
Tamarind Rossetti und Stephen Wright
News

“It is not a question of imagining art as a relationship to the earth and to its metamorphoses. Rather, it is about thinking of every interspecific relationship — what we understand as the concept of ecosystem — as an art form, even when performed by non-human subjects.

 

Thinking of the identity of art and agriculture in a landscape means thinking of the landscape as a work of art conceived by each living creature who composes it.”

 

Emanuele Coccia, The Sower

 

 

Seit ihrem Amtsantritt als Künstlerische Leitung des Künstlerhauses Stuttgart am 1. Januar 2024 machen Tamarind Rossetti und Stephen Wright das, was Landwirt*innen im Spätwinter und Vorfrühling tun: den Boden für die Aussaat und Nachfolgebepflanzung vorbereiten und sich mit den anderen Nutzer*innen in einem gemeinsamen Ökosystem abstimmen. Das heißt, sie lernen die Nutzer*innenschaft (engl. usership) des Hauses kennen.

 

Für Rossetti und Wright besteht eine der wichtigsten kuratorischen Herausforderungen des kommenden Jahrzehnts darin, die künstlerische und ästhetische Wirkung nicht-menschlicher Akteur*innen – Pflanzen, nicht-menschliche Tierarten, vielleicht sogar geophysikalische Akteur*innen, einschließlich Fluss- und Bodensysteme – anzuerkennen und ihnen Raum zu geben. Dies ist ein spannendes und dynamisches Feld innerhalb der zeitgenössischen Kunst und darüber hinaus, da Theoretiker*innen und Praktiker*innen politische oder diplomatische Allianzen mit anderen Lebensformen und geophysikalischen Kräften vorstellen und das modernistische und anthropozentrische Paradigma überdenken, wobei sie oft alte Verbindungen zum Animismus bekräftigen. Der Ansatz von Rossetti und Wright ähnelt zwar diesen Initiativen, unterscheidet sich aber grundlegend von ihnen, da er durch die übergreifende Sichtweise einer einzigen Nutzer*innenschaft geprägt ist: Alle Lebensformen nutzen die Umwelt und die Ökosysteme, und in dieser Hinsicht gestalten sie gemeinsam und untrennbar diese Landschaften und erzeugen eine Atmosphäre. Ihre Hypothese ist, dass die Nutzer*innenschaft der gemeinsame Beziehungsmodus aller Akteur*innen ist – dies ist die Art und Weise, wie Lebewesen sich zu ihrer Umwelt verhalten; das Ergebnis ist eine Atmosphäre.

 

Um diese Hypothese zu testen, herauszufordern und zu erweitern, haben Rossetti und Wright ein künstlerisches Programm für das Künstlerhaus Stuttgart konzipiert, das die Einbeziehung der Nutzer*innenschaft in diesem weitesten Sinne vorsieht und sich an Künstler*innen und kunstaffine Praktiker*innen wendet, die mit Pflanzen- und Tierarten als vollwertigen künstlerischen Akteur*innen zusammenarbeiten.

 

Als Alternative zu isolierten Ausstellungen und ereignisbasierter Ideologie bieten die von Rossetti und Wright als Atmosphären bezeichneten Bereiche die Bedingungen für die Intensivierung, Verstärkung und den Austausch ästhetischer Erfahrungen – genau das, was man als Bewirtschaftung einer Atmosphäre bezeichnen könnte. In diesem integrierten Ökosystem funktionieren die künstlerischen Beiträge wie Pflanzen in einem sich ständig wandelnden Garten, von denen jede einen Lebensraum braucht und gleichzeitig einen Lebensraum für andere bietet. Das Künstlerhaus Stuttgart wird hier als kollektiver Bauernhof, als urbaner Garten zur Kultivierung von Kunst vorgestellt, der nicht auf intensiven Anbaumethoden beruht, sondern auf einer extensiven Vision, die durch Sukzessionspflanzungen und institutionelle Permakultur gekennzeichnet ist.

 

Vor diesem Hintergrund haben Rossetti und Wright für 2024 einen Drei-Jahreszeiten-Zyklus entwickelt, der durch die Phasen Kompostierung, Aussaat, Kultivierung und Ernte charakterisiert wird. In der ersten Phase liegt der Schwerpunkt auf Stoffwechselprozessen durch Fermentation und Myzelisierung (in der Landwirtschaft geht es vor allem um Nahrung). In der zweiten Phase geht es um Wasser, lebende Flüsse als Landschaften (die oft von nicht-menschlichen Akteur*innen geschaffen werden). In der dritten Phase liegt der Schwerpunkt auf der institutionellen Permakultur und ihrer gemeinschaftlichen Erhaltung und Erneuerung. Auf diese drei ersten Phasen folgt eine Untersuchung von Anthrosolen (von Menschen mitgeschaffene Böden).

 

Oberste Priorität der neuen künstlerischen Leitung des Künstlerhauses Stuttgart ist es, die noch bestehenden Hierarchien zwischen den verschiedenen Nutzergruppen, insbesondere zwischen dem künstlerischen Programm und den hauseigenen Werkstätten, zugunsten einer einheitlichen Nutzer*innenschaft abzubauen.

Bildnachweis: 1) Weinberge von Hannah Liya und Mira Simon, Ludwigsburg, Deutschland. Foto: Tamarind Rossetti. 2) Spora Studioo, Austernpilze. Foto: Charlotte Janis. 3) Ferme au Sauvage, Feld mit Zwiebeln, Kartoffeln, Johannisbeeren. Foto: Stephen Wright. 4) Brian Holmes, Living Rivers. Karte: Brian Holmes. [Bildbeschreibung: Das Titelbild ist eine Kombination aus vier verschiedenen Bildausschnitten. Der erste Ausschnitt auf der linken Seite zeigt Weinreben, die auf einem steilen Hügel mit Stroh auf dem Boden wachsen, während sich in der Ferne der Neckar schlängelt. Der nächste Ausschnitt zeigt eine Nahaufnahme der Lamellen von hellbeigen Austernpilzen. Der dritte Abschnitt zeigt Reihen von Zwiebelgewächsen, Kartoffelpflanzen und Johannisbeersträuchern auf einem Bauernhof in der späten Nachmittagssonne. Und der letzte Bildabschnitt auf der rechten Seite ist eine Karte von Flusssystemen mit grünem und ockerfarbenem Land, türkisfarbenen Flüssen und dunkelblauen Sternen.]
2024 15.04.2024, 19:00 Uhr
Mit Essen spielen #3: Präsentation
Mona Zeiler
Veranstaltung
15.04.2024, 19:00 Uhr
Eine Kooperation zwischen dem Restaurant „Im Künstlerhaus“ und dem Künstlerhaus Stuttgart

Am 15. April 2024 laden das Künstlerhaus Stuttgart und das Restaurant „Im Künstlerhaus“ zu einem gemeinsamen Abend ein.

Mit der Veranstaltungsreihe „Mit Essen spielen“ wagen wir ein Experiment. An drei Abenden schlagen wir eine Brücke zwischen Küche und Kunst und sprechen über den Prozess von der ersten Idee bis zur Präsentation auf dem Teller. Zusammen mit einem Künstler, einer Künstlerin oder einem Kollektiv überlegen wir, wie sich dieser Prozess künstlerisch übersetzen lässt. Wie lassen sich Aromen, Ästhetik, Farbe und Geschmack kulinarisch und künstlerisch miteinander verbinden? Nach dem Künstler Lennart Cleemann sowie dem Duo anima ona laden wir zum Abschluss dieser Reihe die Künstlerin Mona Zeiler ein.

 

Der künstlerische Prozess, das Ausstellung-Machen sowie die Abläufe in der Restaurantküche münden in der anschließenden Präsentation. Voraus gehen Überlegungen zu Anordnungen und Größenverhältnissen im Gastraum (Raum/Tisch/Teller), zu materieller Vielfalt und ihrer Anwendung (Zutaten) sowie der Gestaltung innerhalb des sozialen Raums, der stets auch mitgedacht wird.

 

Mona Zeiler untersucht in ihrer künstlerischen Arbeit über skulptural-installative Verfahrensweisen Elemente aus unserer Umgebung und Lebenswelt: Sie schält dabei buchstäblich Details heraus und spürt so unterschiedlichen Bedeutungsebenen sowie Fragen zu unserer Wahrnehmung und welche Aufmerksamkeit wir ihnen geben (wollen) nach. Zum Thema „Präsentation“ gestaltet Mona Zeiler für den Abend ein ortsbezogenes Setting mit Objekten aus Keramik, welches den Rahmen für die Küche schaffen wird – anders als sonst werden Schritte des Zubereitens und Präsentierens in den Gastraum, an den Tisch der Gäste, verlagert.

 

Der Abend beginnt mit einem 3-Gänge-Menü (vegan), inkl. aller Getränke. Anschließend findet eine Diskussion zwischen Sebastian Werning, Konstantin Kuld und Mona Zeiler statt, bevor der Abend dann in lockerem Gespräch mit allen Gästen ausklingt. Speisen und Getränke werden vom Restaurant zum Selbstkostenpreis angeboten. Die Teilnahmekosten belaufen sich auf

 

49,00 EUR für Mitglieder bzw.
69,00 EUR für Nicht-Mitglieder.

 

Um die weitere Planung vornehmen zu können, ist eine verbindliche Anmeldung bis zum 01. April 2024 unter rr@kuenstlerhaus.de notwendig.

 

Da das Künstlerhaus einen Abend für alle anbieten möchte und nicht jede*r über die notwendigen Mittel verfügt, arbeiten wir nach dem Solidaritätsprinzip: Wenn ein Mitglied mehr zahlen möchte, geht das Geld in einen Solitopf für diejenigen, die weniger zahlen können. Wenn ein Mitglied weniger zahlt, kann es ebenfalls am Abend teilnehmen, sobald im Solitopf genug Geld ist, um den Differenzbetrag zu 49 EUR auszugleichen. Es gilt das Prinzip „first come first serve“.

Mona Zeiler, ohne Titel (rue de figuier/extérieur), Detail, 2022
Mit Essen spielen #3, Mona Zeiler
Mit Essen spielen #3, Mona Zeiler
Mit Essen spielen #3, Mona Zeiler
Mit Essen spielen #3, Mona Zeiler
2024 14.04.2024, 16:00 Uhr
Keramikwerkstatt zu Gast im Restaurant Im Künstlerhaus
Veranstaltung
Werkstätten
14.04.2024, 16:00 Uhr

Dauer der Ausstellung: 16. April bis 14. Oktober 2024

Eröffnung: 14. April 2024, 16 Uhr

 

Mit Marzieh Bashkar, Stephanie Bothe, Marielle Dannenmann, Nicole Eitel, Ute Fischer-Dieter, Anja Fleischhauer, Andreas Nikolaus Franz, Florian Glaubitz, Annika Hartmann, Stephanie Herrmann, Yvy Heußler, Yvette Hoffmann, Christa Knoll, Elke Kühnle, Myriam Kunz, Bernhard Müller, Sarah Naaseh, Le Han Nguyen, Aleksej Nutz, Adrian Rivinius, Jasmin Schädler, Kerstin Schaefer, Ruth Schuhbauer, Linda Weiß, Tina Zeltwanger

 

Yvette Hoffmann, Produktdesignerin und Leiterin der Keramikwerkstatt, entwickelt für diese Ausstellung mit den teilnehmenden Künstler*innen eine Möglichkeit, die filigranen und zerbrechlichen Arbeiten in einem lebendigen Umfeld, wie dem Restaurant Im Künstlerhaus zu präsentieren.

 

Im Zentrum steht eine Gemeinschaftsarbeit von 24 Nutzer*innen der Keramikwerkstatt, in der die Vase als Objekt von jedem individuell interpretiert wird. Allen stand dabei nur ein ausgewählter Ton sowie eine Glasur zur Verfügung. Insgesamt sind mehr als 90 sehr unterschiedliche Keramiken entstanden, bei denen die Grenze zwischen Alltagsgegenstand und Kunstobjekt ausgelotet wird. Darüberhinaus werden Arbeiten von Florian Glaubitz, Yvette Hoffmann und Ute Fischer-Dieter zu sehen sein.

 

Für die Ausstellungen im Restaurant laden die Werkstattleiter*innen des Künstlerhauses Mitglieder ein, ihre Arbeiten in einer Gruppenausstellung  zu präsentieren. 2022 startete diese Reihe mit einer Ausstellung der Siebdruckwerkstatt, gefolgt von der Fotografiewerkstatt sowie aktuell der Lithografiewerkstatt.

 

 

2024 13.04.2024
12:00–16:00 Uhr
Neue Auftraggeber - Kunst im Bürger*innenauftrag
Veranstaltung
13.04.2024
12:00–16:00 Uhr
Gespräch und Workshop

Mit Kathrin Jentjens (Mediatorin, Rheinland) und Gerrit Gohlke (Mediator, Brandenburg / Mitgründer Neue Auftraggeber in Deutschland und Leitung der Regionalentwicklung während der Pilotphase)

 

In diesem Jahr beginnt das Künstlerhaus Stuttgart ein neues Kapitel in der Geschichte der Kunst im öffentlichen Raum in Stuttgart. Es wird zum neuen Ankerpunkt einer Idee, die seit einem Vierteljahrhundert das Verhältnis von Kunst und Gesellschaft in Europa verändert.

 

Das Mediationsverfahren der „Neuen Auftraggeber“ hat seit 1990 in hunderten Projekten engagierte bürgerschaftliche Gruppen mit Künstlerinnen und Künstlern zusammengeführt. So konnte Bildende Kunst ganz konkrete neue Antworten auf dringende gesellschaftliche Anliegen geben. Dieses Teilhabeangebot soll es nun auch in Stuttgart geben.

 

Das Künstlerhaus Stuttgart wird dabei keine eigenen Projektideen formulieren. Im Modell der Neuen Auftraggeber nimmt stattdessen die Zivilgesellschaft die zentrale Rolle ein. Deren Wünsche, Themen und Visionen werden durch „Mediation“ zu konkreten Projektvorhaben, zu „Aufträgen“ an die Kunst, mit deren Hilfe lokal nachhaltige Lösungen entstehen, die anderen Engagierten modellhaft als Beispiel dienen.

 

Die Projekte können ganz unterschiedliche Formen annehmen. Ob Musikkomposition, Gartengestaltung, Tanzperformance, Skulptur oder Computerspiel – die Arbeiten antworten immer auf Fragen und Bedürfnisse vor Ort und werden von der Gemeinschaft der Bürger*innen getragen.

 

Wie verläuft ein Auftragsprozess und wie begleitet ihn die Mediation? Was unterscheidet die Neuen Auftraggeber von partizipativen Projekten? Welche Themen sind relevant und was genau ist die Rolle der Künstlerinnen und Künstler in diesem Verfahren? Diese und viele weitere Fragen werden wir am 13. April gemeinsam diskutieren. Wir habe zwei erfahrene Mediator*innen eingeladen, die bereits seit vielen Jahren im Modell Neue Auftraggeber arbeiten und eigene Projekte im städtischen und ländlichen Raum erfolgreich umgesetzt haben. Sie werden uns an diesem Tag begleiten, Projekte vorstellen und einen Workshop anleiten.

 

Programm

 

Samstag, 13. April 2024 12 bis 16 Uhr, 2. Stock, Künstlerhaus Stuttgart

 

12:00 Uhr

„Neue Auftraggeber“ am Künstlerhaus Stuttgart
Begrüßung und Auftakt

 

12:15 Uhr

Was ist „Neue Auftraggeber“ (und was ist es nicht)
Die Geschichte einer aufsässigen Idee

 

12:30 Uhr

Zwei Projektbeispiele (Stadt + Land)

 

13:15 Uhr

Kaffeepause

 

13:45 Uhr

Workshop
Mediation am Fallbeispiel mit den Teilnehmenden

 

15:15 Uhr

Kaffeepause

 

15:30 Uhr

Praxisdiskussion an Stuttgarter Themen

 

 

 

Ruth Buchanan: Ein Garten mit Brücken. Ein Projekt für die Neuen Auftraggeber von Mönchengladbach, Eröffnungsfeier 2023, Foto: Florian Wagner
2024 09.04.2024, 19:00 Uhr
Dienstags-Werkstatt XXXI: anima ona
Ateliers
Veranstaltung
09.04.2024, 19:00 Uhr

In der 31. Dienstags-Werkstatt öffnet anima ona, ein multidisziplinäres Studio, bestehend aus Freia Achenbach und June Fàbregas, ihr Atelier im Künstlerhaus. Sie werden anhand von zwei bis drei Projekten einen tieferen Einblick in ihre Arbeit und die Prozesse dahinter geben.

 

Freia Achenbach und June Fàbregas werden darüber sprechen, was sie antreibt, mit welchen Mitteln sie Reststoffen wieder einen Wert verleihen und welche Rolle der Prozess für ihre Arbeit spielt.

Das Duo studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.

Einem transdisziplinären und kollaborativen Ansatz folgend, entwickeln sie seit 2018 selbstinitiierte Projekte und verwirklichen Auftragsarbeiten, wobei sie sich an der Grenze zwischen Design, Forschung und Kunst bewegen.

Ihre vielfältigen Arbeiten eint die Suche nach bisher unausgeschöpften Ressourcen und Möglichkeiten der Wiederverwendung des Materials, der sie durch experimentelle Herangehensweisen und der Auseinandersetzung der kulturellen Bedeutung von Objekten nachkommen.

Anschließend wird zum gemeinsamen Gespräch und Austausch eingeladen.

 

Dienstags-Werkstatt

Mit der Dienstags-Werkstatt lädt das Künstlerhaus Künstler:innen oder Kollektive ein, über ihre Arbeitsweisen, Hintergründe und Vorgehensweisen zu sprechen. Wir wollen eine Plattform etablieren, in der sich intensiver zur künstlerischen Praxis ausgetauscht wird und uns so vernetzen, solidarisieren und gegenseitig stärken. Die Reihe richtet sich an alle Mitglieder des Künstlerhaus Stuttgart, an Künstler:innen aus Stuttgart und Umgebung, oder auf der Durchreise, an alle Kunstvermittler:innen, Kurator:innen, Kulturschaffende usw. und ist offen für alle!

anima ona, In Situ
anima ona, Bruch Stool
anima ona, Masonry Bench
anima ona, das Stumme spricht
2024 06.04.2024
14:00–22:00 Uhr
Open Studios
Eva Dörr & Lena Meinhardt, Freia Achenbach & June Fàbregas (anima ona), Kateryna Surhutanova, Lambert Mousseka, Marcela Majchrzak, Theo Ferreira Gomes
Ateliers
Veranstaltung
06.04.2024
14:00–22:00 Uhr

Wir, die Stipendiat*innen des Künstlerhaus Stuttgart, laden herzlich zu einem ausgedehnten Hang-out im 3. und 4. OG des Künstlerhauses ein. Wir öffnen unsere Ateliers, um unsere Arbeiten zu teilen. Kommt vorbei für einen Tag mit einem Studio-Visit-Marathon, künstlerischem Austausch, Community-Dinner und einer Open-Jam.

 

Bei Ankunft auf der Atelieretage empfängt Euch eine stille Präsenz mit makellosem Stil, während nebenan wundersame Klänge und achtsame Bewegungen allmählich den Raum einnehmen. In einer anderen Dimension könnt Ihr in elektro-akustische Experimente eintauchen, welche die Grenzen zwischen VR-Workout und interaktiver Musik auflösen. Bevor Ihr Euch dem neuesten Künstlerhaus-Gossip hingebt, wartet im Studio am Ende des Gemeinschaftsraums der ideale Ort, um von einem VR-Rausch runterzukommen. Die research-intensiven Materialproben demonstrieren, wie urbane Bau- und Abfallstoffe in einer neuen Kreislaufwirtschaft wieder Wert erlangen, präsentiert als Artefakte, die sich zwischen skulpturalen Arbeiten und Alltagsobjekten bewegen. Währenddessen versammeln sich die Musikinteressierten unter Euch, um sich über widerständige Musik an den Rändern unserer Wahrnehmung auszutauschen. In der obersten Etage des Künstlerhauses könnt Ihr Euch dann einer nachdenklicheren Stimmung hingeben, während Ihr zwischen überlebensgroßen Malereien, Installationen und Objekten umherwandert, welche Geschichten von Zugehörigkeit und Fremdsein dokumentieren. Wer bis zum Ende bleibt, ist herzlich eingeladen, mit alten und neuen Bekanntschaften Brot zu brechen und anzustoßen.

 

Vielleicht fragt Ihr Euch: Ist das etwa ein performatives Dinner oder eine kulinarische Choreographie des Zusammenwachsens?‘ Lasst den Artspeak für einen Moment, schnappt Euch ein paar Drinks und steigt mit ein, bei einer Open-Jam für Karaoke-Meister, Elektro-Amateure und Youtube DJs.

Come early, stay late!

 

Wir freuen uns, den Tag mit Euch zu verbringen!

 

Eva Dörr & Lena Meinhardt
Freia Achenbach & June Fàbregas (anima ona)
Kateryna Surhutanova
Lambert Mousseka
Marcela Majchrzak
Theo Ferreira Gomes

 

Vollständiges Programm

 

14:00         Open

 

14:30         Music Sharing Circle

Wir teilen Musikalben, Fieldrecordings, Texte zur Musik und anderes Klang-basiertes Material, das den Status Quo herausfordert. Dies ist der Auftakt von »the sonic and the void«, einem Austauschformat, das sich mit kritischen Perspektiven aus der Musik & Klangkunst auseinandersetzt. Das Format wird von Kosmas Dinh und Theo Ferreira Gomes gehostet.

 

16:30         Studio Visit Marathon

Die Atelierstipendiat*innen des Künstlerhaus Stuttgart führen euch durch ihre Ateliers in einer Reihe kurzer Präsentationen. Alle 30 Minuten wird ein anderer Arbeitsplatz vorgestellt und work-in-progress mit den anwesenden geteilt. Mit: Kate, Lambert, Eva & Lena, anima ona, Theo, Marcela.

 

19:00         Breaking Bread – Common Dinner

Die Künstlerhaus Community lädt zu einem Austausch beim gemeinsamen Abendessen ein. Alle Mahlzeiten sind vegetarisch oder vegan und mit Liebe zubereitet von Marcela & Co.

 

20:30         Open Jam

Macht mit oder hört zu, bei einer offenen Jam-Session im 3. OG des Künstlerhauses. Einige Instrumente und Mikrofone werden von Eva & Lena bereitgestellt. Bringt gerne die Instrumente und Geräte eurer Wahl mit oder auch Gedichte und Meme-Captions mit Ohrwurmpotential.

 

22:00         End

Flyer, Open Studios
Open Studios, Foto: Jan Hottmann
Open Studios, Foto: Jan Hottmann
Open Studios, Foto: Jan Hottmann
Open Studios, Foto: Jan Hottmann
Open Studios, Foto: Jan Hottmann
Open Studios, Foto: Jan Hottmann
Open Studios, Foto: Jan Hottmann
Open Studios, Foto: Jan Hottmann
Open Studios, Foto: Jan Hottmann
Open Studios, Foto: Jan Hottmann
Open Studios, Foto: Jan Hottmann
Open Studios, Foto: Jan Hottmann
Open Studios, Foto: Jan Hottmann
Open Studios, Foto: Jan Hottmann
Open Studios, Foto: Jan Hottmann
Open Studios, Foto: Jan Hottmann
2024 12.03.2024, 19:00 Uhr
Dienstags-Werkstatt XXX: Georg Ozory
Gespräch
Veranstaltung
12.03.2024, 19:00 Uhr

In der 30. Dienstags-Werkstatt wird Georg Ozory, Künstler und Werkstattleiter der Radierwerkstatt des Künstlerhaus Einblicke in seine künstlerische Arbeit geben und zur Bildbetrachtung einladen.

 

Das Künstlerhaus Stuttgart gehört seit seiner Gründung zum Wirkungsbereich von Georg Ozory. Nach der Immigration nach Österreich erwarb der gebürtige Ungar sein Grafiker-Diplom in Wien und setzte ab 1977 seine künstlerische Laufbahn in Stuttgart fort. Neben seinen kunstpädagogischen Tätigkeiten arbeitet Georg Ozory in der Druckgrafik und der Malerei.
Als fühlender Mensch kann er sich der Verantwortung nicht entziehen, auf die aktuelle Weltlage zu reagieren und dabei die Möglichkeiten heutiger Tafelmalerei auf die Probe zu stellen.

 

Im Gespräch mit den Besucher:innen möchte Ozory u.a. über die Farbsymbolik und die Akzeptanz des Tafelbilds diskutieren.

 

 

Dienstags-Werkstatt

Mit der Dienstags-Werkstatt lädt das Künstlerhaus Künstler:innen oder Kollektive ein, über ihre Arbeitsweisen, Hintergründe und Vorgehensweisen zu sprechen. Wir wollen eine Plattform etablieren, in der sich intensiver zur künstlerischen Praxis ausgetauscht wird und uns so vernetzen, solidarisieren und gegenseitig stärken. Die Reihe richtet sich an alle Mitglieder des Künstlerhaus Stuttgart, an Künstler:innen aus Stuttgart und Umgebung, oder auf der Durchreise, an alle Kunstvermittler:innen, Kurator:innen, Kulturschaffende usw. und ist offen für alle!

Georg Ozory, Vorherrschaften, 2024
2024 16.02.2024
Stellenausschreibung: Projektkoordination für das Programm Neue Auftraggeber im Künstlerhaus Stuttgart
News
16.02.2024

Das Künstlerhaus Stuttgart sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n Projektkoordinator*in, für die Entwicklung und Umsetzung des Programms Neue Auftraggeber in Stuttgart und Baden-Württemberg.

Das Künstlerhaus Stuttgart, als basisdemokratische Institution und Produktionsort, der lokale und internationale Diskurse miteinander verbindet, soll als Koordinationsstelle für verschiedene Projekte der Neuen Auftraggeber in Baden-Württemberg etabliert werden.
Das Künstlerhaus versteht sich als Schnittstelle für bürgerschaftliche Kommunikation und Kunst. Als solche ist das Künstlerhaus bestrebt, in die Stadt, die Region und das Land hinein zu wirken.

 

Das Programm der Neuen Auftraggeber verbindet zivilgesellschaftliches, kulturelles und künstlerisches Handeln.
Neue Auftraggeber sind Menschen, die etwas verändern wollen. Sie beauftragen Künstlerinnen und Künstler damit, Kunstwerke zu entwickeln, die in ihrer Stadt oder ihrem Dorf Antworten auf drängende Fragen geben. Unterstützt durch Mediator*innen formulieren sie einen Auftrag und stoßen Projekte an, die zum Ausdruck bringen, was ihnen wichtig ist. Im Mittelpunkt steht immer die Auseinandersetzung der Bürger*innen mit und Teilhabe am künstlerischen Prozess. Auf dem Weg zum fertigen Werk kommen Menschen zusammen, die sich vorher nicht kannten. Sie tauschen Meinungen aus, die zuvor nicht zu hören waren.

 

Ihre Aufgaben

  • Erstkontakt und Ansprechpartner*in für Bürger*innen mit Projektideen
  • Koordinative Schnittstelle aller Projektbeteiligten, und Handlungsorte
  • Terminplanung und Entwicklung von Arbeits- und Prozessplänen
  • Netzwerkpflege in lokale und überregionale Politik und Verwaltung
  • Fundraising
  • Projektdokumentation
  • Unterstützung in der Kommunikation/Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 

Ihr Profil

  • Abgeschlossenes Studium in Kulturmanagement, Kunstgeschichte, Kulturwissenschaft, Soziologie oder Vergleichbarem
  • Fundierte Kenntnisse und Berufserfahrung im Projektmanagement
  • organisierte. eigenständige und strukturierte Arbeitsweise
  • Sozialkompetenz und lösungsorientiertes Handeln
  • Interesse an Beteiligungsprozessen und Kunst im öffentlichen Raum
  • starke Kommunikationsfähigkeiten in Wort und Schrift
  • Erfahrung im Fundraising wünschenswert
  • souveräner Umgang mit den MS-Office-Produkten
  • Bereitschaft zum Reisen innerhalb Baden-Württembergs / Führerschein (Klasse B) wünschenswert

 

Wir bieten

  • eine neu geschaffene Stelle, die man selbst mitgestalten kann
  • eine spannende und abwechslungsreiche Tätigkeit
  • flexible Arbeitszeiten
  • ein motiviertes, engagiertes Team mit flachen Hierarchien
  • eine Befristung zunächst auf 2 Jahre, mit Option auf Verlängerung sowie auf Erhöhung des Stundenumfangs.

 

Bitte senden Sie uns Ihre aussagekräftige Bewerbung bis zum 08. März 2024 an Romy Range unter rr@kuenstlerhaus.de mit dem Betreff: Bewerbung Neue Auftraggeber
Die Bewerbungsgespräche finden im März statt.

Die Neuen Auftraggeber von Mönchengladbach, Erste Gartenaktion, 2019, Foto: Jan Höhe
2024 13.02.2024, 19:00 Uhr
Dienstags-Werkstatt XXIX: Cindy Cordt
Veranstaltung
13.02.2024, 19:00 Uhr

In der ersten Dienstags-Werkstatt des Jahres wird Cindy Cordt Einblicke in ihre künstlerische Arbeit geben und das Format Paarungszeit vorstellen.

 

Cindy Cordt ist Performancekünstlerin, sie studierte in Weimar und Leipzig und lehrte an der Staatlichen Akademie für Bildende Künste in Stuttgart.
Als Akteurin ist sie sensibel für die Anspannung der Betrachter*innen. Sie provoziert nahezu den Wunsch, in ihre Performances einzugreifen, so entsteht eine Verbindung mit den Zuschauer:innen, welche dann Teil eines gerade entstehenden Kunstwerkes werden und so zeigt sich, dass wir alle Teil eines sozialen Organismus sind und Handeln eine Möglichkeit gesellschaftlicher Teilhabe darstellt.

 

Anschließend laden wir zum gemeinsamen Gespräch und Austausch ein.

 

 

Dienstags-Werkstatt

Mit der Dienstags-Werkstatt lädt das Künstlerhaus Künstler:innen oder Kollektive ein, über ihre Arbeitsweisen, Hintergründe und Vorgehensweisen zu sprechen. Wir wollen eine Plattform etablieren, in der sich intensiver zur künstlerischen Praxis ausgetauscht wird und uns so vernetzen, solidarisieren und gegenseitig stärken. Die Reihe richtet sich an alle Mitglieder des Künstlerhaus Stuttgart, an Künstler:innen aus Stuttgart und Umgebung, oder auf der Durchreise, an alle Kunstvermittler:innen, Kurator:innen, Kulturschaffende usw. und ist offen für alle!

Foto: Lili Weiss
Foto: Gordon Below
2024 04.02.2024, 16:00 Uhr
Viertes Organ mit der neuen Künstlerischen Leitung
Mitgliedschaft
Veranstaltung
04.02.2024, 16:00 Uhr

Tamarind Rossetti und Stephen Wright, die neuen Künstlerischen Leiter*innen oder besser gesagt die neuen „Usership Coordinators“, sind eingeladen, um den Mitgliedern und Interessierten Einblicke in ihre Vorstellungen der nächsten Jahre im Künstlerhaus zu geben. Selbstverständlich werden wir darüber auch ins Gespräch kommen, auf Deutsch und Englisch.

Wir freuen uns auf diese spannende Neubetrachtung des Künstlerhauses, den öko-systemischen Ansatz der beiden, der eben auch mit und durch die Nutzer*innen des Künstlerhauses funktionieren will. Oder in ihren eigenen Worten:

„Wir sind gespannt Sie/Euch zu treffen und Ihre/Eure Projekte kennenzulernen, von Ihren/Euren Erfahrungen zu hören, Gespräche zu beginnen und zu schauen, wo sich unsere Interessen überschneiden. Wir freuen uns darauf mit Ihnen/Euch in den nächsten Monaten zusammenzuarbeiten und heißen die neuen Möglichkeiten im Jahr 2024 willkommen. Let’s get gardening!“

 

(„We are excited to get together with you all, to learn about your projects and experience, to begin conversations and see where our interests connect. Looking forward to working with you over the coming months as we welcome new possibilities in 2024. Let’s get gardening!“)

 

 

2024 31.01.2024
Manu HarmsSchlaf gibt die Leitung der Fotografiewerkstatt nach 22 Jahren ab
News
Werkstätten
31.01.2024

Manu HarmsSchlaf kennt das Künstlerhaus Stuttgart seit seiner Gründung. Zunächst als Besucherin von Ausstellungen, Lesungen oder der Vorlesestunde für Kinder in der Kinderwerkstatt, vier Jahre nach der Gründung wurde sie dann selbst Mitglied und nutzte von da an die Fotowerkstatt mit der Dunkelkammer für Künstlerhaus- und Theater-Aufträge, aber auch für ihre eigenen freien Arbeiten.
In der nächtlichen Ruhe verbrachte sie Stunden voller Konzentration in der Dunkelkammer über ihrer Arbeit. Doch wenn Ruhe und Konzentration überhandnahmen, setzte sie sich auf die Wendeltreppe und las in einer der darauf ausliegenden Kunstzeitschriften. Für Manu HarmsSchlaf stellte dieser Ort die Verbindung zwischen dem Leben und den Diskussionen im Erdgeschoss und der Ruhe der Dunkelkammer eine Etage höher dar.

Nach Boris Schmalenberger und Boris Biber übernahm Manu HarmsSchlaf 2002 die Leitung der Fotowerkstatt. Manu arbeitete Kurse aus und kümmerte sich um alle wertvollen Geräte in der Fotowerkstatt und um die Anliegen der Nutzer*innen.

In ihrem Kursangebot hatten die Nutzer*innen die Möglichkeit, Schwarz-Weiß-Fotografie zu erlernen sowie in die Geheimnisse der Dunkelkammer eingeführt zu werden. Anfangs noch in größeren Gruppen, entschied sie sich später für Kurse mit weniger Teilnehmer*innen, was sich schließlich bewährte. Nur so konnten die Teilnehmer*innen konzentrierter begleitet und angeleitet werden. Manus Leitsatz „das Licht sehen zu lernen“ schwang in jedem Kurs mit. Nach einem theoretischen Unterbau hatten alle Teilnehmenden stets die Chance selbst zu fotografieren, aber auch fotografiert zu werden. Durch das analoge Fotografieren mit Schwarz-Weiß-Filmen durchlief man in ihren Kursen eine Transformation des Sehens: Weg von der Farbe, hin zu Form und Licht. Bewusstes Sehen und Gestalten lernen. So wurden in den Kursen nicht nur Porträts fotografiert, sondern auch die Umgebung des Künstlerhauses, wie die S-Bahn Haltestelle, der Schwabtunnel oder die Karlshöhe.
Mit dem belichteten Material wurden die Geheimnisse der Dunkelkammer gelüftet. Was jede*n stets faszinierte – wenn sich aus einem weißen Blatt langsam ein Bild entwickelte.

Die Weitergabe und die Vermittlung des Handwerks der Fotografie mit seiner künstlerischen Seite waren Manu stets ein wichtiges Anliegen. Das wertvolle Wissen dieser Tätigkeit gab sie in jedem ihrer Kurse weiter, hielt es so lebendig und schützte es vor dem Aussterben. Doch nicht nur ihr Wissen teilte sie, sondern auch ihre Begeisterung für die Fotografie und für das Künstlerhaus.

Das Fotografieren lernte Manu HarmsSchlaf von der Pike auf. Sie machte die Ausbildung in allen Sparten der professionellen Fotografie. So fotografierte sie in allen Bereichen, erhielt Auszeichnungen, arbeitete als Fotojournalistin bei Tageszeitungen und für Kulturmagazine, hatte freie Aufträge für Theater und Verlage und fand auch stets Zeit für ihre eigene künstlerische Tätigkeit als Fotografin. Besonders begeisterte sie es, Menschen zu porträtieren, und durch das verbale und nonverbale Zusammenspiel von Fotografin und Modell Vertrauen aufzubauen. So hatte sie viele Künstler*innen, Schriftsteller*innen, Theaterschaffende und Musiker*innen vor der Linse, begleitete diese auch zu Proben und Auftritten. Ein besonders abenteuerliches Porträt ist das des ehemaligen künstlerischen Leiters des Künstlerhauses Veit Görner, der sich auf dem Dach des Künstlerhauses fotografieren lassen wollte. Über eine kleine Stiege kletterten sie auf das Dach und Manu fotografierte ihn über den Dächern des Stuttgarter Westens – trotz Höhenangst.

So verbindet sie viele großartige Erinnerungen an das Haus, wie die Herstellung von Fotogrammen mit Besucher*innen der Langen Nacht der Museen, und die Begeisterung, die das stets auslöste; spannende Diskussionen, wie die legendäre Podiumsdiskussion „Kunstprovinz oder Kunstmetropole“ mit Michael Klett und Joseph Beuys, oder die zahlreichen anregenden und manchmal hitzigen Gespräche im Künstlerhaus Café und vor allem immer wieder die Begeisterung für die Fotografie sowie auch die werkstattübergreifenden Gemeinschaftsaktionen, die Manu über Jahrzehnte mitgestaltet hat.

 

Nach 22 Jahren übergibt Manu HarmsSchlaf nun die Werkstattleitung an ihre Nachfolgerin Faye Parish.
Das Künstlerhaus Stuttgart dankt Manu für ihr ehrenamtliches Engagement, und für ihre ungebrochene Leidenschaft für die Fotografie und das Künstlerhaus, die sie noch immer begeistert mit allen teilt. Wir freuen uns sehr, dass Manu uns als engagiertes Mitglied, interessierte Besucherin und am allerwichtigsten: als Nutzerin der Fotowerkstatt erhalten bleibt.
Vielen, vielen Dank im Namen des ganzen Teams, Vorstands, Beirats und zu guter Letzt im Namen der zahlreichen Nutzer*innen, die durch Manu an die Fotografie herangeführt worden sind, und von ihr lernen konnten.

Ein paar aktuellen Nutzer*innen melden sich hier selbst zu Wort:

 

Manu is charming and warm hearted, with a generous spirit and enthusiastic outlook. It has been fun working with her and sharing in our passion for photography. 
Faye Parish

 

Ihr großes Wissen und Ihre Erfahrung um die Analoge Fotografie und die Prozesse im Fotolabor haben mir sehr weitergeholfen.
Neben ihrer fachlichen Kompetenz , habe ich  Sie auch als eine sehr freundliche und verständnisvolle Fotografin erlebt.
Mit ihrer eigenen Begeisterung für das Arbeiten im Fotolabor hat sie es geschafft, mir in kürzester Zeit viel beizubringen.
Unter Ihrer Leitung war die Fotowerkstatt immer ein schöner Ort um die eigenen Bilder erfolgreich auf Papier zu bringen.
Danke!
Frieder Hess

 

Gleich beim ersten Kontakt war Manu sehr offen und hilfsbereit und die Nutzung der Fotowerkstatt von Anfang an unkompliziert. Sie hat die empfindlichen Geräte liebevoll gepflegt und mich bei meinen Projekten und vielen Fragen zu Details sehr unterstützt. Es ist mir immer eine große Freude dort zu arbeiten. An dieser Stelle also ein ganz großes Dankeschön, liebe Manu! 
Anna Lehrer

 

Manu HarmsSchlaf, energiegeladene Seele des Fotolabors. Zwar beendet sie ihre berufsmäßige Tätigkeit am Künstlerhaus, bleibt diesem aber erfreulicherweise verbunden. Insofern tritt das ein, was wünschenswert ist: Die anregenden Gespräche im Umfeld von Ausstellungen und Veranstaltungen bleiben – wenn schon ihre Kompetenz im Labor nicht mehr, wie vorher zur Verfügung steht. Alles Gute für Dein weiteres Arbeiten und dass alle Pläne aufgehen!
Domenik Gebhardt

 

Bei Manu hatte ich meinen ersten Einführungskurs in die Magie der Dunkelkammer. Es hat richtig Spaß gemacht, ihr zuzuschauen und von ihrer langen Erfahrung zu lernen. Bei meinen weiteren Werkstattbesuchen war sie immer erreichbar und hat mir übers Telefon geholfen. 
Ich bin ein großer Fan von ihr und hoffe, sie nach wie vor regelmäßig im Künstlerhaus oder bei anderen Veranstaltungen zu sehen. 
Lena Meinhardt

In der Dunkelkammer Foto: Manu HarmsSchlaf
Lis Klein arbeitet in der Fotowerkstatt Foto: Manu HarmsSchlaf
Die Fotowerkstatt im Künstlerhaus Foto: Manu HarmsSchlaf
2023 19.12.2023, 19:00 Uhr
Reparative Futurities
Constanze Bahlo, Arianna Ballin, Pierre-Eric Baumann, Antonia Maria Christl, Marta Frasson, Lukas Klein, Rosa Klingelhöfer, Jannik Lang, Suwon Lee, Lasse Peters, Dario Schmid, Carolina Lara Simunovic, Xy June Li, Hanna Araujo Ulmer
Veranstaltung
19.12.2023, 19:00 Uhr

Heba Y. Amin, Künstlerin und Professorin an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste (ABK) Stuttgart, und Füsun Türetken, Architektin, Künstlerin und Professorin an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung (HfG) Karlsruhe, veranstalten am Künstlerhaus Stuttgart ein Seminar, in dem sie mit Studierenden ortsbezogene Interventionen und Methoden der Zukünftigkeit entwickeln, die mit fortdauernden Geschichten von Trauma ringen.

 

Die Durchführung des Seminars vor Ort im Künstlerhaus Stuttgart bedeutet zwangsläufig, sich mit einem unmittelbaren Ort des Traumas auseinanderzusetzen – mit dem historischen Erbe des Künstlerhauses Stuttgart als Kunstinstitution, die ein Gebäude mietet, das 1935 im Zuge einer Enteignung durch die Nationalsozialisten erworben wurde. Es ist gemeinhin bekannt, dass Kunstinstitutionen oft zutiefst kontaminierte Orte sind, die die lebendige Geschichte, symbolischen Systeme und operativen Strukturen von staatlicher Gewalt sammeln, präsentieren und verkörpern. Wie können diese Orte im Kunstsystem mit anderen Mitteln besetzt und zum Zweck anderer Zukünfte umfunktioniert werden? Welche spezifischen, auf reparative Zukünfte und Reparationen ausgerichteten Methodologien könnten entwickelt und angewendet werden? Welche Beiträge können Kunstschaffende zum dem seit langem bestehenden Projekt der Wiedergutmachungen und den damit zusammenhängenden Diskursen leisten?

 

Zoé Samudzi schreibt: „Reparationsdiskurse formulieren eine Grammatik der Zukünftigkeit: Sie artikulieren nicht einfach nur eine Welt, die es nicht gibt, sondern eine, die durch Versuche, historische Schäden und Traumata wiedergutzumachen, hergestellt werden könnte.“ (Zoé Samudzi, „Reparative Futurities: Thinking from the Ovaherero and Nama Colonial Genocide“, The Funambulist, Nr. 50, https://thefunambulist.net/magazine/redefining-our-terms)

 

Die Seminarreihe am Künstlerhaus Stuttgart wurde als kreatives, sich entfaltendes Wiedergutmachungsprojekt entwickelt. Innerhalb dieses Projekts fungiert das Konzept der „Zukünftigkeit“ als Technik ontologischer Rekonstruktion – es fordert historisch gewachsene und gefestigte Erwartungen heraus, und erneuert die Inkraftsetzung einer Zukunft, die weder resigniert noch ausgesöhnt ist. Diese Technik aktiviert das Erzählen und die Realisation der Vergangenheit – durch Texte, Bilder, Interventionen und Situationen – als fortdauerndes kritisches Projekt, das stets aktualisiert werden muss und sich in der Gegenwart manifestiert. Im Rahmen des Seminars entwickeln Studierende Methoden der Zukünftigkeit und ihre eigenen „Grammatiken der Zukünftigkeit“, indem sie sich mit der belasteten Geschichte des Gebäudes des Künstlerhaus Stuttgart auseinandersetzen. Die Seminarreihe befasst sich mit der Frage, wie Künstler*innen ortsbezogene Methoden anwenden, und steht im Dialog mit zwei Werken der Künstlerin Maria Eichhorn. Im Oktober dieses Jahres arbeiteten die Seminarteilnehmer*innen vor Ort in Venedig und reagierten auf Eichhorns Projekt im Deutschen Pavillon der Venedig Biennale. Im November begannen die Studierenden dann im Künstlerhaus Stuttgart zu arbeiten, um sich mit Eichhorns laufender Arbeit auseinanderzusetzen, die sich mit der Geschichte der Eigentumsverhältnisse im Künstlerhaus Stuttgart befasst. Die Seminarreihe und die öffentlichen Präsentationen am 19. Dezember befassen sich mit der Geschichte und der weiteren Nutzung dieses besonderen Gebäudes und stellen künftige Möglichkeiten der Wiedergutmachung vor, die sich auch auf andere Orte innerhalb und außerhalb des deutschen Kontextes übertragen lassen.

 

Seminare vor Ort:

Dienstag, 7. November

Dienstag, 21. November

Dienstag, 5. Dezember

Dienstag, 19. Dezember

 

Öffentliche Präsentationen der Seminarteilnehmer*innen im Künstlerhaus Stuttgart:

19. Dezember, 2023 um 19.00 Uhr

 

 

 

In Zusammenarbeit mit der ABK Stuttgart und der HFG Karlsruhe

Bildnachweis: Künstlerhaus Stuttgart, 2023 [Bildbeschreibung: ein schwarzer Koffer mit brauner Zierleiste, braunem Griff und silbernen Verschlussschnallen liegt flach auf einem grauen Betonboden]
2023 12.12.2023, 19:00 Uhr
Dienstags-Werkstatt XXVIII: Barbara Ehnes
Barbara Ehnes
Veranstaltung
12.12.2023, 19:00 Uhr

In der letzten Dienstagswerkstatt des Jahres berichtet die Künstlerin und Bühnenbildnerin Barbara Ehnes anhand von Bildmaterial und Videomitschnitten von ihrem Debut in der Doppelrolle als Opernregisseurin und Bühnenbildnerin 2023 am Theater Luzern.
In ihrer Inszenierung der Barockoper von Georg Friedrich Händel schafft Ehnes ein Kaleidoskop ineinander gleitender Weltbilder, die zugleich reale und magische Züge tragen.
Das virtuose Spiel mit Geschlechterrollen knüpft – wie auch der effektvolle Einsatz der Bühnenmechanik, welcher die Gesetze der Physik auf den Kopf zu stellen scheint – einerseits an barocke Operntraditionen an und befragt andererseits die Gegenwart nach ihren Utopien.
Wissenschaft und Imagination, Technologie und Täuschung, Geflecht und Auflösung sind dabei wiederkehrende Motive, die sich in Mikro- und Makrokosmos spiegeln.

Wir freuen uns auf einen spannenden Austausch mit Barbara Ehnes über ihre Arbeit an den Schnittstellen von Oper, Bühnenbild und bildender Kunst.

 

https://barbaraehnes.com

 

Dienstags-Werkstatt

 

Mit der Dienstags-Werkstatt lädt das Künstlerhaus Künstler:innen oder Kollektive ein, über ihre Arbeitsweisen, Hintergründe und Vorgehensweisen zu sprechen. Wir wollen eine Plattform etablieren, in der sich intensiver zur künstlerischen Praxis ausgetauscht wird und uns so vernetzen, solidarisieren und gegenseitig stärken. Die Reihe richtet sich an alle Mitglieder des Künstlerhaus Stuttgart, an Künstler:innen aus Stuttgart und Umgebung, oder auf der Durchreise, an alle Kunstvermittler:innen, Kurator:innen, Kulturschaffende usw. und ist offen für alle!

Foto: Ingo Hoehn
2023 08.12.2023, 19:00 Uhr
Coroa des flores

Lena Meinhardt
Ateliers
Veranstaltung
08.12.2023, 19:00 Uhr
Kuratiert von:
Ein Projekt der Atelierstipendiatin Lena Meinhardt

Konzertinstallationsabend

 

08.12.2023
Einlass: 19:00
Beginn: 20:00

Atelieretage (3. OG)

 

Eine bequeme Position finden.
Sich in die Musik vertiefen.
Sich treiben lassen.

 

Die Serie „Coroa des flores“ ist von Blumen inspiriert. Die Klangformen in dieser Komposition entsprechen natürlichen Proportionen und schaffen eine organische Struktur. Sound wächst und entwickelt sich. 
Alltägliche Geräusche von Maschinen, Vögeln und Stimmen überlagern und verflechten sich. Lösen sich auf.

 

Rosa beggeriana, Coroa des flores IV 
2018/2019
4-Kanal Elektroakustische Komposition

 

Rosa stellata, Coroa des flores V
 2019
4-Kanal Elektroakustische Komposition

 

Rosa pendula Coroa des flores VI 
2019
2-Kanal Elektroakustische Komposition

 

Rosa (Uraufführung)
 2023
4-Kanal Elektroakustische Komposition

 

2023 04.12.2023, 19:00 Uhr
Viertes Organ zu Gast im Kunstverein Böblingen
Mitgliedschaft
Veranstaltung
04.12.2023, 19:00 Uhr

Das abschließende Treffen der Gesprächsreihe „Kunstverein(e) der Zukunft“ findet am 4. Dezember um 19 Uhr im Böblinger Kunstverein statt. Vor einem Jahr war das Vierte Organ bereits beim Böblinger Kunstverein zu Gast und nun sollen gemeinsam die Entwicklungen und Ereignisse der letzten 12 Monate reflektiert und ein Blick in die Zukunft geworfen werden. Im Fokus wird der deutliche Umbruch stehen, den der Böblinger Kunstverein in dieser Zeit erlebt hat: Welchen Herausforderungen und Überraschungen sah man sich gegenüber, welche positiven wie negativen Erfahrungen wurden gemacht? Und vor allem: Mit welchen Ideen, Prozessen und Maßnahmen wappnet man sich für eine weiterhin erfolgreiche Arbeit als engagierter Kunstverein? Dabei werden auch die Perspektiven der anderen Kunstvereine beleuchtet. Eingeladen sind Oberwelt e.V., Kunstverein Neuhausen, Kunstraum34, Künstlerhaus Stuttgart und anorak.

 

Kunstverein Böblingen
Schloßberg 11, 71032 Böblingen
www.kunstvereinbb.de

2023 17.11.2023
Deadline 31.01.2024: Ausschreibung Atelierstipendium 2024/25
Ateliers
News
17.11.2023

Zum 1. Mai 2024 vergibt das Künstlerhaus Stuttgart im Rahmen seines Atelierprogramms bis zu sieben Arbeitsräume für die Dauer von zwölf Monaten. Sechs der Arbeitsräume sind jeweils ca. 25 qm groß, einer ca. 15qm. Zusätzlich steht ein großer Vorraum zur Verfügung, der mit den anderen Stipendiat:innen gemeinsam genutzt werden kann. Zu den hauseigenen Werkstätten haben die Stipendiat:innen freien Zugang. Die Arbeitsräume werden mietfrei vergeben, eine Mitgliedschaft im Künstlerhaus ist aber erforderlich, und kann zum Start des Stipendiums abgeschlossen werden.
Es besteht die Möglichkeit, das Stipendium zu verlängern und sich für ein weiteres Jahr zu bewerben. Diese Option besteht bis zu zweimal, so dass bei Wiederauswahl durch die Jury eine maximale Nutzungszeit eines Arbeitsateliers von drei Jahren möglich ist.

 

Das Künstlerhaus Stuttgart wurde 1978 von Stuttgarter Künstler:innen als Produktions- und Präsentationsort für zeitgenössische Kunst gegründet und hat sich seitdem zu einer überregional und international bekannten Institution für Gegenwartskunst entwickelt. Neben den Ausstellungsflächen unterhält das Künstlerhaus Produktionsmöglichkeiten im Medienbereich (mit Ausstattungen im Video-, Audio- und Filmbereich). Hinzu kommen ein Fotolabor sowie Werkstätten für Siebdruck, Hochdruck, Radierung, Lithografie und Keramik. Für die Nutzung der Werkstätten ist eine kostenpflichtige Einführung notwendig.

 

Das Künstlerhaus wünscht Vorschläge aus den Arbeitsfeldern Kunst, Architektur, Theorie und Design, welche die Entwicklung spezifischer Ideen und Projekte erkennen lassen, zu denen die Angebote der Institution beitragen können. Bewerbungen von Gruppen sind ebenso wie Einzelbewerbungen willkommen. Von den Stipendiat:innen wird im Laufe ihres Aufenthalts im Künstlerhaus eine Präsentation ihrer Arbeit ausdrücklich gewünscht. Bewerbungen von Studierenden können nicht berücksichtigt werden.

 

Bewerbung

 

Bitte fügen Sie Ihrer Bewerbung folgende Unterlagen bei:
– Kurzbeschreibung, in welcher Weise Sie das Atelier nutzen wollen
– Informationsmaterial zu Ihrer künstlerischen Arbeit wie Portfolio, Kataloge (max. 2), Bilder etc.
– Lebenslauf

 

Bitte Bewerbungsunterlagen ausschließlich digital als pdf per E-Mail bis spätestens 31. Januar 2024 einreichen:

Ansprechpartnerin: Romy Range
E-Mail: info@kuenstlerhaus.de
Betreff: Bewerbung Atelierstipendium

 

Die Jury, die sich aus dem künstlerischen Beirat zusammensetzt, tagt Anfang März. Alle Bewerber:innen werden zeitnah über die Entscheidungen benachrichtigt.

 

Bitte beachten Sie, dass es sich um Arbeitsateliers handelt, und das Stipendium weder mit einer Vergütung noch mit einer Wohnmöglichkeit verbunden sind. Internationale Bewerbungen werden grundsätzlich akzeptiert, sofern sich die Bewerber:innen eigenständig um ein Visum und eine Unterkunft bemühen.

Ateliers, Foto: Frank Kleinbach
2023 14.11.2023, 19:00 Uhr
Dienstags-Werkstatt XXVII: Pablo Berman & Aleksej Nutz "Ein Tag"
Pablo Berman & Aleksej Nutz
Screening
Veranstaltung
14.11.2023, 19:00 Uhr

In der 27. Dienstags-Werkstatt präsentieren Pablo Berman und Aleksej Nutz ihren neuen Film „Ein Tag“ im Künstlerhaus Stuttgart.

Der Kurzfilm, angelegt als Doku-Fiktion, zeigt einen Tag im Leben von Miguel, der sich in seinen ungeordneten, aber leidenschaftlichen Gedanken verliert, während er die Stadt Stuttgart durchstreift und sowohl die Stadtdynamik als auch die darin enthaltenen Menschen und sein eigenes Leben betrachtet.

Was zunächst als eine düstere Reihe von Gedanken erscheinen mag, ist für viele Alltagsleben. Themen wie Migration, Integration, Depression, Beziehung, Liebe und Rückblick auf das eigene Leben sind hier zu einem Monolog, der den „stream of consciousness” (Bewusstseinsstrom) als Technik einsetzt, zusammengefasst.

Im Anschluss an das Screening laden wir gemeinsam zum Gespräch ein.

 

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Dienstags-Werkstatt

Mit der Dienstags-Werkstatt lädt das Künstlerhaus Künstler:innen oder Kollektive ein, über ihre Arbeitsweisen, Hintergründe und Vorgehensweisen zu sprechen. Wir wollen eine Plattform etablieren, in der sich intensiver zur künstlerischen Praxis ausgetauscht wird und uns so vernetzen, solidarisieren und gegenseitig stärken.

Die Reihe richtet sich an alle Mitglieder des Künstlerhaus Stuttgart, an Künstler:innen aus Stuttgart und Umgebung, oder auf der Durchreise, an alle Kunstvermittler:innen, Kurator:innen, Kulturschaffende usw. und ist offen für alle!

Pablo Berman & Aleksej Nutz, "Ein Tag" (Filmstill), 2023, Courtesy Pablo Berman & Aleksej Nutz
2023 04.11.2023, 16:00 Uhr
Viertes Organ
Mitgliedschaft
Veranstaltung
04.11.2023, 16:00 Uhr

Am 04. November findet das nächste Vierte Organ statt und zwar bereits um 16 Uhr. Zu diesem Treffen heißen wir Daniel Neubacher (Vorstand Künstlerhaus Bremen e. V.) und Nadja Quante (Künstlerische Leitung Künstlerhaus Bremen e.V.) willkommen. Die beiden werden vom mehrjährigen Umbenennungsprozess in KH Künstler:innenhaus Bremen e. V. berichten, sowohl vom Weg dorthin als auch von den nun anstehenden Änderungen.

Wir freuen uns auf einen spannenden Erfahrungsaustausch und auf neue Impulse für unsere eigene Auseinandersetzung mit einer Umbenennung.  

 

2023 2023 —
Reuchlinstraße 4b, 70178 Stuttgart (2023 — )
Maria Eichhorn
Ausstellung
Kuratiert von:
Eric Golo Stone

Seit den späten 1980er Jahren ist Maria Eichhorn für Arbeiten bekannt, die institutionelle Strukturen kritisch analysieren und auf die situationsspezifischen Bedingungen sozialer, rechtlicher und wirtschaftlicher Befugnis einwirken. Eichhorns Ausstellungsprojekt Reuchlinstraße 4b, 70178 Stuttgart (2023 — ) besteht aus Prozessen und Aktionen, die auf die fortdauernde Geschichte der spezifischen Eigentumsverhältnisse der Liegenschaft an der Reuchlinstraße 4b Bezug nehmen. Das Gebäude befindet sich seit 1936 im Besitz der Stadt Stuttgart, das Künstlerhaus Stuttgart mietet es seit seiner Gründung im Jahr 1978. Anhand von Recherchen in Landesarchiven und juristischer Fallbearbeitung unterzieht dieses ortsspezifische Ausstellungsprojekt die Geschichte des Gebäudeerwerbs, der im Zuge einer Enteignung durch das NS-Regime zustande kam, einer Neubewertung. Eichhorns Arbeit hinterfragt die Eigentumsrechte der Stadt an der Liegenschaft und stellt gleichzeitig grundlegende Fragen über die weitere Nutzung des Gebäudes durch das Künstlerhaus Stuttgart. Die Arbeit lehnt staatliche Positionen ab, die entlastende Argumente vorbringen oder davon ausgehen, eine Versöhnung sei bereits erreicht, und eröffnet einen kritischen Horizont, der ein intersektionales Nachdenken über Restitution und Reparationen ermöglicht.

 

Im öffentlichen Raum der Stadt Stuttgart ist ein wesentlicher Bestandteil von Eichhorns Ausstellungsprojekt eine Tafel, die an der Fassade des Gebäudes Reuchlinstraße 4b angebracht wird. Diese Tafel ist nicht nur rechtlich geschützt und zieht Beschränkungen nach sich, die zukünftige Eigentumsrechte an dem Gebäude verkomplizieren, sondern präsentiert darüber hinaus einen Informationstext—ein belastender Bericht, der eine Familienbiografie mit einer Geschichte verwebt, in der Bankwesen, Konfiskationsgesetzgebung und diskriminierendes Staatswesen untrennbar miteinander verknüpft sind.

 

Der Text der Tafel ist hier im folgenden Ausstellungsbegleitheft abgedruckt:

Ausstellungsbegleitheft

Bildnachweis:Maria Eichhorn. "Reuchlinstraße 4 b, 70178 Stuttgart" (2023—). Detail: Liegenschaft in der Reuchlinstraße 4 b, 70178 Stuttgart. Foto: Frank Kleinbach. Bildbeschreibung: Abgebildet ist die vordere Fassade eines großen fünfstöckigen Gebäudes mit Terrakotta-Dachziegeln und Ziegelsäulen aus Sandstein. Auf einer Seite der Fassade befindet sich ein großes, vertikal angebrachtes Leuchtkasten-Schild mit schwarzer Schrift: "Künstlerhaus Stuttgart", und ein kleineres, horizontal angebrachtes Leuchtkasten-Schild mit schwarzem Text, auf dem "Künstlerhaus Stuttgart" steht, befindet sich über dem mittleren Türeingang im Erdgeschoss, der zum Bürgersteig hin liegt.
2023 21.10.–23.10.2023
Kapitel 2: Trilogie der fertigen und unvollendeten Farben
Lambert Mousseka
Ateliers
Ausstellung
21.10.–23.10.2023
Eröffnung:
Sa, 21.10.2023
19:00 Uhr
Un Sapeur doit briller comme Mille Soleils/Ein Sapeur muss wie tausend Sonnen Leuchten
Kuratiert von:
Ein Projekt des Atelierstipendiaten Lambert Mousseka

Das zweite Kapitel einer Ausstellungsreihe des Atelierstipendiaten Lambert Mousseka.

 

Eröffnung: Samstag, 21. Oktober 2023, 19 Uhr

auf der 4. Etage des Künstlerhaus Stuttgart

 

SAPE – Société des Artistes et de personnes Elégantes (Gesellschaft für Künstler*innen und elegante Personen)

Sapologie ist die Philosophie und Sapologue ist die Praktizierende Person.

 

Im Universum gibt es eine unendliche Vielfalt an Farben. Jede Farbe repräsentiert eine Schwingung, einen Geisteszustand. Durch Malerei und Keramik präsentiert Lambert Mousseka die Philosophie des Sapeurs, die Suche nach Perfektion, seiner Haltung und darüber hinaus die Beziehung zum Körper und den Farben. “Trilogie der fertigen und unvollendeten Farben” ist eine strenge Regel für einen Sapeur.

 

Eine Inspiration für Künstler*innen ist die Herstellung harmonischer Farbkombinationen und der Versuch, dabei die Sapologischen Codes und die Philosophie zu respektieren. Man sollte sich auffällig kleiden, wie ein Blume, die sich selbst und den Garten schmückt.

 

Link zu Kapitel 1: 243 – Ohne Maske

 

Lambert Mousseka (geb. in Katanga, Demokratische Republik Kongo) hinterfragt seit seiner Jugend die Entstehung, den Ursprung, den Geist und den Zustand von Materie. Diese Fragestellungen führten zu diversen Studien und Recherchen und beeinflussen bis heute sein künstlerisches Schaffen.

Courtesy of Lambert Mousseka
2023 13.10.–14.10.2023
Art Workers’ Summit
Arts of the Working Class
Konferenz
Veranstaltung
13.10.–14.10.2023

Im Rahmen der Ausstellung »Sieh Dir die Menschen an! Das neusachliche Typenporträt in der Weimarer Zeit« im Kunstmuseum Stuttgart lädt die Straßenzeitung »Arts of the Working Class« Kunst- und Kultuarbeiter:innen am 13. und 14. Oktober 2023 zum »Art Workers’ Summit« online und im Künstlerhaus Stuttgart ein.

 

Bei Workshops mit Keynotes und Panels diskutieren wir über die Herausforderungen für Kunst- und Kulturarbeiter:innen: Wer sind die Kunst- und Kulturarbeiter:innen von heute, womit sind sie konfrontiert, was repräsentieren sie? Wie stellen sich Kunst- und Kulturarbeiter:innen Räume der Repräsentation vor, die interdependente Praktiken ermöglichen? Wie können Institutionen Selbstorganisation im kulturellen Bereich unterstützen und Teil davon sein?

 

Die Ergebnisse des Austauschs werden Teil der kommenden Ausgabe der Straßenzeitung (Issue 29). Die Zeitung wird mit der Eröffnung der Ausstellung »Sieh Dir die Menschen an!« am 2. Dezember 2023 im Kunstmuseum Stuttgart zur kostenlosen Mitnahme ausliegen.

 

Um Ihre Teilnahme zu sichern, können Sie sich für die gesamte Veranstaltung oder einzelne Programmpunkte unter fuehrung@kunstmuseum-stuttgart.de anmelden – eine spontane Teilnahme ist ebenso möglich. Die Teilnahme ist kostenfrei.

 

Mehr Informationen finden Sie hier.

 

 

Freitag, 13.10.2023, 14:30-18:00 Uhr

Ort: Online via Zoom, Zugangscode: Unions

 

14:30 Uhr

Begrüßung: Arts of the Working Class, Kunstmuseum Stuttgart, Kulturamt Stuttgart, Künstlerhaus Stuttgart

 

15:00 Uhr

Eröffnung (in deutscher und englischer Sprache)

Was von den Aktivitäten der Aktivist:innen übrig bleibt, am Beispiel der L’Union des Refusés, von den Gründer:innen der Arts of the Working Class

 

15:30-16:30 Uhr

Keynote über Solidarity Trinity (in englischer Sprache)

Yin Aiwen stellt das Konzept und die Theorie der »Trinität der Solidarität« (The Solidarity Trinity) vor, ein Forschungsansatz aus ihrem Gamification-as-Research-Projekt »The Alchemy of Commons« mit der Pädagogin und Gemeindeaktivistin Yiren ZHAO. Die »Trinität der Solidarität« besagt, dass Arbeit, Beziehung und Raum für die Entstehung von Solidarität in einem kollektiven Umfeld unerlässlich sind. In ihrem Beitrag wird Aiwen Beispiele aus dem Kulturbereich vorstellen, in denen die angestrebte Solidarität scheitert, und Analysen und Handlungsempfehlungen für ein widerstandsfähiges, vielfältiges und inklusives Miteinander anbieten.

 

16:45 – 17:45 Uhr

Keynote über die  Organization of Art Workers within Museums  (in englischer Sprache)

Dana Kopels Keynote wendet sich gegen die gängige Darstellung der Arbeit von Kunstschaffenden als gar keine Arbeit. Der Beitrag wirft einen Blick auf die Organisierungsbemühungen, die in den letzten Jahren in Museen und Kunstinstitutionen stattgefunden haben, und besteht auf einer Kritik an der Rolle der Kunst und der Kunstwelt innerhalb des sogenannten »Racial Capitalism«.

 

 

Samstag, 14. Oktober 2023, 14:00-19:30 Uhr
Ort: Künstlerhaus Stuttgart (Reuchlinstraße 4b, 70178 Stuttgart)

 

14:00-16:00 Uhr

Workshop über die Rolle von Auftraggeber:innen in Kulturproduktion (in deutscher Sprache)

Alexander Koch erzählt in seinem Beitrag von den »Neuen Auftraggebern», einem Modell, das neue Beziehungen zwischen Künstler:innen, Communities und Publikum schafft. Indem lokale Bürger:inneninitiativen – begleitet durch Mediator:innen – Künstler:innen mit Werken beauftragen, die vor Ort etwas verändern, verändern sich auch die üblichen Rollen aller Beteiligten. Es entstehen Ökosysteme für eine gemeinwohlorientierte Kunst, der viel gelingen kann, die aber auch vor großen Herausforderungen steht.

 

17:00-18:30 Uhr

Partizipative Diskussion über die Grundlagen politischer Arbeit (in Englischer Sprache)

Zwei von Kulturarbeiter*innen betriebene Organisationen treffen sich mit einer verbündeten Institution. Zoë Claire Miller ist Künstlerin und eine der beiden Sprecher*innen des berufsverband bildender künstler*innen berlin, der eine lange und bewegte Geschichte hat. Art Workers Italia, eine unabhängige und überparteiliche Organisation, wurde erst kürzlich gegründet und wird für diesen Anlass von der Künstlerin Alice Pedroletti vertreten. Eric Golo Stone stellt eine institutionelle Perspektive und die spezifische Situation des Künstlerhauses Stuttgart vor. U. a. in Form einer geführten Meditation wird die grundsätzliche Bedeutung von Vertrags- und Richtlinienarbeit beschworen.

 

19:00 Uhr

Zusammenkommen: Drinks und Suppe

Participative Performance by Dina El-Kaisy Freimuth als gemeinsames Check-out

Mit Unterstützung von und in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Stuttgart, dem Künstlerhaus Stuttgart, der Stadt Stuttgart und der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden.

Rudolf Schlichter, Hausvogteiplatz, 1926. Sammlung Christina und Volker Huber, Offenbach am Main. © Viola Roehr-v. Alvensleben, München. [Das Kunstwerk ist ein Gemälde von Rudolf Schlichter und trägt den Titel Hausvogteiplatz. Das Gemälde gehört zur Bewegung der Neuen Sachlichkeit, einer künstlerischen Strömung, die sich der Darstellung der Wirklichkeit, wie sie ist, widmete, in der das moderne Subjekt auf seine Umgebung bezogen wurde. Das Bild stellt eine Menschenmenge vor dem Hintergrund einer städtischen Umgebung dar. Im Vordergrund stehen zwei Personen, vermutlich Frauen, die uns anblicken. Sie tragen elegante Mäntel und Hüte, ein Kind schaut sie an. Im Hintergrund sind Gebäude, die von Marquisen und Werbeplakaten eingerahmt sind, die das neue soziale Umfeld erahnen lassen: die Stadt. Die Farben der Bilder sind leuchtend und vermitteln die Energie, die man spürt, wenn man sich in einer Vielzahl von Menschen bewegt.
2023 08.10.2023, 16:00 Uhr
Die Lithografiewerkstatt zu Gast im Restaurant Im Künstlerhaus
Michael Hartmann, Hauke Hein, Anadi Keppler, Gisela List, Michael Wackwitz, Carmen Weber
Veranstaltung
Werkstätten
08.10.2023, 16:00 Uhr

Vernissage Sonntag, 08. Oktober 2023 16 Uhr

im Restaurant Im Künstlerhaus

Oktober 2023 bis Januar 2024

 

Im Restaurant Im Künstlerhaus zeigen wir Arbeiten von sechs Künstlerinnen und Künstlern, die sich der Technik der Lithografie widmen.
Verschiedenste Materialien eignen sich, um grafische Spuren auf dem Stein zu hinterlassen. Die Lithosteine müssen zuvor auf einem Schleifbecken sorgfältig geschliffen werden. Die Künstlerinnen und Künstler zeigen Werke, die den vielfältigen und künstlerischen Einsatz der Steindruckplatte repräsentieren.

Für die Ausstellungen im Restaurant laden die Werkstattleiter*innen der zehn Künstlerhaus Werkstätten Mitglieder ein, ihre Arbeiten in einer Gruppenausstellung gemeinsam zu präsentieren. 2022 startete diese Reihe mit einer Ausstellung der Siebdruckwerkstatt mit dem Werkstattleiter Jochen Detscher, darauf folgte 2023 eine Ausstellung der Fotografiewerkstatt unter der Leitung von Manu HarmsSchlaf.
Die Künstlerinnen und Künstler werden anwesend sein.

2023 04.10.2023, 19:00 Uhr
Viertes Organ
Mitgliedschaft
Veranstaltung
04.10.2023, 19:00 Uhr

Am 04. Oktober 2023 um 19 Uhr findet das nächste Vierte Organ statt. Bei diesem Treffen sind Mitglieder und Interessierte dazu eingeladen, gemeinsam mit dem Beirat des Künstlerhauses auf die bisherige Laufbahn des Vierten Organs zurückzublicken und über seine Zukunft zu sprechen.

Welche Wünsche und Erwartungen gibt es? Wie oft sollen die Treffen stattfinden? Gibt es Ideen für Reihen, die innerhalb des Vierten Organs stattfinden sollen, wie z.B. der sehr erfolgreiche Austausch mit anderen Kunstvereinen aus der Region?

 

2023 19.09.–22.09.2023
OPEN SCHOOL Cannstatt
Lilith Becker & Liv Rahel Schwenk, Valentin Hennig, Yara Richter
Veranstaltung
Vermittlung
19.09.–22.09.2023
Im Rahmen des Festivals CURRENT – KUNST UND URBANER RAUM
Kuratiert von:
Initiiert und realisiert von Vertreterinnen des Vorstands sowie der Geschäftsführung

Miteinander leben, gemeinsam produzieren, voneinander lernen – das sind nicht nur die Grundpfeiler des Künstlerhauses, sie bilden auch den Kern der Idee der OPEN SCHOOL Cannstatt.
Wir haben die Künstler*innen Valentin Hennig, Yara Richter, Lilith Becker & Liv Rahel Schwenk eingeladen, jeweils im Tandem mit Bad Cannstatter Gewerbetreibenden, Vereinen, Handwerker*innen, Institutionen oder Bürger*innen gemeinsam zu arbeiten, und ein öffentliches Angebot zu entwickeln.
Dieses kostenlose Angebot reicht von performativen Spaziergängen bis hin zu filmkünstlerischen Workshops. Ziel ist es, in einen Austausch zu kommen, Beziehungen aufzubauen, miteinander zu arbeiten und voneinander zu lernen.

 

Das Künstlerhaus Stuttgart präsentiert die OPEN SCHOOL Cannstatt, die im Rahmen des Festivals CURRENT – KUNST UND URBANER RAUM stattfindet.

 

Das „Klassenzimmer“, in dem für die Dauer der OPEN SCHOOL Cannstatt über die Angebote informiert wird, befindet sich in der ehem. Schwabenbräu-Passage in Bad Cannstatt.

 

 

 

 

Programm

 

Liv Rahel Schwenk und Lilith Becker „Wassergosch – Performing the Fountains”

 

19. September 2023, 10 bis 14:30 Uhr –Workshop
20. September 2023, 10 bis 14:30 Uhr – Workshop

Teilnehmer*innen: max. 10 Personen
Anmeldung bitte unter info@kuenstlerhaus.de bis 18.09.2023

Treffpunkt: Kellerbrunnen, Brunnenstr. 19, 70372 Stuttgart

 

Der Workshop „Wassergosch – Performing the Fountains” führt die Künstlerinnen Liv Rahel Schwenk und Lilith Becker gemeinsam mit den Workshopteilnehmer*innen entlang Bad Cannstatts Trinkwasserbrunnen,welche aus den lokalen Mineralquellen gespeist werden. Die Gruppe wird sich den Brunnen und ihren Eigenschaften an zwei Tagen auf verschiedene Weise nähern, und dafür nutzen, mit Performance zu experimentieren.

 

Die Teilnehmer*innen sammeln Eindrücke und Material in Form von Tonaufnahmen, Wasserproben, Zeichnungen, Worten, Klängen und Bewegung (input). Dieser Prozess des Sammelns wird ergänzt durch Begegnungen mit Menschen, die in Bad Cannstatt leben und arbeiten und die ihr Wissen teilen. Ein Cannstatter Stadtführer wird der Gruppe von einer Legende an einem der Altstadtbrunnen erzählen, siewerden über die Zusammensetzung und die Instandhaltung der Brunnen erfahren, und mit etwas Glück, wird eine Yogalehrerin sie in einer Wassermeditation anleiten.
In einem zweiten Schritt (output) wandelt die Gruppe ihre gewonnenen Eindrücke und das gesammelte Material in Mikro-Performances um, welche sie füreinander aufführen wird. Die Teilnehmer:innen des Workshops werden durch einfache Strukturen im Experimentieren unterstützt. Bei diesem Workshop geht es darum, in einem geschützten Raum Performance-Strategien auszuprobieren, egal ob Performance zur eigenen Praxis gehört oder neu für die Teilnehmer*innen ist. Alle sind willkommen.

 

Mitzubringen sind: Papier und Stift und gerne auch eine andere Möglichkeit, sich Dinge zu notieren, bequeme Kleidung, eine Wasserflasche und was man sonst noch mitbringen möchte.

 

Yara Richter „black noise x Bad Cannstatt – Community Walk für Schwarze Menschen“

 

Mittwoch, 20. September 2023, 17 Uhr (vorläufig) – Safer Space, Büro der Black Community Foundation in der ehemaligen Schwabenbräu-Passage, Bad Cannstatt
Teilnehmer*innen: max. 12 Personen, Voraussetzung: Schwarze/Afrodeutsche Identität
Anmeldung bitte unter info@kuenstlerhaus.de

Donnerstag, 21. September 2023, tagsüber – offene Bearbeitung im Tonstudio, Künstlerhaus Stuttgart, öffentlich, für alle zugänglich
Donnerstag, 21. September 2023, 19:30 Uhr – Audiovorführung mit anschließender Gesprächsrunde, Schwabenbräu-Passage Bad Cannstatt, öffentlich, für alle zugänglich

 

Diese Safer Space Veranstaltung richtet sich an Schwarze und Afrodeutsche Menschen.
Yara Richter tauscht sich zusammen mit den Teilnehmer*innen darüber aus und erkundet mit kreativen Methoden, was Schwarzsein im öffentlichen Raum mit Lärm und Stille zu tun hat. Dabei treffen sie sich zunächst in einem geschlossenen Raum, in dem die Künstlerin Yara Richter einen interaktiven Input zum kreativen Schreiben und der Arbeit mit Sound geben wird. Danach spaziert die Gruppe gemeinsam durch Bad Cannstatt und fertigt währenddessen eine Tonaufzeichnung an. Im Gespräch wollen sie voneinander lernen, wie man sich öffentliche Räume aneignen kann. Sie stellen sich Fragen wie: Wie findet man ein Gefühl von Sicherheit in öffentlichen Räumen? Welche öffentlichen Räume sucht/meidet man und warum? Wie beeinflusst Schwarzsein im öffentlichen Raum die Art, wie man self- und community care betreibt? Hierbei entscheiden die Teilnehmer*innen selbst, welche Texte, Sounds, Worte und Momente von Lärm oder Stille sie in die Aufnahme hineingeben wollen. Die Tonaufzeichnung steht im Anschluss an die Veranstaltung allen Teilnehmer*innen zur weiteren Nutzung zur Verfügung.

 

Am Folgetag wird Yara Richter die Aufnahme zu einem Podcast zusammenschneiden, wobei Teilnehmer*innen willkommen sind, dazuzukommen. Am Abend wird eine Vorführung des Podcasts mit einer offenen Gesprächsrunde stattfinden, zu der die Öffentlichkeit und alle Teilnehmer*innen herzlich eingeladen sind.
(Es werden Awareness-Personen anwesend sei.)

 

Valentin Hennig „business as usual”

Freitag, 22. September 2023, 19 Uhr – Screening, ehem. Schwabenbräu-Passage, Bad Cannstatt

 

Valentin Hennig wird in seiner OPEN SCHOOL „business as ususal“ mit dem Hutmachergeschäft H + M Schmid-Rupp, dem Asia-Imbiss Chan’s Kitchen sowie dem griechischen Friseursalon-Café Haarstudio Exis zusammenarbeiten, die als Treff- und Knotenpunkte das soziale Leben und die kulturelle Diversität Bad Cannstatts widerspiegeln. Dabei geht es um die Entwicklung und Umsetzung eines gemeinsamen Films, der als Ziel eine andere Kommunikation als die der Waren oder Dienstleistungen anstrebt: Es geht um die eigene Geschichte, die soziale und kulturelle Bedeutung des Standorts und die Ermöglichung für das Klientel dieses Ortes, die eigene Identität öffentlich zu leben.

 

Dabei wird Valentin Hennig lernen, was es bedeutet, ein „Geschäft“ zu führen, Waren herzustellen, zu vertreiben und eine starke Bindung zum Kunden aufzubauen. Im Gegenzug vermittelt der Filmemacher sein praktisches Wissen an seine Partner*innen, alle Bereiche der bildnerischen und insbesondere filmischen Gestaltung kennenzulernen und selbstständig Bilder und Bewegtbilder zu erstellen.

 

Zu einem öffentlichen gemeinsamen Screening mit allen Partner*innen laden sie anschließend ein, sodass ein kulturübergreifender Dialog der Partner*innen in Bad-Cannstatt entstehen kann. Die entstandenen Arbeiten werden zudem an den jeweiligen Entstehungsorten präsentiert.

 

 

Über die Künstler*innen

 

Lilith Becker macht Skulptur-, Installations-, Video- und Performancekunst. Als Musikerin spielt sie sowohl solo als auch in verschiedenen Band- und Theaterprojekten. Nach ihrem Abschluss am Berufskolleg für Design Schmuck und Gerät, Pforzheim im Jahr 2009, studierte sie Bildende Kunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart. 2018 erhielt sie den Meisterschülertitel des Weißenhof Programms. Ihr Handbuch zur spontanen Selbstentzündung ist 2019 beim Verlag für Handbücher erschienen. Das Musikvideo „Oh Ewigkeit“ (Regie: Martina Wegener) mit der Musik von Nero Feuerherdt alias Lilith Becker wurde 2023 mit dem Buggles Award ausgezeichnet.

 

Valentin Hennig ist bildender Künstler und Filmemacher. Neben seiner freischaffenden künstlerischen Arbeit, leitet er Workshops an der Staatsgalerie Stuttgart, dem Kunstmuseum Stuttgart, dem Künstlerhaus Stuttgart und für das LKJ Baden-Württemberg.
Seit dem Wintersemester 2022 Dozent für Videokunst und Experimentalfilm an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, wo er von 2007 bis 2013 bei Prof.in Silvia Bächli und Prof.in Corinne Wasmuth Kunsterziehung studierte. 2010 belegte er als Gaststudent ein Studiensemester an der HfbK Dresden bei Prof. Hans-Peter Adamski. Im Anschluss absolvierte er 2014 den Aufbaustudiengang „Intermediales Gestalten” bei Prof. Wolfgang Mayer und Prof.in Christina Gomez-Barrio (Discoteca Flaming Star) an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. 2016 erhielt er den Meisterschülertitel des Weißenhof- Programms der ABK Stuttgart. Er lebt und arbeitet in Stuttgart.

 

Yara Richter bewegt sich zwischen Kunst, Aktivismus, Kunstvermittlung und Mutterschaft. Aus einer Afrodeutschen, intersektional-ökofeministischen Perspektive erkundet sie aktuell black noise als einen Rahmen, um dekolonialisierte Kunst- und Kulturpraktiken zu imaginieren und kreieren.  2023 schloss Yara Richter mit „black noise” das Masterstudium „Körper, Theorie und Poetik des Performativen“ an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart ab. In den Jahren zuvor zeigte sie unter anderem die kollaborative Dauerperformance „seep“ (2022 mit Toni Böckle, Teil der Gruppenausstellung Conditions of a Necessity in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden) und „MFA (Master of Filthy Arts)“ (2021, Teil der TURN AROUND Rundgang Gruppenausstellung im Württembergischen Kunstverein Stuttgart). Sie lebt und arbeitet in Stuttgart.

 

Liv Rahel Schwenk ist eine deutsch-amerikanische Künstlerin und arbeitet mit Performance, Video, Zeichnung und choreographischen Methoden. Sie studierte am Bard College Berlin und an der Kunstakademie Düsseldorf, wo sie 2012 mit Meisterschüler-Brief abschloss. 2014 ging sie mit einem DAAD-Stipendium nach New York, um ihr Interesse an Tanz und Choreografie in Verbindung mit ihren algorithmischen Zeichnungen zu vertiefen. Zuletzt zeigte sie Projekte bei Simultanhalle in Köln und mhProject und Putty’s Coronation in New York. Dieses Jahr arbeitet sie mit dem Kollektiv „Unpleasant Affairs” an einer Performance im Rahmen des Spielart Festivals in München. Sie lebt und arbeitet in Stuttgart und NYC.

 

 

Orte:
Ehem. Schwabenbräu-Passage, Bahnhofstraße 14-18, 70372 Stuttgart
Kellerbrunnen, Brunnenstraße 19, 70372 Stuttgart
Künstlerhaus Stuttgart, Reuchlinstraße 4b, 70178 Stuttgart

In Kooperation mit dem Festival CURRENT – KUNST UND URBANER RAUM

 

Realisiert dank der großzügigen Unterstützung durch die Wüstenrot Stiftung.

 

Liv Rahel Schwenk beim Workshop „Wassergosch – Performing the Fountains”, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
Teilnehmer*innen des Workshops „Wassergosch – Performing the Fountains”, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
Teilnehmer*innen des Workshops „Wassergosch – Performing the Fountains”, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
Chris Mennel im Workshop „Wassergosch – Performing the Fountains”, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
Teilnehmerin im Workshop „Wassergosch – Performing the Fountains”, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
Anna Schiefer während ihrer Performance, workshop „Wassergosch – Performing the Fountains”, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
Lilith Becker, Workshop „Wassergosch – Performing the Fountains”, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
Lilith Becker und Liv Rahel Schwenk während ihres Workshops „Wassergosch – Performing the Fountains”, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
Teilnehmer bei seiner Performance, Workshop „Wassergosch – Performing the Fountains”, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
Ania Corcilius bei ihrer Performance, Workshop „Wassergosch – Performing the Fountains”, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
Workshop „Wassergosch – Performing the Fountains”, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
Yara Richter „black noise x Bad Cannstatt – Community Walk für Schwarze Menschen“, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
Yara Richter „black noise x Bad Cannstatt – Community Walk für Schwarze Menschen“, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
Yara Richter „black noise x Bad Cannstatt – Community Walk für Schwarze Menschen“, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
Yara Richter „black noise x Bad Cannstatt – Community Walk für Schwarze Menschen“, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
Juliane Gebhardt und Leonie Klöpfer, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
Filmworkshop von Valentin Hennig „business as usual” mit den Inhabern von Chan's Kitchen, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Oleg Kauz
Filmworkshop von Valentin Hennig "business as usual" mit dem Besitzer des Hutgeschäfts H + M Schmid-Rupp, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Oleg Kauz
Filmworkshop von Valentin Hennig "business as usual" mit den Besitzern von Chan's Kitchen, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Oleg Kauz
Filmworkshop von Valentin Hennig "business as usual" mit dem Betreiber und Angestellten von EXIS, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Oleg Kauz
Filmworkshop von Valentin Hennig "business as usual" mit dem Betreiber und Angestellten von EXIS, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Oleg Kauz
Filmworkshop von Valentin Hennig "business as usual" mit dem Betreiber und Angestellten von EXIS, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Oleg Kauz
Filmworkshop von Valentin Hennig "business as usual" mit dem Betreiber und Angestellten von EXIS, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Oleg Kauz
Screening von Valentin Hennig "business as usual", 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
Screening von Valentin Hennig "business as usual", 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
Screening von Valentin Hennig "business as usual", 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
Screening von Valentin Hennig "business as usual", 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
Screening von Valentin Hennig "business as usual", 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
2023 12.09.2023, 19:00 Uhr
Dienstags-Werkstatt XXVI: Julia Wirsching
Julia Wirsching
Screening
Veranstaltung
12.09.2023, 19:00 Uhr

In der 26. Dienstags-Werkstatt präsentiert Julia Wirsching ihren neuen Film „Es gibt noch einiges zu tun“ im Künstlerhaus Stuttgart.

 

Seit über zwei Jahren begleitet Julia Wirsching die Männerrunde ihres Onkels bei deren Diskussionen zum Thema „Mannsein“. Wie wurden sie zu Männern? Was heißt es heute ein Mann zu sein? Was gibt ihnen Orientierung? Einige von ihnen setzten sich in ihrem Prozess der Rollenfindung kritisch mit dem Glauben und dessen Institutionen auseinander. Themen wie gerechte Elternschaft, die Suche nach dem Vater oder die Abwendung alter Rollenmustern hin zu mehr Selbstbestimmung beschäftigen die Männer im Alter von 40 – 75 Jahren auf unterschiedlichste Art und Weise.

Im Video sind diese Reflexionsprozesse sowie die Bartpflegeritualen der Männer festgehalten. Die sieben Männer geben Einblicke in eine sinnliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper und erzählen ihre persönlichen Geschichten zum Thema „Mannsein“.

 

Im Anschluss an das Screening laden wir gemeinsam mit der Künstlerin zum Gespräch ein.

 

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Dienstags-Werkstatt

Mit der Dienstags-Werkstatt lädt das Künstlerhaus Künstler:innen oder Kollektive ein, über ihre Arbeitsweisen, Hintergründe und Vorgehensweisen zu sprechen. Wir wollen eine Plattform etablieren, in der sich intensiver zur künstlerischen Praxis ausgetauscht wird und uns so vernetzen, solidarisieren und gegenseitig stärken.

Die Reihe richtet sich an alle Mitglieder des Künstlerhaus Stuttgart, an Künstler:innen aus Stuttgart und Umgebung, oder auf der Durchreise, an alle Kunstvermittler:innen, Kurator:innen, Kulturschaffende usw. und ist offen für alle!

Julia Wirsching, Es gibt noch einiges zu tun, 2023 (Filmstill), Courtesy Julia Wirsching
2023 10.09.2023
Migrationsrechtlicher Leitfaden zur Zusammenarbeit von Künstlerinnen* und Kunstvereinen in Deutschland
Niloufar Emamifar
News

Die Anwälte Nora Ebeling und Viktor Riad haben im Rahmen der Ausstellung Ex gratia von Niloufar Emamifar im Künstlerhaus Stuttgart einen Leitfaden erstellt, der Künstler*innen und Kunstinstitutionen helfen soll, sich im komplexen Feld des Migrationsrechts in Deutschland zurechtzufinden.

 

Wenn Künstler*innen, die mit Hindernissen für die grenzüberschreitende Migration konfrontiert sind, von Kunstinstitutionen unter Vertrag genommen werden, geschieht dies allzu oft auf einer individuellen Fall-zu-Fall-Basis, ohne den Künstler*innen transparente Leitlinien, gemeinsame Richtlinien oder schützende Standards zu bieten. Denn oftmals sind die rechtlich-wirtschaftlichen Ressourcen für Künstler*innen, die ein Visum benötigen, die Migrant*innen sind, die vertrieben wurden oder die einen Geflüchteten-Status innehaben, nicht ausreichend oder unzugänglich. Dieses neu veröffentlichte Leitliniendokument soll ein praktikables Hilfsmittel sein, das auf dieses allgegenwärtige Problemfeld reagiert.

 

Dieses zweisprachige Dokument mit dem Titel “Migrationsrechtlicher Leitfaden für die Zusammenarbeit von Künstlerinnen* und Kunstvereinen in Deutschland” ist jetzt hier als kostenloses und frei verwendbares PDF verfügbar.

 

Der Leitfaden wurde gemeinsam von Nora Ebeling und Viktor Riad verfasst, mit Unterstützung von Niloufar Emamifar. Das Dokument wurde von Kathleen Parker übersetzt und von Studio Terhedebrügge gestaltet.

 

Nora Ebeling arbeitet als selbständige Anwältin mit dem Schwerpunkt Migrationsrecht im Haus der Demokratie und Menschenrechte in Berlin. Sie vertritt nicht nur international tätige Künstler*innen sondern auch alle anderen Menschen, die Unterstützung bei ihren Aufenthaltsangelegenheiten oder beim Asylverfahren benötigen.

 

Viktor Riad, ist Rechtsanwalt in Berlin und hat eine Kanzlei mit den Schwerpunkten Migrationsrecht, Durchsetzung von Rechten für Flüchtlinge und aufenthaltsrechtliche Verfahren für international tätige Künstler*innen gegründet.

Realisiert mit großzügiger Förderung der Stiftung Kunstfonds NEUSTART KULTUR und des Institut für Auslandsbeziehungen. Darüberhinaus wurde dieses Projekt in Form eines Residenzstipendiums durch Callie’s, Berlin, unterstützt.

Bildnachweis: Künstlerhaus Stuttgart, 2023. Bildbeschreibung: Zu sehen ist der Schriftzug "Migrationsrechtlicher Leitfaden zur Zusammenarbeit von Künstlerinnen* und Kunstvereinen in Deutschland” und die Namen "Nora Ebeling und Viktor Riad" in schwarzer Schrift auf weißem Grund.
2023 01.09.2023
Tamarind Rossetti & Stephen Wright ab 2024 neue Künstlerische Leitung des Künstlerhaus Stuttgart
News
01.09.2023

Am 1. Januar 2024 steht turnusgemäß ein Wechsel der Künstlerischen Leitung an. Eine Findungskommission, bestehend aus Vorstand, Beirat und Vertreter*innen des Kulturamtes sowie des Gemeinderates der Stadt Stuttgart, hat in einem dreistufigen Prozess aus 57 Einreichungen die Bewerbung von Tamarind Rossetti & Stephen Wright ausgewählt, die sich als Team vorgestellt haben, um das Ausstellungsprogramm bis Ende 2026 zu leiten.

 

Die Kommission hat mit ihrer Entscheidung gewürdigt, dass Rossetti & Wright ein Konzept vorgestellt haben, das nicht auf einem konventionellen Kurator*innenbild beruht, sondern eine experimentelle, „öko-systemische“ Form des Kuratierens entwickelt. Mit ihrem Selbstverständnis als ‘usership coordinators’ machen Rossetti & Wright deutlich, dass sie in ihrer Arbeit von den Nutzer*innen des Künstlerhauses ausgehen und Werkstätten wie Ateliers als zentrale Organe des Künstlerhauses verstehen.

 

Das Künstlerhaus Stuttgart Reuchlinstraße e. V. wurde 1978 von Künstler*innen für Künstler*innen gegründet. Es beherbergt sieben Ateliers, die zeitlich befristet an Künstler*innen aller Sparten vergeben werden und zehn Werkstätten, die von allen Mitgliedern und Gastkünstler*innen genutzt werden können.

Eine besondere Qualität liegt im Modell der Künstlerischen Leitung, die jeweils für drei bis vier Jahre verpflichtet wird und mit experimentellen Herangehensweisen an Ausstellung, Vertrieb und Wahrnehmung von Kunst am Künstlerhaus aktuellste Praktiken und Diskurse vermittelt. Die klare zeitliche Vorgabe fördert die Vielfalt künstlerischer Positionen und ermöglicht es, die Amtszeit als mehrjähriges Projekt anzugehen. Die sich fortschreibende Geschichte der Institution ist geprägt von den kritischen, interrelationalen und infrastrukturellen Veränderungen, die jede Künstlerische Leitung mit sich bringt.

 

Tamarind Rossetti, geboren 1976 in Ojai (Kalifornien, USA), ist ausgebildete Künstlerin und unterrichtet an der École supérieure d’art et de design TALM-Angers.
Stephen Wright wurde 1963 in Vancouver (British Columbia, Kanada) geboren und hat seit fast 30 Jahren seinen ständigen Wohnsitz in Frankreich, wo er an der European School of Visual Arts in Frankreich Theorie und Praxis lehrt. Von 2017 bis 2021 war er darüber hinaus Co-Direktor des postgraduierten Programms für künstlerische Forschung, namens Document & Contemporary Art.

 

2018 gründeten Rossetti und Wright ein agroökologisches Versuchsfeld im Maßstab 1:1 mit dem Namen Ferme au Sauvage für den Anbau von Bio-Obst und -Gemüse, wo sie Farm-to-Table-Mahlzeiten und Farm-to-Panel-Workshops (genannt „Ideaseeding“) anboten, einen Hofladen im Atelier betrieben und das Projekt künstlerisch dokumentierten. Aktuell betreiben sie einen Permakultur-Hof und ein damit verbundenes Forschungsprojekt in Corrèze, Frankreich.

 

Die neuen Künstlerischen Leiter*innen sehen in ihrer Aufgabe „die Möglichkeit, die im Laufe der Jahre gesammelten Ideen aus Permakultur, Kunstvermittlung, Verlagswesen und Ausstellungsgestaltung, in einem ‚extradisziplinären‘ Umfeld umzusetzen“.

 

Wir freuen uns, Tamarind und Stephen im kommenden Jahr bei uns begrüßen zu dürfen und mit ihnen das Künstlerhaus durch das Prisma der Permakultur zu betrachten und als künstlerischen Lebensraum fruchtbar zu machen.

2023 30.07.2023, 14:00 Uhr
Ortsspezifische Soundinstallation "places04"
Lena Meinhardt & Eva Dörr
Performance
Veranstaltung
30.07.2023, 14:00 Uhr
Soundinstallation places04 von Eva Dörr und Lena Meinhardt:
So, 30.07.2023
14:00 Uhr
Soundinstallation places04 von Eva Dörr und Lena Meinhardt:
So, 17.09.2023
14:00 Uhr
Im Rahmen von „wet relations“, einem Projekt konzipiert von Beatrice Bucher und Sonja Schwarz

Durch Fluss, Wiese, Schifffahrt, Gleisverkehr und umliegenden Stadtraum ergibt sich auf der Neckarinsel ein Knotenpunkt verschiedener Klangwelten. Rauschendes, schwappendes, plätscherndes Wasser durchquert von Gleisen, Stimmen, wehenden Blättern und Gräsern, Sirenen, Baustellen, Schiffsmotoren – zufällig ineinander und durcheinander choreografiert und reflektiert.

Drei unterschiedliche Positionen auf der Insel wurden von Lena Meinhardt und Eva Dörr ausgewählt, an denen sich die ortsspezifische Komposition „places04“ in diese Klangumgebung mit einmischt: unter der Eisenbahnbrücke Rosensteinbrücke, am unteren Schleusentor und unter der König-Karls-Brücke neben der Hall of Fame am oberen Schleusentor.

 

Wo: Auf der Neckarinsel (Haltestelle Mercedesstraße)

Wann: 30.07. 14-19 Uhr

 

Unterstützt durch den Neckarinsel e.V., gefördert durch die Stadt Stuttgart, die LBBW-Stiftung, das Künstlerhaus Stuttgart

 

Neckarinsel e.V.
Die Zukunft liegt am Neckar. Bis jetzt kaum entdeckt zwischen Stuttgart und Bad Cannstatt bietet die Neckarinsel den Anfang für einen Aufbruch zum Wasser. Als Experimentier- und Wissensraum öffnet die Insel einen Ort zum Entdecken, für gemeinsame Aktionen und radikal-positive Zukunftsideen.
Wir sind eine interdisziplinäre Initiative, die zum Ziel hat die Zukunft einer lebenswerten Stadt am Fluss mitzugestalten.
Das Projekt wird im Rahmen der „Nationalen Stadtentwicklungspolitik“ vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) / Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) gefördert und wird
koordiniert durch die Agency Apéro GbR.

 

hallo@neckarinsel.eu
www.neckarinsel.eu
www.instagram.com/neckarinsel_stuttgart

2023 24.07.2023
Film-Workshop mit dem Hölderlin-Gymnasium und Valentin Hennig
Valentin Hennig
Schulen
Vermittlung
24.07.2023

Seit 2019 arbeitet das Künstlerhaus Stuttgart mit dem Hölderlin-Gymnasium zusammen. Nach dem erfolgreichen Modellprojekt im vergangenen Jahr hatten die Schüler*innen des Hölderlin-Gymnasium zum zweiten Mal die Möglichkeit, eigene Filmprojekte und -ideen zu realisieren.
Angeleitet wurde der dreitägige Workshop von dem Künstler und Kunstvermittler Valentin Hennig und fand sowohl im Hölderlin-Gymnasium als auch im Künstlerhaus statt.
Das Ziel des Workshops war es, ein tiefergehendes Verständnis der Mechanismen und Wirkweisen digitaler Narration zu schaffen und die Jugendlichen vom Konsum hin zur kreativen Produktion zu ermutigen.
Idee, Drehbuch, Filmen, Nachbereitung – Alle Schritte des Filme-machens wurden praktiziert.

So wurden den Schüler*innen Wege eröffnet, ungeahnte Talente zu entdecken und eine eigene Bildsprache zu entwickeln.
Die filmischen Ergebnisse werden im Herbst im Künstlerhaus sowie im Hölderlin-Gymnasium öffentlich präsentiert.

Gefördert durch das Programm “Entwicklungstreiber” des Kulturamts Stuttgart.

Foto: Oleg Kauz
Foto: Oleg Kauz
Foto: Oleg Kauz
Foto: Oleg Kauz
Foto: Oleg Kauz
Foto: Oleg Kauz
2023 23.07.2023
Alumnitreffen der Atelierstipendiat*innen
Ateliers
News
23.07.2023

Am 23. Juli 2023 fand das erste vom Künstlerhaus Stuttgart organisierte Alumnitreffen aller ehemaliger und aktueller Stipendiat*innen der letzten 25 Jahre statt.

Ein Kennenlernen und Wiedersehen, begleitet von künstlerischen Beiträgen, und guten Gesprächen.

 

Vielen Dank an alle Stipendiat*innen für den wunderbaren Tag.

 

 

 

Fotos: Jochen Detscher

 

 

Foto: Jochen Detscher
2023 11.07.2023, 19:00 Uhr
Dienstags-Werkstatt XXV: Peter Hauer
Peter Hauer
Buchrelease
Veranstaltung
11.07.2023, 19:00 Uhr

In der 25. Dienstags-Werkstatt präsentiert Peter Hauer seine neue Publikation “Mannerism” im Künstlerhaus Stuttgart. Die Publikation beschäftigt sich mit menschlicher Bewegung als Medium, und dem, was damit ausgedrückt wird, welches Hauer in der Folge als ein kulturelles Produkt behandelt. Frei nach dem Motto “jeder Mensch ist ein Künstler” wird Kunstkritik an unüblichen Beispielen geübt, und im Gegenzug gezeigt, welchen Einfluss die Kunst auf den eigenen Leib hat.

Die Präsentation wird moderiert von Florian Model, der zusammen mit Peter Hauer eine kurze Einführung zum Thema geben und eine Diskussion eröffnen wird.

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Dienstags-Werkstatt

Mit der Dienstags-Werkstatt lädt das Künstlerhaus Künstler:innen oder Kollektive ein, über ihre Arbeitsweisen, Hintergründe und Vorgehensweisen zu sprechen. Wir wollen eine Plattform etablieren, in der sich intensiver zur künstlerischen Praxis ausgetauscht wird und uns so vernetzen, solidarisieren und gegenseitig stärken.

Die Reihe richtet sich an alle Mitglieder des Künstlerhaus Stuttgart, an Künstler:innen aus Stuttgart und Umgebung, oder auf der Durchreise, an alle Kunstvermittler:innen, Kurator:innen, Kulturschaffende usw. und ist offen für alle!

2023 08.07.2023, 19:30 Uhr
The Forced Immigration
Kateryna Surhutanova
Ateliers
Veranstaltung
08.07.2023, 19:30 Uhr
Kuratiert von:
Ein Projekt von Kateryna Surhutanova

Eröffnung: Samstag, 8. Juli 2023, 19:30 Uhr
Sonntag, 9. Juli 2023, 14 – 19:00 Uhr.

 

In dieser Ausstellung wird Kateryna Surhutanova eine Reihe von Werken präsentieren, die sich mit dem Raum auseinandersetzen, und in denen sie folgende Fragen untersucht:
Gibt es einen Unterschied zwischen erzwungener und geplanter Emigration? Was bedeuten die Umstände?
Warum lassen sich Menschen darauf ein? An welchem Punkt wird man zum Transmigranten? Welcher Gedanke
würde helfen, auf dem Höhepunkt des Leidens, dankbar zu bleiben? Was würde es bedeuten, sich nicht selbst oder jene um sich herum zu verletzen?
Einwanderer würden zustimmen, dass man sein ganzes Leben mit einem Gefühl von ethnographischer Einsamkeit leben muss, unabhängig vom Alter oder aus welchem Grund man einwandert. Was passiert, wenn man nicht dorthin gehört, aber auch nicht hierher?

Aber der größte psychische Druck besteht darin, dass man nie wirklich dazugehören wird.

Man befindet sich ständig irgendwo in der Mitte. Wird der Moment kommen, in dem man frei wird von der Angst, etwas zu verlieren und die Erkenntnis einsetzt, dass alles, was man hat, bei einem bleibt, egal wo man ist?

Du “gehörst” nicht mehr irgendwohin. Du gehörst überall hin. Du hast keine Angst, ein Fremder zu sein.

 

 

Kateryna Surhutanova ist eine ukrainische Künstlerin, die vor dem Krieg in ihrem Land geflohen ist und sich in ihrer Arbeit kritisch mit sozialen und kulturellen Themen auseinandersetzt, und zwar durch die Brille der Psychologie, die sie durch die Visualisierung von Ereignissen auf der Leinwand oder an der Wand positioniert, wobei sie den Raum völlig umgestaltet.

Surhutanova war von Mai 2022 bis Juni 2023 Stipendiatin im Künstlerhaus Stuttgart.

Kateryna Surhutanova
2023 07.07.2023
4B – Jahrespublikation 2022 nun im Künstlerhaus erhältlich
News
Publikationen
07.07.2023

Auf der Jahreshauptversammlung im Frühjahr 2022 wurde einem Antrag aus der Mitgliedschaft zugestimmt, eine Publikation des Künstlerhaus Stuttgart ins Leben zu rufen, die das Künstlerhaus in all seinen Facetten präsentiert. Eine Redaktion, bestehend aus den ehrenamtlich tätigen Mitgliedern Alba Frenzel, Jochen Detscher und Ania Corcilius sowie den Mitarbeiterinnen Leonie Klöpfer und Romy Range, hat sich daraufhin gebildet, um dem Mitgliederwunsch zu entsprechen. Für das grafische Konzept und das Layout waren matter of verantwortlich, die bereits die Website des Künstlerhauses gestaltet hatten.

 

4B – so der Titel der Publikation, angelehnt an die Anschrift des Künstlerhauses in der Reuchlinstraße 4b – beschäftigt sich primär mit den künstlerischen Formaten außerhalb des kuratierten Ausstellungsprogramms, da dieses bereits selbst über eine Publikationsreihe verfügt.

 

In dieser Ausgabe des 4B-Magazins finden sich verschiedene Aktivitäten der Atelierstipendiat*innen, der Werkstätten und der Mitglieder-initiierten Veranstaltungen im und über das Künstlerhaus hinaus. Wir berichten über die Dienstags-Werkstätten im letzten Jahr, es gibt Interviews mit dem Werkstattleiter der Audiowerkstatt Niklas Menschik, und mit den zwei ukrainischen Stipendiatinnen Kateryna Surhutanova und Elena Trutieva. Darüberhinaus berichten wir über eine Reihe von Ausstellungen, die von den Atelierstipendiat*innen initiiert wurden. Fernando Munizaga und Matias Bocchio berichten über ihr Werkstattstipendium und Nutzer*innen der Lithografiewerkstatt verabschieden sich sehr persönlich von Michael Wackwitz, der über viele Jahre hinweg die Werkstattleitung der Lithografie innehatte und nun in seine Heimat Dresden zurückkehrt.

 

Zudem nimmt das Thema Vermittlung einen immer größeren Stellenwert im Künstlerhaus ein, so auch in dieser Publikation. Dieses Mal gewähren wir einen Einblick in die Kooperation mit dem Hölderlin-Gymnasium. Außerdem stellen sich zwei unserer Vermittlerinnen vor – Thora Gerstner und Lejla Dendic.

Abschließend verlassen wir auch noch mal das Künstlerhaus und zeigen Projekte der Künstlerinnen und Künstlerhaus-Mitglieder Helen Weber im Haus der Katholischen Kirche sowie Michelin Kober in der Städtischen Galerie Ostfildern, und wir stellen die Projekträume unserer Mitglieder Thora Gerstner und Jan Nicola Angermann vor.
Das künstlerische Supplement in diesem Heft hat die Grafikerin und Künstlerin Florentine Bofinger gestaltet, deren Entwurf von der Redaktion nach einem Open Call in der Mitgliedschaft aus einer Vielzahl von Einreichungen ausgewählt wurde.

 

Wir möchten uns herzlich bedanken bei allen beitragenden Autor*innen, und Fotograf*innen, bei dem fantastischen Grafikbüro matter of für die großartige Zusammenarbeit, bei Florentine Bofinger für die Gestaltung des Inlays (ein kleines Highlight) und natürlich bei der Redaktion, die ehrenamtlich mit sehr viel Engagement und noch mehr Arbeit diese Ausgabe ermöglicht hat. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt für die Künstlerhaus-Gemeinschaft.

 

Jetzt im Künstlerhaus Stuttgart zur Abholung erhältlich – Mitglieder: 3 € / Nicht-Mitglieder: 8 €

Foto: Jochen Detscher
Foto: Jochen Detscher
Foto: Jochen Detscher
Foto: Jochen Detscher
Foto: Jochen Detscher
Foto: Jochen Detscher
Foto: Jochen Detscher
2023 04.07.2023, 19:00 Uhr
Viertes Organ zu Gast bei Oberwelt e.V.
Mitgliedschaft
Veranstaltung
04.07.2023, 19:00 Uhr

 

Nach dem Auftakt der Gesprächsreihe „Kunstverein(e) der Zukunft“ im Künstlerhaus und Besuchen im Böblinger Kunstverein und im Kunstraum34 in Stuttgart werden wir am 04. Juli bei Oberwelt e.V. in Stuttgart zu Gast sein. Wie bei den vorangegangenen Gelegenheiten werden wir wieder mit zahlreichen Gästen und Vertreter:innen verschiedener Kunstvereine über Probleme und Herausforderungen diskutieren, die sich einigen etablierten Kunstvereinen stellen. Strukturen, Prozesse, Ideen und Themen, die oft über Jahre und Jahrzehnte entstanden sind, müssen hinterfragt, weiterentwickelt und womöglich neu erfunden werden, um auch in Zukunft erfolgreich künstlerisch engagierte Vereinsarbeit machen zu können. Die Vertreter:innen der verschiedenen Kunstvereine berichten in der Runde von ihren eigenen konkreten Erfahrungen, Problemen und Lösungsansätzen. Anhand der unterschiedlichen Perspektiven und Kontexte ergibt sich so ein offenes, vielfältiges und für alle Beteiligten fruchtbares Gespräch.

Eingeladen zu dem Treffen sind auch der Kunstverein Neuhausen, der Kunstverein Böblingen, der Kunstraum34, das Künstlerhaus Stuttgart, anorak und der Kunstverein Nürtingen.

 

Oberwelt e.V.

Reinsburgstr. 93, 70197 Stuttgart
www.oberwelt.de

2023 03.07.2023, 19:00 Uhr
Mit Essen spielen II: Material erkunden
anima ona
Veranstaltung
03.07.2023, 19:00 Uhr
Eine Kooperation zwischen dem Restaurant „Im Künstlerhaus“ und dem Künstlerhaus Stuttgart

Mit der Veranstaltungsreihe „Mit Essen spielen“ wagen wir ein Experiment. An drei Abenden schlagen wir in diesem Jahr eine Brücke zwischen Küche und Kunst und sprechen von der ersten Idee bis zur Präsentation auf dem Teller. Zusammen mit einem Künstler, einer Künstlerin oder einem Kollektiv überlegen wir, wie sich dieser Prozess künstlerisch übersetzen lässt. Wie lassen sich Aromen, Ästhetik, Farbe und Geschmack kulinarisch und künstlerisch miteinander verbinden?

Im ersten Teil war der Künstler Lennart Cleemann unser Gast. Für den zweiten Teil der Reihe zum Thema “Material erkunden” laden wir das multidisziplinäre Studio anima ona, bestehend aus Freia Achenbach und June Fàbregas, ein, die seit Mai 2023 Stipendiat*innen des Künstlerhauses sind.

 

Hinter einem fertigen Produkt steht oft ein langer Prozess des Experimentierens mit verschiedenen Materialien und Werkzeugen. Experimente mit dem Material hinsichtlich ihrer Verformbarkeit, ihres Gebrauchs und der Herstellungs- und Verarbeitungsweise finden sowohl in der Küche des Restaurants ‚Im Künstlerhaus” als auch in der Arbeit von anima ona statt. Das Duo bewegt sich mit seiner Praxis an der Grenze zwischen Design, Forschung und Kunst und beschäftigt sich mit Möglichkeiten der Wiederverwendung des Materials, der sie durch experimentelle Herangehensweisen und der Auseinandersetzung der kulturellen Bedeutung von Objekten nachkommen. Wie sie diese Praxis an diesem Abend sicht- und erlebbar machen, wird sich erst zeigen.

 

Der Abend beginnt mit einem 3-Gänge-Menü (vegan), inkl. aller Getränke. Anschließend findet eine Diskussion zwischen Sebastian Werning, Konstantin Kuld und anima ona statt, bevor der Abend dann in lockerem Gespräch mit allen Gästen ausklingt.

 

Speisen und Getränke werden vom Restaurant zum Selbstkostenpreis angeboten. Die Teilnahmekosten belaufen sich auf

49,00 EUR für Mitglieder bzw.
69,00 EUR für Nicht-Mitglieder.

 

Um die weitere Planung vornehmen zu können, ist eine verbindliche Anmeldung bis zum 30. Juni 2023 unter rr@kuenstlerhaus.de notwendig.

 

Der dritte Teil dieser Serie wird sich im Oktober mit dem Thema Präsentation befassen. Genauere Informationen erhalten Sie dazu im September 2023.

anima ona, Brot, 2019
Foto: anima ona
Foto: anima ona
Foto: anima ona
Foto: anima ona
2023 30.06.2023, 19:00 Uhr
243 – Ohne Maske
Lambert Mousseka
Ateliers
Veranstaltung
30.06.2023, 19:00 Uhr
Kuratiert von:
Ein Projekt des Atelierstipendiaten Lambert Mousseka

Das erste Kapitel einer Ausstellungsreihe des Atelierstipendiaten Lambert Mousseka

 

Eröffnung: Freitag, 30. Juni 2023, 19 Uhr

auf der Atelieretage (3. OG) des Künstlerhaus Stuttgart

 

Lambert Mousseka wird auf der Atelieretage des Künstlerhauses eine Reihe Masken und Formen aus Keramik und Malereien präsentieren. Diese verweisen auf die Haltung und das Befreiungsgefühl der Kunst als einen Raum für Freiheit.
Dabei spielt das Datum der Eröffnung eine symbolische Rolle. Denn am 30. Juni 1960 wurde Lumumbas Unabhängigkeitserklärung für die Demokratische Republik Kongo beschlossen und damit das Ende der Diktatur eingeleitet.
Der Titel der Ausstellung spielt auf die Telefonvorwahl der D. R. Kongos an.

Die Ausstellungsreihe Kinoisserie, Briller et s’Envoler / Leuchten und Abheben fokussiert sich auf den Anfang der Sapologie.
Sapologie ist die Philosophie der SAPE, einer Société des Artistes et de personnes Elégantes (Gesellschaft für Künstler*innen und eleganter Personen).

2023 24.06.–25.06.2023
Öffentliches Programm mit Rechtsberatung und Legal Café
Führung
Veranstaltung
Vermittlung
Vortrag
24.06.–25.06.2023

Wir laden Sie herzlich ein, am zweitägigen öffentlichen Programm im Rahmen der Ausstellung Ex gratia von Niloufar Emamifar teilzunehmen.

 

Wenn Künstler*innen, die mit Schwierigkeiten bei der grenzüberschreitenden Migration konfrontiert sind, von Kunstinstitutionen unter Vertrag genommen werden,  geschieht dies allzu oft auf einer individuellen Fall-zu-Fall-Basis. Den Künstler*innen werden dabei meist keine transparenten Richtlinien, einheitliche Strategien oder schützende Standards seitens der Institution geboten. Diese öffentliche Programmreihe im Künstlerhaus Stuttgart ist eine Antwort auf das allgegenwärtige Problem, dass die rechtlich-wirtschaftlichen Ressourcen für Künstler*innen mit Visum, Migrant*innen, Vertriebene, Asylsuchende und Flüchtlinge unzureichend und unzugänglich sind.

 

Das Programm findet auf der vierten Etage des Künstlerhauses Stuttgart statt.

 

 

Samstag, 24. Juni 2023 (15 – 17 Uhr)

 

Die Einwanderungsanwält*innen Nora Ebeling und Viktor Riad haben für das Künstlerhaus Stuttgart eine Reihe von praktikablen Richtlinien für die Projektarbeit mit Künstler*innen mit Visum, Migrant*innen, Vertriebenen, Asylsuchenden und Flüchtlingen ausgearbeitet. Der Rechtsbeistand wird diese konkreten, praktikablen Richtlinien vorstellen und anschließend eine offene Diskussion führen. Bitte beachten Sie, dass die Präsentation der Leitlinien in deutscher Sprache erfolgt, während die offene Diskussion sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch stattfinden wird.

 

Nora Ebeling ist Rechtsanwältin mit dem Schwerpunkt Migrationsrecht im Haus der Demokratie und Menschenrechte in Berlin.

 

Viktor Riad in Rechtsanwalt in Berlin und gründete eine Kanzlei mit den Schwerpunkten Migrationsrecht, Durchsetzung der Rechte von Flüchtlingen und aufenthaltsrechtliche Verfahren für international tätige Künstler*innen.

 

Sonntag, 25. Juni 2023 (13 – 15 Uhr)

 

Informationsveranstaltung und Workshop mit Vertreter*innen von Legal Café.

 

Das Legal Café Stuttgart ist ein selbstorganisiertes Projekt, das regelmäßig einen Raum zur Verfügung stellt, in dem Menschen Kaffee oder Tee trinken können, und gleichzeitig eine kostenlose Beratung für Einzelpersonen und Gruppen anbietet, die Rat in Bezug auf Racial Profiling, Asylverfahren und/oder Diskriminierung im Allgemeinen suchen. Die meisten Berater*innen im Legal Café kommen aus Gemeinschaften mit einer Flucht- und Migrationsgeschichte. Der Schwerpunkt liegt auf dem Empowerment und der Teilung der Macht von Gemeinschaften. Die Berater*innen von Legal Café werden in Workshops/Seminaren von juristischen und psychologischen Fachkräften sowie Expert*innen aus den Bereichen Sozialarbeit und diskriminierungskritische Arbeit geschult, wobei verschiedene Gruppen/Personen an der Organisation beteiligt sind, die unterschiedliche Perspektiven einbringen.

 

Sonntag, 25. Juni 2023 (15 – 16 Uhr)

 

Eric Golo Stone, künstlerischer Leiter, und Juliane Gebhardt, kuratorische Assistentin, führen in deutscher und englischer Sprache durch die Ausstellung Niloufar Emamifar: Ex gratia.

 

Samstag, 24. Juni 2023 (15 – 17 Uhr) und Sonntag, 25. Juni 2023 (13 – 16 Uhr)

 

Die Kunstvermittlerinnen des Künstlerhauses Stuttgart, Thora Gerstner und Ludgi Porto, sprechen im Rahmen des öffentlichen Programms mit den Mitwirkenden und dem Publikum.

 

 

Weitere Informationen finden Sie im Begleitheft zur Ausstellung.

 

Realisiert mit großzügiger Förderung der Stiftung Kunstfonds NEUSTART KULTUR und des Institut für Auslandsbeziehungen. Darüberhinaus wurde dieses Projekt in Form eines Residenzstipendiums durch Callie’s, Berlin, unterstützt.

Niloufar Emamifar, 2023. Foto: Frank Kleinbach. Bildbeschreibung: Man sieht die Frontalansicht einer großen grünen Bühne, die in einem Winkel von fünfundvierzig Grad nach unten gerichtet ist. Die Bühne ruht auf zwei langen schwarzen Metallschienen, die an gegenüberliegenden weißen Säulen in einer großen Ausstellungsgalerie angebracht sind. Hinter der Bühne fällt natürliches Außenlicht durch große Industriefenster.
2023 13.06.2023, 19:00 Uhr
Dienstagswerkstatt XXIV: Projektraum kunst [ ] klima
Barbara Karsch-Chaïeb, Caro Krebietke
Gespräch
Veranstaltung
13.06.2023, 19:00 Uhr

Bei der 24. Dienstags-Werkstatt stellt sich der Projektraum kunst [ ] klima, stellvertretend durch Barbara Karsch-Chaïeb und Caro Krebietke, vor. Der Projektraum wurde 2021 von Barbara Karsch-Chaïeb gegründet und seit März 2023 ist Caro Krebietke daran beteiligt.

 

Der Projektraum kunst [ ] klima ist der erste Kunst-Raum in Stuttgart, der ausschließlich Ausstellungen zum Thema Klimawandel und Nachhaltigkeit zeigt.

Die Klammer zwischen den Begriffen Kunst und Klima ist mit einer Leerstelle versehen, die einen möglichen Raum für Kommunikation eröffnet und eine Verbindung schafft. Die Leerstelle bewahrt Offenheit und Flexibilität.

Es werden Einzelausstellungen mit Werken von Künstler:innen aus unterschiedlichen Sparten gezeigt. Im Zentrum steht der Bezug zu vorwiegend wissenschaftlichen Themen wie Klima, Wetter, Klimawandel, Energiewende, Pflanzen, Wasser, Erde, Erdgeschichte, Biologie, Biochemie, Chemie, künstliche Intelligenz.
Der Schwerpunkt einer Ausstellung liegt weitgehend auf der inhaltlichen Ebene eines gezeigten Werks und seiner Vermittlung.

Außerdem werden ergänzend zu den ausgestellten Themen Vortragende eingeladen.

 

Barbara Karsch-Chaïeb wird bei der Dienstags-Werkstatt über die Entwicklung und die Ausstellungsprojekte von kunst [ ] klima seit der Gründung 2021 berichten. Außerdem wird sie einen Ausblick auf künftige Vorhaben und Ideen zur Nachhaltigkeit und zur Vernetzung mit anderen Stuttgarter Kulturinstitutionen geben.

 

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Dienstags-Werkstatt

Mit der Dienstags-Werkstatt lädt das Künstlerhaus Künstler:innen oder Kollektive ein, über ihre Arbeitsweisen, Hintergründe und Vorgehensweisen zu sprechen. Wir wollen eine Plattform etablieren, in der sich intensiver zur künstlerischen Praxis ausgetauscht wird und uns so vernetzen, solidarisieren und gegenseitig stärken.

Die Reihe richtet sich an alle Mitglieder des Künstlerhaus Stuttgart, an Künstler:innen aus Stuttgart und Umgebung, oder auf der Durchreise, an alle Kunstvermittler:innen, Kurator:innen, Kulturschaffende usw. und ist offen für alle!

Benjamin Miller, blühen, im Projektraum kunst [ ] klima
Benjamin Miller, blühen, im Projektraum kunst [ ] klima
2023 04.06.2023, 19:00 Uhr
Viertes Organ
Mitgliedschaft
Veranstaltung
04.06.2023, 19:00 Uhr

In dem Treffen informiert der Beirat über den aktuellen Bewerbungsstand für die nächste Künstlerische Leitung sowie deren Auswahlprozess. Alle Mitglieder sind herzlich eingeladen, Ihr Feedback mit dem Beirat zu teilen

Wir bitten um Verständnis, dass keine Einzelheiten zu den Bewerbungen bekanntgegeben werden können.

2023 15.05.2023, 20:00 Uhr
Lesung „Hinter der Scham versteckt“ mit Eva Müller und Slata Roschal
Festival
Gespräch
Veranstaltung
15.05.2023, 20:00 Uhr
im Rahmen des Literaturfestivals Stuttgart „Schreiben, während die Welt geschieht“
Kuratiert von:
Lena Gorelik

Am 15. Mai um 20 Uhr findet die Lesung „Hinter der Scham versteckt“ mit Eva Müller und Slata Roschal im Rahmen des ersten Literaturfestival Stuttgart „Schreiben, währen die Welt geschieht“ im Künstlerhaus statt. Die Lesung wird moderiert von Carolin Callies.

Tickets erhalten Sie hier

 

Slata Roschal hat mit 153 formen des nichtseins ein schonungsloses Romandebüt in Form einer Prosa-Collage voll bissigem Humor und sezierenden Alltags- wie Selbstbeobachtungen vorgelegt. Darin erzählt sie von Identität, Migration, Weiblichkeit und dem Leben an den Rändern der Gesellschaft.

Sie trifft auf Eva Müller, die in ihrer autofiktionalen Graphic Novel Scheiblettenkind die Geschichte ihrer Familie mit originellem wie eigensinnigem Strich erzählt: das Aufwachsen in Armut, in einem Umfeld abseits akademischer Bildung, begleitet von sozialer Scham und schließlich in eine Emanzipation als Künstlerin mündend.

 

Zwei Autorinnen im Gespräch, die Lebensumstände beschreiben, die gerne versteckt und vergessen werden.

 

Alle weiteren Veranstaltungen und Infos zum Literaturfestival Stuttgart auf www.stuttgart.de/literaturfestival.

 

Vom 11. bis zum 21. Mai 2023 findet in Stuttgart erstmals das Literaturfestival Stuttgart statt. Es wird vom Kulturamt der Landeshauptstadt Stuttgart in Kooperation mit dem Literaturhaus Stuttgart unter Einbeziehung der Stuttgarter Literatur‐ und Kulturakteur*innen ausgerichtet.

In der ersten Ausgabe präsentiert das Literatur Festival an elf Tagen Literatur in einer breiten Vielfalt von Prosa über Lyrik bis hin zu Graphic Novel. Kuratiert wird das Festival unter dem Titel „Schreiben, während die Welt geschieht“ von der Schriftstellerin Lena Gorelik.

Eva Müller, ©Thorsten Wagner
Slata Roschal, ©Ammy Berent
2023 09.05.2023, 19:00 Uhr
Dienstagswerkstatt XXIII: Anna Gohmert "Family business"
Anna Gohmert
Gespräch
Veranstaltung
09.05.2023, 19:00 Uhr

Anna Gohmert interessiert es, eine Formsprache für Intimität zu finden, ohne dass das Persönliche theoretisiert wird und die Zärtlichkeit oder Rohheit des Privaten verloren geht.
In ihren Arbeiten geht es um soziale Gerechtigkeit, Herausforderungen gesundheitlicher Natur, Generationskonflikte und den Umgang mit Selbstwirksamkeit und Ohnmacht.
Sie ordnet ihre künstlerische Praxis der Gattung der Autofiktion zu und begibt sich in persönliche Gespräche, um tiefer in die Materie einzutauchen. Diese unterschiedlichen Aspekte, womit sowohl individuelle Erfahrungsräume als auch wissenschaftliche Erkenntnisse gemeint sind, bringt sie mit heterogenen Medien als Rauminstallation zusammen.
Trotz der verschiedenen Quellen, Materialien & Personen wird die Arbeit zusammengehalten von einem un-/sichtbaren Text, der aus ihrer Feder stammt.

 

Anna Gohmert wird in der Dienstags-Werkstatt die aktuellen Arbeiten vorstellen, die im Rahmen der Ausstellung Gescheite(rte) Familienplanung entstanden sind, wie auch einen Einblick in die kommende Ausstellung Das ist (ja) voll mein Ding geben.

In beiden Werkgruppen spielt Partizipation und Zugänglichkeit eine Rolle.

 

Der Fokus wird an diesem Abend auf Zugänglichkeit von Kunst und Kultur liegen. Gohmert berichtet von ihren Erfahrungen, wie kostspielig aber auch bereichernd es ist, dem eigenen Kunstwerk die Frage zu stellen, ob es barrierearm zugänglich ist und wie man es in ein barrierearmes Format übersetzen kann.

 

 

Mehr Informationen unter:

annagohmert.de

IG: @annagohmert

 

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Dienstags-Werkstatt

 

Mit der Dienstags-Werkstatt lädt das Künstlerhaus Künstler:innen oder Kollektive ein, über ihre Arbeitsweisen, Hintergründe und Vorgehensweisen zu sprechen. Wir wollen eine Plattform etablieren, in der sich intensiver zur künstlerischen Praxis ausgetauscht wird und uns so vernetzen, solidarisieren und gegenseitig stärken.

Die Reihe richtet sich an alle Mitglieder des Künstlerhaus Stuttgart, an Künstler:innen aus Stuttgart und Umgebung, oder auf der Durchreise, an alle Kunstvermittler:innen, Kurator:innen, Kulturschaffende usw. und ist offen für alle!

Foto: Dominique Brewing © VG Bildkunst Anna Gohmert 2023
2023 06.05.–10.09.2023
Niloufar Emamifar: Ex gratia
Niloufar Emamifar
Ausstellung
06.05.–10.09.2023
Ausstellungseröffnung:
Sa, 06.05.2023
19:00 Uhr
Workshop mit Nora Ebeling, Rechtsanwältin:
Sa, 24.06.2023
15:00 Uhr
Workshop mit Legal Café:
So, 25.06.2023
13:00 Uhr
Öffentliche Führung mit Eric Golo Stone:
So, 25.06.2023
15:00 Uhr
Kuratiert von:
Eric Golo Stone

In ihrer ersten Ausstellung in Deutschland präsentiert Niloufar Emamifar in den beiden Hauptausstellungsräumen des Künstlerhaus Stuttgart neu produzierte Arbeiten. Ausgehend von ihrem Architekturstudium beschäftigt sich Emamifar kontinuierlich mit den psychosozialen Dynamiken des gebauten Raums. Auf dieser Basis legt ihre Ausstellung EX GRATIA den Fokus auf die ortsspezifische strukturelle Kapazität, die erforderlich ist, um den Bedürfnissen gelebter Beziehungen nachzukommen. Die Betonung materieller Bedingungen — das Insistieren auf operative Strukturen — bei der Betrachtung zwischenmenschlichen Erlebens ist ein zentraler Aspekt in Emamifars fortlaufender Auseinandersetzung mit dem Ausstellungswesen. Ihre Arbeit untersucht die ursächlichen (kausativen) Beziehungen zwischen Ort, Situation und Subjektivität. Emamifar geht davon aus, dass Lebewesen nicht festgelegt, sondern extrem durchlässig und dadurch anfällig für die konstruierten Systeme sind, die sie im Moment besetzen und verkörpern. Die Ausstellung der Künstlerin am Künstlerhaus Stuttgart ist auf diese Verletzlichkeit eingestimmt — die Künstlerin nimmt die Expositionsarbeit innerhalb der sie umgebenden Umstände auf sich und würdigt dabei gleichzeitig, dass individuelle Erfahrung letztlich nicht von den unterdrückenden strukturellen Realitäten getrennt werden kann, denen so viele Menschen ausgesetzt sind. Aufgrund der Produktionsbedingungen von EX GRATIA, mit denen Emamifar konfrontiert war, hat die Künstlerin die Anstrengung unternommen, dauerhafte Strukturen zu entwickeln, die von zukünftigen Künstler*innen bei deren Arbeit mit dem Künstlerhaus Stuttgart und anderen Institutionen im Kunstbereich in Deutschland angewendet werden können.

 

Als Emamifar mit der Produktion einer Ausstellung am Künstlerhaus Stuttgart (KHS) beauftragt wurde, wurde deutlich, dass das KHS nicht über die notwendige rechtliche und wirtschaftliche Infrastruktur verfügte, um für Künstler*innen, die ein Visum benötigen, die Migrant*innen sind, die vertrieben wurden oder die einen Geflüchteten-Status innehaben zugänglich zu sein. Unterstützung in Form von Rechtsberatung, jährlichen zweckgebundenen Geldern oder Weiterbildungsangeboten für Beschäftigte gab es an dieser fünfundvierzig Jahre alten Institution noch nicht. Wie viele Kunstinstitutionen in Deutschland und darüber hinaus, nimmt sich das KHS Künstler*innen, die bei der grenzüberschreitenden Migration mit Hürden konfrontiert sind, fallweise an — ohne institutionelle Richtlinien, Protokolle oder Verfahrensweisen, die entsprechend der Bundesgesetzgebung entwickelt und etabliert wurden. Als Reaktion auf die systemischen Unzulänglichkeiten und unzureichend ausgestattete Infrastruktur des KHS hat Emamifar einen Teil ihres Ausstellungsbudgets für eine Rechtsberatung aufgewendet. So konnten eine juristische Machbarkeitsstudie und praktikable Leitlinien für das KHS erarbeitet werden, um das KHS für die Arbeit mit Künstler*innen, die ein Visum benötigen, die Migrant*innen sind, die vertrieben wurden oder die einen Geflüchteten-Status innehaben auszustatten.

 

Anstatt einen individuellen Arbeitsvertrag zu entwerfen, beauftragte Emamifar die Rechtsberatung mit der Herstellung einer gemeinsamen Richtlinie, die innerhalb der gesamten Institution in allen zukünftigen Fällen angewandt und umgesetzt werden kann, in denen das KHS Künstler*innen mit der Arbeit an einer Ausstellung, einem Programm oder einer anderweitigen befristeten Beschäftigung in Stuttgart beauftragt. Die Rechtsberatung hat dieses nun vorgeschlagene Rahmenwerk in Modulen organisiert. Diese Module antizipieren bestimmte Fälle, in denen Künstler*innen vom KHS beauftragt werden, und fokussieren sich auf Projektarbeit eher denn auf Vollzeit-Anstellungsverhältnisse. Personen, die für die Wahrung von Rechtsansprüchen eintreten, erkennen sowohl an, dass bei der landesspezifischen Rechtsprechung jeder Fall situationsspezifisch argumentiert und entschieden werden muss als auch, dass gewisse Standards zur Regelung und zum Schutz notwendig sind. Es ist gemeinhin bekannt, dass und wie bestimmte Lehrmeinungen individuelle Rechte häufig zu Lasten kollektiver Kämpfe für systemischen Wandel kodifizieren, legitimieren und durchsetzen. Um Anstellungsverfahren gerecht zu gestalten, werden vermehrt transparente Standards gefordert, anstatt Verträge von Arbeitnehmer*innen fallweise zu bearbeiten. Denn das reduziert häufig Bemühungen gegen strukturelle Unterdrückung auf isolierte, individuelle Beschwerden und Wiedergutmachungen. Indem sie mit potenziellen Governance-Vereinbarungen und Rechtshilfe-Infrastrukturen arbeitet, beschäftigt sich Emamifar in ihrer Ausstellung mit dem Recht als einem größtenteils unzugänglichen System. Ein System , das durch die fortdauernden Geschichten des Einwanderungs-, Armuts- und Arbeitsrechts geprägt wurde genauso wie von weiteren Verfechter*innen, die für seine bessere Zugänglichkeit kämpfen, und durch die Durchsetzung von Rechten innerhalb einer Rechtsordnung, die allzu oft das kodifiziert, was die vorherrschende Wirtschaftsmacht als gerecht festgelegt hat. Und das Recht ist selbstverständlich kein neutraler Verhaltensrahmen. Es wird definiert.

 

Auch wenn Emamifar sich für eine effektive Neudefinition grundlegender und unterliegender Strukturen einsetzt, ist sie gegenüber der Rolle von Künstler*innen als Kurzzeit-Honorarkräfte, die sich für die Kapazitätsstärkung und damit langfristige Weiterentwicklung einer Kunstinstitution einsetzen, ambivalent. Es besteht eine reale Gefahr für Künstler*innen, wenn sie bei projektbezogener Arbeit auf die Governance-Strukturen einer Institution einwirken. Künstler*innen werden häufig die Finanzmittel gekürzt, sie werden ausgeschlossen oder fallen gelassen, wenn sie in dem Versuch, in die institutionellen Verwaltungsstrukturen einzugreifen, über die von ihnen erwartete Rolle hinausgehen. Dieses Risiko ist der Grund, weshalb Emamifar zentrale Kooperationspartner*innen — eine Rechtsberatung — hinzugezogen hat, die bei der Auseinandersetzung mit den strukturellen Gegebenheiten der Institution eine tragende Rolle hinter den Kulissen genauso wie öffentlicher Form eingenommen haben. Emamifars Ausstellung umfasst eine Bühnenkonstruktion, auf der die Rechtsberatungsvertreterin Nora Ebeling die rechtlichen und wirtschaftlichen Verfahrensrichtlinien, die das KHS bei der Beauftragung von Künstler*innen, die ein Visum benötigen, die Migrant*innen sind, die vertrieben wurden oder die einen Geflüchteten-Status innehaben anwenden kann, öffentlich präsentieren wird. Die Entscheidung von Emamifar, eine Plattform für die öffentliche Präsentation Ebelings dieser vorgeschlagenen rechtlichen und wirtschaftlichen Infrastruktur zu schaffen, beruht auf zentralen Fragen der Repräsentation, mit denen sich die Künstlerin befasst: Welche Risiken entstehen durch Sichtbarkeit und „platforming“ — die materielle Infrastruktur und Ressourcen, die für den Raum und Fokus auf marginalisierte Stimmen bereitgestellt werden –, wenn es um die wahrheitsgemäße Darstellung gelebter politischer Realitäten geht? Was bedeutet es für Emamifar, Ebeling mit der öffentlichen Expositions- und Weiterbildungsarbeit zu beauftragen, und dabei das Publikum mit den strukturellen Erfordernissen für Visumantragsteller*innen, Migrant*innen, Vertriebene und Personen mit Geflüchteten-Status zu konfrontieren? In welchem Maße wird dieses rechtliche und wirtschaftliche Rahmenwerk einer internen sowie gleichzeitig einer außenwirksamen Policy dienen und alltägliche Erwägungen anbieten, die sowohl KHS-spezifisch sind als auch reproduzierbare Modelle für institutionelle Verhaltensweisen nahelegen, die ungerechte, ausschließende und diskriminierende Einstellungsverfahren, wie sie im gesamten Kunstbereich verbreitet sind, herausfordern?

 

Der Titel von Emamifars Ausstellung, EX GRATIA, bezieht sich auf einen Begriff aus dem Rechtskontext und meint eine Zahlung, die nicht aus einer rechtlichen Pflicht, sondern aufgrund begründeter Umstände geleistet wird. Es ist eine Art rechtlich anerkanntes Standardverfahren, das nicht festgelegt oder vorgeschrieben ist. Im Deutschen auch als Kulanz bekannt, ist es ein außerhalb rechtlicher Kategorien relevantes Entgegenkommen.. Ex gratia-Zahlungen sind moralisch begründet und gesetzlich nicht erforderlich — das heißt sie sind oft ein Regressmittel, das strenger ist als das gesetzlich vorgeschriebene. Emamifars Ausstellung umfasst eine vollständig ausgefertigte Vereinbarung zwischen der Künstlerin und dem KHS zur Lagerung von Materialien, die der Künstlerin gehören, in mehreren Bankschließfächern im vierten Stock des KHS — und zwar solange das KHS seine aktuellen Räume in der Reuchlinstraße mietet. Eine zentrale Klausel dieser Vereinbarung ist, dass Emamifar eine Person bevollmächtigen kann, Zugang zu den Bankschließfächern zu erhalten, die die Künstlerin zur Verfügung gestellt hat. Sollte die Künstlerin einer Person die Vollmacht und damit Zugriff zu den Bankschließfächern erteilen, gelten alle Bedingungen der Vereinbarung genauso für die bevollmächtigte Person wie für die Künstlerin. Diese Vereinbarung ist im Ausstellungsbegleitheft enthalten.

 

 

Programm

 

06.05.2023 (19 Uhr)

Ausstellungseröffnung

 

24.06.2023 (15-17 Uhr)

Nora Ebeling, Rechtsanwältin, öffentlicher Vortrag und Workshop im Künstlerhaus Stuttgart

 

25.06.2023 (13-15 Uhr)

Informationsveranstaltung und Workshop mit Vertreter*innen von Legal Café

 

25.06.2023 (15-16 Uhr)

Öffentliche Führung durch die Ausstellung mit Eric Golo Stone, Künstlerischer Leiter des Künstlerhaus Stuttgart

 

 

Realisiert mit großzügiger Förderung der Stiftung Kunstfonds NEUSTART KULTUR und des Institut für Auslandsbeziehungen. Darüberhinaus wurde dieses Projekt in Form eines Residenzstipendiums durch Callie’s, Berlin, unterstützt.

Bildnachweis: Niloufar Emamifar, 2023. Bildbeschreibung: Man sieht ein körniges Bild des Hinterkopfes einer Frau mit schwarzem, gewelltem Haar, das ihr bis zur Schulter reicht. Die Hand dieser Frau mit rot lackierten Fingern hält einen Stift mit roter Kappe, und ihre Hand ist ausgestreckt und tippt auf einer Rechenmaschine, die zum Auszählen von Stimmzetteln verwendet wird.
Niloufar Emamifar, Retractable Stage, 2023. Installation verschiedener Materialien. Foto: Jan Hottmann.
Niloufar Emamifar, Retractable Stage, 2023. Installation verschiedener Materialien. Foto: Jan Hottmann.
Niloufar Emamifar, Retractable Stage, 2023. Installation verschiedener Materialien. Foto: Jan Hottmann.
Niloufar Emamifar, Retractable Stage, 2023. Installation verschiedener Materialien. Foto: Frank Kleinbach.
Niloufar Emamifar, Retractable Stage, 2023. Installation verschiedener Materialien. Foto: Frank Kleinbach.
Niloufar Emamifar, Retractable Stage, 2023. Installation verschiedener Materialien. Foto: Frank Kleinbach.
Niloufar Emamifar, Retractable Stage, 2023. Installation verschiedener Materialien. Foto: Frank Kleinbach.
Niloufar Emamifar, Retractable Stage, 2023. Installation verschiedener Materialien. Foto: Frank Kleinbach.
Niloufar Emamifar, Retractable Stage, 2023. Installation verschiedener Materialien. Foto: Frank Kleinbach.
Niloufar Emamifar, Retractable Stage, 2023. Installation verschiedener Materialien. Photo: Frank Kleinbach.
Niloufar Emamifar, Oh Lovers, I Know Not What I Am, 2023. 1-Kanal-Video mit Sound (15 Sekunden Loop). Foto: Frank Kleinbach.
Niloufar Emamifar, Oh Lovers, I Know Not What I Am, 2023. 1-Kanal-Video mit Sound (15 Sekunden Loop). Video stil.
Niloufar Emamifar, Retractable Stage, 2023. Installation verschiedener Materialien. Foto: Patricia Paryz.
Niloufar Emamifar, Retractable Stage, 2023. Installation verschiedener Materialien. Foto: Patricia Paryz.
Niloufar Emamifar, Driving Lessons, 2023. 1-Kanal-Video mit Ton (12 Minuten). Foto: Frank Kleinbach.
Niloufar Emamifar, Driving Lessons, 2023. 1-Kanal-Video mit Ton (12 Minuten). Foto: Frank Kleinbach.
Niloufar Emamifar, Driving Lessons, 2023. 1-Kanal-Video mit Ton (12 Minuten). Video stil.
Niloufar Emamifar, Safe, 2023. Installation verschiedener Materialien. Foto: Frank Kleinbach.
Niloufar Emamifar, Safe, 2023. Installation verschiedener Materialien. Foto: Frank Kleinbach.
Niloufar Emamifar, Safe, 2023. Installation verschiedener Materialien. Foto: Frank Kleinbach.
Niloufar Emamifar, Safe, 2023. Installation verschiedener Materialien. Foto: Frank Kleinbach.
Niloufar Emamifar, Ex Gratia, 2023.
2023 04.05.2023, 19:00 Uhr
Viertes Organ
Mitgliedschaft
Veranstaltung
04.05.2023, 19:00 Uhr

Am 4. Mai findet das nächste Treffen des Vierten Organs statt.

Bei diesem Treffen gibt es keinen dedizierten Themenschwerpunkt, sondern wir finden uns bei ein paar Getränken zu einem lockeren Austausch zusammen.
Treffpunkt ist im Künstlerhaus im 2. Stock um 19 Uhr.

2023 28.04.2023, 18:30 Uhr
Afraid to own a body
Lena Meinhardt und Eva Dörr
Ateliers
Veranstaltung
28.04.2023, 18:30 Uhr

 

“Afraid to own a body“ ist eine elektroakustische 8-Kanal-Komposition, die sich musikalisch mit Stimme im Kontext von Machine Learning auseinandersetzt.

Uraufführung im Kunstmuseum Stuttgart im Rahmen der Langen Nacht der Übergänge

 

I am afraid to own a Body—
I am afraid to own a Soul—
Profound—precarious Property—
Possession, not optional—

Double Estate—entailed at pleasure
Upon an unsuspecting Heir—
Duke in a moment of Deathlessness
And God, for a Frontier.
(Emily Dickinson, ca 1866)

 

 

Neue Welten
18.30 Uhr, Kunstmuseum Stuttgart

Tickets und Programm

In der Spange:
Iannis Xenakis (1922 – 2001): Rebonds A für Percussion solo (1987 – 89)

Percussion Marc Strobel

Einführung in die Ausstellung SHIFT. KI und eine zukünftige Gemeinschaft

 

Afraid to own a body, Uraufführung
Elektroakustische Komposition von Lena Meinhardt und Eva Dörr

 

Besuch der Ausstellung SHIFT. KI und eine zukünftige Gemeinschaft

2023 27.04.–29.04.2023
Sleep Over #5: Wilma Wunte & Waltan Wuntar
Lennart & Susanne Cleemann
Ateliers
Veranstaltung
27.04.–29.04.2023
Eröffnung:
Mi, 26.04.2023
18:00 Uhr
Kuratiert von:
Lennart & Susanne Cleemann

Gewalt erkunden
mit Mutti
Tutti Frutti
arriba di mare
en el coche
del norte
Olé!

 

 

Gewalt (von althochdeutsch waltan „stark sein, beherrschen“)
Wunde (von althochdeutsch wunte „Wunde“, „Schlag“, „Verletzung“, wie lateinisch vulnus von indogermanisch wen, „leiden“; auch altgriechisch τραῦμα „Trauma“)
Wilma (altniederdeutsch und althochdeutsch, weibliche Form von Wilhelm (willio/willo=der Wille; helm=der Helm, der Schutz))
Wunder (althochdeutsch wuntar)

 

Eröffnung: 26. April 2023, 18 Uhr

27. bis 29. April 2023, jeweils 17 bis 21 Uhr

 

Der 5. und letzte Teil der Sleep Over Reihe von Lennart Cleemann in seinem Atelier im Künstlerhaus. Dies ist zugleich der Abschied aus seinem Atelier im Künstlerhaus.

 

2023 21.04.2023, 19:00 Uhr
Ziehen (Kontinuitäten (und Pessimismus))
Janis Eckhardt
Ateliers
Veranstaltung
21.04.2023, 19:00 Uhr
Präsentation einer Konstellation an Arbeiten und Proben der letzten Jahre von Janis Eckhardt

Im Duden sind 26 Einträge zur Bedeutung des Worts „Ziehen“ zu finden, wobei sich deren Summe und daher inhaltlichen Ambivalenz mit den verschiedenen Präfixen nochmal deutlich erhöht. Dem Ziehen ist aber eigentlich immer eigen, dass es eine Kraftübertragung zweier Punkte hin zur ausübenden Kraft beschreibt. Manche dieser Ambivalenzen, wie das *Durchziehen – Kontinuität*, *über etwas her- / runterziehen – Pessimismus*, sowie auch das *Entziehen – Fatalismus* bilden das Gerüst für die Arbeiten in der Ausstellung.

 

Freitag, 21.04.2023, ab 19 Uhr

Samstag, 22.04.2023, 14-20:00 Uhr

 

Ein Besuch ist auch und besonders gerne nach Vereinbarung möglich (4janiseckhardt@gmail.com).

Courtesy Janis Eckhardt
2023 21.04.2023
Atelierstipendien 2023/24
Ateliers
News
21.04.2023

Das Künstlerhaus Stuttgart freut sich, die neuen Atelierstipendiat:innen des Jahres 2023/24 bekanntzugeben, die am 01. Mai 2023 ihre Ateliers im Künstlerhaus beziehen. Auch in diesem Jahr kann das Künstlerhaus sieben herausragenden Künstlerinnen und Künstlern, und Kollektiven Arbeitsräume für ein Jahr zur Verfügung stellen.
Neu begrüßen dürfen wir Irem Gunaydin, Marcela Majchrzak, Theo Ferreira Gomes und das Künstler*innenkollektiv Anima Ona.

Die Stipendien von Mona Zeiler, Lambert Mousseka sowie Eva Dörr und Lena Meinhardt wurden um ein weiteres Jahr verlängert.

 

Irem Gunaydin

(*1989, Istanbul/Türkei) untersucht die Beziehung zwischen Text und Bild und wie Worte und Bilder zwischen dem diskursiven und dem bildlichen Bereich zirkulieren, indem sie die Objekthaftigkeit von Sprache und die Grammatik von Bildern betrachtet. Ihre Arbeiten entstehen oft aus dem Schreiben heraus und entfalten sich als Installationen, die gedruckte und skulpturale Elemente enthalten, wobei das Schreiben als Dreh- und Angelpunkt fungiert.
Irem Gunaydin hat ein Foundation-Diplom vom Chelsea College of Art and Design (2011) und ihren BA in Fine Art vom Central Saint Martins, London (2014). Sie lebt und arbeitet in Istanbul.

 

Marcela Majchrzak

(*1993) ist Künstlerin, Kunstvermittlerin und Mutter. Sie interessiert sich in ihren Projekten für die (Dis-) Funktionalität von Strukturen und ihren Rechtfertigungsmechanismen rund um die Themen Identität, Arbeit und Kultur. Ihre Arbeiten haben oft einen forschenden, performativen Charakter und verwirklichen sich gerne in verschiedenen Formaten des Zusammenkommens.
Sie studierte Philosophie sowie Bildende Kunst in Stuttgart und Warschau und machte ihren Abschluss in der Klasse von Heba Y. Amin und Ülkü Süngün.

 

Theo Ferreira Gomes

(*1993, Niterói/Brasilien) ist post-disziplinärer Kurator, Designer und DJ. Sein besonderes Interesse gilt informellen, sozialen Ökonomien und wie durch verschiedene Währungen persönliche oder unpersönliche Gemeinschaften hergestellt werden können.
Seit Juni 2022 ist er Curatorial Fellow bei der ORNAMENTA, einem reaktivierten Kulturprogramm in der Region Nord Schwarzwald, das aktualisierten Regionalismus erforscht und seit 1989 zum zweiten Mal von Juli bis Oktober 2024 stattfindet.
Theo Ferreira Gomes war Koordinationsstipendiat für art, science & business an der Akademie Schloss Solitude und Vorstandsmitglied im Leerstand als Freiraum e.V. (LAF), einem kollektiv-geführten Verein mit Projektraum in der Innenstadt Pforzheims. 2018 absolvierte er ein Studium in Modedesign an der Hochschule Pforzheim.

 

anima ona

ist ein multidisziplinäres Studio, bestehend aus Freia Achenbach und June Fàbregas. Das Duo studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Einem transdisziplinären und kollaborativen Ansatz folgend, entwickeln sie seit 2018 selbst-initiierte Projekte und verwirklichen Auftragsarbeiten, wobei sie sich an der Grenze zwischen Design, Forschung und Kunst bewegen. Ihre vielfältigen Arbeiten eint die Suche nach bisher unausgeschöpften Ressourcen und Möglichkeiten der Wiederverwendung des Materials, der sie durch experimentelle Herangehensweisen und der Auseinandersetzung der kulturellen Bedeutung von Objekten nachkommen.

 

Mona Zeilers

Arbeiten spüren den Bedeutungsebenen der Dinge nach und stellen Verknüpfungen zwischen den eingesetzten Materialien und Formen hinsichtlich ihrer inhaltlichen und ästhetischen Zuschreibungen her. Metallkonstruktionen, Glas- und Holzelemente, treffen auf Keramikobjekte, Abformungen aus Gips oder Elemente aus Stein.
Das Atelier im Künstlerhaus ist dabei Ort für das Entwickeln weiterer Werkzeuge und Methoden – ein räumlicher Behälter sozusagen für den künstlerischen Prozess, für ein Hinzufügen und Wegnehmen, indem Bezugspunkte innerhalb dieses Systems sich immer wieder auflösen und neu bilden.

 

Lambert Mousseka

(geb. in Katanga, Demokratische Republik Kongo) hinterfragt seit seiner Jugend die Entstehung, den Ursprung, den Geist und den Zustand von Materie. Diese Fragestellungen führten zu diversen Studien und Recherchen und beeinflussen bis heute sein künstlerisches Schaffen.
Nach dem Kunststudium setzte er sich zum Ziel, mit verschiedenen Materialien und deren Anwendung in der künstlerischen Praxis zu experimentieren. Material bedeutet hierbei eine globale Vision. Die gesagten und ungesagten Gedanken, der Text und der Geist sind das Bindeglied zur Vision. So kann nicht entschieden werden, ob das Material dem Konzept vorausgeht oder umgekehrt.

 

Lena Meinhardt und Eva Dörr

arbeiten seit 2019 als Künstlerinnenduo zusammen. Ihre Arbeiten begegnen sich im Feld der Soundinstallation.
In Lena Meinhardts Kompositionen verselbstständigen sich Aufnahmen von Orten, Objekten oder Texten durch dichte Klangsynthesen. Zusammen mit Eva Dörr, deren Schwerpunkte Installation und neue Medien sind, entstehen interdisziplinäre und kontextbezogene Arbeiten.

Im Rahmen des Atelierprogramms werden Arbeitsstipendien an herausragende Künstlerinnen und Künstler sowie Bewerber:innen aus den Bereichen Architektur und Theorie vergeben. Ihnen steht mietfrei ein Arbeitsraum im Künstlerhaus zur Verfügung. Zudem können die Werkstätten des Künstlerhauses kostenfrei genutzt werden. Die Arbeitsräume werden anhand der eingegangenen Bewerbungen jährlich vergeben. Die Entscheidung über die Vergabe trifft der Beirat des Künstlerhauses. Stipendienbeginn ist der 1. Mai 2023 . Die Jury bestand aus Vertretern des Vorstands und des Beirats des Künstlerhaus Stuttgart e.V.

Freia Achenbach, June Fàbregas und Carlo Kurth, Das Stumme Spricht, 2020, Foto: anima ona
Eva Dörr & Lena Meinhardt, Abelka
Marcela Majchrzak, Hügeln (still) , 2023
Theo Ferreira Gomes, Ausstellungsansicht Lucia Mattes „everyone’s a normie“, 2022 im LAF project space, Foto: courtesy of the artist
Irem Gunaydin, “A Proposal for a Future Exhibition: Scripted Expanded Molded I” Ausstellungsansicht, 2022, 400x118, Istanbul
Lambert Mousseka, 2022
Mona Zeiler, landscape of support, four fragments (Detail), 2022
2023 18.04.2023
Kulturpass Stuttgart im Künstlerhaus
News
18.04.2023

Mit dem „Kulturpass Stuttgart“ erhalten alle Jugendlichen, die 2023 ihren 16. Geburtstag feiern und in Stuttgart leben, ein 100 Euro Guthaben für Kulturtickets und Kulturangebote in Stuttgart.

 

Im Künstlerhaus Stuttgart haben Jugendliche die Möglichkeit den Kulturpass für Ausstellungen, Workshops zu den Ausstellungen oder Nutzung der Werkstätten einzulösen.

 

Es stehen Werkstätten wie Keramik, Radierung, Siebdruck, Fotografie oder Audio zur Verfügung, in denen die Jugendlichen unter Anleitungen Techniken erlernen und eigene Projekte realisieren können.
Durch den Kulturpass haben Jugendliche die Chance, Künstler*innen, künstlerische Praktiken und Diskurse im Künstlerhaus Stuttgart zu erleben und kennenzulernen. Sie bekommen die Möglichkeit, sich einzubringen und ihre Bedürfnisse und Diskurse einzufordern.

Der Kulturpass ist verschiedensten Kultureinrichtungen einzulösen für Veranstaltungen auf Bühnen, in Museen, Kinos oder Kulturzentren oder für Workshops oder Sachmittel wie Bücher, Mal- oder Bastelmaterial, Schallplatten und vieles mehr und gilt vom 1. April 2023 bis zum 31.12.2023

Der Kulturpass ist ein Angebot der Landeshauptstadt Stuttgart.

 

Mehr Informationen unter stuttgart.de/kulturpass

2023 11.04.2023, 19:00 Uhr
Dienstagswerkstatt XXII: Chris Mennel
Chris Mennel
Gespräch
Veranstaltung
11.04.2023, 19:00 Uhr

33 Träume

Buchvorstellung und Gespräch mit Chris Mennel

 

Chris Mennel berichtet in der Dienstags-Werkstatt über Ereignisse, die sich rund um sein Buch „33 Träume“ ereignet haben – die Projektidee, die Zuneigung zur eigenen Homepage, die Ferne von Instagram und Facebook, der Buchhandel, die Marketing-Ziele und die vorsätzliche Naivität beim Buchverkauf.

 

„33 Träume“ ist ein Kunstbuch, das neben Texten und Gedichten des Künstlers auch von ihm geschaffene Fotomalereien umfasst und nun Anlass gibt, auf Werbetour zu gehen, denn die Bücher sind nicht auf Amazon, sondern nur beim Künstler selbst zu bestellen.

 

Anfang 2022 entdeckte Chris Mennel eine Kiste mit Dunkelkammer-Bildern der letzten 20 Jahre und präsentierte sie vor laufender Kamera. Auch diese Bilder sind im Buch zu finden, gemeinsam mit einem imaginären 33., einem Schwarzbild und Texten, die zu den Bildern entstanden sind.

 

Die kleine Auflage des Buches verbindet einerseits die Freude, ein Kunstbuch in kleiner Auflage zum fairen Preis drucken zu lassen, andererseits geht damit auch eine Ferne zu Museumsshops und Buchhandelsketten einher und damit auch weniger Aufmerksamkeit der Presse.

 

Um das zu umgehen, werden soziale Netzwerke von Mennel durch einen Chatbot bedient und mit Inhalten und dem Namen des Künstlers bestückt. Der Chatbot greift auf saisonal passende Fotos der letzten Jahre zurück und platziert so neu, was vor Jahren bereits gepostet wurde.
Zum Kunstbuch gibt es die Domain 33träume.de.

 

Moderiert wird die Dienstags-Werkstatt von Florian Model, Künstler, Beiratsmitglied und Leiter der Video-Werkstatt.

 

 

Chris Mennel, 2022
2023 04.04.2023, 19:00 Uhr
Viertes Organ
Mitgliedschaft
Veranstaltung
04.04.2023, 19:00 Uhr

Das Thema für das nächste Treffen des Vierten Organs ist die Leitlinie zum Umgang mit Diskriminierung, Belästigung und Gewalt, die eine Arbeitsgemeinschaft aus Teilen des Vorstandes, Beirates und Mitarbeiter*innen des Künstlerhauses in den letzten zwei Jahren erarbeitet haben.

 

Am Dienstag, den 04. April 2023 um 19 Uhr, stellt der Beirat die Leitlinie den Mitgliedern und Interessierten im 2. Stock vor.

2023 04.04.2023
Mit Essen spielen
Lennart Cleemann
News
04.04.2023

Teil 1: Von der Idee zur Umsetzung

Eine Kooperation zwischen dem Restaurant „Im Künstlerhaus“ und dem Künstlerhaus Stuttgart

 

Am 03. April haben das Künstlerhaus Stuttgart und das Restaurant „Im Künstlerhaus“ die Mitglieder zu einem gemeinsamen Abend eingeladen.

 

Mit der Veranstaltungsreihe „Mit Essen spielen“ wagen wir ein Experiment. An drei Abenden werden wir in diesem Jahr eine Brücke zwischen Küche und Kunst schlagen und von der ersten Inspiration bis zur Präsentation auf dem Teller sprechen. Zusammen mit einem Künstler oder einer Künstlerin überlegen wir, wie sich dieser Prozess künstlerisch übersetzen lässt. Wie lassen sich Aromen, Ästhetik, Farbe und Geschmack kulinarisch und künstlerisch miteinander verbinden?

 

Wir sehen viele Ähnlichkeiten zwischen den Prozessen in der Küche und im Atelier. Am ersten Abend hatten wir Lennart Cleemann, Künstler und Atelierstipendiat des Künstlerhauses, mit Konstantin Kuld, Chefkoch im Restaurant „Im Künstlerhaus“, und seinem Team zusammengebracht.

Lennart Cleemann hat mit einer künstlerischen Intervention im Raum auf das 3-Gänge-Menü reagiert und den Gastraum des Restaurants für den Abend gestaltet. Zuvor schaute er selbst als „Lehrling“ in die Küche,  um die Abläufe kennenzulernen.

 

Der Abend begann mit einem veganen 3-Gänge-Menü, das von Konstantin Kuld erläutert und präsentiert wurde. Anschließend fand ein Gespräch zwischen Sebastian Werning, Konstantin Kuld und Lennart Cleemann statt, in das sich später auch die Gäste eingebracht und rege mitdiskutiert haben.

 

Weitere gemeinsame Abende sind in Planung!

Teil 2: Material erkunden, Juli 2023
Teil 3: Präsentation, Oktober 2023

2023 31.03.–02.04.2023
The Center for Native Arts and Cultures Working Group
Mitwirkende: Maile Andrade, Natalie Diaz, Healoha Johnston, Tiokasin Ghosthorse, Joy Harjo, Flint Jamison, Brandy Nālani McDougall, New Red Order, und Allison Akootchook Warden. Mit Vertreter*innen des Center for Native Arts and Cultures: Lulani Arquette, Reuben Tomás Roqueñi, und Gabriella Tagliacozzo.
Veranstaltung
31.03.–02.04.2023
Kuratiert von:
Healoha Johnston und Eric Golo Stone

Das Künstlerhaus Stuttgart organisiert gemeinsam mit dem Center for Native Arts and Cultures eine Programmreihe in deren Zentrum eine zweitägige, offene Arbeitsgruppe steht, um den Landrückgewinnungsprozess Revue passieren zu lassen, der zur Gründung des Center for Native Arts and Cultures geführt hat. Begleitet werden diese vor Ort stattfindenden Gruppendiskussionen von einem Reader, einer neuen Videoarbeit mit dem Titel „Never Settle: The Program“ von New Red Order, Performances von Tiokasin Ghosthorse und Allison Akootchook Warden und einer Präsentation von Dokumenten.

 

Das Programm findet in englischer Sprache statt. Bei Bedarf übersetzt Juliane Gebhardt, kuratorische Assistentin des Künstlerhaus Stuttgart, ins Deutsche.

 

Alle Veranstaltungen finden im zweiten Stock des Künstlerhaus Stuttgart statt.

 

 

Zeitplan des Programms:

Freitag, 31. März

19:00 – 21:00 Uhr
Reader Launch
Essen und Trinken
Screening von “Never Settle: The Program” von New Red Order
Begrüßungsworte von Eric Golo Stone (Künstlerhaus Stuttgart), Lulani Arquette und Reuben Tomás Roqueñi (The Center for Native Arts and Cultures)
Performance von Allison Akootchook Warden

 

Samstag, 1. April

13:00 – 14:30 Uhr
Einleitende Bemerkungen von Eric Golo Stone und Healoha Johnston, Direktorin für kulturelle Ressourcen und Kuratorin für Hawaiʻi und pazifische Kunst und Kultur am Bernice Pauahi Bishop Museum (Herausgeber*in des Readers und Organisator*in der Arbeitsgruppe)
Arbeitsgruppe Sitzung 1
14:30 – 14:45 Uhr
Pause
14:45 – 16:00 Uhr
Arbeitsgruppe Sitzung 2

 

Sonntag, 2. April

12:00 – 12:45 Uhr
Der Künstler Flint Jamison gibt eine öffentliche Führung durch seine Ausstellung “Masterworks on Loan, 2020, 2022”, im 4. Stock des Künstlerhaus Stuttgart
13:00 – 14:30 Uhr
Arbeitsgruppe Sitzung 3
14:30 – 14:45 Uhr
Pause
14:45 – 16:00 Uhr
Arbeitsgruppe Sitzung 4
17:00 Uhr
Performance von Tiokasin Ghosthorse (Musikstück und Arbeit zum Verlernen von Kolonisierung)

Gefördert durch den Innovationsfonds Kunst des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg sowie durch die Stadt Stuttgart.

New Red Order, Never Settle: The Program (2018 –), Ein-Kanal-Video, Farbe, Ton, 50 Minuten. (Credit: New Red Order). Ausstellungsansicht Künstlerhaus Stuttgart, 2023.
2023 25.03.–26.03.2023
Lange Nacht der Museen im Künstlerhaus
New Red Order, Flint Jamison, Eva Dörr, Florian Glaubitz, Alba Frenzel, Lambert Mousseka, Mona Zeiler, Lennart Cleemann, Janis Eckhardt, Lena Meinhardt, Ekaterina Surgutanova, Elena Trutieva
Veranstaltung
25.03.–26.03.2023

Am Samstag 25. März 2023 von 18 – 1 Uhr gibt es die Möglichkeit, auf den vier Etagen des Künstlerhaus an verschiedenen Programmpunkten der Langen Nacht der Museen teilzunehmen:

 

1. Etage und Werkstätten im Erdgeschoss:

18 – 1 Uhr stündliche Schlagzeugperformance der Atelierstipendiatin Eva Dörr im Tonstudio
18 – 1 Uhr Offene Werkstätten (Keramik, Siebdruck, Radierung, Lithografie, Hochdruck)

 

2. Etage:

18 – 1 Uhr stündliche Videovorführung Never Settle: The Program von New Red Order in der Ausstellung Convenings on Land Reclamation von The Center of Native Arts and Cultures (Oregon, USA)

 

3. Etage:

18 – 1 Uhr Die Atelierstipiendat*innen Florian Glaubitz, Alba Frenzel, Lambert Mousseka, Mona Zeiler, Lennart Cleemann, Janis Eckhardt, Lena Meinhardt, Ekaterina Surgutanova und Elena Trutieva zeigen in den Ateliers, im Treppenhaus und im Gemeinschaftsraum der Atelieretage künstlerische Arbeiten und Performances

 

4. Etage:

20 Uhr und 22 Uhr Kuratorenführungen in deutscher und englischer Sprache durch die Ausstellung Masterworks on Loan, 2020, 2022 von Flint Jamison

Tickets kosten 22 €, ermäßigt (Azubis, Studierende, Schüler*innen) 16 €, Kinder bis 6 Jahren haben freien Eintritt

 

Vorverkauf für die Lange Nacht der Museen findet ab dem 24. Februar statt, unter

www.lange-nacht.de, unter der Ticket-Hotline 0711/601717 30 und bei allen Vorverkaufsstellen in Stuttgart und der Region.

 

Abendkasse gibt es bei allen beteiligten Häusern. Im Vorverkauf erworbene Tickets werden beim ersten Besuch eines Hauses an der dortigen Abendkasse in ein Ticket-Band umgebaut.

 

Das Lange-Nacht-Ticket berechtigt ab 12 Uhr zur kostenfreien Nutzung aller Stadtbahnen, S-Bahnen und Busse im VVS-Netz.

 

Mehr Infos unter www.lange-nacht.de, der Info- und Tickethotline 0711/601717 30 und am Infostand am Schlossplatz zwischen Landesmuseum/Altem Schloss und Alter Kanzlei (ab 25.03. ab 15 Uhr)

2023 14.03.2023, 19:00 Uhr
Dienstags-Werkstatt XXI: Martin Mannweiler
Martin Mannweiler
Screening
Veranstaltung
14.03.2023, 19:00 Uhr

Algorithmenbasierte Kameraüberwachung

Filmscreening und Gespräch

mit Martin Mannweiler

 

Die Dokumentation eines Videoüberwachungsprojektes von der Polizei in Mannheim – ein 2017 eingeführtes Pilotprojekt zur Überwachung von öffentlichen Räumen. Die überwachten Stadtgebiete Mannheims gelten als kriminelle Hotspots. Kameras sollen die Lage entschärfen, indem ein schnelles polizeiliches Intervenieren bei der Beobachtung krimineller Handlungen sichergesellt wird. Aktuell wird daran gearbeitet, dass Algorithmen spezifische Bewegungsabläufe erkennen und mögliche Straftaten signalisieren.

 

Neben der analytischen Darstellung des Überwachungsprojektes in Mannheim werden auf allgemeiner Ebene folgende Themenaspekte aufgegriffen: kriminelle Hotspots und Bedrohungslagen, panoptische Überwachung, private Generierung und öffentliche Bereitstellung von Bilddaten, Sicherheit und Angst, globale Krisen und daran gekoppelte Bedürfnisse nach der Kontrolle des Lokalen. Ebenso werden weitere Städte, die auf Kameraüberwachungsprojekte setzen beispielhaft aufgeführt – darunter auch Stuttgart.

 

Können durch die Betrachtung der Anfangsstadien von Kameraüberwachungsprojekten, Überlegungen formuliert werden, die eine ausufernde Massenüberwachung öffentlicher Räume in europäische Metropolen wie London oder Paris, zukünftig verhindern oder eindämmen?

 

 

Film: Martin Mannweiler
Grafik: Mark Julien Hahn / Stereo Typefaces
Musik: Björn Castillano

 

 

Gefördert von
Stadtlücken, Stuttgart
Mofa – Mannheim´s Ort für Architektur
Kulturamt, Stadt Stuttgart
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden Württemberg

 

Danke für die Freundliche Unterstützung
ato.vision, Württembergischer Kunstverein, Kunsthalle Mannheim, Stadtzimmer der Kunsthalle Mannheim, Rimini Protokoll, Künstlerhaus Stuttgart

Martin Mannweiler, Algorithmenbasierte Kameraüberwachung, Filmstill, 2022
Martin Mannweiler, Algorithmenbasierte Kameraüberwachung, Filmstill, 2022
Martin Mannweiler, Algorithmenbasierte Kameraüberwachung, Filmstill, 2022
Martin Mannweiler, Algorithmenbasierte Kameraüberwachung, Filmstill, 2022
Martin Mannweiler, Algorithmenbasierte Kameraüberwachung, Filmstill, 2022
Martin Mannweiler, Algorithmenbasierte Kameraüberwachung, Filmstill, 2022
2023 04.03.2023, 19:00 Uhr
Viertes Organ zu Gast im Kunstraum34: Kunstverein(e) der Zukunft
Mitgliedschaft
Veranstaltung
04.03.2023, 19:00 Uhr

Samstag, 4. März 2022, 19 Uhr
Kunstraum Atelierhaus Filderstr 34 e.V., Filderstraße 34, 70180 Stuttgart

 

Das zweite Treffen zum Thema „Kunstverein(e) der Zukunft“ fand am 04. Dezember im Kunstverein Böblingen statt. Mit zahlreichen Gästen und Vertreter:innen verschiedener Kunstvereine diskutierten wir über Probleme und Herausforderungen, mit denen sich einige etablierte Kunstvereine konfrontiert sehen. Strukturen, Prozesse, Ideen und Themen, die oft über Jahre und Jahrzehnte entstanden sind, müssen hinterfragt, weiterentwickelt und womöglich neu erfunden werden, um auch in Zukunft erfolgreich künstlerisch engagierte Vereinsarbeit machen zu können. Die Vertreter:innen der verschiedenen Kunstvereine berichteten in der Runde von ihren eigenen konkreten Erfahrungen, Problemen und Lösungsansätzen. Anhand der unterschiedlichen Perspektiven und Kontexte ergab sich so ein offenes, vielfältiges und für alle Beteiligten fruchtbares Gespräch. Klar wurde dabei auch, dass es damit nicht getan sei und wir diesen Impuls nutzen möchten, um weiteren Austausch und Vernetzung zwischen den Kunstvereinen zu fördern.

 

Dabei möchten wir die Möglichkeit nutzen, um die verschiedenen Kunstvereine zu besuchen und besser kennenzulernen: Gastgeber unseres nächsten Treffens am 04. März um 19 Uhr wird deshalb der Kunstraum34 in Stuttgart sein. Eingeladen zu dem Treffen sind der Kunstverein Neuhausen, der Kunstverein Böblingen, die Oberwelt, das Künstlerhaus Stuttgart, anorak und der Kunstverein Nürtingen.

2023 03.03.2023
Stellenausschreibung: Künstlerische Leitung (m/f/d)
News
03.03.2023

Im Künstlerhaus Stuttgart ist turnusmäßig ab dem 01. Januar 2024 die Position der Künstlerischen Leitung neu zu besetzen.

 

Das Künstlerhaus Stuttgart wurde 1978 von Künstler*innen gegründet, um die praktischen Arbeitsbedingungen, die theoretische Auseinandersetzung mit Kunst und den spartenübergreifenden Austausch von Künstler*innen zu fördern. Indem es sozialen und politischen Forderungen Raum gibt und gleichzeitig aktuellste künstlerische Praktiken und Diskurse thematisiert, ist das Künstlerhaus Stuttgart heute eine Institution von lokaler und internationaler Bedeutung.

 

Das Künstlerhaus beherbergt Ausstellungsräume, Werkstätten und sechs Künstler*innenateliers mit wechselnden Stipendiat*innen.  Wir suchen eine Leitung, die auf dieser Struktur aufbauend ein künstlerisches Programm entwickelt, das lokale Communities und internationale Akteure in Austausch bringt.
Als Verein haben wir ein großes Interesse an alternativen Modellen der Präsentation und Vermittlung von Kunst, sowie experimentellen Formaten.

 

Innerhalb der Struktur des Künstlerhauses verantwortet die Künstlerische Leitung

– die eigenständige Entwicklung und Umsetzung eines künstlerischen Programms
– die logistische und budgetäre Vorbereitung und Realisierung des entwickelten Programms, sowie der dazugehörigen Veranstaltungen
– die Projektfinanzierung und damit verbundene Drittmittelakquise
– die Konzeption der Vermittlung im Rahmen des von der Künstlerischen Leitung verantworteten Programms
– die Dokumentation der Projekte sowie ggf. die Konzeption und Realisierung von Publikationen
– Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 

Was die Stelle erfordert

– sehr gute Kenntnisse der zeitgenössischen kulturellen Produktion
– Initiative und hohe Eigenverantwortlichkeit in Verbindung mit ausgeprägter Teamfähigkeit
– ausgeprägte Kommunikations- und Organisationskompetenz
– Verhandlungssicherheit in deutscher und/oder englischer Sprache
– nachweisbare Erfahrung in Projektfinanzierung und Drittmittelakquise
– Erfahrung im öffentlichen Auftreten und ausgezeichnete kommunikative Fähigkeiten im Umgang mit Vereinsmitgliedern, Besucher*innen und Mitarbeiter*innen sowie mit Vertreter*innen der Presse und Politik
– Bereitschaft, für die Dauer des Arbeitsverhältnisses, den Lebensmittelpunkt nach Stuttgart zu verlegen

 

Die Künstlerische Leitung arbeitet am Künstlerhaus Stuttgart eng mit einem engagierten Team, bestehend aus hauptamtlicher Geschäftsführung, Buchhaltung, technischer Leitung und ehrenamtlichen Mitgliedern in Vorstand, Beirat und Werkstätten zusammen. Die Berufung der künstlerischen Leitung erfolgt für drei Jahre mit der Option einer einjährigen Verlängerung. Der Künstlerischen Leitung steht eine Assistenz im Umfang einer halben Stelle zur Verfügung.
Das Künstlerhaus bietet ggf. Unterstützung bei der Wohnungssuche an und finanziert, wenn nötig, einen deutschen Sprachkurs.

 

Bitte senden Sie uns Ihre Bewerbung (Anschreiben, Lebenslauf ohne Foto und einen Überblick über ihre bisherigen Tätigkeiten, die Sie für die künstlerische Leitung qualifizieren) sowie Ihre Vorstellung eines zukunftsgerichteten künstlerischen Leitungskonzeptes (max. 1 DinA4-Seite) in einem PDF-Dokument (max. 10 MB) ausschließlich per E-Mail bis spätestens 1. Mai 2023 an:

 

Ania Corcilius, 1. Vorsitzende
Künstlerhaus Stuttgart e.V.
Reuchlinstraße 4b, 70178 Stuttgart
E-mail: bewerbung@kuenstlerhaus.de

 

Auch Bewerbungen von Teams oder Gruppen werden angenommen. Alle Bewerbungen werden vertraulich behandelt. Alle Unterlagen werden nach dem Auswahlverfahren gelöscht.

Foto: Julian Bauer
2023 26.02.–19.03.2023
Vermittlungsprogramm im Februar und März
Lejla Dendic, Thora Gerstner, Ludgi Porto, Yara Richter
Vermittlung
26.02.–19.03.2023
Journal-Workshop für Jugendliche:
So, 26.02.2023
15:00 Uhr
Schmuck-Workshop für Kinder:
Do, 02.03.2023
14:00 Uhr
BPoC Creative Empowerment Workshop:
Sa, 04.03.2023
15:00 Uhr
Weben mit Papier: Geschichte und Raum neu denken :
So, 05.03.2023
15:00 Uhr
Gestalten mit Ton: Das Kollektive Selbst neu denken:
Sa, 11.03.2023
14:00 Uhr
Udu-Herstellung mit Keramik:
Fr, 17.03.2023
14:00 Uhr
Artist Talk mit Ludgi Porto:
Sa, 18.03.2023
15:30 Uhr

Gemeinsam mit dem Künstlerhaus Stuttgart organisiert das Center for Native Arts and Cultures (Portland, USA) eine zweitägige, offene Arbeitsgruppe, um den Landrückgewinnungssprozess Revue passieren zu lassen, der zu dessen Gründung geführt hat. Begleitet werden diese Arbeitsgruppen von einem Reader, einer neuen Videoarbeit mit dem Titel „Never Settle: The Program“ von New Red Order, Performances von Tiokasin Ghosthorse und Allison Akootchook Warden, einer Dokumentensammlung sowie durch ein von Vermittlerinnen des Künstlerhaus Stuttgart organisiertes Programm.

 

Detaillierte Informationen zum Projekt finden Sie hier.

 

Anmeldungen für das Vermittlungsprogramm bitte per E-Mail an education@kuenstlerhaus.de

 

Alle Programme und Workshops sind kostenfrei.

 

 

Journal Workshop für Jugendliche

mit Thora Gerstner

26. Februar (15–17 Uhr)

 

Wo sammeln wir Erinnerungen? In einem Buchbindekurs werden wir selbst Skizzenbücher, Kalender oder Blankos für Tagebucheintrage, Zeichnungen, Collagen oder Notizen herstellen, um einen Sammelort für Erinnerungen zu schaffen. Historische Buchbindetechniken bilden dabei die Grundlage für die eigenständige Produktion. Das Cover kann mit mitgebrachter ausgedienter Kleidung gestaltet werden.

 

 

Schmuck Workshop für Kinder

mit Thora Gerstner

2. März (14–16 Uhr)

 

Schmuckstücke können Erinnerungen in sich tragen. Wir kombinieren gefundenes und mitgebrachtes Material und setzen es zu verschiedensten einzigartigen Schmuckstücken zusammen, um neue und alte, reale oder erfundene Erinnerungen in unserem Schmuck zu finden.

 

 

BPoC Creative Empowerment Workshop

mit Yara Richter

4. März (15–18 Uhr)

 

Einen kontinuierlichen Raum für die Arbeit der BPoC-Gemeinschaft zu entwickeln und bereitzustellen, wird in diesem Workshop konsequent fortgeführt. Im Kontext eines Bildungs-, Forschungs- und diskursiven Raums, der sich auf dekoloniale Praktiken konzentriert, ist die Kultivierung und das Wachstum einer BPoC-Gemeinschaft über einen längeren Zeitraum hinweg wirklich wichtig und stellt einen spezifischen Ansatz für die Frage dar, was ein öffentliches Bildungsprogramm tun kann.

 

 

Weben mit Papier: Geschichte und Raum neu denken

mit Lejla Dendic

5. März (15–16.30 Uhr)

 

Im Workshop lernen wir gemeinsam das Weben mit Papier. Ein besseres Verständnis für diese Welt und ihrer Verwobenheit mit uns Menschen gewinnen wir durch den physischen Prozess des Webens. Anhand von Masao Adachis Landschaftstheorie fúkeiron versuchen wir gemeinsam, globale und kommunale Strukturen und Räume zu identifizieren, zu analysieren und beim Weben zu verarbeiten. Das Weben dient dazu, die Blockaden scheinbar zerbrochener Beziehungen zu überwinden und Menschen und Visionen von einer Welt, die für alle funktioniert, zu verbinden.

 

 

Gestalten mit Ton: Das Kollektive Selbst neu denken

mit Lejla Dendic

11. März (14–15.30 Uhr)

 

Gemeinsam erproben wir kreativ die Möglichkeiten und Symbolik von Ton. Was bedeutet Identität, Kultur und Gewalt? Ton stellt symbolisch Ideen der Erneuerung dar, da er in seinem Rohzustand durch Steuerung des Feuchtigkeitsgehalts unendlich oft neu geformt werden kann. Das Material birgt somit unendlichen Möglichkeiten in sich und die Fähigkeit, immer wieder von vorne anzufangen. Wir konzentrieren uns darauf, was es bedeutet zu erschaffen und ein gemeinsames Verständnis unseres Einflusses in dieser Welt und dessen, was sein könnte, zu fördern.

 

 

Udu-Herstellung mit Keramik

mit Ludgi Porto

17.-19. März (jeweils 14–18 Uhr)

 

Im Rahmen des Workshops werden die Teilnehmer*innen dazu eingeladen, ihre eigene Udu herzustellen. Die Udu ist eine nigerianische Keramiktrommel, die in der Afro-Diaspora nach Brasilien gekommen ist. Im nigerianischen Kontext wird die Keramiktrommel traditionell von Frauen hergestellt und gespielt, und die Stimme der Udu gilt als die Stimme der Ahnen. Im brasilianischen Kontext hat sich das Instrument jedoch von seinen spirituellen Ursprüngen gelöst und seinen Platz in der brasilianischen Popmusik gefunden. Gemeinsam reflektieren wir über verschiedene Fragen: Was bedeutet es, im europäischen Kontext ein Instrument nigerianischen Ursprungs herzustellen, das im Zuge der Kolonisierung nach Amerika entführt wurde? Was mache ich wirklich, wenn ich dieses Instrument herstelle? Ist dieses Instrument ein Körper? Wie verhalte ich mich zu ihm? Wo und wie kann dieser Körper existieren? Was wäre im dekolonialen Prozess der Prozess der Restitution? Findet diese Restitution auf der kulturellen Ebene statt? Inwieweit ist eine Restitution möglich?

Keramikgrundkenntnisse sind wünschenswert. Der Workshop findet in englischer Sprache statt.

 

 

Artist Talk
mit Ludgi Porto

18. März (15:30–17 Uhr)

 

Im Rahmen des Workshop-Programms wird Ludgi Porto einen Artist Talk über ihre Forschung zu den Udu-Trommeln halten. Sie wird über die Ursprünge des Instruments sprechen, einschließlich seiner Entführung und die seiner Völker; sie wird den komplexen sozialen und rassischen Kontext beschreiben, der in ihrer Beziehung zu den Udus involviert ist und gleichzeitig ihre eigene Entdeckung als PoC jenseits der südamerikanischen Grenzen teilen. Neben diesen Themen wird sie Textauszüge, Zeichnungen, Gemälde und Dokumentationen der im Laufe der Forschung entstandenen Arbeiten präsentieren.

Keine Anmeldung erforderlich. Der Vortrag findet in englischer Sprache statt.

 

 

Gefördert durch den Innovationsfonds Kunst des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg sowie durch die Stadt Stuttgart.

Bildnachweis: Ludgi Porto, 2022
2023 25.02.2023, 18:00 Uhr
Wachsen – Sleep over #4
June Fàbregas (Anima Ona), Lennart Cleemann
Ateliers
Veranstaltung
25.02.2023, 18:00 Uhr
Kuratiert von:
Ein Projekt des Atelierstipendiaten Lennart Cleemann

Wir laden ein zu einem Abend mit Wachs, Kerzen und Licht
Seichte Flammen und die Thermik der Architektur
Feine Bewegungen
Flackern
Zischen
Dampf und Rauch
Ruß
Tee
Suppe, warm
Wachs wandert
Performative Objekte

 

Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr
auf der Atelieretage (3.OG) des Künstlerhaus Stuttgart

 

 

Über die Projektreihe Sleep over

In der laufenden Projektreihe Sleep over lädt Lennart Cleemann Künstler*innen, Designer*innen und Architekt*innen ein, das gemeinsame Einrichten, Spielen, Ausstellen und Nächtigen zu untersuchen. Alle drei Monate findet eine Pop-Up-Veranstaltung statt. Aus dem Zusammenkommen verschiedener künstlerischer Positionen entstehen neue Ideen und Arbeiten. Was interessiert uns? Was wollen wir zusammen erkunden? Dabei gibt es kein festgelegtes Ziel oder Thema, sondern die Suche nach einem offenen, fluiden Prozess im Miteinander steht im Mittelpunkt. Als Ort dient dafür die Atelieretage des Künstlerhaus Stuttgart. Dort befinden sich Cleemanns Atelier und ein 150qm großer Gemeinschaftsraum, den sich die Stipendiat*innen teilen.

2023 17.02.–02.04.2023
The Center for Native Arts and Cultures: Convenings on Land Reclamation
Mitwirkende: Maile Andrade, Natalie Diaz, Healoha Johnston, Tiokasin Ghosthorse, Joy Harjo, Flint Jamison, Brandy Nālani McDougall, New Red Order, und Allison Akootchook Warden. Mit Vertreter*innen des Center for Native Arts and Cultures: Lulani Arquette, Reuben Tomás Roqueñi, und Gabriella Tagliacozzo.
Ausstellung
17.02.–02.04.2023

Das Center for Native Arts and Cultures organisiert gemeinsam mit dem Künstlerhaus Stuttgart eine zweitägige, offene Arbeitsgruppe, um den Landrückgewinnungssprozess Revue passieren zu lassen, der zur Gründung des Center for Native Arts and Cultures geführt hat. Zudem sollen Ideen dazu entwickelt werden, wie das Center ausgehend von diesem Prozess sein Engagement dafür vorantreiben kann, Netzwerke aus Indigenen Künstler*innen, Kulturinhaber*innen und Organisationen, die von Indigenen Menschen geleitet werden, zu mobilisieren. Begleitet werden diese vor Ort stattfindenden Gruppendiskussionen von einem Reader, einer neuen Videoarbeit mit dem Titel „Never Settle: The Program“ von New Red Order, Performances von Tiokasin Ghosthorse und Allison Akootchook Warden, einer Dokumentensammlung und einer Archiv-Präsentation sowie durch ein von Vermittler*innen des Künstlerhaus Stuttgart organisiertes Programm.

 

Das Center for Native Arts and Cultures wurde 2021 als Hauptsitz der nicht-kommerziell ausgerichteten Native Arts and Cultures Foundation gegründet, nachdem dieser das Eigentum an einer historischen Wäscherei übertragen wurde, die einst als Yale Union Laundry Building registriert war. Dieses zweigeschossige Gewerbegebäude und das umliegende Grundstück in der Stadt Portland in Oregon befanden sich davor im Besitz des von Künstler*innen geleiteten Kunstraums Yale Union. Die am Künstlerhaus Stuttgart stattfindende Arbeitsgruppe ergänzt eine umfassendere Reihe interner Fokusgruppen, die das Center for Native Arts and Cultures derzeit organisiert. Ziel der Fokusgruppen ist, Ideen für die Rolle des CNAC, seine Möglichkeiten als Organisation und für die strukturellen Grundlagen zu sammeln, die notwendig sind, um das jüngst erhaltene Gebäude zu betreiben und dort Ausstellungen und Vermittlungsprogramme umzusetzen. Seit jeher ist es der Native Arts and Cultures Foundation nicht nur ein Anliegen, das Land zu würdigen, auf dem dieses besondere Gebäude steht. Im Zentrum ihrer Aktivitäten steht darüber hinaus eine verantwortungsvolle Arbeit auf verschiedenen lokalen Ebenen, um sich auf die Geschichte früherer Indigener Menschen zu besinnen, die das Land eher zu Nutzungs- denn zu Zwecken des Eigentums bewohnt haben. Zudem spiegeln die Bemühungen, die Überschreibung von der Yale Union auf die Native Arts and Cultures Foundation zu realisieren, die Anliegen einer breiteren Bewegung wider, die die anhaltenden historischen Ungerechtigkeiten im Zusammenhang mit Landbesitz und Eigentum in den USA und darüber hinaus thematisiert.

 

Diese institutionenübergreifende Zusammenarbeit steht in der Tradition des Künstlerhaus Stuttgart, das 1978 von Künstler*innen als Ort gegründet wurde, an dem Produzent*innen aus der gesamten Welt zusammenkommen können, um über die Bedingungen ihres künstlerischen Schaffens zu diskutieren. Seine Gründungsstruktur reflektiert die enge Verbindung zwischen künstlerischen Interessen und den Kapazitäten einer Institution. Das Künstlerhaus Stuttgart ist bestrebt, einen Wissensaustausch über die spezifischen Interessen des Center for Native Arts and Cultures zu ermöglichen: Indigene Ansätze in der künstlerischen Produktion, Kapazitäten von Organisationen und Governance-Strukturen stehen dabei genauso im Fokus wie dekoloniale Bildung, die Wasserrechte, Wiedergutmachung und Landnutzungsgerechtigkeit umfasst. Deutschland ist ein weiterer Ort, an diesem diese Diskussionen unbedingt stattfinden müssen. Es steht außer Frage, dass das heute geltende deutsche Bodenrecht durch das deutsche Kolonialreich und dessen weltweite koloniale Aktivitäten geprägt wurde, an denen patrizische Stadtstaaten maßgeblich beteiligt waren. Deutschland hat eine lange und komplexe Vergangenheit in Bezug auf das Erlassen von Gesetzen, um Eigentum zu beschlagnahmen und Grundbesitz zu beanspruchen. Diese Geschichte rechtlicher und wirtschaftlicher Strukturen der Konfiskation, die von Deutschland und dem weiteren europäischen Kolonialismus ratifiziert wurden, haben die Verwaltung von Land und Boden und den damit zusammenhängenden Ressourcen weltweit fundamental verändert. Es muss bewusst gemacht und anerkannt werden, dass und wie sich diese grundlegenden Veränderungen auf aktuell gelebte soziale Verhältnisse, wirtschaftliche Bedingungen und kulturelle Praktiken ausdehnen und sich mit Indigenen und weiteren bestehenden Formen der Landnutzung überlagern. Dieses Projekt stellt eine spezifische Reihe gelebter Fragen und materieller Herausforderungen ins Zentrum, mit denen sich die Native Arts and Cultures Foundation und ihr Center for Native Arts and Cultures derzeit auseinandersetzen. Diese Fragen sind aber genauso Teil aktueller Bemühungen in Forschung, Weiterbildung und Vermittlung, den Einsatz Indigener Menschen für Wiederaufbau, Restitution und Reparationen hervorzuheben. Mit diesem Engagement versuchen Indigene Menschen weltweit, interne Kapazitäten zur Steuerung und Verwaltung zu stärken und politische, ökonomische sowie Ziele zur Weiterentwicklung der Gemeinschaft durchzusetzen.

 

Mitwirkende: Maile Andrade, Natalie Diaz, Healoha Johnston, Tiokasin Ghosthorse, Joy Harjo, Flint Jamison, Brandy Nālani McDougall, New Red Order, und Allison Akootchook Warden. Mit Vertreter*innen des Center for Native Arts and Cultures: Lulani Arquette, Reuben Tomás Roqueñi, und Gabriella Tagliacozzo.

 

Die Arbeitsgruppe und der begleitende Reader werden von Healoha Johnston, Direktorin Cultural Resources und Kuratorin für Hawai’i and Pacific Arts and Culture am Bernice Pauahi Bishop Museum, gemeinsam mit Eric Golo Stone, Künstlerischer Leiter Künstlerhaus Stuttgart, organisiert und herausgegeben.

 

 

Never Settle: The Program von New Red Order zu sehen:

17. Februar – 2. April 2023

 

Dokumentensammlung zu sehen:

17. Februar – 2. April 2023

 

Programme der Künstlerhaus Vermittler*innen:

Thora Gerstner: 26. Februar (15–17 Uhr) und 2. März (14–16 Uhr)
Yara Richter: 4. März (15–18 Uhr)
Lejla Dendic: 5. März (15–16.30 Uhr) und 11. März (14–15.30 Uhr)
Ludgi Porto: 17., 18. und 19. März (jeweils 14–18 Uhr)

 

Ausführliche Informationen zu den einzelnen Programmen der Vermittler*innen finden Sie auf der Website des Künstlerhauses Stuttgart.

 

Vorstellung des Readers und Performance von Tiokasin Ghosthorse: Freitag, 31. März 2023 (19 Uhr)
Arbeitsgruppe Teil 1: Samstag, 1. April 2023 (13–16 Uhr)
Arbeitsgruppe Teil 2: Sonntag, 2. April 2023 (13–16 Uhr)
Performance von Allison Akootchook Warden: Sonntag, 2. April 2023 (17 Uhr)

Gefördert durch den Innovationsfonds Kunst des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg sowie durch die Stadt Stuttgart.

New Red Order, Never Settle: The Program (2018 –), Ein-Kanal-Video, Farbe, Ton, 50 Minuten. (Credit: New Red Order). Bildbeschreibung: Das Akronym „NRO“ in roten Großbuchstaben und die Worte „never settle“ in weißen Großbuchstaben befinden sich über einem Webseiten-Link, der „newredorder.org“ lautet, in roter Schrift und einer Telefonnummer „1-888-new-red1“ in Weiß. Dieser Text überlagert graue Rauchwolken und weiße unterschiedlich große Punkte auf einem schwarzen Hintergrund.
2023 14.02.2023, 19:00 Uhr
Dienstags-Werkstatt XX: ak interspace presents: Hefte zur Haltung
ak interspace
Gespräch
Veranstaltung
14.02.2023, 19:00 Uhr
Lecture performance & Austausch

Ak interspace stellt bei der 20. Dienstagswerkstatt die Heftreihe „Hefte zur Haltung“ in Form einer Lecture Performance vor.

 

Die Heftreihe setzt sich mit einer kritischen Praxis des künstlerisch-sozialen Machens auseinander und fragt nach einer Haltung zwischen Tun und Lassen, zwischen Theorie und Praxis, zwischen wir und ich.
Die Hefte bündeln Memes, Texte, Fragen, Aufgaben, Bilder und Zitate. Spielerisch und fragmentarisch – ohne Antworten zu liefern – geben sie Impulse für die Arbeit an den eigenen Bedingungen, die im Kontext der Vermittlung und darüber hinaus oft herausfordernd sind. Dabei sollen die Hefte kein Best Practice-Beispiel für Vermittlung, Anleitung oder Methodensammlung darstellen, sondern ein wenig das spielende Suchen erleichtern.

Anschließend soll es Raum geben, um über Form und Inhalte der Hefte ins Gespräch zu kommen. Die Hefte stehen gegen eine Spende zum Verkauf.

 

Als ak interspace sind Miriam Trostorf, Christian Limber und Lara Dade Teil der Gruppe rampe:aktion.
Die Gruppe arbeitet gemeinsam an einer disziplinüberwindenden Vermittlungspraxis, die sich an der Schnittstelle zwischen Bildender Kunst, Soziale Arbeit, Film, Kunstvermittlung, Aktivismus und Kuratieren verortet.
Im Rahmen des einjährigen Fellowships für Kunstvermittlung 2021/22 der Städtischen Galerie Wolfsburg ist die Heftreihe „Hefte zur Haltung“ entstanden.

 

Website: https://rampecollective.org/
Instagram: rampe_aktion
Kontakt: mail@rampecollective.org

2023 05.02.2023, 16:00 Uhr
Die Fotowerkstatt zu Gast im Restaurant Im Künstlerhaus
Jochen Detscher, Domenik Gebhardt, Manu HarmsSchlaf, Lis Klein, Boris Schmalenberger, Christiana Teufel, Damaris Wurster
Veranstaltung
Werkstätten
05.02.2023, 16:00 Uhr

 

 

Midissage Sonntag, 05. Februar 16 Uhr

im Restaurant Im Künstlerhaus

 

Im Restaurant Im Künstlerhaus zeigen wir Arbeiten von sieben Künstlerinnen und Künstlern, die sich dem Medium Fotografie widmen und die zum Teil auch in der Dunkelkammer des Künstlerhauses entstanden sind.

 

Die Künstlerinnen und Künstler präsentieren verschiedenste Fototechniken wie Cyanotypie, digitale Prints oder Schwarz-Weiß-Handabzüge und zeigen so nicht nur die Vielfalt der Fotografie, sondern auch die der künstlerischen Positionen.

 

Für die Ausstellungen im Restaurant laden die Werkstattleiter*innen der zehn Künstlerhaus Werkstätten Mitglieder ein, ihre Arbeiten in einer Gruppenausstellung gemeinsam zu präsentieren. 2022 startete diese Reihe mit einer Ausstellung der Siebdruckwerkstatt mit dem Werkstattleiter Jochen Detscher.

 

Wir laden ein zu Sekt sowie Kaffee & Kuchen. Die Künstlerinnen und Künstler werden anwesend sein.

 

 

 

 

Jochen Detscher, 2022
2023 04.02.2023, 19:00 Uhr
Viertes Organ
Mitgliedschaft
Veranstaltung
04.02.2023, 19:00 Uhr

Im ersten Vierten Organ des Jahres 2023 widmen wir uns der Ausschreibung der nächsten Künstlerischen Leitung sowie deren Auswahlprozess. Alle Mitglieder sind eingeladen, sich am Samstag, den 04. Februar 2023 19 Uhr, mit dem Beirat darüber auszutauschen.

 

 

2022 20.12.2022
Öffnungszeiten Feiertage
News
20.12.2022

Die Ausstellung “Masterworks in Loan, 2020, 2022” von Flint Jamison ist vom 19. Dezember 2022 bis einschließlich 10. Januar 2023 geschlossen.

 

Das Büro des Künstlerhauses ist vom 23. Dezember bis einschließlich 08. Januar geschlossen.

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch im neuen Jahr und wünschen Ihnen erholsame Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr.

 

Ihr Künstlerhaus

2022 13.12.2022, 19:00 Uhr
Dienstags-Werkstatt XIX: Andrés Baron: Glass dimes -  Eine Filmauswahl
Andrés Baron
Screening
Veranstaltung
13.12.2022, 19:00 Uhr

Dienstags-Werkstatt XIX präsentiert: Andrés Baron

 

13. Dezember 2022, 19 Uhr

 

Zwei Personen, die einen Sonnenuntergang beobachten, eine Frau, die nachts schläft, das Ende eines Liedes: Andrés Baron verlagert und überträgt Handlungen in kurzen 5 bis 10-minütigen Filmen. Dann befreit er die bewegten Bilder, von ihrer Narration und Sinnhaftigkeit: Er achtet auf die Taktilität des Bildes, die Spiele der Wahrnehmung und die evokative Kraft des Klangs. Auf dem Weg dorthin werden die Betrachter:innen dazu verleitet, das Objekt mit seiner Darstellung oder die Stille mit der Bewegung zu verwechseln. (Jade Barget)

 

Andrés Baron ist in Bogotá, Kolumbien, geboren und lebt und arbeitet in Paris. Er ist Absolvent der École nationale supérieure des Arts Décoratifs in Paris. Seine Arbeiten wurden an verschiedenen Orten und in verschiedenen Ausstellungen präsentiert, darunter das Internationale Filmfestival Rotterdam (NL), die Fondation d’enterprise Hermès (FR), das Edinburgh International Film Festival Edinburgh (UK), Anthology Films Archives, New York (USA), LA Film Forum, Los Angeles (USA), Images Festival, Toronto (CA), EMAF, Osnabrück (DE), Le Bal, Paris (FR), La Cité des Arts in Paris (FR), die FRAC Franche-Comté (FR), u.a..

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Dienstags-Werkstatt

Mit der Dienstags-Werkstatt lädt das Künstlerhaus Künstler:innen oder Kollektive ein, über ihre Arbeitsweisen, Hintergründe und Vorgehensweisen zu sprechen. Wir wollen eine Plattform etablieren, in der sich intensiver zur künstlerischen Praxis ausgetauscht wird und uns so vernetzen, solidarisieren und gegenseitig stärken.

Die Reihe richtet sich an alle Mitglieder des Künstlerhaus Stuttgart, an Künstler:innen aus Stuttgart und Umgebung, oder auf der Durchreise, an alle Kunstvermittler:innen, Kurator:innen, Kulturschaffende usw. und ist offen für alle!

 

16mm Film auf digitale Datei übertragen 5 min
2022 09.12.2022
Ausschreibung Atelierstipendium 2023/2024
News
09.12.2022

 

Zum 1. Mai 2023 vergibt das Künstlerhaus Stuttgart im Rahmen seines Atelierprogramms sieben Arbeitsräume für die Dauer von 12 Monaten. Die Arbeitsräume sind jeweils ca. 25 qm groß. Zusätzlich steht ein großer Vorraum zur Verfügung, der mit den anderen Stipendiat:innen gemeinsam genutzt werden kann. Zu den hauseigenen Werkstätten haben die Stipendiat:innen freien Zugang. Die Arbeitsräume werden mietfrei vergeben, eine Mitgliedschaft im Künstlerhaus ist aber erforderlich.

 

Es besteht die Möglichkeit das Stipendium zu verlängern und sich für ein weiteres Jahr zu bewerben. Diese Option besteht bis zu zweimal, so dass bei Wiederauswahl durch die Jury eine maximale Nutzungszeit eines Arbeitsateliers von drei Jahren möglich ist.

 

Das Künstlerhaus Stuttgart wurde 1978 von Stuttgarter Künstler:innen als Produktions- und Präsentationsort für zeitgenössische Kunst gegründet und hat sich seitdem zu einer überregional und international bekannten Institution für Gegenwartskunst entwickelt. Neben den Ausstellungsflächen unterhält das Künstlerhaus Produktionsmöglichkeiten im Medienbereich (mit Ausstattungen im Video-, Audio- und Filmbereich). Hinzu kommen ein Fotolabor sowie Werkstätten für Siebdruck, Hochdruck, Radierung, Lithografie und Keramik.

 

Das Künstlerhaus freut sich über Bewerbungen aus den Arbeitsfeldern Kunst, Architektur, Theorie und Design, welche die Entwicklung spezifischer Ideen und Projekte erkennen lassen, zu denen die Angebote der Institution beitragen können. Bewerbungen von Gruppen sind ebenso wie Einzelbewerbungen willkommen. Studierende können sich leider nichtbewerben.

 

Bitte fügen Sie Ihrer Bewerbung folgende Unterlagen bei:

 

– Lebenslauf
– Informationsmaterial zu Ihrer künstlerischen Arbeit wie Portfolios, Kataloge (max. 2), Bilder etc.
– Kurzbeschreibung, in welcher Weise Sie das Atelier nutzen wollen.

Bitte Bewerbungsunterlagen ausschließlich digital in einem pdf per E-Mail bis spätestens 31. Januar 2023 einreichen:

 

Ansprechpartnerin: Romy Range
E-Mail: bewerbung@kuenstlerhaus.de
Betreff: Bewerbung Atelierstipendium

 

Postalisch eingereichte Bewerbungen können nicht berücksichtigt werden. Die Jury, die sich aus dem künstlerischen Beirat zusammensetzt, tagt im Februar 2023. Alle Bewerber:innen werden im Anschluss zeitnah über die Entscheidungen benachrichtigt.

 

Bitte beachten Sie, dass es sich um Arbeitsstipendien handelt, die weder mit einer Vergütung noch mit Wohnmöglichkeiten verbunden sind. Internationale Bewerbungen werden grundsätzlich akzeptiert, sofern sich die Bewerber:innen eigenständig um eine Unterkunft sowie Visum bemühen. Der Wohnsitz muss während des Stipendiums in Stuttgart sein.

Lennart Cleemann, squeak, 2021
Marlon Lanziner & Valentino Berndt, Atelieransicht, 2020
Lennart Cleemann, Eva Dörr & Lena Meinhardt, Janis Eckhardt, Alba Frenzel, Marlon Lanziner & Valentino Berndt, n.n.n. collective (Susanne Brendel, Julia Schäfer & Jasmin Schädler), Helen Weber, CKonvention, 05.09.2021, Atelieretage, Foto: Künstlerhaus Stuttgart
Atelier am 24.11.2021, Künstlerhaus Stuttgart, Foto: Lennart Cleemann
2022 08.12.2022, 18:00 Uhr
Screening von Schüler:innen des Hölderlin-Gymnasiums
Schulen
Vermittlung
08.12.2022, 18:00 Uhr

Das Künstlerhaus Stuttgart arbeitet seit 2019 mit dem Hölderlin-Gymnasium zusammen, und konnte nach coronabedingter Pause in diesem Jahr das erste Modellprojekt im Bereich Film zusammen mit dem Künstler Valentin Hennig sowie einer 9. Klasse und ihrer Lehrerin Helene Bopp des Hölderlin-Gymnasiums realisieren. Die filmischen Ergebnisse des mehrwöchigen Workshops, die von Animation bis zu einem Musikvideo reichen, werden am 8. Dezember ab 18 Uhr im Künstlerhaus Stuttgart präsentiert.

 

Digitale Narrationen durch Videos und Games umgeben, gestalten und beeinflussen den Alltag von Jugendlichen. Diese Narrationen können mehr oder weniger reflektierte Zugänge zu einem kulturellen, geschichtlichen, gesellschaftlichen und politischem Verständnis unserer Welt und Umwelt schaffen. Jugendliche können oft Wirkung und gestalterische Qualitäten dieser Produkte bewerten, finden aber selten Zugang zu den zugrundeliegenden Mechanismen, welche die von den Erstellern beabsichtigte Wirkung erst ermöglichen.

 

Das Ziel des mehrwöchigen Workshops, der sowohl im Gymnasium als auch im Künstlerhaus stattgefunden hat, war somit, ein tiefergehendes Verständnis der Mechanismen und Wirkweisen digitaler Narration zu schaffen und die Jugendlichen vom Konsum hin zur kreativen Produktion zu ermutigen. Die Schüler:innen konnten sich durch Sichtung und Reflexion filmischer Beispiele z.B. zum Thema Szene, Montage, Ton- und Bildkorrelationen, Musikvideo oder Trickfilm und anschließender kurzer Übungen in die jeweilige Erzählform einfühlen. Die gezeigte Beispiele wurden stets auch in einen filmgeschichtlichen Kontext gesetzt.

 

Individuelle Interessen sowie formale und inhaltliche Schwerpunkte konnten im letzten Drittel des Workshops durch ein selbst strukturiertes Projekt, sowohl in Alleinarbeit als auch in kleiner Gruppe verfolgt werden. Der Workshopleiter Valentin Hennig begleitete die Jugendlichen dabei mit gezielten Fragestellungen und Anregungen, ließ aber auch freie und selbstständige Arbeit gewähren, sodass wertvolle Erfahrungen über (Un-)Möglichkeiten der Filmerstellung gemacht werden konnten. Dabei eröffneten sich den Jugendlichen ungeahnte Talente und Wege hin zu einer künstlerischen Bildsprache.

 

Konzept & Realisierung: Valentin Hennig

 

08. Dezember 2022, 18 Uhr, Künstlerhaus Stuttgart, 2. Stock

 

Einführung durch Helene Bopp, Valentin Hennig & Romy Range

 

Filme:

 

Mirror, Animation: Johanna Rathfelder; Musik: Marianna Nerobova; Idee: Johanna Rathfelder & Marianna Nerobova, 0:30 Min
A ABIDUIIIIIII Production, Idee & Umsetzung: Johanna Rathfelder & Marianna Nerobova, 0:30 Min

Mord am Hölderlin-Gymnasium, Idee & Umsetzung: Ines Gurk, Fanny Fuchs, Patricia Matern, Mara Stein, 8 Min

Ohne Titel, Idee & Umsetzung: Vincent Falk, Paul Gerhardt, Nick Jaegermann, Kasper Rafn, Willi Uebele, 2 Min

Grey, Idee, Animation & Realisierung: Helen Rainer, 0:40 Min

Kunibert, Idee & Umsetzung: Ella Wolkenfuss, Ellinor Wagner-Douglas, Alma Lehmann, 0:30 Min

Four students, one murderer, Idee & Umsetzung: Artemis Mohammadi Gelevandani, Aylin Kühn, Amelie Wacker, Anastasia Wagner, 7:30 Min

Musikvideo, Idee & Umsetzung: Suriya Delan, Sofia Ferreira Alves, Alexandra Straub, Fiona Teklezgi, 3:30 Min

 

 

 

Ein großer Dank gilt Helene Bopp und den Schüler:innen für die engagierte und gute Zusammenarbeit sowie dem gesamten Hölderlin-Gymnasium für die Offenheit sowie dem Künstler und Kunstvermittler Valentin Hennig.

 

Gefördert durch das Programm “Entwicklungstreiber” des Kulturamts Stuttgart.

Foto: Oleg Kauz
Foto: Oleg Kauz
Foto: Oleg Kauz
Foto: Oleg Kauz
Foto: Oleg Kauz
Foto: Oleg Kauz
Foto: Oleg Kauz
Foto: Oleg Kauz
Foto: Oleg Kauz
2022 05.12.2022
DER FAUST für Bernhard Herbordt und Melanie Mohren
News
05.12.2022

Das Künstlerhaus Stuttgart gratuliert Bernhard Herbordt und Melanie Mohren zur Verleihung des Theaterpreises DER FAUST in der Kategorie Genrespringer.

 

Die Jury begründete ihre Auswahl: “Herbordt/Mohren haben mit ihrem ‚Schaudepot‘ einen Ort geschaffen, der weit über sich selbst hinausweist und wirkt. Es ist zum einen ein kleines Ladenlokal mit offenen Türen in der Stuttgarter Peripherie; liebevoll und sehr aufwändig bis ins letzte Detail durchdacht. Es ist aber vor allem auch ein Baukasten, ein Prinzip, eine Aufforderung, ein Gedanke, der hinausgetragen wird: auf die Dörfer und ins World Wide Web, der sich anwenden lässt und wie nebenbei die Frage nach der gesellschaftlichen Bedeutung des Theaters stellt. Es ist eine sehr ernsthafte – mit Nachdruck und großer Konsequenz – betriebene Forschung. On-going und im allerbesten Sinne: transdisziplinär!”

 

Bernhard Herbordt und Melanie Mohren waren 2012 Atelierstipendiat*innen des Künstlerhaus Stuttgart. Das Schaudepot findet sich im Netz unter https://www.das-schaudepot.org/ und befindet sich in der Altenbergstraße 10 in Stuttgart-Süd.

 

DER FAUST wird seit 2006 als nationaler Theaterpreis verliehen und vom Deutschen Bühnenverein, der Kulturstiftung der Länder, der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste sowie in diesem Jahr das Land Nordrhein-Westfalen (Quelle: Wikipedia).

Courtesy Herbordt/Mohren
Courtesy Herbordt/Mohren
Foto: Dominik Odenkirchen
Foto: Dominik Odenkirchen
2022 04.12.2022, 19:00 Uhr
Viertes Organ zu Gast im Kunstverein Böblingen
Mitgliedschaft
Veranstaltung
04.12.2022, 19:00 Uhr

Die Veranstaltung findet im Kunstverein Böblingen, Schloßberg 11, 71032 Böblingen, statt.

 

Unser erstes Treffen zum Thema „Kunstverein(e) der Zukunft“ fand am 04. Oktober im Künstlerhaus Stuttgart statt. Mit zahlreichen Gästen und Vertreter:innen verschiedener Kunstvereine diskutierten wir über Probleme und Herausforderungen, mit denen sich einige etablierte Kunstvereine konfrontiert sehen. Strukturen, Prozesse, Ideen und Themen, die oft über Jahre und Jahrzehnte entstanden sind, müssen hinterfragt, weiterentwickelt und womöglich neu erfunden werden, um auch in Zukunft erfolgreich künstlerisch engagierte Vereinsarbeit machen zu können. Die Vertreter:innen der verschiedenen Kunstvereine berichteten in der Runde von ihren eigenen konkreten Erfahrungen, Problemen und Lösungsansätzen. Anhand der unterschiedlichen Perspektiven und Kontexte ergab sich so ein offenes, vielfältiges und für alle Beteiligten fruchtbares Gespräch. Klar wurde dabei auch, dass es damit nicht getan sei und wir diesen ersten Impuls nutzen möchten, um weiteren Austausch und Vernetzung zwischen den Kunstvereinen zu fördern.

Dabei möchten wir die Möglichkeit nutzen, um die verschiedenen Kunstvereine zu besuchen und besser kennenzulernen: Gastgeber unseres nächsten Treffens am 04. Dezember um 19 Uhr wird deshalb der Kunstverein Böblingen sein. Eingeladen zu dem Treffen sind der Kunstverein Neuhausen, der Kunstraum34, die Oberwelt, das Künstlerhaus Stuttgart, anorak und der Kunstverein Nürtingen.

2022 25.11.–26.11.2022
Das Bündnis zeigt Präsenz - Tagung im Künstlerhaus Stuttgart
Konferenz
Veranstaltung
25.11.–26.11.2022
„Diversitätsentwicklung“ mit Markues Aviv aus dem BBK Berlin:
Fr, 25.11.2022
17:00 Uhr
„Machtmissbrauch und freie Szene in Baden-Württemberg“ mit Paula Kohlmann und Frederik Zeugke Kooperation mit FTTS, PZ und Theater Rampe:
Sa, 26.11.2022
15:00 Uhr
Veranstaltung des Bündnis für gerechte Kunst- und Kulturarbeit
Kuratiert von:
eine Veranstaltung von Bündnis für eine gerechte Kunst- und Kulturarbeit, Baden-Württemberg

Am Freitag, den 25. und Samstag, den 26. November lädt das Bündnis zu einer zweitägigen Veranstaltung mit Workshops ins Künstlerhaus Stuttgart ein. Nach Monaten der Online-Meetings ist es an der Zeit, sich analog und in Präsenz zu treffen, zu begegnen und vor allem auszutauschen.

Die zwei Tage sollen sowohl für ein Wiedersehen mit alten Aktiven als auch für ein Kennenlernen von neuen Engagierten genutzt werden.

 

Freitag, 25. November, 17 Uhr

„Diversitätsentwicklung“ mit Markues Aviv aus dem BBK Berlin

 

Am Freitag 25.11.2022 um 17 Uhr berichtet Markues Aviv über die Tätigkeit vom BBK Berlin in den letzten Jahren. Markues Aviv ist Vorstandsmitglied des Berufsverbands, der die strukturelle Förderung aller bildenden Künstler*innen verfolgt. Darüber hinaus ist der BKK kulturpolitisch aktiv und setzt sich für offene und durchlässige Kunstbetriebe ein. Gerade auf die Diversitätsentwicklungen von Organisationen wird Markues Aviv den Fokus in seinem Workshop richten: Welche sind die Grundlegende Zahlen und Strategien zur Diversitätsentwicklung in Kulturverbänden? Und welchen Transfer kann das Bündnis aus den Erfahrungen des BKK für ihre zukünftige Arbeit ziehen? Das soll in einem gemeinsamen Gespräch herausgefunden werden.

Anschließend bleibt der Raum für das Verweilen offen. Getränke und kleine Häppchen laden ein, ins Gespräch zu gehen und uns weiter zu vernetzen.

 

Samstag, 26. November, 15 Uhr

„Machtmissbrauch und freie Szene in Baden-Württemberg“ mit Paula Kohlmann und Frederik Zeugke

Kooperation mit FTTS, PZ und Theater Rampe

 

Am Samstag 26.11.2022 um 15 Uhr setzen wir uns mit Paula Kohlmann und Frederik Zeugke als Kooperation mit FTTS, PZ und Theater Rampe mit Fragen zum Umgang bei Diskriminierung, Übergriffen oder Machtmissbrauch auseinander. Auch die Kunstszene in Baden-Württemberg ist nicht frei von diesen Themen. Selten wird darüber gesprochen, noch seltener folgen Konsequenzen. Das soll sich ändern! Als Künstler*innen und Mitarbeiter*innen von Institutionen kommen wir seit Kurzem zusammen, um Wissen zu sammeln, uns intern auszutauschen und wollen mit Verwaltung und Politik ins Gespräch kommen, um Strategien und Maßnahmen zu entwickeln. Es braucht einen Wandel im Denken und Handeln. Auf individueller, institutioneller und politischer Ebene. Machtmissbrauch ist kein individuelles, sondern ein strukturelles Problem. In diesem Workshop sammeln wir unterschiedliche Perspektiven der Beteiligten, diskutieren aktuelle Schwerpunkte, fokussieren notwendige Ziele, bereiten ganz konkrete nächste Handlungsschritte vor.

Die Türen öffnen am Samstag um 14:30 Uhr, der Workshop wird pünktlich um 15 Uhr beginnen.

 

Für beide Workshops  Anmeldung per Mail an praesenz@dasbuendnis.net.

2022 15.11.2022, 19:00 Uhr
Künstlergespräch mit Hayahisa Tomiyasu
Hayahisa Tomiyasu
Ateliers
Gespräch
Veranstaltung
15.11.2022, 19:00 Uhr
Kuratiert von:
eine Veranstaltung der Atelierstipendiat:innen des Künstlerhauses

Brücke, Fußball, Fuchs, Tischtennisplatte, Taschentuch, Zahlen, Stange, Uhr, Schmetterling, LOOK.
Das sind Stichworte aus den Serien, die in den letzten 18 Jahren entstanden sind. Sie sind im Hintergrund miteinander verbunden. Aber wie und warum?

In dieser Veranstaltung präsentiert Hayahisu Tomiyasu, wie er sei künstlerische Herangehensweise in Chigasaki, Leipzig, Zürich, Rom, Tokyo und London im Zeitraum von 2004 bis jetzt entwickelt hat.

 

Hayahisa Tomiyasu (1982, Kanagawa, Japan) studierte Fotografie an der Tokyo Polytechnic University (BA) und an der Hochschule für Grafik und Buchkunst / Academy of Visual Arts Leipzig (Dipl. und MA). Er lehrte an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) im Departement Fine Arts im Bachelor-Studiengang. Im Jahr 2018 gewann er mit seinem Werk TTP den MACK First Book Award. Diese Serie ist Teil der Art Collection Deutsche Börse Photography Foundation.

Foto: Hayahisu Tomiyasu
2022 12.11.2022–02.04.2023
Flint Jamison: Masterworks on Loan, 2020, 2022
Flint Jamison
Ausstellung
12.11.2022–02.04.2023
Eröffnungsempfang:
Sa, 12.11.2022
19:00 Uhr

Die Ausstellung von Flint Jamison im Künstlerhaus Stuttgart untersucht ein steuerbegünstigtes Kunstleihprogramm namens “Masterworks on Loan”, das 2015 im Jordan Schnitzer Museum of Art (JSMA), einem Museum mit einer Sammlung auf dem Campus der staatlichen Universität von Oregon in Eugene, USA, eingerichtet wurde. Jamisons Ausstellung mit neu in Auftrag gegebenen Arbeiten stellt eine erschütternde Bilanz dieses Museumsleihprogramms während des Ausbruchs der COVID-19-Pandemie dar. Letztendlich überdenkt Jamison, inwieweit das JSMA die Bedingungen festlegt, die seine Pflicht als Museum definieren, einem Publikum zu dienen, das die Institution über Steuerabzüge unterstützt und zu dessen Gunsten das Museum als gemeinnützige Organisation besteht. Diese Neubetrachtung kann von dem klein und lokal begrenzt wirkenden Fall des JSMA auf die Rolle übertragen werden, die der breitere Kunstbetrieb mit seinen Organisationen in der Konzipierung, Legitimation und Umsetzung von Steuergesetzen spielt, die die Veräußerung öffentlicher Interessen fördern.

 

Jamisons Ausstellung im Künstlerhaus Stuttgart baut auf seiner früheren Arbeit auf, in der er die gelebte Politik des Steuerrechts aufdeckte, und stützt sich auf ein breites Spektrum an Literatur, auf die sich Journalist*innen, die das Steuerrecht untersuchen, und kritische Steuertheoretiker*innen stützen. Die kritische Steuertheorie (engl. Critical Tax Theory) ist ein bahnbrechender Bereich der Rechtswissenschaft, der die politischen und diskriminierenden Aspekte des Steuerrechts untersucht. Es handelt sich um eine intellektuelle Disziplin, die zu erkennen versucht, welche tiefgreifenden Auswirkungen das Steuerrecht auf die Verwaltung des Eigentums, auf enorme Einkommensunterschiede, unverhältnismäßige Steuerbefreiungen, vererbte Vorteile, negative Anreize und Verschuldung hat. Die kritische Steuertheorie stellt die historische Behauptung in Frage, das Steuerrecht sei neutral oder nicht tendenziös, und überschneidet sich mit anderen Bereichen, die die anhaltenden Auswirkungen von Steuergesetzen untersuchen, die im Dienste des Kolonialismus, der Klassenunterdrückung und der rassisch-ökonomischen Unterordnung ratifiziert wurden. Bezeichnenderweise hat die kritische Steuertheorie auch lange darauf bestanden, dass eine vollständige Untersuchung der politischen Dynamik des Steuerrechts ein Verständnis der spezifischen kulturellen Kontexte erfordert, in denen die Steuergesetze wirken.

 

Steuergesetze bestimmen zunehmend die operative Struktur von Kunstinstitutionen. Die Ausweitung des Kunstmäzenatentums auf der ganzen Welt ist untrennbar mit den Steuervergünstigungen verbunden, für die sich wohlhabende Einzelpersonen, Stiftungen und Unternehmen auf städtischer, regionaler und bundesstaatlicher Ebene aggressiv einsetzen. Infolgedessen hat sich der Kunstsektor der Erfindung und Aufrechterhaltung rechtlich-wirtschaftlicher Strukturen verschrieben, die die Steuerpflicht für vermögende Privatpersonen verringern. Diese durch die Kunst mobilisierte rechtlich-wirtschaftliche Ausrichtung zeigt sich heute in Kunstwerken als steuerfreiem Vermögen, in der Kunstphilanthropie als System der Steuervermeidung und in Kunstschaffenden als freiberuflichen Arbeitskräften, die die Steuerlast von den Arbeitgeber*innen auf die Arbeitnehmer*innen verlagern. Natürlich muss man sich darüber im Klaren sein, dass Gesetze zur Steuervermeidung nicht nur von den Wohlhabenden befürwortet werden, sondern dass es sich dabei um Gesetze handelt, die von der breiteren Kunstszene routinemäßig als vorteilhaft für Künstler*innen, Kunstinstitutionen, das Kunstpublikum und die Öffentlichkeit im Allgemeinen propagiert werden.

 

 

Vermittler*innen des Künstlerhaus Stuttgart bringen die Besucher*innen ins Gespräch über die Ausstellung: Mi–So 12–18 Uhr

 

Eric Golo Stone, künstlerischer Leiter des Künstlerhauses Stuttgart, gibt eine Führung durch die Ausstellung (auf Englisch): 20. November 2022 (15 Uhr)

 

Juliane Gebhardt, kuratorische Assistentin des Künstlerhauses Stuttgart, gibt eine Führung durch die Ausstellung (auf Deutsch): 11. Dezember 2022 (15 Uhr)

Diese Ausstellung wurde mit öffentlicher Förderung durch die Stadt Stuttgart realisiert und mit einer Spende der Galerie Max Mayer unterstützt.

January 3, 2021 Judd, Donald Untitled 1993
October 4, 2020 Schutz, Dana RCA 2008
September 13, 2020 Dylan, Bob Nowhere and Anywhere 2018
May 31, 2020 Sherman, Cindy Untitled 1989
May 31, 2020 Mehretu, Julie Six Bardos: Luminous Appearance 2019
May 10, 2020 Picabia, Francis Intervention d’une femme au moyen d’une machine 1915
May 3, 2020 Haring, Keith Untitled 1990
May 3, 2020 Clark, Ed Untitled 2000
April 19, 2020 Thomas, Alma Dogwood Blossom Along Skyline Drive 1973
2022 08.11.2022, 19:00 Uhr
Dienstags-Werkstatt XVIII: Lis Klein
Lis Klein
Veranstaltung
08.11.2022, 19:00 Uhr

Dienstags-Werkstatt XVIII präsentiert: Lis Klein

 

08. November 2022, 19 Uhr

 

Grundlage für ihre Arbeit ist die Beschäftigung mit vorgefundenem Material, welches entweder bereits bestehenden Sammlungen entspringt oder für welches eigene archivarische Strukturen und dokumentarische Mittel entwickelt werden. Ausgehend davon, integriert und transferiert sie Objekte in ihren eigenen Ausdruck, um Werke zu erstellen.

Momentaner Dreh- und Angelpunkt ihrer Arbeit ist die Auseinandersetzung mit der Natur, vorrangig mit der Welt der Insekten, Pflanzen und Pilze. Lis Klein gibt Einblicke in ihre Sammlungen, Arbeitsweisen und zeigt Arbeiten in unterschiedlichen Stadien.

Lis Klein hat Bildende Kunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart studiert. Sie lebt und arbeitet in Stuttgart.

 

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Dienstags-Werkstatt

Mit der Dienstags-Werkstatt lädt das Künstlerhaus Künstler:innen oder Kollektive ein, über ihre Arbeitsweisen, Hintergründe und Vorgehensweisen zu sprechen. Wir wollen eine Plattform etablieren, in der sich intensiver zur künstlerischen Praxis ausgetauscht wird und uns so vernetzen, solidarisieren und gegenseitig stärken.

Die Reihe richtet sich an alle Mitglieder des Künstlerhaus Stuttgart, an Künstler:innen aus Stuttgart und Umgebung, oder auf der Durchreise, an alle Kunstvermittler:innen, Kurator:innen, Kulturschaffende usw. und ist offen für alle!

 

Foto: Leander Aßmann
2022 04.11.2022, 19:00 Uhr
Viertes Organ
Mitgliedschaft
Veranstaltung
04.11.2022, 19:00 Uhr

Freitag, 4. November 2022, 20 Uhr
Künstlerhaus Stuttgart, Reuchlinstr. 4b, 70178 Stuttgart, 3. Stock

Wir möchten uns wieder Zeit für eine offene Runde nehmen. Beiträge, Ideen und Fragen können also gerne spontan eingebracht werden.

 

Seitens des Beirats möchten wir unsere Pläne für die weitere Diskussion zur möglichen Umbenennung des Künstlerhauses besprechen. Zur Erinnerung: Bereits seit einigen Jahren gibt es Stimmen aus dem Künstlerhaus, die den aktuellen Namen problematisch finden, weil die Verwendung des Maskulinums andere Geschlechtsidentitäten unsichtbar macht. Andererseits gibt es Mitglieder, die mit dem Künstlerhaus und seinem Namen wertvolle Erfahrungen und Arbeit verbinden oder von einer starken Marke ausgehen, die durch eine Namensänderung möglicherweise verwässert würde.

Seitens Bea Schlingelhoff wurde dann in Vorbereitung und im Rahmen ihrer Ausstellung der Entscheidungsprozess vorangetrieben. Die Mitgliederversammlung hat Anfang des Jahres keine Entscheidung getroffen, weil die Diskussion noch nicht entscheidungsreif war.

 

Wir wollen Anfang 2023 die Diskussion wieder aufnehmen mit dem mittelfristigen Ziel, eine Lösung zu finden, die für alle Mitglieder akzeptabel und nachvollziehbar ist. Hierbei steht zunächst der Austausch im Vordergrund.

 

Unsere konkreten Ideen, wie wir auf diesem Weg weitergehen können, möchten wir kommenden Freitag besprechen und freuen uns auf den Austausch.

 

 

2022 28.10.–30.10.2022
Die Jagd
Lennart Cleemann, Moritz Berg
Ateliers
Veranstaltung
28.10.–30.10.2022
Eröffnung:
Fr, 28.10.2022
18:00 Uhr

Ein Projekt des Atelierstipendiaten Lennart Cleemann

Für die Ausstellung “Die Jagd” begeben sich Moritz Berg und Lennart Cleemann im Kräherwald auf die Nachsuche. Eine Annäherung zweier Künstler und ihrer Praxis mit der Natur. Nahe der Erde, dem vermeintlich Toten nahetretend. Von Frühling über Herbst. Das Tun wird jagen, bedächtig, außerhalb des üblichen Zeitempfindens. Das Ritual konstituiert den Wandel. Die Trophäe verewigt den Verfall und festigt unsere Zeit.

Ausstellungsplakat "Die Jagd" 2022, Lennart Cleemann, Moritz Berg
2022 11.10.2022, 19:00 Uhr
Die Sicht ist seit Tagen diffus. 35‘14‘‘
Ann-Kathrin Müller, Judith Engel, Katharina Jabs
Screening
Veranstaltung
11.10.2022, 19:00 Uhr

Dienstags-Werkstatt XVII präsentiert:

 

Judith Engel, Katharina Jabs und Ann-Kathrin Müller: Die Sicht ist seit Tagen diffus. 35‘14‘‘

 

Der Film umkreist den Schauplatz einer seismologischen Messstation und verhandelt, welche Spuren, Risse und Verkeilungen sich entlang von Erdbebengeschichte in unserem Denken finden. Vom physikalischen Phänomen der Unschärfe ausgehend, untersucht der Film, was es wissenschafts- und kulturgeschichtlich mit der Obsession auf sich hat, die Welt scharf und unverstellt betrachten zu können. Die filmische Montage von analogen Fotografien und essayistischen Textfragmente erzeugt ein nicht enden wollendes Bilder-Band, das den Film entlang seiner Erzählung transportiert. So wird ein assoziativer Zugriff auf die Wirklichkeit formuliert, der sich nicht auf ein sicheres Es-ist-so-gewesen verlassen kann, sondern die Unschärfe selbst als Bedingung von Erfahrung anerkennt und damit ein Prinzip fotografischer und filmischer Evidenzerzeugung hinterfragt.

 

Der Film begleitet das Buch „Das Signal“, das 2022 im Verlag Edition Taube erschienen ist.

 

 

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Dienstags-Werkstatt

 

Mit der Dienstags-Werkstatt lädt das Künstlerhaus Künstler:innen oder Kollektive ein, über ihre Arbeitsweisen, Hintergründe und Vorgehensweisen zu sprechen. Wir wollen eine Plattform etablieren, in der sich intensiver zur künstlerischen Praxis ausgetauscht wird und uns so vernetzen, solidarisieren und gegenseitig stärken.

Die Reihe richtet sich an alle Mitglieder des Künstlerhaus Stuttgart, an Künstler:innen aus Stuttgart und Umgebung, oder auf der Durchreise, an alle Kunstvermittler:innen, Kurator:innen, Kulturschaffende usw. und ist offen für alle!

Die Sicht ist seit Tagen diffus. 35‘14‘‘, Ausstellungsansicht Kunstraum 34, Courtesy Ann-Kathrin Müller, Katharina Jabs, Judith Engel, © VG Bild-Kunst, Bonn 2022
2022 04.10.2022, 19:00 Uhr
Viertes Organ
Mitgliedschaft
Veranstaltung
04.10.2022, 19:00 Uhr

Am 4. Oktober treffen wir uns zur nächsten Sitzung des Vierten Organs. Das Treffen steht unter dem Arbeitstitel „Kunstverein(e) der Zukunft – Herausforderungen und Visionen“ und widmet sich Problemen, Konflikten und Lösungen, mit denen sich Kunstvereine im Laufe ihres Lebens auseinandersetzen (müssen). Wir haben dazu Vertreter:innen verschiedener Kunstvereine eingeladen mit uns zu diskutieren: Kunstverein Böblingen, Kunstraum34, Anorak und Oberwelt.

 

Es wird in erster Linie darum gehen, wie sich Kunstvereine für die Gegenwart und Zukunft wappnen und lebendig bleiben – wie alle Vereine leben sie von Menschen, die Ideen und Visionen mitbringen und diese gemeinsam mit anderen verwirklichen wollen. Gerade bei länger etablierten Kunstvereinen geht es dabei oft um die Frage des (künstlerischen) Nachwuchses. Gleichzeitig entwickeln sich auf Seite der jüngeren Künstler:innen immer wieder Ideen und Energien für eigene Kollektive, Kollaborationen, Gemeinschaften. Wollen diese mehr als flüchtige Projekte sein, geht es häufig um Fragen nachhaltiger Strukturen, um Räume und Finanzierung.

Im gemeinsamen Gespräch wollen wir diese Fragen adressieren und von den Erfahrungen und Perspektiven anderer Institutionen und Künstler:innen verschiedener Generationen lernen.

 

Das Treffen wird im 4. Stock des Künstlerhauses in der Ausstellung von Anike Joyce Sadiq stattfinden.

2022 26.09.2022
Ukraine-Stipendien: Ekaterina Surgutanova und Elena Trutieva
Ateliers
News
26.09.2022

Das Künstlerhaus Stuttgart hat in diesem Jahr zwei Arbeitsstipendien an ukrainische Künstlerinnen vergeben, die vor den kriegerischen Auseinandersetzungen geflüchtet und nun in Stuttgart und Umgebung ansässig sind: Ekaterina Surgutanova und Elena Trutieva.

Beiden Künstlerinnen steht bis auf Weiteres einen Arbeitsplatz auf der Atelieretage zur Verfügung. Außerdem erhalten sie eine monatliche finanzielle Zuwendung, die ihre künstlerische Praxis ermöglichen soll.

 

Ekaterina Surgutanova

 

Ekaterina Surgutanova wurde 1995 in der Ukraine geboren und lebte in Slawutitsch, Kiew und Lwiw. 2010 bis 2012 studierte sie an der Kultur- und Kunstschule in Slawutitsch an der Fakultät für Bildende Kunst.

2012 bis 2018 studierte Surhutanova an der Nationalen Universität für Bauwesen und Architektur in Kiew mit den Schwerpunkten Stadtplanung und Architektur und Landschaftsarchitektur.

Sie arbeitete als Architektin. Sie begann jedoch mit der Wandmalerei in Innenräumen und im Außenbereich. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Detailgenauigkeit von Objekten, der Betonung von Formen und dem Spiel mit Farben, sodass das Gemälde mit der Umgebung, in der es sich befindet, eins wird, wobei sie Acrylfarbe verwendet.

In ihren Gemälden erforscht sie die Verwandlung von authentischen Bildern durch Farbe und abwechslungsreiche Komposition, wobei sie die grafischen Striche der akademischen Zeichnung beibehält.

 

In ihrer neuesten Serie versucht die Künstlerin den emotionalen Kontext einer Nation, die mit dem Problem der Vertreibung von Menschen aus ihrem Land konfrontiert ist, durch das Prisma ihrer individuellen Gefühle und Erfahrungen zu erfassen. Sie verwendet das Beispiel der ukrainischen Nation, zu der sie selbst gehört. Dabei berührt sie Themen wie Selbstidentität in der Gesellschaft, persönliche und kollektive Erinnerung, Erfahrung und Reflexion.
Für ihre Arbeiten verwendet die Künstlerin Fotografien realer Menschen oder ihre Erinnerung an Menschen, denen sie auf der Straße begegnete, als sich sie und ihr Kind in Sicherheit bringen mussten.

 

 

Elena Trutieva

 

Elena Trutieva wurde 1980 in Odessa, Ukraine geboren.

Von 1998 bis 2002 studierte sie an der Kunstschule M. B. Grekov der Ukrainischen Nationalen Technischen Universität in Odessa. Sie machte ihren Abschluss mit Auszeichnung.

Von 2002 bis 2008 studierte sie an der NAOMA National Academy of Fine Arts and Architecture, Fachrichtung Grafikdesign. Von 2007 bis 2022 arbeitete sie als Innenarchitektin und entwarf private und öffentliche Innenräume.
Von 2015 bis 2017 arbeitete sie in Kalamata in Griechenland und entwarf Cafés, Hotels und Restaurants.
In den Innenräumen versuchte sie immer, Malerei zu verwenden, Wände und Decken zu streichen und interessante künstlerische Lösungen zu finden.

Als sie 2015 nach Griechenland umgezogen ist, begann sie mit dem Malen auf Meeressteinen, was inzwischen zu einer sehr wichtigen künstlerischen Arbeit geworden ist.

Gerade arbeitet sie an einer Serie von Arbeiten, die sich mit ihren Erinnerungen an den Krieg auseinandersetzen. Sie verbrachte 15 Tage mit ihrer Familie in der Besetzung durch russische Truppen in der Nähe von Gostomel. In den sozialen Medien hat sie detailliert beschrieben, was sie in dieser Zeit erlebt haben und ihre Geschichte mit der Welt geteilt. Diese Geschichte verbreitete sich schnell weltweit und ist nun im Österreichischen Historischen Museum in Wien ausgestellt. Sie hat mit drei Gemälden angefangen – ein Porträt ihrer Mutter, eines ihrer Freundin und ein Selbstporträt. Sie möchte nun all die Menschen zeichnen, die diese 15 Tage bei ihr waren und die an ihrer Rettung beteiligt waren. Für sie sind es keine einfachen Porträts, sondern Aufnahmen von Ereignissen mit eingefrorenen Emotionen in den Gesichtern der Menschen. In diesen Arbeiten möchte sie zeigen, was sie er- und überlebt haben, und die besondere Rolle jeder Person in dieser schrecklichen Zeit.

Zwei fertige Porträts zeigen die Frauen, die ihr in Deutschland geholfen haben, als sie gerade angekommen war.

 

Die monatliche finanzielle Unterstützung ist Dank der Großzügigkeit privater Spender:innen möglich.

Foto: Ekaterina Surgutanova
Foto: Ekaterina Surgutanova
Foto: Elena Trutieva
Foto: Elena Trutieva
Foto: Elena Trutieva
Foto: Elena Trutieva
Foto: Elena Trutieva
Foto: Ekaterina Surgutanova
Foto: Ekaterina Surgutanova
Foto: Ekaterina Surgutanova
2022 24.09.–08.10.2022
Vermittlungsprogramm im September / Oktober
Veranstaltung
Vermittlung
24.09.–08.10.2022
Educated Hope- Schattentheater, Workshop mit Lejla Dendic:
Sa, 24.09.2022
14:00 Uhr
Educated Hope- Schattentheater, Workshop mit Lejla Dendic:
Mi, 28.09.2022
15:00 Uhr
"How to keep it open? Geschlecht und Institution ", Workshop mit Ludgi Porto:
Fr, 30.09.2022
15:00 Uhr
Creative Empowerment Workshop für BPoC, mit Yara Richter:
Sa, 01.10.2022
15:00 Uhr
"How to keep it open? Geschlecht und Institution ", Workshop mit Ludgi Porto:
Sa, 08.10.2022
15:00 Uhr

Konzipiert und umgesetzt von den Vermittlerinnen Lejla Dendic, Ludgi Porto und Yara Richter

 

Educated Hope- Schattentheater, Workshop mit Lejla Dendic

 

24. September 2022, 14-17 Uhr

28. September 2022, 15-18 Uhr

 

Die Kunst des Schattentheaters wird seit Jahrhunderten genutzt, um Gemeinschaften zu verbinden und gemeinsam Geschichten über soziale, politische und kulturelle Ereignisse zu erzählen. Das Schattentheater hat das Potenzial, uns auf eine Weise füreinander zu öffnen, die normalerweise nicht zugänglich ist, und dient als Plattform um Kunst, Vokal- und Instrumentalmusik, Theater, Literatur und Tanz sowie die Kunst des Schattentheaters zusammenzubringen. Das Künstlerhaus Stuttgart möchte einen Ort bereitstellen, an dem man sich auf vielfältige Weisen mit Fragen der Institutions-/Gesellschafts-/Strukturkritik und der enormen Macht von Sprache/Narrativen und deren Auswirkungen auf unsere Gesellschaft in psychologischer, politischer und kultureller Hinsicht auseinandersetzen kann. Mit diesem Schattentheater-Workshop möchten wir institutionelle/gesellschaftliche Strukturen metaphorisch betrachten und uns gemeinsam vorstellen wie eine Zukunft aussehen könnte wenn man transparentere und intersektionale Strukturen einführen würde.

 

Falls jemand ein Instrument spielt (das tragbar ist), kann es gerne mitgebracht werden.

 

Der Workshop findet in deutscher Sprache statt.

 

Anmeldung unter info@kuenstlerhaus.de

 

 

“How to keep it open? Geschlecht und Institution “, Workshop mit Ludgi Porto

 

30. September 2022, 15 Uhr

08. Oktober 2022, 15 Uhr

 

Der Workshop “How to keep it open? Geschlecht und Institution” ist die Vorführung des Dokumentarfilms “Raised Without Gender” von Milène Larsson, in dem die binäre Geschlechtsidentität in der Kindererziehung in Frage gestellt wird. Im Anschluss an die Filmvorführung findet eine offene Diskussion statt, die Fragen zu den Möglichkeiten und Widersprüchen der Betrachtung von Geschlecht als fließende Institution aufwerfen soll.

 

Die Vermittlerin Ludgi Porto ist eine brasilianische bildende Künstlerin, die seit zwei Jahren in Stuttgart lebt. Zurzeit untersucht sie die Möglichkeiten der Geschlechtsidentität im kreativen Schreiben in Verbindung mit der Performancekunst.

 

Der Workshop findet in englischer Sprache statt.

 

Anmeldung unter info@kuenstlerhaus.de

 

 

Creative Empowerment Workshop für BPoC, mit Yara Richter

 

1. Oktober 2022, 15-18 Uhr

 

Im Rahmen von Anike Joyce Sadiq’s Ausstellung “Mit Glück hat es nichts zu tun” laden wir zu einem Creative Empowerment Workshop speziell für BPoC (Schwarze und People of Colour) ein. Nach einigen sanften Entspannungs- und Körperübungen werden wir den Raum in und um uns durch Zeichnen, Schreiben und Bewegung erkunden. Gemeinsam und einzeln werden wir die Betonung darauf legen, kreativen Impulsen, die aufkommen, zu folgen. Es gibt keinen Druck etwas zu produzieren – der Workshop ist eine Einladung zum Kraft tanken und Entdecken. Es sind keine Vorkenntnisse nötig, kommt einfach, wie ihr seid.

 

Bitte beachtet, dass diese Veranstaltung ein Safer Space für BPoC ist.

 

Der Workshop findet in deutscher Sprache statt. Es kann jedoch bei Bedarf auch ins Englische übersetzt werden.

 

Anmeldung unter info@kuenstlerhaus.de

 

Foto: Oleg Kauz
2022 16.09.2022, 12:00 Uhr
Open House!
Ateliers
Veranstaltung
16.09.2022, 12:00 Uhr
KUBUZZ Connects | Dialoge über Hard Facts & Soft Skills

Am Freitag, 16. September 2022 findet im Künstlerhaus Stuttgart die KUBUZZ Connects Veranstaltung statt, die von den Atelierstipendiat*innen des Künstlerhaus Stuttgart gemeinsam mit dem Kunstbüro konzipiert und organisiert wurde.

Ab 12 Uhr geben erfahrene Akteur*innen des Kunstbetriebs praxisnahe Einblicke in ihre eigene künstlerische Selbstständigkeit und diskutieren mit den Atelierstipendiat*innen u. a. über erfolgreiche Vernetzungsstrategien mit potenziellen Förder*innen und Kooperationspartner*innen, das professionelle Handling von Materialien und Kunstwerken, die Möglichkeiten und Herausforderungen einer interdisziplinären Praxis oder den Kunstmarkt und seine Facetten. Die eingeladenen Expert*innen stehen während der Veranstaltung für Fragen und Gespräche zur Verfügung. Eine kulinarische Intervention von Shinroku Shimokawa und ausgewählte Musik der Atelierstipendiat*innen am frühen Abend bieten Raum für Austausch.

 

Konzipiert vom Kunstbüro zusammen mit den Künstlerhaus Stipendiat*innen Lennart Cleemann, Eva Dörr, Janis Eckhardt, Alba Frenzel, Lena Meinhardt und Lambert Mousseka.

 

Bitte melden Sie sich, wenn möglich, unter info@kuenstlerhaus.de für die Veranstaltung an.