Das
interdisziplinäre Atelierprogramm
bietet Künstler*innen, Architekt*innen, Designer*innen und Theoretiker*innen Ateliers für einen Zeitraum von bis zu drei Jahren. Bewerbungen für die Ateliers werden jährlich von einer Kommission bestehend aus Vorstand und Beirat begutachtet. Die Atelierstipendiat*innen erhalten einen eigenen Arbeitsraum mit Zugang zu einem großen Gemeinschaftsraum mit Küche in der dritten Etage sowie freien Zugang zu den verschiedenen Werkstätten und Verwaltungsräumen des Künstlerhauses Stuttgart. Die einzelnen Atelierräume sind ca. 25m² groß.
Stipendiat*innen
Die künstlerische Praxis Gala Adams ist eine fortlaufende Auseinandersetzung mit der Frage, wie Wissen in Objekten gespeichert ist und wie Artefakte als Denk- und Erinnerungsprothesen fungieren. Sie arbeitet an den Schnittstellen von Malerei, Skulptur, Zeichnung und Installation, immer mit dem Blick darauf, wie Materialien Bedeutung tragen und in kulturelle Zusammenhänge eingebettet sind.
Es interessiert sie, wie Dinge Geschichten erzählen – nicht nur durch ihre Form und Oberfläche, sondern auch durch die Assoziationen und Erinnerungen, die sie hervorrufen. Wo verlaufen die Grenzen zwischen persönlichem Erleben und kollektivem Gedächtnis? Welche Narrative entstehen durch Neuordnung, Kontextverschiebung oder Inszenierung?
Ihr Werk bewegt sich zwischen diesen Fragestellungen und entwickelt sich in Serien oder Werkgruppen, die sie häufig unter dem Begriff STUDIOLO zusammenfasse. Angelehnt an die Gelehrtenzimmer der Renaissance dient dieser Begriff als Sinnbild für ihre Arbeitsweise: das Sammeln, Beobachten, Hinterfragen und Neu-Kontextualisieren.
Ein wichtiger Teil ihres Prozesses ist das Anlegen und Erweitern eines Bild- und Zeichnungsarchivs, das als Grundlage für ihrer Werke dient. Aus diesem Fundus heraus entstehen Arbeiten, die sich je nach Thema und inhaltlicher Notwendigkeit in verschiedene Medien übersetzen – von Malerei und Zeichnung, über skulpturale Objekte, bis hin zu raumgreifenden Installationen. Sie versteht die Materialwahl und Technik nicht als feste Kategorien, sondern als offene Möglichkeiten, die sich aus der jeweiligen inhaltlichen Auseinandersetzung ergeben.
Gala Adams Werke laden dazu ein, sich auf vielschichtige Weise mit ihnen auseinanderzusetzen – sei es durch haptische, visuelle oder gedankliche Annäherung. Sie thematisieren Übergänge und Schnittstellen, fordern unterschiedliche Perspektiven heraus und öffnen einen Raum für neue Verbindungen zwischen Geschichte, Gegenwart und individueller Wahrnehmung.
Antonia M. Christl schloss 2024 ihr Studium der Bildenden Kunst ab. Them ist fasziniert von Maschinen und Techniken und steht diesen gegenüber mit Freude.
Mittels Forschung und Kunst widmet sich Antonia insbesondere unsichtbaren Behinderungen und Non-binarität. Them/Dem Künstler_in thematisiert ableistische und klassistische Verletzungen mit starkem Interesse an Verantwortlichkeit, die für Heilung und Fortschritt von entscheidender Bedeutung ist.
Antonia durfte deren Video-, Licht-, und Multimedia-Performance- Installationen beim Lichtkunstfestival 2016 der Kulturregion Stuttgart sowie in der Acud Gallery und im Acud Macht Neu in Berlin, im Eigen+Art Lab Berlin, bei der Ruhr Contemporary Essen, in Bukarest, Rumänien und in Rabac, Kroatien zeigen.
Einan Kaku (郭 映南) ist eine chinesisch-japanische Künstlerin, die in Deutschland lebt und arbeitet. Von 2015 bis 2025 studierte sie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und war Meisterschülerin bei Ricarda Roggan und Susanne Windelen.
Ihre Arbeiten sind von kulturellen Einflüssen aus dem ostasiatischen Raum geprägt, die sich in Material, Geste und Struktur einschreiben. In traditionellen ostasiatischen Denkweisen – etwa im Zen-Garten, im Taichi oder in Theorien der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) – sieht sie Wissensformen bewahrt, die Parallelen zu gegenwärtigen wissenschaftlichen Fragestellungen, etwa der Quantenverschränkung, aufweisen und auch für unsere heutige Welt neue Perspektiven und notwendige Einsichten eröffnen.
Im Zentrum ihrer Praxis steht das Bild – jedoch nicht als abgeschlossenes Objekt, sondern als offenes Feld. Es entfaltet sich über das einzelne Motiv hinaus und entwickelt eine räumliche, atmosphärische Präsenz.
Ihr langfristiges Anliegen ist es, eine Brücke zwischen Künstler:innen aus Ost und West zu schlagen.
Ihre Werke wurden unter anderem in der Villa Merkel – Galerie der Stadt Esslingen (2025), der Staatsgalerie Stuttgart (2023), der Akademie der Bildenden Künste Warschau (2023) sowie im Goethe-Institut Paris (2024) gezeigt.
Mehr Infos: www.einankaku.com
Eunyoung Bae, geboren in Seoul, Südkorea, lebt und arbeitet in Stuttgart und Seoul. Sie absolvierte ihr postgraduales Studium als Meisterschülerin im Weißenhof-Programm der Bildenden Kunst an der ABK Stuttgart.
Ihre Arbeiten wurden in Einzel- und Gruppenausstellungen u. a. im Linden-Museum Stuttgart Stuttgart, in der Villa Merkel Esslingen sowie in der Galerie Stadt Sindelfingen gezeigt.
Sie war eine Werkstattstipendiatin der Keramikwerkstatt im Künstlerhaus und sie hat erhielt zuvor der sowie Förderungen durch die Galerie Stadt Sindelfingen und die Helmut Fischer Stiftung.
Ihre Arbeit geht von der Perspektive des Zeitverlaufs und der Zirkulation von Materie aus.
Sie interessiert sich dafür, wie sich Materialien unter geografischen und biologischen Bedingungen verändern, und untersuche anhand von Materialien wie Salz und Wasser, wie diese Veränderungen sinnlich erfahrbar werden. Auf diese Weise fragt sie danach, wie sich die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt formt.
Im Arbeitsprozess spielt Wasser eine zentrale Rolle als Medium, das den Fluss der Zeit und die Transformation von Materie sichtbar macht. Eines der Materialien, bei dem diese Veränderungen besonders deutlich hervortreten, ist Salz. In seiner einfachsten Form ist Salz ein Material, das dem Menschen im Alltag sehr nahe ist.
Eunyoung Bae untersucht diese Materialien durch Recherche sowie durch experimentelle und beobachtende Prozesse. Die daraus gewonnenen Ergebnisse entwickelt sie zu unterschiedlichen installativen Elementen im Raum und führt sie in visuelle Ausstellungsformen über. Die im Arbeitsprozess gesammelten Erfahrungen teilt sie dann mit anderen und lässt sie in die Weiterentwicklung ihrer Arbeit einfließen.
Die Arbeiten präsentieren keine festen Formen, sondern machen materielle Prozesse sichtbar, die sich über die Zeit verändern, und laden zu einer aufmerksamen Beobachtung der Materialien im Raum ein.
Mehr Infos: http://eunyoungbae.com
Liv Rahel Schwenk arbeitet mit Performance, Video, Zeichnung, Text, Recherche und anderen Medien. Ihr Ansatz ist prozessbasiert und beginnt oft mit einer Aufgabe, einem Experiment oder einer Vorgabe, deren Ausführung z.B. zu algorithmischen Zeichnungen, physisch herausfordernden Performances, oder ortsspezifischen Videoarbeiten führt. Es ist ihr wichtig, nicht zu wissen, wohin der Prozess führen könnte und was er von ihr verlangt. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt sie mit ihrer Arbeit mit Sprache, bei der Fragen von Körperlichkeit und Übersetzung im Vordergrund stehen.
In ihren Videoarbeiten und Performances setzt sie ihren Körper ein, um die Regeln oder Gegebenheiten eines Raumes zu hinterfragen. Sie manipuliert das Gefüge von Raum und Zeit und versucht mit ihrem Körper etwas Essentielles über den Raum, aber auch über ihre eigenen Grenzen zu erfahren. Video und Videoprojektion als Teil von Performance ermöglichen es ihr, die zeitlichen und räumlichen Aspekte der Handlungen zu reflektieren, zu verstärken und zu verschränken.
Im letzten Jahr hat Sie ihre Arbeit verstärkt zu Kollaborationen geöffnet und arbeitet an Projekten, die über Teilhabe und Austausch reflektieren. Ein solches Projekt ist Translation // Performance, ein regelmäßiges Treffen auf der Atelier-Etage welches bei dem es um die Frage geht, wie Übersetzung im weiteren Sinn ein Ausgangspunkt sein kann, um Performance zu sehen, zu praktizieren, zu entwickeln.
Liv hat Freie Kunst und Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf studiert und ist 2013 mit einem DAAD-Stipendium nach New York City gegangen, um dort ihr Interesse an Tanz und Choreografie zu vertiefen. Ihre Arbeiten waren unter anderem zu sehen im KIT, Düsseldorf, MH Projects, NYC, und Simultanhalle, Köln. Sie arbeitet auch als Übersetzerin und als Lektorin für englischsprachige Lyrik.
Mit einem künstlerischen Fokus auf Performance und bildende Kunst nutzt Paco Ladrón de Guevara unterschiedliche Ausdrucksformen wie Installation, Zeichnung, Tanz und Theater, um seine Projekte zu entwickeln und zu materialisieren. Nach zehn Jahren Akrobatiktraining und einem Studium der Bildenden Künste reiste er nach Brüssel und Berlin, um eine unabhängige Ausbildung im Bereich Tanz zu verfolgen. Seitdem arbeitete er als professioneller Tänzer in zwei verschiedenen Kompanien, bis er sich 2022 in Stuttgart als freischaffender Künstler niederließ, wo er sowohl als Performer für andere Choreograf:innen tätig ist als auch eigene Arbeiten entwickelt. In den letzten Jahren realisierte Paco kontinuierlich transdisziplinäre Projekte in Form von Ausstellungen und Performances. Darüber hinaus unterrichtet er Workshops zu zeitgenössischer Zeichnung und Bewegungsforschung.
Tyler Cunningham und Emilia Dorr teilen sich an diesem Jahr ein Atelier.
Tyler Cunningham (*1996, USA) ist ein in Stuttgart lebender Performance-Künstler, Forscher, Musiker und Autor. Seit 2020 recherchieren Tyler und seine Mutter über seinen verschollenen Vorfahren Avram Alter und dessen Verschwinden nach seiner Deportation aus den USA zurück nach Polen. Seitdem hat er in Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und Geistern Performances, Audiowalks, Musiktheater und Installationen geschaffen, die ihn zu den Ruinen von Stadtmauern, Spielplätzen, experimentellen Musikorten, dem Atlantik, dem Marienplatz, Sexclubs usw. geführt haben. In letzter Zeit hat er es genossen, ein Elefant im Raum zu sein.
Emilia Dorr (1992) ist eine Performancekünstlerin und Produzentin aus Argentinien, die einen umfassenden, interdisziplinären Ansatz in ihre Arbeit einbringt und dabei Choreografie, Theater und ortsspezifische Kunst miteinander verbindet. Im Mittelpunkt ihrer künstlerischen Forschung steht die Frage, wie wir mit unserer Umgebung „in Beziehung treten“, wobei sie sich auf die Dynamik des Zusammenlebens, institutionelle Grenzen sowie persönliche und kollektive Handlungsfähigkeit in spezifischen Kontexten konzentriert.
Ihre Projekte wurden auf verschiedenen Festivals präsentiert, darunter 3 Tage Frei, JETZT! KulturRegion Stuttgart und das CURRENT FESTIVAL. Ihr Stück „Ways to Dig Up the Mountain“ wurde 2024 beim STOFF Festival für den Preis für das beste Theater- und Spoken-Word-Stück nominiert.
Neben der Entwicklung eigener Projekte ist Emilia eine erfahrene Performerin, die mit verschiedenen Künstlern und internationalen Ensembles zusammengearbeitet hat, darunter Tino Sehgal, die Komponistin Jessie Marino, das Performance-Duo Herbordt/Mohren sowie die mexikanischen Ensembles Vaca35 Teatro en Grupo und Teatro Al Vacio.
Für ihr kommendes Stück „The Destructive Character“ erhielt sie eine Forschungsförderung 2026 vom Kulturamt der Landeshauptstadt Stuttgart und wurde von derselben Institution mit einer Projektförderung für ihre Stücke „Ephemeral Sharings“, das im September 2025 im Linden Museum
präsentiert wurde, sowie für „Hands Up“, das gemeinsam mit Tyler Cunningham inszenierte und im Dezember 2024 im Theater Rampe uraufgeführt wurde, mit einer Projektförderung von derselben Institution ausgezeichnet.
Emilia erwarb einen Master of Arts in Experimenteller Performance an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart (HMDK). Zuvor hatte sie einen Bachelor-Abschluss in Choreografischer Komposition an der Nationalen Universität der Künste (UNA) in Buenos Aires sowie ein transdisziplinäres Diplom in Forschung, Experimentieren und künstlerischer Produktion am CENART in Mexiko-Stadt erworben.
Sie lebt derzeit in Stuttgart und ist Mitbegründerin des Duos Cunningham/Dorr sowie Mitgliederin des Art Territories Collective.
Mehr Infos: https://emiliadorr.wixsite.com/emiliadorr
Tyler Cunningham (*1996, USA) ist ein in Stuttgart lebender Performance-Künstler, Forscher, Musiker und Autor. Seit 2020 recherchieren Tyler und seine Mutter über seinen verschollenen Vorfahren Avram Alter und dessen Verschwinden nach seiner Deportation aus den USA zurück nach Polen. Seitdem hat er in Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und Geistern Performances, Audiowalks, Musiktheater und Installationen geschaffen, die ihn zu den Ruinen von Stadtmauern, Spielplätzen, experimentellen Musikorten, dem Atlantik, dem Marienplatz, Sexclubs usw. geführt haben. In letzter Zeit hat er es genossen, ein Elefant im Raum zu sein.
Liv Rahel Schwenk arbeitet mit Performance, Video, Zeichnung, Text, Recherche und anderen Medien. Ihr Ansatz ist prozessbasiert und beginnt oft mit einer Aufgabe, einem Experiment oder einer Vorgabe, deren Ausführung z.B. zu algorithmischen Zeichnungen, körperlich herausfordernden Performances, oder ortsspezifischen Videoarbeiten führt. Es ist ihr wichtig, nicht zu wissen, wohin der Prozess führen könnte und was er von ihr verlangt.
In ihren Videoarbeiten und Performances setzt sie ihren Körper ein, um die Regeln oder Gegebenheiten eines Raumes zu hinterfragen. Sie manipuliert das Gefüge von Raum und Zeit und versucht mit ihrem Körper etwas Essentielles über den Raum, aber auch über ihre eigenen Grenzen zu erfahren. Video und Videoprojektion als Teil von Performance ermöglichen es ihr, die zeitlichen und räumlichen Aspekte der Handlungen zu reflektieren, zu verstärken und zu verschränken.
Ihr Interesse liegt darin, mit einfachen analogen Handlungen und Mitteln komplexe Situationen herzustellen, in denen Annahmen über die grundlegenden Aspekte von erlebter Realität, wie die Linearität von Zeit, oder Schwerkraft im Raum weniger solide und sicher erscheinen und ein Gefühl von Verflechtung und Interdependenz entsteht.
Liv hat Freie Kunst und Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf studiert und ist 2013 mit einem DAAD-Stipendium nach New York City gegangen, um dort ihr Interesse an Tanz und Choreografie zu vertiefen. Sie arbeitet auch als Übersetzerin und als Lektorin für englischsprachige Lyrik und möchte am Künstlerhaus den Modus ‘Translation’ als Basis für neue Performance Research untersuchen.
anima ona ist eine Kollaboration zwischen Freia Achenbach (*1994) und June Fàbregas
(*1994), die in Stuttgart arbeiten und leben. Mit dem Ziel nachhaltige Visionen für
zukünftiges Leben zu schaffen, die Harmonie, Sensibilität und Vielfalt hervorrufen,
schaffen sie neue Materialien, Prozesse, Objekte, Installationen, Architekturfragmente und
Räume. Ihre vielfältigen Arbeiten eint die Auseinandersetzung mit transformativen
Prozessen, Materialien und Technologien, sowie der kulturellen Bedeutung von
alltäglichen Gegenständen.
Das Duo studierte Industriedesign an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in
Stuttgart. Einem transdisziplinären und forschungsbasierten Ansatz folgend, entwickeln sie
seit 2018 selbst initiierte Projekte und realisieren Auftragsarbeiten, die sich an der Grenze
zwischen Design, Forschung und Kunst bewegen.
2020 wurden sie mit dem Landesgraduiertenstipendium der Staatlichen Akademie der
bildenden Künste Stuttgart ausgezeichnet. Seit 2023 bis heute sind sie
Atelierstipendiat*innen des Künstlerhauses Stuttgart, zudem waren Sie 2023 Artists-in-
Residence für klimasensible Land Art der DKB Stiftung auf Schloss & Gut Liebenberg. Ihre
Arbeiten wurden unter anderem in der Fondation d´entreprise Martell (Cognac, FR), bei
der Collectible Fair (Brüssel, BE), sowie im Rahmen des IBA´27 Festivals #1 (Stuttgart,
DE) ausgestellt. Im Jahr 2022 fand ihre erste Einzelausstellung In Fülle…Transformation
zum Geopolymer im Hospitalhof Stuttgart (Stuttgart, DE) statt.
Mehr Infos: www.animaona.com
Mizi Lee (*1990, Changwon, Südkorea) nutzt alle Arten von Medien und überschreitet die Grenzen aller Disziplinen, um ein einzigartiges Ereignis zu schaffen. Mal gründet sie einen Fake-Supermarkt, um Prospekte voller Kunstwerke zu drucken, mal schreit sie in einer Punkband in der Berliner Kulturbrauerei oder in den alten Waggons am Nordbahnhof Stuttgart. Sie arbeitet interdisziplinär-kollektiv, weil sie der Meinung ist, dass für Kunstwerke mehr nötig ist als eine Künstlerin. Im Jahr 2022 gründete sie die Punkband Horizontaler Gentransfer und schafft mit ihr reihenweise Projekte, die an der Schnittstelle von Bildender Kunst, Performance und Theater liegen.
Sie hat einen Bachelor in Malerei, Hongik University, Seoul und absolvierte ihr Diplom in Bildender Kunst an der ABK Stuttgart bei Nadine Bracht, Werner Schüle, Enno Lehmann, Claudia Heinzler, Solveig Fröhling, Jonghyun Park, Martin Lutz, Nobert Kull, Thomas Breitenfeld, Daniel Mijic, Justyna Koeke, Tilmann Eberwein, Prof. Bier, Prof. Roggan, Prof. Roob, Prof. Thomas und Schorsch Kamerun.
Paco Ladrón de Guevara Rodríguez (*1997, Granada) konzentriert seine künstlerische Forschung auf die Bereiche Performance und Bildende Kunst und verwendet verschiedene Medien wie Installation, Zeichnung oder Tanz, um seine Projekte zu verwirklichen.
Nach seinem Bachelor-Abschluss in Bildender Kunst (2018) reiste Paco nach Brüssel und Berlin, um sich durch die Teilnahme an Workshops und den Austausch mit anderen Künstlern im Bereich Tanz weiterzubilden. Seitdem hat er als professioneller Tänzer in den Tanzkompanien Aura Dance Theatre (Litauen) und Ballett Pforzheim (Deutschland) gearbeitet.
Im Juli 2022 ließ sich Paco als freischaffender Künstler in Stuttgart nieder und konzentrierte sich auf plastische Forschung und Choreografie. Er hatte die Möglichkeit, als Performer für andere Choreografen in verschiedenen Städten Deutschlands, Italiens, Spaniens und der Schweiz zu arbeiten und seine eigenen Werke zu schaffen.
In den letzten Jahren hat Paco seine eigenen transdisziplinären Projekte in Form von visuellen Ausstellungen oder Bühnenperformances durchgeführt. Im Juni 2023 wurde sein erstes abendfüllendes Bühnenwerk unter dem Titel „YAGA“ uraufgeführt, eine Performance, in der er alle von ihm erforschten Disziplinen miteinander verbindet.
Marcela Majchrzak ist Künstlerin und Kunstvermittlerin. In ihren Projekten beschäftigt sie sich mit Themen rund um Identität, Kultur und Arbeit und deren Platz und Verhandlung am Küchentisch. Dabei interessiert sie sich für die (Dis-)Funktionalität von Strukturen und deren Rechtfertigungsmechanismen. Ihre Arbeiten haben oft einen forschenden und performativen Charakter und verwirklichen sich gerne in verschiedenen Formaten des Zusammenkommens.
Sie studierte an der Akademie der Bildenden Künste Kunstvermittlung sowie Philosophie an der Universität Stuttgart.
Theo Ferreira Gomes (*1993 Niterói/Brasilien) ist ein transdisziplinärer Forscher, der zwischen kuratorischer und akustischer Praxis arbeitet. Er interessiert sich besonders für künstlerische Strategien, die jenseits der Grenzen des Kunstsystems Handlungsfähigkeit entfalten. Indem er Stimmen aus Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft vereint, versucht er, das Soziale in „experimentellen Öffentlichkeiten“ neu zu konfigurieren. Dieser Ansatz kann sich in Gemeinschaftsformaten, Hörerlebnissen, Workshops, Partys und Ausstellungen manifestieren.
Seine unabhängige Forschung konzentriert sich auf radikale Ökonomien und Gegenfinanzierungen und er erforscht, wie Künstler*innen mit Gemeinschaftswährungen und alternativen Bankinfrastrukturen experimentieren können. Zusammen mit Kosmas Phan Ðinh untersucht er die Politik des Schweigens und ihre Verstrickungen mit historischen und aktuellen Machtverhältnissen.
Theo Ferreira Gomes arbeitete mit der ORNAMENTA 2024, der Akademie Schloss Solitude, dem Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie Konstanz, der Indian Sonic Research Organisation, dem World Hope Forum und dem ZKM – Zentrum für Kunst und Medien zusammen. Von 2019 bis 2023 war er stellvertretender Vorsitzender des gemeinnützigen Kunstraums LAF – Leerstand als Freiraum e.V. in Pforzheim. Er war u.a. zu Gast im Künstlerhaus Stuttgart (2024), beim Moers Festival (2024), beim Lindenmuseum Stuttgart (2024), beim Max Planck Institut für Verhaltensbiologie Konstanz (2023), in der ifa Galerie Stuttgart (2023) sowie dem Salon des Amateurs Düsseldorf (2023). Er war Coordination Fellow für Kunst, Wissenschaft & Wirtschaft an der Akademie Schloss Solitude (2022-23) und ist seit 2023 Stipendiat im Künstlerhaus Stuttgart.
Yara Richter (*1996) bewegt sich zwischen Kunst, Kulturarbeit und Mutterschaft. Mit einem Schwerpunkt auf dekolonialen und kollektiven Prozessen ist Richter neben der künstlerischen Arbeit auch als Moderator*in, Redner*in und Bildungsreferent*in mit den Schwerpunkten Schwarze Identitäten, intersektionalem Feminismus und institutioneller Kritik tätig.
Seit 2022 forscht sie mit Sound, Text, Video und Performance zu black noise als einem Ausgangspunkt, um dekolonisierte Kunst- und Kulturpraktiken zu imaginieren und kreieren. Dabei ist der kreative Prozess ein vielschichtiger, zutiefst politischer Tanz, in dem Ökofeminismus, Queerness, Altra Egos und Geschichtsschreibungen mit einem nicht-linearen Zeitverständnis, Psychosomatik und Möglichkeitsräumen für marginalisierte Körper zusammenfließen. Analoge und digitale Technologien treten in Wechselwirkung mit dem Körpergeist, wobei sich immer auch die Frage nach (Handlungs-)Macht stellt. Performance wird dabei auch als Form institutioneller Kritik eingesetzt, um sich mit Reibungen von Repräsentation und Sichtbarkeit von Menschen und Machtstrukturen auseinanderzusetzen. Das wird gespeist von Yaras Forschung über den Raum, in dem sich Stimme und Bewegung gegenseitig bedingen. Dabei unternimmt Yara Versuche in kollektiver und kollaborativer Praxis, wie im Fall der Noise Sessions (2022) als clits akimbo mit Kai Krämer und der Performance seep (2022) mit Toni Böckle in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden.
2024 erscheint Yara Richters Text Dissolving Intimacy über die Ausstellung You Are Another Me von Adina Pintilie im Lerchenfeld Magazin der HFBK Hamburg. 2023 produzierte Yara Richter mit der Black Community Foundation und jungen Schwarzen Künstler*innen in Stuttgart den experimentellen Podcast black noise x Bad Cannstatt im Rahmen der Open School Bad Cannstatt des Künstlerhaus Stuttgart und des Current – Kunst und Urbaner Raum Festivals.
Seit 2023 kuratiert Yara Richter die Baustelle Zukunft der Jungen Oper im Nord Stuttgart mit Ülkü Süngün und Noah Anderson, bei der es um die Frage geht, wie BIPoC Communities eine strukturelle und nachhaltige Partizipation in Kunst- & Kulturinstitutionen ermöglicht werden kann. Außerdem ist Yara Richter Co-Koordinatorin des Black History Month 2024 Stuttgart, der von diversen Schwarzen und afrodiasporischen Gruppen kollektiv organisiert wird.
Von 2020 bis 2023 absolvierte Richter den MFA in Körper, Theorie und Poetik des Performativen an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Discoteca Flaming Star und Ines Kleesattel. Während dieser Zeit war Yara auch als Kunstvermittler*in in diversen Stuttgarter Kunstinstitutionen tätig. Davor absolvierte Yara Richter den Bachelor in Soziologie mit quantitativen Methoden an der University of Warwick (Coventry, GB) und verbrachte drei Jahre in Elternzeit.
Yara Richter lebt und arbeitet in Stuttgart.
Mizi Lee (1990, Changwon, Südkorea) nutzt alle Arten von Medien und überschreitet die Grenzen aller Disziplinen, um ein einzigartiges Ereignis zu schaffen. Mal gründet sie einen Fake-Supermarkt, um Prospekte voller Kunstwerke zu drucken, mal schreit sie in einer Punkband in der Berliner Kulturbrauerei oder in alten Waggons am Nordbahnhof Stuttgart. Sie arbeitet interdisziplinär-kollektiv, weil sie der Meinung ist, dass für Kunstwerke mehr nötig ist als eine Künstlerin. Im Jahr 2022 gründete sie die Punkband Horizontaler Gentransfer und schafft mit ihr reihenweise Projekte, die an der Schnittstelle von Bildender Kunst, Performance und Theater liegen.
Sie hat einen Bachelor in Malerei, Hongik Universität, Seoul und absolvierte ihr Diplom in Bildender Kunst an der ABK Stuttgart bei Nadine Bracht, Werner Schüle, Enno Lehmann, Claudia Heinzler, Solveig Fröhling, Jonghyun Park, Martin Lutz, Nobert Kull, Thomas Breitenfeld, Daniel Mijic, Justyna Koeke, Tilmann Eberwein, Prof. Bier, Prof. Roggan, Prof. Roob, Prof. Thomas und Schorsch Kamerun.
Mehr Informationen zu Mizi Lee finden Sie hier:
Theo Ferreira Gomes (*1993, Niterói/Brasilien) ist post-disziplinärer Kurator, Designer und DJ. Sein besonderes Interesse gilt informellen, sozialen Ökonomien und wie durch verschiedene Währungen persönliche oder unpersönliche Gemeinschaften hergestellt werden können.
Seit Juni 2022 ist er Curatorial Fellow bei der ORNAMENTA, einem reaktivierten Kulturprogramm in der Region Nord Schwarzwald, das aktualisierten Regionalismus erforscht und seit 1989 zum zweiten Mal von Juli bis Oktober 2024 stattfindet. In einer Reihe transdisziplinärer Ausstellungs- und Veranstaltungsformate werden bis zum Sommer 2024, in Zusammenarbeit mit gesellschaftlichen, künstlerischen und unternehmerischen Akteur:innen, die Themengemeinden Bad Databrunn, Zum Eros, Schmutzige Ecke, Inhalatorium und Solartal prototypisch entwickelt und der Öffentlichkeit präsentiert.
Von April 2022 bis Mai 2023 war er Koordinationsstipendiat für art, science & business an der Akademie Schloss Solitude. Unter anderem betreute er die Field Trip Residency, ein fortlaufendes Kollaborationsprojekt mit der Abteilung für Ökologie der Tiergesellschaften des Max Planck Instituts für Tierverhalten in Konstanz und dem Programm art, science & business der Akademie Schloss Solitude. Außerdem begleitete er das Namibia Austauschprogramm und das Under Utopia Stipendium, einem Kollaborationsprojekt mit dem Künstlerduo Thomas Drescher und Maren Geers.
Von November 2019 bis Februar 2023 war er Vorstandsmitglied im Leerstand als Freiraum e.V. (LAF), einem kollektiv-geführten Verein mit Projektraum in der Innenstadt Pforzheims. Der LAF e.V. setzt sich für kulturelle (Lebens-)räume in Pforzheim ein und realisiert Projekte an der Schnittstelle zwischen Gesellschaft, Kunst und Urbanität. In dieser Zeit setzte er mit einem losen Netzwerk an Kollaborateur:innen aus dem Verein wie aus der Stadt eine Vielzahl an Ausstellungs- und Diskursformaten, wie auch Community Projekten oder Musikveranstaltungen um.
2018 absolvierte er ein Studium in Modedesign an der Hochschule Pforzheim. Im Rahmen dessen erhielt er ein Arbeitsstipendium von AsaPreneurs, um in Zusammenarbeit mit Arbeiter*innen einer Fabrik in Tirrupur (Südindien) Designmethoden zu entwickeln, die Textilverschnitte nutzen und verringern.
anima ona ist ein multidisziplinäres Studio, bestehend aus Freia Achenbach und June Fàbregas. Das Duo studierte Industrial Design an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
Einem transdisziplinären und kollaborativen Ansatz folgend, entwickeln sie seit 2018 selbstinitiierte Projekte und verwirklichen Auftragsarbeiten, wobei sie sich an der Grenze zwischen Design, Forschung und Kunst bewegen.
Ihre vielfältigen Arbeiten eint die Suche nach bisher unausgeschöpften Ressourcen und Möglichkeiten der Wiederverwendung des Materials, der sie durch experimentelle Herangehensweisen und der Auseinandersetzung der kulturellen Bedeutung von Objekten nachkommen.
Weitere Informationen zu anima ona finden Sie unter:
Für das letzte Jahr seines Stipendiums am Künstlerhaus Stuttgart hat Lambert Mousseka das Konzept „Stuttgart Akt“ ausgearbeitet.
Dazu gehören auch drei Veröffentlichungen zu seiner gesamten Zeit im Künstlerhaus zum Thema Sape – Sapologie.
Mit “Stuttgart Akt” sind alle in Stuttgart eingeladen, zu sapieren. Die Idee ist, mit Freiwilligen wie den aktuellen Stipendiat*innen, Mitgliedern, Kunstfreund*innen, Studierenden und Menschen aus Stuttgart in die Öffentlichkeit Stuttgarts zu gehen und zu sapieren.
Es wird dafür Kleidung aus Naturmaterialien, Keramik und Stoffe hergestellt, die dann nicht nur der Sape gewidmet sind. Zu der schönen, eleganten, bunten und übertriebenen Kleidung gehören auch Accessoires. Achtung – nicht zu verwechseln mit Karneval, Sapologie hat mehr mit Mode zu tun, als alles andere.
Geplant ist hierfür eine Kooperation mit einer Modeschule und zwei oder drei Schneider*innen aus Kinshasa. Von der eine ein Mitglied des Kollektivs Bakoko ist, das Kleidung aus Naturmaterialien herstellt. Dieses revolutionäre Kollektiv weigert sich Kleidung aus Stoff herzustellen, sondern lässt sich von der Natur inspirieren
Als Künstlerin, Kunstvermittlerin und Mutter beschäftigt sich Marcela Majchrzak (*1993) in ihren Projekten mit Themen rund um Identität, Kultur und Arbeit. Dabei interessiert sie sich insbesondere für die (Dis-) Funktionalität von Strukturen und ihren Rechtfertigungsmechanismen. Ihre Arbeiten haben oft einen forschenden und performativen Charakter und verwirklichen sich gerne in verschiedenen Formaten des Zusammenkommens.
Als Gründungsmitglied der Matriarchalen Volksküche (MV), welches ein Künstler*innen-Kollektiv ist, realisiert sie verschiedene Küchen-, Essens-, und Diskurssituationen. In diesen bemühen sich die Künstler*innen, verschiedene Perspektiven und Ansätze um den Tisch zu versammeln, um Rezepte für ein zukünftiges Miteinander auszutauschen. Sie führen damit situativ die Arbeit der Volksküchen fort, die mit ihrer Ökonomie der Sorge im Kontrast stehen zur Ökonomie des freien Marktes, stellen aber auch die Frage nach den darin verinnerlichten Ausbeutungsmechanismen und Wertesystemen.
Marcela Majchrzak lebt und arbeitet in Stuttgart. Sie studierte an der Akademie der Bildenden Künste bei Rainer Ganahl, Ülkü Süngün und Heba Y. Amin sowie Philosophie an der Universität Stuttgart.
Paco Ladrón de Guevara Rodríguez (*1997, Granada) konzentriert seine künstlerische Forschung auf die Bereiche Performance und Bildende Kunst und verwendet verschiedene Medien wie Installation, Zeichnung oder Tanz, um seine Projekte zu verwirklichen. Acht Jahre lang übte er sich in Akrobatik und machte seinen Bachelor-Abschluss in Bildender Kunst, bevor er nach Brüssel und Berlin reiste, um eine unabhängige Tanzausbildung zu absolvieren. Seitdem hat er als professioneller Tänzer in den Kompanien Aura Dance theatre (Litauen) und Ballet Pforzheim (Deutschland) gearbeitet. Nach der Spielzeit 2021/22 hat sich Paco als freischaffender Künstler in Stuttgart niedergelassen, wo er sich auf plastische Forschung und Choreographie fokussiert und die Möglichkeit hat, als Performer für andere Choreograph*innen in verschiedenen Städten Deutschlands, Italiens, Spaniens und der Schweiz zu arbeiten sowie seine eigenen Arbeiten zu kreieren. In den letzten Jahren führte Paco immer wieder eigene transdisziplinäre Projekte in Form von Ausstellungen oder Performances durch. Nicht zuletzt ist seine Lehrtätigkeit in Workshops für zeitgenössisches Zeichnen und Bewegungsforschung zu erwähnen, wie z.B. “due to, despite of. Zwischen Langeweile und Notwendigkeit” (Spanien, Litauen und Deutschland).
Yara Richter (*1996) bewegt sich zwischen Kunst, Kulturarbeit und Mutterschaft. Mit einem Schwerpunkt auf dekolonialen und kollektiven Prozessen ist Richter neben der künstlerischen Arbeit auch als Moderator*in, Redner*in und Bildungsreferent*in mit den Schwerpunkten Schwarze Identitäten, intersektionalem Feminismus und institutioneller Kritik tätig.
Seit 2022 forscht sie mit Sound, Text, Video und Performance zu black noise als einem Ausgangspunkt, um dekolonisierte Kunst- und Kulturpraktiken zu imaginieren und kreieren. Dabei ist der kreative Prozess ein vielschichtiger, zutiefst politischer Tanz, in dem Ökofeminismus, Queerness, Altra Egos und Geschichtsschreibungen mit einem nicht-linearen Zeitverständnis, Psychosomatik und Möglichkeitsräumen für marginalisierte Körper zusammenfließen. Analoge und digitale Technologien treten in Wechselwirkung mit dem Körpergeist, wobei sich immer auch die Frage nach (Handlungs-)Macht stellt. Performance wird dabei auch als Form institutioneller Kritik eingesetzt, um sich mit Reibungen von Repräsentation und Sichtbarkeit von Menschen und Machtstrukturen auseinanderzusetzen. Das wird gespeist von Yaras Forschung über den Raum, in dem sich Stimme und Bewegung gegenseitig bedingen. Dabei unternimmt Yara Versuche in kollektiver und kollaborativer Praxis, wie im Fall der Noise Sessions (2022) als clits akimbo mit Kai Krämer und der Performance seep (2022) mit Toni Böckle in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden.
2024 erscheint Yara Richters Text Dissolving Intimacy über die Ausstellung You Are Another Me von Adina Pintilie im Lerchenfeld Magazin der HFBK Hamburg. 2023 produzierte Yara Richter mit der Black Community Foundation und jungen Schwarzen Künstler*innen in Stuttgart den experimentellen Podcast black noise x Bad Cannstatt im Rahmen der Open School Bad Cannstatt des Künstlerhaus Stuttgart und des Current – Kunst und Urbaner Raum Festivals.
Seit 2023 kuratiert Yara Richter die Baustelle Zukunft der Jungen Oper im Nord Stuttgart mit Ülkü Süngün und Noah Anderson, bei der es um die Frage geht, wie BIPoC Communities eine strukturelle und nachhaltige Partizipation in Kunst- & Kulturinstitutionen ermöglicht werden kann. Außerdem ist Yara Richter Co-Koordinatorin des Black History Month 2024 Stuttgart, der von diversen Schwarzen und afrodiasporischen Gruppen kollektiv organisiert wird.
Von 2020 bis 2023 absolvierte Richter den MFA in Körper, Theorie und Poetik des Performativen an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Discoteca Flaming Star und Ines Kleesattel. Während dieser Zeit war Yara auch als Kunstvermittler*in in diversen Stuttgarter Kunstinstitutionen tätig. Davor absolvierte Yara Richter den Bachelor in Soziologie mit quantitativen Methoden an der University of Warwick (Coventry, GB) und verbrachte drei Jahre in Elternzeit.
Yara Richter lebt und arbeitet in Stuttgart.
Mona Zeilers Arbeiten spüren den Bedeutungsebenen der Dinge nach und stellen Verknüpfungen zwischen den eingesetzten Materialien und Formen hinsichtlich ihrer inhaltlichen und ästhetischen Zuschreibungen her. Metallkonstruktionen, Glas- und Holzelemente treffen auf Keramikobjekte, Abformungen aus Gips oder Elemente aus Stein.
Durch die Arbeit mit verschiedenen Materialien geht es auch darum, etwas entstehen zu lassen, das durch die materielle Erfahrung im Raum an und mit Dingen verhandelt wird und ein Wissen hervorbringt, das Sprache nicht formulieren kann. Der Mensch erscheint innerhalb dieser Anordnungen lediglich als ordnungsgebender (unsichtbarer) Bezugspunkt.
Das Atelier im Künstlerhaus ist dabei Ort für das Entwickeln weiterer Werkzeuge und Methoden – ein räumlicher Behälter sozusagen für den künstlerischen Prozess, für ein Hinzufügen und Wegnehmen, indem Bezugspunkte innerhalb dieses Systems sich immer wieder auflösen und neu bilden.
Die Arbeit rue de figuier / extérieur (2021/22), deren erste Teile während ihres Stipendienaufenthaltes an der Cité Internationale des Arts, Paris 2021 entstanden sind, nimmt anhand abgeformter Baumrindenstücke Schnittstellen zwischen Innen und Außen als trennende bzw. verbindende Elemente und Momente des Übergangs in den Blick und geht Begriffen wie Durchlässigkeit, Hülle, Schutz und Abgrenzung nach.
Die für landscape of support, four fragments (2022) entwickelten Formen gehen aus Gegenständen hervor, die für Körperteile unterstützend wirken sollen. Ergonomische Handgelenkauflagen beispielsweise werden bei ihrer Benutzung kurzfristig zu einer Art Stütze, einer ‚supporting structure‘ für eine bestimmte Position. Losgelöst von ihrem ursprünglichen Kontext werden die Objekte zu fragmentartigen Verbindungsgliedern, die unterschiedliche Haltungen vorschlagen und wie Artefakte ihre Funktion noch erahnen lassen.
Lambert Mousseka (geb. in Katanga, Demokratische Republik Kongo) hinterfragt seit seiner Jugend die Entstehung, den Ursprung, den Geist und den Zustand von Materie. Diese Fragestellungen führten zu diversen Studien und Recherchen und beeinflussen bis heute sein künstlerisches Schaffen.
Im selben Rhythmus wie die Materie versucht Lambert Mousseka zu schwingen, um nicht nur eine Form zu finden, sondern auch einen Ausdruck, eine Sprache hervorzubringen und so einen Dialog zwischen dem Schöpfer, dem Publikum und dem Kunstwerk herzustellen.
Nach dem Kunststudium setzte er sich zum Ziel, mit verschiedenen Materialien und deren Anwendung in der künstlerischen Praxis zu experimentieren. Material bedeutet hierbei eine globale Vision. Die gesagten und ungesagten Gedanken, der Text und der Geist sind das Bindeglied zur Vision. So kann nicht entschieden werden, ob das Material dem Konzept vorausgeht oder umgekehrt. Um in einen Dialog mit den Kunstwerken treten zu können, hilft Offenheit und Humor.
Lena Meinhardt und Eva Dörr arbeiten seit 2019 als Künstlerinnenduo zusammen. Ihre Arbeiten begegnen sich im Feld der Soundinstallation.
In Lena Meinhardts Kompositionen verselbstständigen sich Aufnahmen von Orten, Objekten oder Texten durch dichte Klangsynthesen. Zusammen mit Eva Dörr, deren Schwerpunkte Installation und neue Medien sind, entstehen interdisziplinäre und kontextbezogene Arbeiten.
„Good morning midnight — “ ist eine 4-Kanal-Komposition für Elektronik, Schlagzeug und Bass-Bariton.
Sie wurde 2022 mit Pascal Zurek (Gesang) zur Ausstellungseröffnung von „Nachtstücke – unterwegs in der Dunkelheit“ uraufgeführt. Die Komposition verzahnt Muster von Maschinen-Aufnahmen, einem maschinellen Schlagzeugspiel und sich polyphon und disharmonisch überlagernden Stimmloops.
„Ralentir“ ist eine Video-Sound-Arbeit, die während des Stipendiums im Künstlerhaus entstanden ist. Sie besteht aus Bild- und Tonmaterial, das das Duo in der Pariser Metro aufgenommen hat. Die Kamera wurde ans Fenster der Stadtbahn gehalten. Stadtansichten, Tunnel, Bahnsteige und wartende Passagiere ziehen vorbei. Bild- und Klangmaterial wurden stark montiert.
Durch die Transformation des Klangmaterials und extreme Montage im Bild verschränken sich diese Ebenen und die darin befindlichen Zeitgefüge.
Marcela Majchrzak (*1993) ist Künstlerin, Kunstvermittlerin und Mutter. Sie interessiert sich in ihren Projekten für die (Dis-) Funktionalität von Strukturen und ihren Rechtfertigungsmechanismen rund um die Themen Identität, Arbeit und Kultur. Ihre Arbeiten haben oft einen forschenden, performativen Charakter und verwirklichen sich gerne in verschiedenen Formaten des Zusammenkommens.
Derzeit erforscht sie ein Monument in dem Ort, in dem sie Teile ihrer Kindheit verbracht hat und legt dabei dessen gesellschaftliche und nationale Verstrickungen offen, aber auch ihre ganz persönlichen.
Als Gründungsmitglied der Matriarchalen Volksküche, welches ein Künstler:innen-Kollektiv ist, realisiert sie verschiedene Küchen-, Dinner- und Diskursveranstaltungen und stellt sich dabei immer wieder die Frage, wie eine künstlerisch/ aktivistische Gruppenstruktur offen und tragfähig sein kann.
Gemeinsam mit interdisziplinären Akteur:innen denkt sie über neue Perspektiven bezüglich der Zukunft von Kunstvermittlung nach.
Sie studierte Philosophie sowie Bildende Kunst in Stuttgart und Warschau und machte ihren Abschluss in der Klasse von Heba Y. Amin und Ülkü Süngün.
Theo Ferreira Gomes (*1993, Niterói/Brasilien) ist post-disziplinärer Kurator, Designer und DJ. Sein besonderes Interesse gilt informellen, sozialen Ökonomien und wie durch verschiedene Währungen persönliche oder unpersönliche Gemeinschaften hergestellt werden können.
Seit Juni 2022 ist er Curatorial Fellow bei der ORNAMENTA, einem reaktivierten Kulturprogramm in der Region Nord Schwarzwald, das aktualisierten Regionalismus erforscht und seit 1989 zum zweiten Mal von Juli bis Oktober 2024 stattfindet. In einer Reihe transdisziplinärer Ausstellungs- und Veranstaltungsformate werden bis zum Sommer 2024, in Zusammenarbeit mit gesellschaftlichen, künstlerischen und unternehmerischen Akteur:innen, die Themengemeinden Bad Databrunn, Zum Eros, Schmutzige Ecke, Inhalatorium und Solartal prototypisch entwickelt und der Öffentlichkeit präsentiert.
Von April 2022 bis Mai 2023 war er Koordinationsstipendiat für art, science & business an der Akademie Schloss Solitude. Unter anderem betreute er die Field Trip Residency, ein fortlaufendes Kollaborationsprojekt mit der Abteilung für Ökologie der Tiergesellschaften des Max Planck Instituts für Tierverhalten in Konstanz und dem Programm art, science & business der Akademie Schloss Solitude. Außerdem begleitete er das Namibia Austauschprogramm und das Under Utopia Stipendium, einem Kollaborationsprojekt mit dem Künstlerduo Thomas Drescher und Maren Geers.
Von November 2019 bis Februar 2023 war er Vorstandsmitglied im Leerstand als Freiraum e.V. (LAF), einem kollektiv-geführten Verein mit Projektraum in der Innenstadt Pforzheims. Der LAF e.V. setzt sich für kulturelle (Lebens-)räume in Pforzheim ein und realisiert Projekte an der Schnittstelle zwischen Gesellschaft, Kunst und Urbanität. In dieser Zeit setzte er mit einem losen Netzwerk an Kollaborateur:innen aus dem Verein wie aus der Stadt eine Vielzahl an Ausstellungs- und Diskursformaten, wie auch Community Projekten oder Musikveranstaltungen um.
2018 absolvierte er ein Studium in Modedesign an der Hochschule Pforzheim. Im Rahmen dessen erhielt er ein Arbeitsstipendium von AsaPreneurs, um in Zusammenarbeit mit Arbeiter*innen einer Fabrik in Tirrupur (Südindien) Designmethoden zu entwickeln, die Textilverschnitte nutzen und verringern.
Irem Gunaydin untersucht die Beziehung zwischen Text und Bild und wie Worte und Bilder zwischen dem diskursiven und dem bildlichen Bereich zirkulieren, indem sie die Objekthaftigkeit von Sprache und die Grammatik von Bildern betrachtet. Ihre Arbeiten entstehen oft aus dem Schreiben heraus und entfalten sich als Installationen, die gedruckte und skulpturale Elemente enthalten, wobei das Schreiben als Dreh- und Angelpunkt fungiert.
Ihre Inspiration kommt aus der Philosophie, der Literatur, der Kulinarik und dem Rand eines Apfels. In und um ihre Arbeit herum ist sie daran interessiert, die engmaschigen Texturen der Kunstgeschichte, die Gesamttextur des Selbst und den Fetisch der Authentizität und Originalität zu durchlöchern. Diese Haltung erlaubt es ihr, zu denken, ohne ein neues Zentrum, einen Ursprung oder eine Wahrheit zu etablieren. Gunaydin sagt selbst, sie kümmere sich nicht um den Zweck eines Mediums, stattdessen benutze sie das, was da ist (wofür es ursprünglich nicht gedacht sein könnte), um eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen. Sie kümmert sich nicht um die Kohärenz ihrer Worte oder Ideen. In diesem Sinne verhält sie sich wie ein Bricoleur. Ihr schriftliches Material zeigt, wie das “Ich” als Porträt einer Künstlerin diagnostiziert wird und wie die die Symptome für leicht, mittelschwer oder schwer aussehen könnten. Daher ist das Schreiben eine Möglichkeit, ihre Symptome als Künstlerin zu feiern! Sie spaltet sich in mehrere Personen auf und wurde so zur Beobachterin der jeweils anderen. Die Schwierigkeit, das Kunstmachen als Arbeit zu erkennen, und die wirtschaftlichen Realitäten des Lebens als Künstlerin werden in ihrer schriftlichen Arbeit thematisiert.
Irem Gunaydin (*1989, Istanbul/Türkei) hat ein Foundation-Diplom vom Chelsea College of Art and Design (2011) und ihren BA in Fine Art vom Central Saint Martins, London (2014). Sie lebt und arbeitet in Istanbul.
anima ona ist ein multidisziplinäres Studio, bestehend aus Freia Achenbach und June Fàbregas. Das Duo studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Einem transdisziplinären und kollaborativen Ansatz folgend, entwickeln sie seit 2018 selbst-initiierte Projekte und verwirklichen Auftragsarbeiten, wobei sie sich an der Grenze zwischen Design, Forschung und Kunst bewegen. Ihre vielfältigen Arbeiten eint die Suche nach bisher unausgeschöpften Ressourcen und Möglichkeiten der Wiederverwendung des Materials, der sie durch experimentelle Herangehensweisen und der Auseinandersetzung der kulturellen Bedeutung von Objekten nachkommen.
Ausstellungen/Vorträge/Auszeichnungen
2023 Solid Transitions, Gruppenausstellung, Rohbauhallen Stuttgart 21, Stuttgart
2022 Fachgespräch „nachhaltige und innovative Baustoffe“, Fraktion Die Grünen, Haus der Abgeordneten, Stuttgart
2022 Archaeology of a city mine, Solo Ausstellung, Projektraum Kunst()Klima, Stuttgart
2022 Zum Abgang eines Sonderlings, Gruppenausstellung, Akku Stuttgart
2022 Escapism, Ausstellung, Collectible Fair, Brüssel
2022 In Fülle…Transformation zum Geopolymere, Hospitalhof Stuttgart
2021 Outer Space, Gruppenausstellung, Galerie Kernweine, Stuttgart
2021 Atelier Ecru x Objects with Narratives, Gruppenausstellung, Aterlie Ecru, Ghent
2021 brahha, mit Ann-Kathrin Müller + Julia Schäfer, Weissenhofmuseum Stuttgart / Current Festival Stuttgart
2021 The Makers Show, Salone del Mobile, Milan
2020-2021 Places to be, Ausstellung mit anima ona, Fondation d ́entreprise Martell, Cognac
Mein Projekt ist eine groß angelegte Forschung, in der mit dem Leberwurstbaum so umgegangen wird, als ob er Kunst sei oder mit Kunst, als sei sie ein Leberwurstbaum. Dabei werden die Qualitäten des Baumes ausgewählt, die sich auf die Eigenschaften von Kunst umdenken lassen. Auf diesem Weg erdet sich Kunst und wir lernen den Leberwurstbaum kennen.
Ich arbeite an einem Format zwischen Atelier und Ausstellung, in dem ich als Künstlerin aktiv und anwesend bin mit Fotografie, Skulptur, Text, Textbildern, mit gesungenen und gesprochenen Zitaten, die mir im Laufe der Forschung begegnen, performativen Elementen, Lesungen und Vorträgen.
Eine der wichtigsten Fragen dieser Forschung lautet, wie nahe ich dem Baum anhand von gefundenem Material kommen kann.
Denn tatsächlich kann ich dank der vielfältigen Möglichkeiten der Internet-Recherche etwas untersuchen, das ich noch nie in Wirklichkeit gesehen habe. Was aber macht die virtuelle Erfahrung des Leberwurstbaumes mit mir?
Lena Meinhardt und Eva Dörr arbeiten seit 2019 als Künstlerinnenduo zusammen. Ihre Arbeiten begegnen sich im Feld der Soundinstallation.
In Lena Meinhardts Kompositionen verselbstständigen sich Aufnahmen von Orten, Objekten oder Texten durch kraftvolle Klangsynthesen. Zusammen mit Eva Dörr entstehen interdisziplinäre und kontextbezogene Arbeiten. Eva Dörrs künstlerische Schwerpunkte liegen im Bereich der (Sound-) Installation und dem Video. Sie konzentriert sich auf die akustische Wahrnehmung von zumeist marginalen Räumen und Orten.
Beide lernten sich an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart kennen. Dort war Lena Meinhardt Kontaktstudentin in Computermusik bei Prof. Piet Johan Meyer, während Eva Dörr nach ihrem Lehramtsstudium in Kunst und Mathematik Lehramtes Gasthörerin im Studio für elektronische Musik war.
Ralentir ist eine Video und Sound Arbeit, die während des Stipendiums im Künstlerhaus entstanden ist. Sie besteht aus Video- und Tonmaterial, das das Duo in der Pariser Metro aufgenommen hat. Die Kamera wurde ans Fenster der Stadtbahn gehalten. Stadtansichten, Tunnel, Bahnsteige und wartende Passagiere ziehen vorbei. Bild- und Klangmaterial wurden stark montiert.
Durch die Transformation des Klangmaterials und extreme Montage im Bild verschränken sich diese Ebenen und die darin befindlichen Zeitgefüge.
Die Arbeit ABELKA ist Teil des selbstorganisierten Ausstellungsprojektes „Kehrmaschine“. Gleich getaktet mit weiteren Arbeiten der Ausstellung vermischt die 8-Kanal-Sound Installation die Lüftungsanlage der Halle mit einer 60-minütigen Komposition, die das Raumgedächtnis zum Thema hat und die Halle mit Klängen und deren Reflexionen füllt.
Gleichermaßen entwickeln sich Bild und Ton in einem Loop, der Außen- und Innenansichten der Stadt ineinander verschränkt. Während die verschiednen Ebenen aneinander und ineinander vorbei rauschen, lösen sich die Muster von Zeit und Zeitgefühl kontinuierlich auf.
Lennart Cleemann (*1990) ist studierter Architekt (Hannover, Aarhus, Basel und Stuttgart). An der ABK Stuttgart war er Teil der Kunstklasse Reto Bollers und fand so seinen Weg in die künstlerische Praxis.
Am Künstlerhaus untersucht er Ideen und Vorstellungen von „Zuhause“. Er arbeitet mit Raum und Material. Durch die Konstruktion und Abstraktion von Zimmern, Möbeln und Spielgeräten erkundet er seine Umwelt und versucht ein Verständnis für dessen Prozesse zu erlangen. Das Atelier ist dabei ein Ort der Notwendigkeit geworden. Es wird physischer Schauplatz des Inneren, saugt Launen, Staub und Schweiß auf. Der tägliche Wandel dieses intimenRaums und dessen Beob achtung dient der Erkundung des Selbst. Zu seinem Prozess schreibt er:
Meine Arbeit findet im physischen Raum statt.
Ich agiere und reagiere.
Ich weiß nicht, was ich will.
Ich handle.
Material leitet mich.
Ich versuche nicht zu denken.
Funktioniert nicht.
Aufräumen, Ordnung machen, Zusammenhänge entdecken.
Zufrieden mit der dämlichen Einfachheit des Prozesses.
Spazieren gehen.
Dinge finden.
Ins Atelier schleppen.
Mich vollmüllen.
Loslassen.
Pissen.
Janis Eckhardts (*1994) Arbeitsweise verbindet ausgehend von Konstellationen und Objekten, persönliche Faszinationen mit gegenwärtigen sozialen Umständen. Arbeiten entstehen meist durch einen beiläufigen Moment, der aus den angesammelten Materialien hervorgeht. Performative Aspekte, das Wiederverwenden von eigenem und fremdem Material sowie dessen Historie, Distribution und Rekontextualisierung, ziehen sich als Mechanismen durch seine Arbeit. Dabei ist er stets auf der Suche nach nicht rein symbolischer Reproduktion und Darstellung, sondern einem Eingriff, der eine Ambivalenz produziert und aufrechterhält.
In Mona Zeilers Arbeiten begegnen uns gängige Materialien und Formen, die auf Bekanntes referieren. Sie sind Teil unserer Umgebung, aber selten im Fokus unserer Wahrnehmung. Unter der Verbindung von analogen und digitalen Arbeitstechniken entwickelt Zeiler skulpturale Installationen, die sich mit den dreidimensionalen Bestandteilen unserer Lebenswelt auseinandersetzen.
Zeiler kombiniert in ihren collageartigen sorgfältig angeordneten Konstellationen künstliche mit natürlichen Materialien und solchen, die natürliche Eigenschaften imitieren.
Sie löst Strukturen und Gegenstände aus ihrem ursprünglichen Kontext, bringt diese auf eine Ebene und setzt sie mit weiterverarbeiteten Oberflächen und Materialien neu in Beziehung. Metallkonstruktionen, Glas- und Holzelemente, digital bearbeitetes Bildmaterial, bedruckte Kunststoffplanen treffen auf Keramikobjekte, Abformungen aus Gips oder Elementen aus Stein. Die Grenzen zwischen industriell Gefertigtem und manuell Bearbeitetem gehen ineinander über und verschwimmen.
Ihre Arbeiten spüren den Bedeutungsebenen der Dinge nach und stellen Verknüpfungen zwischen den eingesetzten Materialien und Formen und Begriffen wie Innen und Außen, Stützung, Schutz, Durchlässigkeit und Abgrenzung nach. Der Mensch erscheint innerhalb dieser Anordnungen lediglich als ordnungsgebender (unsichtbarer) Bezugspunkt.
Mit diesen Gegenüberstellungen untersucht Mona Zeiler das Verhältnis zwischen den Formen und deren Beschaffenheiten auf ihre ästhetischen und inhaltlichen Zuschreibungen und fordert die Betrachter zu neuen Assoziationen und Kontextualisierungen heraus.
Mona Zeiler (*1989 in Ellwangen) studierte Bildende Kunst im Fachbereich Bildhauerei sowie Intermediales Gestalten an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und schloss dort 2017 mit Diplom ab. 2019 erhielt Zeiler den Peter-Hans-Hofschneider Preis der Kunststiftung Baden-Württemberg und 2021 das Residenzstipendium an der Cité internationale des arts in Paris des Ministeriums für Wissenschaft Forschung und Kunst, Baden-Württemberg. Sie stellte u.a. in der Kunsthalle Baden-Baden, im Kunstraum Riehen sowie im Kunstverein Freiburg aus.
Lambert Mousseka betrachtet sein Leben als eine Reise. Als Künstler begann er als Schauspieler, dann Figurenspieler. 2001 studierte er Marketing an der Wirtschaft Hochschule (Institut Supérieur de Commerce Kinshasa). 2013 schloss er sein Kunststudium an der Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart ab.
Seitdem arbeitet er im Bereich Malerei und Keramik und gibt Workshops im Bereich Figurentheater und Keramik in Deutschland und im Kongo. Seine Arbeit basiert auf Malerei und Keramik.
In den vergangenen Jahren nahm er u.a. an folgenden Gruppenausstellungen teil: Gemeinschaft Jetzt (Stadtkirche Schorndorf), Disturbance Wich (Zitadelle Spandau Berlin), Es dauert, es ist Zerbrechlich, es bleibt womöglich für immer (Bahnhof Museum Rolands Eck), Prêt-à-Partager (Ifa, Stuttgart), Couture Commune (Künstlerhaus Stuttgart) und Kinoserie – Briller et s’envoler (Institut Français Kinshasa).
Er hat verschiedene Kunststipendien und Residenzen für Keramik und Recherche erhalten, unter anderen Schloss Balmoral, EKWC – Sunday Morning, und Institut Français Kinshasa.
Lambert Mousseka versucht eine Zusammensetzung von Konzepten, Texten und Formen, Mode, Politik und Religion, Ökonomie und Ritualen, Philosophie und Design etc. herzustellen.
Lena Meinhardt und Eva Dörr arbeiten seit 2019 als Künstlerinnenduo zusammen. Ihre Arbeiten begegnen sich im Feld der Soundinstallation.
Lena Meinhardt war Kontaktstudentin in Computermusik an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. In ihren Kompositionen verselbstständigen sich Aufnahmen von Orten, Objekten oder Texten durch kraftvolle Klangsynthesen. Zusammen mit Eva Dörr, die unter anderem am KIT Karlsruhe und der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart Bildende Kunst und Mathematik studierte, entstehen Orts- oder kontextbezogene Arbeiten. Eva Dörrs künstlerische Schwerpunkte liegen im Bereich der (Sound-) Installation und dem Video. Sie konzentriert sich auf die akustische Wahrnehmung von zumeist marginalen Räumen und Orten.
Die Arbeit ABELKA ist Teil des selbstorganisierten Ausstellungsprojektes „Kehrmaschine“. Gleich getaktet mit weiteren Arbeiten der Ausstellung vermischt die 8-Kanal-Sound Installation die Lüftungsanlage der Halle mit einer 60-minütigen Komposition, die das Raumgedächtnis zum Thema hat und die Halle mit Klängen und deren Reflexionen füllt.
Lennart Cleemann (*1990) kommt aus der Architektur. Er studierte in Hannover, Aarhus und Stuttgart. Bevor er zur Kunsthochschule in Stuttgart kam, machte er ein Praktikum bei Buchner Bründler Architekten in Basel (Schweiz). Diese Zeit prägte seine Denkweise und Arbeitshaltung bezüglich des von ihm so benannten „poetischen Pragmatismus“. In der Kunstklasse Reto Bollers hat er seine Affinität für den direkten Kontakt mit Material und dessen emotionale Potenz entdeckt.
In seiner Arbeit behandelt er vor allem Themen der Ein- und Zweisamkeit sowie Themen des sexuellen Begehrens und Konsums. Die Befreiung aus einer gefühlten Hilflosigkeit gegenüber gesellschaftlich und gedanklich festgefahrenen Strukturen ist dabei ein Ziel seiner Arbeit. Er hat eine Verbundenheit zu rohen, unbehandelten Materialen, welche häufig den Ausgangspunkt seiner Arbeit darstellen. Diese werden gerne mit Fundobjekten von der Straße und Baustellen kombiniert und in Kontext miteinander gesetzt.
Am Künstlerhaus Stuttgart hat er sich mit dem Bestreben beworben, das bereitgestellte Atelier als einen Testraum für Installationen, im Sinne einer dystopischen Wohnung, zu nutzen. Die Idee stammt vor allem aus der Auseinandersetzung mit dem Motiv des Bettes als Ort des Rückzugs, der Lethargie, aber auch der Intimität und Freude.
Er erkundet Gefühls- und Beziehungszusammenhänge, welche ihn in seinem Alltag beschäftigen. Der Testraum kann auch als eine Art Baustelle betrachtet werden, die sich in stetigem Wandel befindet. Leben und Tod, Schönheit, Zerstörung und Verfall haben hier gleichermaßen eine Daseinsberechtigung.
Janis Eckhardts (*1994) Arbeitsweise verbindet ausgehend von Konstellationen und Objekten, persönliche Faszinationen mit gegenwärtigen sozialen Umständen. Arbeiten entstehen meist durch einen beiläufigen Moment, der aus den angesammelten Materialien hervorgeht. Performative Aspekte, das Wiederverwenden von eigenem und fremdem Material sowie dessen Historie, Distribution und Rekontextualisierung, ziehen sich als Mechanismen durch seine Arbeit. Dabei ist er stets auf der Suche nach nicht rein symbolischer Reproduktion und Darstellung, sondern einem Eingriff, der eine Ambivalenz produziert und aufrechterhält.
Alba Frenzel studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Während ihres Studiums befasste sie sich mit Fotografie im Feld der zeitgenössischen Kunst. Nach ihrem Diplom im Sommer 2017 stellte sie ihre Arbeiten Fotopapier, Licht, Ei zusammen mit weiteren Preisträger:innen im Rahmen des Fotowettbewerbs gute aussichten – junge deutsche fotografie in den Deichtorhallen Hamburg aus. Im Frühjahr 2021 erscheint ihre erste Publikation Kreatur o.T. beim Vexer Verlag.
In ihrer künstlerisch-forschenden Arbeit interessiert sie sich dafür, wie „lebendige Kunst“ entsteht. Bei ihrer aktuellen Recherche stieß sie durch Zufall auf den „Leberwurstbaum“, der im Duden auf derselben Seite steht wie „Leben“. „Meine Arbeit ist eine groß angelegte Forschung, in der mit dem Leberwurstbaum so umgegangen wird als ob er Kunst sei oder mit Kunst als sei sie ein Leberwurstbaum. Die Qualitäten, die sich auf die Eigenschaften von Kunst umdenken lassen, werden dabei ausgewählt.
Das von mir gesammelte heterogene Material zu dem ursprünglich in Westafrika heimischen Baum stammt aus verschiedenen gefundenen Quellen: Bildern, Katalogtexten, Videos, Fachaufsätzen und Internet-Suchergebnissen.“
Marlon Lanziner und Valentino Berndt arbeiten seit 2014 als Künstlergruppe MAVA an der skulpturalen Ausarbeitung von Umweltphänomenen. In ihrem Projekt “the rain brings the color” zeigen sie, wie durch Verwitterungsprozesse von Kupfermaterialien in Reaktion mit Regenwasser Farbschlieren auf einer weißen Marmortreppe entstehen und wie diese das Aussehen der Treppe transformieren.
Marlon Lanziner (*1989) und Valentino Berndt (*1988) absolvierten das Studium der Bildenden Kunst an der ABK Stuttgart von 2010 bis 2018.
2019 entwarf Marlon Lanziner mit Eva-Marie Holzner die erste Edition von „Vadonna“-Kleinskulpturen. Die aus Bronze gefertigten und individuell gefärbten Unikate beziehen sich zum einen auf die klassische Mariendarstellung, der „Madonna“, zum anderen auf das weibliche Geschlecht, und verbinden beide Aspekte in den Skulpturen.
2020 publizierte Marlon Lanziner und Valentino Berndt das MAVA Kunstbuch Die Geschwindigkeit der Erde, welches die künstlerischen Projekte von 2014 – 2020 zusammenfasst. Im folgenden Jahr 2021 planen sie die Veröffentlichung des Buches im Rahmen einer Ausstellung.
n.n.n. collective wurde im Jahr 2014 von Jasmin Schädler, Julia Schäfer und Susanne Brendel gegründet. Schädler studierte Theaterregie an der Akademie für Darstellenden Künste Baden-Württemberg (2016) und Kunst Praxis am Dutch Art Institute (2019). Schäfer machte ihren Abschluss in Bildender Kunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart (2020) und Brendel studierte Bühnen- und Kostümbild und Bildende Kunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart (2021).
Gemeinsam entwickeln sie Formate, die sich sowohl im Bereich der Bildenden als auch der DarstellendenKunst bewegen. Inhaltlich beschäftigen sie sich gleichermaßen mit literarischen und theoretischen Texten und deren Potential, szenische Vorgänge auszulösen. Ihre Arbeiten waren u. a. im Projektraum des Kunstverein Wagenhalle, dem Schauspiel Stuttgart und dem Theater Rampe zu sehen.
Unterstützt durch die Publikationsförderung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg erscheint 2021 ihre Publikation vom Aufgang der Sonne. Darin werden Texte und künstlerische Arbeiten präsentiert, die im Rahmen einer kritischen Auseinandersetzung mit Hegels Vorlesungen über die Philosophie der Weltgeschichte entstanden sind.
Helen Weber (*1994) studierte Bildende Kunst in Stuttgart und in Istanbul. Arbeitet individuell und kollektiv zwischen Innen- und Außenraum. Teil des Schwäbischen Online-Albvereins, des kollektiv_mitteperformance und ROSANNAWIDUKIND. Wirft sich mit feldforscherischem Anspruch in Kontexte, was Aktionen, Skulpturen, Texte, Videoinstallationen und diverse Formen der Dokumentation zur Folge hat. Seit Längerem gilt ihr Interesse den Widersprüchen des “Deutschen Waldes”, einer ideologischen Spielwiese zwischen Survival, Waldeinsamkeit*, Volkstum, Protest, Zecken, Natur- und Klimaschutz.
*Im Juli 2020 entwaffnet der “Schwarzwald- RAMBO“ Y. Rausch bei einer Kontrolle in seinem Gartenhüttchen 4 Polizeibeamte und findet anschließend auf sechstägiger Flucht vor Polizeihubschraubern Obdach im heimischen Schwarzwald. In einem Video schildert die Anwohnerin die Situation: „Ich war im Garten beschäftigt und auf dem Weg runter habe ich die Straße abgeguckt – weil man sich halt irgendwie umschaut momentan – und dann habe ich einen jungen Mann in Tarnanzug mit einem langen Wanderstock die Straße langlaufen sehen. Er lief wie ein Wanderer.“
Lennart Cleemann (*1990) hat Architektur an der Universität Hannover, der Arkitektskolen Aarhus (Dänemark) und der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart studiert und mit Bachelor und Master abgeschlossen. Bevor er zur Kunsthochschule in Stuttgart kam, machte er ein Praktikum bei Buchner Bründler Architekten in Basel (Schweiz). Diese Zeit prägte seine Denkweise und Arbeitshaltung bezüglich des von ihm so benannten „poetischen Pragmatismus“.
In seiner Arbeit behandelt er vor allem Themen der Ein- und Zweisamkeit sowie Themen des sexuellen Begehrens und Konsums. Die Befreiung aus einer gefühlten Hilflosigkeit gegenüber gesellschaftlich und gedanklich festgefahrenen Strukturen ist dabei ein Ziel seiner Arbeit. Am Künstlerhaus Stuttgart hat er sich mit dem Bestreben beworben, das bereitgestellte Atelier als einen Testraum für Installationen, im Sinne eines dystopischen Schlafzimmers, zu nutzen. Die Idee stammt vor allem aus der Auseinandersetzung mit dem Motiv des Bettes als Ort des Rückzugs, der Lethargie, aber auch der Intimität und Freude.
Er erkundet an diesen Betonbetten Gefühls- und Beziehungszusammenhänge, welche ihn in seinem Alltag beschäftigen. Der Testraum kann auch als eine Art Baustelle betrachtet werden, die sich in stetigem Wandel befindet. Tod und Leben haben hier gleichermaßen eine Daseinsberechtigung.
Alba Frenzel (*1984) studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Während ihres Studiums befasste sie sich mit Fotografie im Feld der zeitgenössischen Kunst. Nach ihrem Diplom im Sommer 2017 stellte sie ihre Arbeiten Fotopapier, Licht, Ei zusammen mit weiteren Preisträger:innen im Rahmen des Fotowettbewerbs gute aussichten – junge deutsche fotografie in den Deichtorhallen Hamburg aus. Entstanden sind die Bilder ausschließlich in der Dunkelkammer auf Grundlage des Zusammenspiels von Fotopapier und Licht. Als Material dienten ihr Hühnereier in verschiedenen Aggregatzuständen, die so verschiedene Formen von unterschiedlicher Intensität erzeugen. 2019 trat sie ein Arbeitsstipendium im Künstlerhaus Salzwedel an.
In ihrer fotografischen Arbeit Aus erdgeschichtlicher Sicht fotografierte sie in Eisdielen die Theken mit Speiseeis, welche durch Aufnahmewinkel und Farbgebung wie Naturformationen von Gestein, Lava oder Schlamm erscheinen.
In ihrer aktuellen Arbeit geht sie der Frage nach der Entstehung einer lebendigen Kunst nach, welche sie anhand des Leberwurstbaums erforscht.
Ülkü Süngün studierte Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste. Mit unterschiedlichen Medien wie Fotografie, Installation, Bildhauerei und Lecture Performances setzt sie sich in ihrer Arbeit kritisch mit Migrations- und Identitäts(politiken) und Erinnerung auseinander und betreibt mit ihren prozessorientierten und kollaborativen Ansätzen künstlerische Forschung. Als Dozentin an der Merz Akademie und der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart beschäftigte sie sich auch mit emanzipatorischen Fragen in der Lehre.
Im Künstlerhaus realisiert sie ihr Projekt Institut für Künstlerische Migrationsforschung (IKMF). Mit ihrem 2017 gegründeten Verein, macht sie ihre bisherige künstlerische und sozial- und gesellschaftskritische Praxis strukturell sichtbar und nutzt dabei Räume nomadisch. Im Frühjahr 2019 wurde im Rahmen dieses Projektes die Veranstaltungsreihe ACTIVIST ACADEMY. VISUAL STRATEGIES I mit mehreren offenen Workshops im Künstlerhaus realisiert. 2019 hatte sie mit dem IKMF einen Aufenthalt im zeitraumexit in Mannheim: GEMEINGUT JUNGBUSCH. Sie untersuchte im Viertel Jungbusch, Funktionen von Migration und Kultureinrichtungen im Kontext der Gentrifizierung. Stationen des Aufenthaltes waren die Kurzfilm-Kinoreihe KANAKINO mit Belit Sag und Cana Bilir-Meier.
Stadtlücken e.V. ist eine Gruppe von Gestalter:innen aus unterschiedlichen Disziplinen, die das Bewusstsein für öffentlichen Raum und Stadterfahrung schärfen und ein digital-analoges Netzwerk für das gemeinsame Entwickeln einer lebenswerten Stadt fördern. Eine lebenswerte Stadt bietet nichtkommerzielle öffentliche Räume, in denen sich unterschiedliche Akteur:innen begegnen und urbane Strukturen mitgestalten können. Der zu gestaltende urbane Raum ist dabei nicht nur städteplanerisch zu verstehen, sondern umfasst Rechts- und Wissensräume genauso wie Bauten und Infrastruktur, die für alle zugänglich sein müssen.
Regelmäßige Diskussionsveranstaltungen wie Einmal im Monat – Wem gehört die Stadt? fördern den Austausch und bieten Initiativen und interessierten Bürger*innen die Chance, sich weiter zu vernetzen. Gemeinsam diskutieren sie stadträumliche Fragen wie „Was ist Partizipation?“, „Wo wohnen eigentlich Obdachlose?“ oder „Wie geht Kooperation?“. Das Recht auf Stadt in Stuttgart wird über diese Vernetzung erprobt, experimentiert, weiterentwickelt und als Grundsatz implementiert. Daneben arbeitet Stadtlücken an der Entwicklung eines Kooperativen Stadtraums am Österreichischen Platz und an einem Konzept für eine Schnittstelle von Politik, Verwaltung und Bürger:innen in Form des Amtes für öffentlichen Raum, das im Sommer 2020 in der Architekturgalerie am Weißenhof startet.
Jasmin Schädler ist Regisseurin und bildende Künstlerin. Nach ihrem Bachelor in Physik und Kulturwissenschaften studierte sie Theaterregie bei Christof Nel an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg und absolvierte einen Master in Kunst Praxis am Dutch Art Institute. Ihr künstlerischer Fokus liegt in der Sezierung von Zusammenhängen und Etymologien. Technologie und Wahrnehmung stehen aktuell im Zentrum ihrer Auseinandersetzung. Ein längerfristiges künstlerisches Forschungsprojekt ist ihre Arbeit zur Interaktion zwischen Mensch und Algorithmen. Zuletzt zeigte sie hierzu eine Lecture Performance am Silent Green (Berlin) im Mai 2019.
2020 realisiert sie gemeinsam mit Bongile Gorata Lecoge-Zulu eine Arbeit für das Festival Die irritierte Stadt, in der es um die performative Diversität der Wahrnehmung des Stadtraums geht. Als Teil des Kollektivs die apokalyptischen tänzer*innen (www.apocalyptic.dance) entwickelt sie Performances in enger Zusammenarbeit mit dem Theater Rampe und als Teil der Nachwuchsplattform Freischwimmen.
Marlon Lanziner und Valentino Berndt arbeiten seit 2014 als Künstlergruppe MAVA an der skulpturalen Ausarbeitung von Umweltphänomenen. In ihrem Projekt the rain brings the color zeigen sie, wie durch Verwitterungsprozesse von Kupfermaterialien in Reaktion mit Regenwasser Farbschlieren auf einer weißen Marmortreppe entstehen und wie diese das Aussehen der Treppe transformieren.
Marlon Lanziner (*1989) und Valentino Berndt (*1988) absolvierten das Studium der Bildenden Kunst an der ABK Stuttgart von 2010 bis 2018.
2019 entwarf Marlon Lanziner mit Eva-Marie Holzner die erste Edition von „Vadonna“-Kleinskulpturen. Die aus Bronze gefertigten und individuell gefärbten Unikate beziehen sich zum einen auf die klassische Mariendarstellung, der „Madonna“, zum anderen auf das weibliche Geschlecht, und verbinden beide Aspekte in den Skulpturen.
Amiko Li (*1993) ist ein bildender Künstler, der in den Bereichen Fotografie, Text und Video arbeitet. Seine Arbeiten erforschen das Paradoxon von Intimität und Distanz. Durch Strategien der Nachstellung, des Austauschs und der Fehlübersetzung erforscht er in seinen Arbeiten eine aleatorische Herangehensweise an Nuancen des kulturellen und sozialen Systems sowie der Ethik von Sprache und Repräsentation. Derzeit arbeitet er an einem textbasierten Projekt, in dem Quellen wie Akupunktur, Handlesen, Induktion psychogener Erkrankungen, Tetrochromie bei Vögeln, Evolution, Bewertungssystem und Körperautonomie herangezogen werden.
Aufgrund der Pandemie ist es Amiko Li aktuell nicht möglich, nach Deutschland einzureisen, sodass sein Stipendium entsprechend verschoben wird.
Nach einem Designstudium in Bozen zog Veronika Schneider (*1991 in Berlin) nach Stuttgart, um dort seit 2016 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Kunst und Kunstpädagogik zu studieren. Sie studierte bei Rainer Ganahl, discoteca flaming star und momentan absolviert sie ihr Bachelorstudium unter der Betreuung von Antonia Low. Mittels Workshops in Museen und eigens initiierten Kunstprogrammen hinterfragt sie den Moment, in dem Kunst entsteht. Veronika Schneider interessiert sich für den offenen Zustand der Ahnungslosigkeit. Es geht um den menschlichen Körper, der durch Architektur, Kunst oder andere Formen symbolischer Gewalt bestimmt wird und ständig in Kontakt mit kalten und glatten Oberflächen ist. Der Kontrast von harten Fakten zu intuitivem Wissen steht auch im Mittelpunkt ihrer skulpturalen Erforschung des Materials Glas.
Veronika Schneider nutzt aktuell das Atelier von Amiko Li, ist jedoch keine Stipendiatin des Künstlerhaus Stuttgart.
Juni 2019 bis August 2019
anorak ist ein kuratorisches Trio, bestehend aus Lukas Ludwig, Johanna Markert und Florian Model. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht der kollaborative Prozess und die Überzeugung, dass eine gemeinschaftliche Arbeitsweise Möglichkeiten eröffnet, die über ihre individuellen Herangehensweisen hinausgehen. Anoraks Projekte haben ihren Ausgangspunkt im Interesse an anderen künstlerischen Positionen und entstehen in enger Zusammenarbeit mit lokalen und internationalen jungen Künstler_innen und Kulturschaffenden. Ausstellungsmachen bedeutet für anorak, Orte des ernsthaften, gegenseitigen Austauschs und Dialos junger Künstler:innen zu entwickeln. Seit 2016 leitet das Trio den gemeinnützigen Kunstverein Anorak e.V. mit dem Ziel eine institutionelle Infrastruktur zu schaffen, die es jungen Künstler:innen und Kulturschaffenden ermöglicht ihre Arbeiten zu realisieren und zur Diskussion zu stellen. Im ersten Jahr ihres Atelierstipendiums realisierten anorak das Ausstellungsprojekt Gemini (2018/19), welches in Kooperation mit dem Künstlerhaus Stuttgart, der Akademie Schloss Solitude und dem Delphikino realisiert wurde. Ausgehend von der Figur des Doppels, als einem Anderen in sich selbst, stellte Gemini die Frage, inwiefern Formen vorgefasster Narrative – Mythen, Schicksal und Geschichte – Identifikationsprozesse anstoßen und darin gegenwärtige Subjektivitäten formen. Das mehrteilige Projekt, welches im Herbst mit der Filmpremiere A GRIN WITHOUT A CAT — THE VERY TALE von Katharina Jabs begann, umfasste ein Online- und Printmagazin, ein Veranstaltungsprogramm und zwei Ausstellungskapitel.
Das anorak Atelier im Künstlerhaus Stuttgart ist zugleich Arbeitsraum, Vereinssitz, Treffpunkt und Ausgangspunkt für neue Projekte. Zur Zeit arbeitet anorak an freien kuratorischen Projekten u.a. einer Ausstellung in der Villa Merkel, die 2020 im Rahmen des Bahnwärterstipendiums realisiert wird.
Mehr Informationen finden Sie unter: anorakanorak.com
Lowland bietet einen Möglichkeitsraum für den Austausch künstlerischer Positionen und Realitäten. Es vereint Magazin und wechselnde interdisziplinäre Künstlergruppe. Während jedes Zyklus des Austauschs erhalten die teilnehmenden Künstler:innen die Gelegenheit, ihre Positionen füreinander zu öffnen. Die Gründerinnen sind Anne Pflug, Christiana Teufel und Damaris Wurster.
Weitere Informationen zu Lowland und deren Gründerinnen finden Sie unter:
Mit unterschiedlichen Medien wie Fotografie, Installation, Bildhauerei und Lecture Performances setzt Ülkü Süngün (*1970) sich kritisch mit Migrations- und Identitäts(politiken) und Erinnerung auseinander und betreibt mit ihren prozessorientierten und kollaborativen Ansätzen künstlerische Forschung.
Sie realisiert im Künstlerhaus ihr Projekt „Institut für Künstlerische Migrationsforschung“ (IKMF). Mit ihrem 2017 gegründeten Verein macht sie ihre bisherige künstlerische und sozial- und gesellschaftskritische Praxis strukturell sichtbar und öffnet das Atelier als Zentrale des IKMF für laufende Projekte und Gäste.
Im Frühjahr 2019 findet die Workshopreihe Visual Strategies derAktivisten Akdemie des IKMF statt,die mit politischen Aktivisten aus Stuttgart konzipiert wurde. Hauptanliegen dieser Workshopreihe ist die Suche nach neuen visuellen Sprachen, sowie die Netzwerkbildung und Solidarisierung von lokalen (Protest-)Bewegungen.
Marlon Lanziner und Valentino Biagio arbeiten seit 2014 als Künstlergruppe MAVA an der skulpturalen Ausarbeitung von Umweltphänomenen. Im Künstlerhaus Stuttgart möchten sie sich ihrem Projekt Erosionsrinnen widmen.
Marlon Lanziner (*1989) und Valentino Biagio (*1988) absolvierten das Studium der Bildenden Kunst an der ABK Stuttgart von 2010 bis 2017.
Zuvor schloss Biagio ein Studium der Informatik und der Digitalen Musikproduktion sowie eine Ausbildung zum Steinbildhauer und Restaurator erfolgreich ab.
Jasmin Schädler (*1989) ist Regisseurin und Bildende Künstlerin. Ihr künstlerischer Fokus liegt in der Sezierung von Zusammenhängen und Etymologie. Technologie und Welthandel stehen aktuell im Zentrum ihrer Auseinandersetzung. Ein längerfristiges künstlerisches Forschungsprojekt ist ihre Arbeit Algorithmic Gaze, in der sie untersucht, wie sich der Blick auf den Körper durch Machine Vision verändert.
Als Teil des Kollektivs die apokalyptischen tänzer*innen (www.apocalyptic.dance) entwickelt sie gerade eine Performance über die Handelsgeschichte der Banane, welche Ende des Jahres im Theater Rampe in Stuttgart und an der Schwankhalle Bremen zu sehen sein wird.
Jasmin Schädler hat einen Bachelor in Physik und Kulturwissenschaften und studierte im Anschluss Theaterregie bei Christof Nel an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg.
„Stadtlücken” ist eine Gruppe von Gestalter*innen aus unterschiedlichen Disziplinen, die das Bewusstsein für öffentlichen Raum und Stadterfahrung schärfen und ein digital-analoges Netzwerk für das gemeinsame Entwickeln einer lebenswerten Stadt fördern wollen. Sie möchten Lücken im Stadtsystem finden, sichtbar machen, den ungenutzten Raum öffnen und für Menschen sowie deren Bedürfnisse zugänglich und gemeinsam nutzbar machen. Stadtlücken besteht aus derzeit 15 Mitgliedern aus den Bereichen Architektur, Stadtplanung, Kunst, Produkt- und Kommunikationsdesign, Sozialgeographie, Handwerk, Soziale Arbeit, Filmdokumentation und Betriebswirtschaftslehre.
September 2018 bis Februar 2019
Sören Hiob studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart bei Christian Jankowski und Mike Bouchet. Er arbeitet sozusagen über die Grenzen hinweg in den verschiedenen Bereichen zeitgenössischer bildender Kunst: Von Malerei, Skulptur über Installation bis hin zu seinen Schwerpunkten Performance und Video. Inhaltlich versucht er zunehmend außerinstitutionelle, ungebundene Perspektiven zu entwickeln. Mit seinen Arbeiten war Hiob bereits in zahlreichen Gruppenausstellungen vertreten – natürlich an verschiedenen Stellen in Stuttgart, aber auch bereits europaweit in Breslau, Warschau, Vaduz, London, Edinburgh, Basel oder Rom.
Anna Romanenko (Jahrgang 1983 und in Moskau geboren) studierte zunächst Schauspieltheaterregie an der Theaterakademie Hamburg und dann Architektur, Neue Medien und Skulptur an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Sie „entwirft Gegenstände mit operativen Kapazitäten sowie Vorgänge, die sich anhand von Objekten ereignen“. Gemeinsam mit Björn Kühn war sie Mitbegründerin des Performancekollektivs Punch and Jude und des Verlages für Handbücher.
Björn Kühn (Jahrgang 1987) studierte Bildende Kunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart sowie am Goldsmiths College der University of London. Neben reger Ausstellungs-, Performance- und Vortragstätigkeit war Kühn außer bei den genannten Kollektiven mit Anna Romanenko auch Mitbegründer des Magazins Copter. In ihrer künstlerischen Praxis befassen sich Romanenko und Kühn damit, „neue Mechaniken zwischen Mensch, Objekt und Umwelt zu erfinden, sie zu beschreiben und Werkzeuge für diese Mechaniken zu entwerfen“.
Katharina Jabs, 1986 in Kasachstan geboren, ist Künstlerin und Filmemacherin. Sie studierte Bildende Kunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Dokumentarfilm an der Filmakademie Baden-Württemberg und im Rahmen eines Auslandaufenthaltes Neue Medien an der Kyushu Sangyo University in Japan.
Von 2016 bis 2017 erhielt sie das Landesgraduiertenstipendium für das künstlerisch-wissenschaftliche Forschungsvorhaben Ein Grinsen ohne Katze, mit Bezug auf die Methodik der japanischen Dokumentarfilm Avantgarde der 60er-Jahre und auf zeitgenössische filmästhetische Theorien zum Thema „OFF“. Die Dreharbeiten zu ihrem aktuellen Film Ein Grinsen ohne Katze – THE VERY TALE wurden durch den DAAD in Japan gefördert.
Katharina Jabs arbeitet in ihren Filmen an verschiedenen Aggregatzuständen von Absenz. Ein wesentliches Kriterium ihrer filmischen Praxis ist die Beschäftigung mit der Materialität des OFF (hors-champ, off-screen space), jenem imaginären Raum des Filmes, der außerhalb des Bildfeldes potentiell existiert/insistiert und durch Kamera und Mise en Scène von ihr konzipiert und inszeniert wird.
2017 erhielt ihr Film TERRY JO WANTED den „Link 2 Future“-Preis der Psychoanalytischen Gesellschaft Zürich.
Anorak ist ein Trio, bestehend aus Lukas Ludwig, Johanna Markert und Florian Model. Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht der kollaborative Prozess. Wir sind davon überzeugt, dass eine gemeinschaftliche Arbeitsweise Möglichkeiten eröffnet, die über unsere individuelle Arbeit hinausgehen. Unsere Projekte haben ihren Ausgangspunkt im Interesse an anderen künstlerischen Positionen und entstehen in enger Zusammenarbeit mit lokalen und internationalen jungen Künstler*innen und Kulturschaffenden. Im Experimentieren mit Formaten wie Ausstellungen, Dinner, Gesprächen und Film-Screenings versuchen wir Orte des ernsthaften, gegenseitigen Austauschs zu entwickeln.
Seit 2016 leiten wir den gemeinnützigen Kunstverein Anorak e.V., dessen Ziel es ist den Austausch und Dialog junger Künstler*innen zu fördern.
Zu unseren letzten Ausstellungs- und Veranstaltungsprojekten zählen Mixed Feelings (2016), in Kollaboration mit dem Künstlerhaus Stuttgart und der Palermo Galerie sowie In a Room (2017) in der Leopoldstr. 2, Karlsruhe.
Ülkü Süngün, 1970 in Istanbul geboren, lebt und arbeitet in Stuttgart. Aufgewachsen in der Türkei und Deutschland übte sie zunächst ihren Erstberuf als Ingenieurin aus, bevor sie Bildende Kunst bei Werner Pokorny, Udo Koch und Felix Ensslin studierte. Mit unterschiedlichen Medien wie Fotografie, Installation, Bildhauerei und Lecture Performances setzt sie sich dabei kritisch mit Migrations- und Identitäts(politiken) und Erinnerung auseinander und betreibt mit ihren prozessorientierten und kollaborativen Ansätzen künstlerische Forschung. Als Dozentin an der Merz Akademie und der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart beschäftigt sie sich auch mit emanzipatorischen Fragen in der Lehre.
Sie wird im Künstlerhaus ihr Projekt „Institut für Künstlerische Migrationsforschung“ (IKMF) realisieren. Mit ihrem 2017 gegründeten Verein macht sie ihre bisherige künstlerische und sozial- und gesellschaftskritische Praxis strukturell sichtbar und nutzt dabei Räume nomadisch. Süngün wird das Atelier als Zentrale des IKMF für laufende Projekte und Gäste öffnen und in regelmäßigen Abständen Workshops, Lecture Performances und Diskussionen veranstalten. Mit interdisziplinären Kooperationen und Kollaborationen gibt sie anderen Künstlerin*innen, Aktivist*innen, Wissenschaftler*innen und Sozialarbeiter*innen eine Plattform.
Januar 2018 bis April 2018
August 2017 bis Oktober 2017
Februar bis April 2017
Die Südkoreanerin Minyoung Paik, Jahrgang 1983, studierte bis 2008 Textildesign an der Konkuk Universität in Seoul, Südkorea. Danach begann sie ihr Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste München unter Magdalena Jetelová. 2015 wurde sie Meisterschülerin von Gregor Schneider und machte ihr Diplom, welches mit dem DAAD Preis ausgezeichnet wurde. Die Künstlerin lebt und arbeitet seit 2008 in München, Deutschland. Ihre Installationen, Objekte und Fotografien befassen sich mit den kulturellen und politischen Strukturen ihres Heimatlandes und den Mechanismen zeitgenössischer Kunst.