Foto: Julian Bauer
Ateliers, Foto: Frank Kleinbach
Simon Jones, Container & Contained, Ausstellungsansicht, 2015
Johannes Paul Raether, Foto: Bernhard Kahrmann
Oscar Tuazon, Foto: Bernhard Kahrmann

Das Künstlerhaus Stuttgart

wurde 1978 von Künstler:innen als lebendiger Ort gegründet, an dem die Produktionsmittel der Kunst neu gedacht und verhandelt werden. Gründungsziel dieser einzigartigen Institution in Stuttgart war die Förderung der miteinander verknüpften Arbeitsbedingungen, und kreativen Interessen, die die Kunstproduktion ausmachen. Diese Gründungsideale sind auch heute noch zentral für die Arbeitsweise und die operative Struktur des Künstlerhaus Stuttgart, das Ausstellungsräume, Werkstätten und Ateliers beherbergt. Die besondere Identität der Institution wird fortwährend von dem Beharren darauf geprägt, dass die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Künstler:innen die gleiche Beachtung verdienen wie experimentelle Herangehensweisen an Ausstellung, Vertrieb und Wahrnehmung von Kunst. Indem es diesen sozialen und politischen Forderungen einen Raum gibt und gleichzeitig beständig die aktuellsten Praktiken und Diskurse in der Kunstwelt fördert, hat sich das Künstlerhaus Stuttgart zu einem Standort von lokaler, regionaler und internationaler Bedeutung für Künstler:innen, Kunst-Communitys und seine diversen Bezugsgruppen entwickelt.

Institution

Künstlerische Leitung

Ausstellungen und Programmgestaltung am Künstlerhaus obliegen der auf bis zu fünf Jahre gewählten Künstlerischen Leitung. Diese wird von einer Kommission bestehend aus Vorstand und Beirat des Künstlerhauses sowie einer Vertretung der Stuttgarter Stadtverwaltung ernannt. Die klare zeitliche Vorgabe für die künstlerische Leitung fördert die Vielfalt künstlerischer Positionen und ermöglicht es die jeweilige Amtszeit als mehrjähriges Projekt anzugehen. Die sich fortschreibende Geschichte der Institution ist geprägt von den kritischen, interrelationalen und infrastrukturellen Veränderungen, die jede Künstlerische Leitung mit sich bringt.

Bisherige Künstlerische Leiter:innen

  • Ulrich Bernhardt, 1978–1986
  • Veit Görner, 1987–1990
  • Ute Meta Bauer, 1991–1994
  • Nicolaus Schafhausen, 1995–1998
  • Fareed Armaly, 1999–2002
  • Elke aus dem Moore, 2003–2006
  • Axel Wieder, 2007–2010
  • Misal Adnan Yıldız, 2011–2014
  • Fatima Hellberg, 2015–2019
  • Eric Golo Stone, 2020-2023
  • Tamarind Rossetti & Stephen Wright, seit 01.01.2024

Werkstätten

Die Werkstätten sind integraler Bestandteil des Künstlerhaus Stuttgart, welches als Kunstinstitution seit jeher die Produktionsbedingungen in den Vordergrund stellt. Die Werkstätten – bestehend aus Produktionsstätten für Audio, Film, Video, Foto, verschiedene Drucktechniken und Keramik – werden von ehrenamtlichen Werkstattleiter:innen geführt. Diese Produktionsstätten bieten lokalen und regionalen Künstler:innen den Raum und die Ausstattung, die sie für die Realisierung ihrer künstlerischen Projekte benötigen, seien es längerfristige oder kleinere Arbeiten. Darüber hinaus bieten die Werkstätten Gastkünstler:innen die Möglichkeit Arbeiten für Ausstellungen im Künstlerhaus oder anderen Ausstellungsorten im Raum Stuttgart, vor Ort zu produzieren. Regelmäßig werden von den Werkstattleiter:innen Einführungen sowie themenbezogene Kurse angeboten. Darüber hinaus stehen die Werkstattleiter:innen den Werkstattnutzer:innen auch generell mit ihrem Fachwissen zur Seite.

Ateliers

Das interdisziplinäre Atelierprogramm bietet Künstler:innen, Architekt:innen, Designer:innen und Theoretiker:innen Ateliers für einen Zeitraum von bis zu drei Jahren. Bewerbungen für die Ateliers werden jährlich von einer Komission bestehend aus Vorstand, und Beirat begutachtet. Die Atelierstipendiat:innen erhalten einen eigenen Arbeitsraum mit Zugang zu einem großen Gemeinschaftsraum mit Küche in der dritten Etage sowie freien Zugang zu den verschiedenen Werkstätten des Künstlerhauses Stuttgart. Die einzelnen Atelierräume sind ca. 25m² groß.

Bibliothek und Archiv

Besucher:innen haben Zugang zu einer Vielzahl nationaler und internationaler Kunstzeitschriften und -publikationen. Die Bibliothek beherbergt über 3500 Publikationen, annähernd 350 Beispiele internationaler Film- und Videokunst sowie Broschüren, Fotokopien, Faltblätter und andere Dokumente. Das Archiv umfasst Dokumentationen von mehr als 800 Ausstellungen und Veranstaltungen, die im Künstlerhaus Stuttgart stattgefunden haben. Die Bibliothek spiegelt die Interessen ehemaliger künstlerischer Leiter und Künstler:innen, die im Künstlerhaus Stuttgart gearbeitet haben, wider und stellt eine wertvolle Ressource für regionale Künstler:innen, Studierende, Kulturinteressierte und Gastwissenschaftler:innen dar.

Satzung

Satzung

 

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Geschichte

Eine umfassende Geschichte des Künstlerhauses Stuttgart und des Gebäudes, in dem es sich seit seiner Gründung 1978 befindet, ist hier in einem wissenschaftlichen Text des Kunsthistorikers Hans Dieter Huber zu lesen:

 

Hans Dieter Huber: Als der Nordpol noch in Stuttgart lag. Die Firma Nördlinger & Pollock und die Reuchlinstraße 4b in Stuttgart

 

Hans Dieter Huber: Ausbruch aus einer bleiernen Zeit. Die Gründerjahre des Künstlerhauses Stuttgart

 

Erschienen in: Künstlerhaus Stuttgart 40 Jahre. 1978–2018, Hrsg. Hannelore Paflik-Huber, av Edition, Stuttgart, 2018

Die Publikation können Sie hier für 49 EUR käuflich erwerben.

Team

Künstlerischer Leiter*innen

Tamarind Rossetti & Stephen Wright
+49 711 615 74 70

 

Geschäftsführerin

Romy Range
+49 711 617 652

 

Buchhalterin, Mitgliederbetreuung

Regine Pfisterer
+49 711 617 652

 

Kuratorische Assistenz der Künstlerischen Leitung

Juliane Gebhardt

+49 711 615 7470

 

Assistenz der Geschäftsführung

Leonie Klöpfer

 

Technischer Leiter

Siggi Kalnbach

 

Assistentin Technische Leitung

Michelin Kober

 

Vermittlung

Lejla Dendic

Thora Gerstner

 

vermittlung@kuenstlerhaus.de

 

Hausmeister

Karl-Heinz Bitter

Vorstand

 

Ania Corcilius
(1. Vorsitzende)
Anna Schiefer
(2. Vorsitzende)
Christoph Schwerdtfeger

(Schatzmeister)

 

vorstand@kuenstlerhaus.de

Beirat

 

Yvette Hoffmann
Björn Kühn
Florian Model
Monika Nuber

Jasmin Schädler
Alex Sowa

 

beirat@kuenstlerhaus.de

Ehrenamtliche Werkstattleitung

 

Niklas Menschik (Audio)
Lutz Reitemeier (Film)
Faye Parish (Foto)
Yvette Hoffmann (Keramik)
Stephanie Bollinger (Kinderwerkstatt)
Hendrik Fleck (Radierung)
Jochen Detscher (Siebdruck)
Florian Model (Medien)

Carmen Weber (Lithografie)

 

Die Werkstattleitung für den Buchdruck ist aktuell nicht besetzt.

Ausschreibungen

Projektkoordination für das Programm Neue Auftraggeber im Künstlerhaus Stuttgart
Teilzeit / max. 50%

 

Das Künstlerhaus Stuttgart sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n Projektkoordinator*in, für die Entwicklung und Umsetzung des Programms Neue Auftraggeber in Stuttgart und Baden-Württemberg.

Das Künstlerhaus Stuttgart, als basisdemokratische Institution und Produktionsort, der lokale und internationale Diskurse miteinander verbindet, soll als Koordinationsstelle für verschiedene Projekte der Neuen Auftraggeber in Baden-Württemberg etabliert werden.
Das Künstlerhaus versteht sich als Schnittstelle für bürgerschaftliche Kommunikation und Kunst. Als solche ist das Künstlerhaus bestrebt, in die Stadt, die Region und das Land hinein zu wirken.

Das Programm der Neuen Auftraggeber verbindet zivilgesellschaftliches, kulturelles und künstlerisches Handeln.
Neue Auftraggeber sind Menschen, die etwas verändern wollen. Sie beauftragen Künstlerinnen und Künstler damit, Kunstwerke zu entwickeln, die in ihrer Stadt oder ihrem Dorf Antworten auf drängende Fragen geben. Unterstützt durch Mediator*innen formulieren sie einen Auftrag und stoßen Projekte an, die zum Ausdruck bringen, was ihnen wichtig ist. Im Mittelpunkt steht immer die Auseinandersetzung der Bürger*innen mit und Teilhabe am künstlerischen Prozess. Auf dem Weg zum fertigen Werk kommen Menschen zusammen, die sich vorher nicht kannten.

 

Ihre Aufgaben

–       Erstkontakt und Ansprechpartner*in für Bürger*innen mit Projektideen
–       Koordinative Schnittstelle aller Projektbeteiligten, und Handlungsorte
–       Terminplanung und Entwicklung von Arbeits- und Prozessplänen
–       Netzwerkpflege in lokale und überregionale Politik und Verwaltung
–       Fundraising
–       Projektdokumentation
–       Unterstützung in der Kommunikation/Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 

Ihr Profil

–       Abgeschlossenes Studium in Kulturmanagement, Kunstgeschichte, Kulturwissenschaft, Soziologie oder Vergleichbarem
–       Fundierte Kenntnisse und Berufserfahrung im Projektmanagement
–       organisierte. eigenständige und strukturierte Arbeitsweise
–       Sozialkompetenz und lösungsorientiertes Handeln
–       Interesse an Beteiligungsprozessen und Kunst im öffentlichen Raum
–       starke Kommunikationsfähigkeiten in Wort und Schrift
–       Erfahrung im Fundraising wünschenswert
–       souveräner Umgang mit den MS-Office-Produkten
–       Bereitschaft zum Reisen innerhalb Baden-Württembergs / Führerschein (Klasse B) wünschenswert

 

Wir bieten

–       eine neu geschaffene Stelle, die man selbst mitgestalten kann
–       eine spannende und abwechslungsreiche Tätigkeit
–       flexible Arbeitszeiten
–       ein motiviertes, engagiertes Team mit flachen Hierarchien
–       eine Befristung zunächst auf 2 Jahre, mit Option auf Verlängerung sowie auf Erhöhung des Stundenumfangs.

 

Bitte senden Sie uns Ihre aussagekräftige Bewerbung bis zum 08. März 2024 an Romy Range unter rr@kuenstlerhaus.de mit dem Betreff: Bewerbung Neue Auftraggeber

Die Bewerbungsgespräche finden im März statt.

Werkstattstipendium

 

Das Künstlerhaus Stuttgart vergibt ab sofort regelmäßig Werkstattstipendien für folgende Werkstätten: Audio, Keramik, Medien, Fotografie, Siebdruck, Radierung, Lithografie

Künstler:innen und Kollektive können sich für ein Projekt für eine spezifische Projektdauer bewerben. Die Belegung der Werkstatt wird mit der jeweiligen Werkstattleitung abgestimmt.

 

Das Werkstattstipendium umfasst:
– die kostenfreie Nutzung der Werkstatt (Belegung in Abstimmung mit der Werkstattleitung)
– einen technischen Einführungskurs in die jeweilige Werkstatt
– Beratung durch die Werkstattleitung (keine komplette Projektbetreuung)

 

Folgende Angaben sind für die Bewerbung notwendig:
– Projektbeschreibung inkl. Projektdauer
– CV
– Exposé

 

Eine Bewerbung für ein Werkstattstipendium ist ganzjährig möglich. Die Jury, bestehend aus Vorstand und jeweiliger Werkstattleitung, trifft sich regelmäßig, um über die eingereichten Projekte zu entscheiden. Bewerber:innen sollten vor der Bewerbung Kontakt zur Werkstattleitung aufnehmen, um abzuklären, ob das Projekt in der Werkstatt realisierbar ist. Evtl. anfallende Materialkosten können leider nicht übernommen werden.

 

Bitte die Bewerbungsunterlagen ausschließlich digital als pdf per Mail einreichen:

Ansprechpartnerin: Romy Range
E-Mail: info@kuenstlerhaus.de
Betreff: Werkstattstipendium

 

 

Vermietung

Die Räume des Künstlerhaus Stuttgart bieten Veranstaltungsflächen in einem besonderen Ambiente für private und gesellschaftliche Anlässe. Ob Workshop, Vortrag, oder Firmenveranstaltung, bereiten Sie Ihren Gästen ein unvergessliches Event in einer besonderen Kulisse. Die zwei Ausstellungsräume bieten Platz für je bis zu 100 Personen, nutzen Sie das Restaurant “Im Künstlerhaus” für private Feiern und Dinner. Darüber hinaus steht das Künstlerhaus Stuttgart als Location für Foto- und Filmaufnahmen zur Verfügung. Eine Anmietung ist auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten möglich.

Veranstaltungstechnik und Mobiliar

Wenn Sie Fragen zu Veranstaltungs- und Präsentationstechnik haben sowie zu Bestuhlung und weiterem Mobiliar sprechen Sie uns bitte an. Wir beraten Sie gerne.

 

Catering

Für das Catering steht Ihnen das Restaurant “Im Künstlerhaus” zur Verfügung. Ein individuelles Angebot wird Ihnen auf Wunsch vom Team des Restaurants erstellt.

 

Kontakt

In einem persönlichen Gespräch beraten wir Sie gerne bei der Konzeption und Planung und erstellen Ihnen ein entsprechendes Angebot:

 

Romy Range
+49 711 617 652
info@kuenstlerhaus.de

Besuch

Adresse

Reuchlinstraße 4b
70178 Stuttgart
T +49 711 617 652

E info@kuenstlerhaus.de

 

Öffnungszeiten

Ausstellung
Fr – So 12 bis 18 Uhr

Mi – Do nach vorheriger Anmeldung

Eintritt frei

 

Kunstvermittler:innen stehen von Freitag bis Sonntag von 12 – 18 Uhr für Gespräche mit den Besucher:innen der Ausstellung zur Verfügung.

 

Lage & Anfahrt

google maps

 

Sie erreichen das Künstlerhaus Stuttgart mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.
S-Bahn-Haltestelle Schwabstraße
Buslinie 44, Haltestelle Schwabstraße

Barrierefreiheit

Dem Künstlerhaus Stuttgart ist gleichberechtigte kulturelle Teilhabe wichtig. Wir sind stets bemüht, die Barrierefreiheit vor Ort und online weiter zu verbessern. Dabei kann uns Ihr Feedback helfen.

 

Wir freuen uns über Fragen und Anregungen per E-Mail unter info@kuenstlerhaus.de oder telefonisch unter +49  711 617 652.

Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft deutscher Kunstvereine

Mitglied im Bündnis für eine gerechte Kunst- und Kulturarbeit, Baden-Württemberg

Mehr Informationen finden Sie hier

Kontakt

Künstlerhaus Stuttgart
Reuchlinstraße 4b
70178 Stuttgart
T +49 711 617 652
F +49 711 613 165
E info@kuenstlerhaus.de

 

Büro

Mo geschlossen
Di – Fr 12 bis 17 Uhr

 

 

 

 

 

Alles
Mitgliedschaft
News
Ausstellung
Veranstaltung
Ateliers
Werkstätten
Vermittlung
Publikationen
2024 15.04.2024, 19:00 Uhr
Mit Essen spielen #3: Präsentation
Mona Zeiler
Veranstaltung
15.04.2024, 19:00 Uhr
Eine Kooperation zwischen dem Restaurant „Im Künstlerhaus“ und dem Künstlerhaus Stuttgart

Am 15. April 2024 laden das Künstlerhaus Stuttgart und das Restaurant „Im Künstlerhaus“ zu einem gemeinsamen Abend ein.

Mit der Veranstaltungsreihe „Mit Essen spielen“ wagen wir ein Experiment. An drei Abenden schlagen wir eine Brücke zwischen Küche und Kunst und sprechen über den Prozess von der ersten Idee bis zur Präsentation auf dem Teller. Zusammen mit einem Künstler, einer Künstlerin oder einem Kollektiv überlegen wir, wie sich dieser Prozess künstlerisch übersetzen lässt. Wie lassen sich Aromen, Ästhetik, Farbe und Geschmack kulinarisch und künstlerisch miteinander verbinden? Nach dem Künstler Lennart Cleemann sowie dem Duo anima ona laden wir zum Abschluss dieser Reihe die Künstlerin Mona Zeiler ein.

 

Der künstlerische Prozess, das Ausstellung-Machen sowie die Abläufe in der Restaurantküche münden in der anschließenden Präsentation. Voraus gehen Überlegungen zu Anordnungen und Größenverhältnissen im Gastraum (Raum/Tisch/Teller), zu materieller Vielfalt und ihrer Anwendung (Zutaten) sowie der Gestaltung innerhalb des sozialen Raums, der stets auch mitgedacht wird.

 

Mona Zeiler untersucht in ihrer künstlerischen Arbeit über skulptural-installative Verfahrensweisen Elemente aus unserer Umgebung und Lebenswelt: Sie schält dabei buchstäblich Details heraus und spürt so unterschiedlichen Bedeutungsebenen sowie Fragen zu unserer Wahrnehmung und welche Aufmerksamkeit wir ihnen geben (wollen) nach. Zum Thema „Präsentation“ gestaltet Mona Zeiler für den Abend ein ortsbezogenes Setting mit Objekten aus Keramik, welches den Rahmen für die Küche schaffen wird – anders als sonst werden Schritte des Zubereitens und Präsentierens in den Gastraum, an den Tisch der Gäste, verlagert.

 

Der Abend beginnt mit einem 3-Gänge-Menü (vegan), inkl. aller Getränke. Anschließend findet eine Diskussion zwischen Sebastian Werning, Konstantin Kuld und Mona Zeiler statt, bevor der Abend dann in lockerem Gespräch mit allen Gästen ausklingt. Speisen und Getränke werden vom Restaurant zum Selbstkostenpreis angeboten. Die Teilnahmekosten belaufen sich auf

 

49,00 EUR für Mitglieder bzw.
69,00 EUR für Nicht-Mitglieder.

 

Um die weitere Planung vornehmen zu können, ist eine verbindliche Anmeldung bis zum 01. April 2024 unter rr@kuenstlerhaus.de notwendig.

 

Da das Künstlerhaus einen Abend für alle anbieten möchte und nicht jede*r über die notwendigen Mittel verfügt, arbeiten wir nach dem Solidaritätsprinzip: Wenn ein Mitglied mehr zahlen möchte, geht das Geld in einen Solitopf für diejenigen, die weniger zahlen können. Wenn ein Mitglied weniger zahlt, kann es ebenfalls am Abend teilnehmen, sobald im Solitopf genug Geld ist, um den Differenzbetrag zu 49 EUR auszugleichen. Es gilt das Prinzip „first come first serve“.

Mona Zeiler, ohne Titel (rue de figuier/extérieur), Detail, 2022
2024 16.02.2024
Stellenausschreibung: Projektkoordination für das Programm Neue Auftraggeber im Künstlerhaus Stuttgart
News
16.02.2024

Das Künstlerhaus Stuttgart sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n Projektkoordinator*in, für die Entwicklung und Umsetzung des Programms Neue Auftraggeber in Stuttgart und Baden-Württemberg.

Das Künstlerhaus Stuttgart, als basisdemokratische Institution und Produktionsort, der lokale und internationale Diskurse miteinander verbindet, soll als Koordinationsstelle für verschiedene Projekte der Neuen Auftraggeber in Baden-Württemberg etabliert werden.
Das Künstlerhaus versteht sich als Schnittstelle für bürgerschaftliche Kommunikation und Kunst. Als solche ist das Künstlerhaus bestrebt, in die Stadt, die Region und das Land hinein zu wirken.

 

Das Programm der Neuen Auftraggeber verbindet zivilgesellschaftliches, kulturelles und künstlerisches Handeln.
Neue Auftraggeber sind Menschen, die etwas verändern wollen. Sie beauftragen Künstlerinnen und Künstler damit, Kunstwerke zu entwickeln, die in ihrer Stadt oder ihrem Dorf Antworten auf drängende Fragen geben. Unterstützt durch Mediator*innen formulieren sie einen Auftrag und stoßen Projekte an, die zum Ausdruck bringen, was ihnen wichtig ist. Im Mittelpunkt steht immer die Auseinandersetzung der Bürger*innen mit und Teilhabe am künstlerischen Prozess. Auf dem Weg zum fertigen Werk kommen Menschen zusammen, die sich vorher nicht kannten. Sie tauschen Meinungen aus, die zuvor nicht zu hören waren.

 

Ihre Aufgaben

  • Erstkontakt und Ansprechpartner*in für Bürger*innen mit Projektideen
  • Koordinative Schnittstelle aller Projektbeteiligten, und Handlungsorte
  • Terminplanung und Entwicklung von Arbeits- und Prozessplänen
  • Netzwerkpflege in lokale und überregionale Politik und Verwaltung
  • Fundraising
  • Projektdokumentation
  • Unterstützung in der Kommunikation/Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 

Ihr Profil

  • Abgeschlossenes Studium in Kulturmanagement, Kunstgeschichte, Kulturwissenschaft, Soziologie oder Vergleichbarem
  • Fundierte Kenntnisse und Berufserfahrung im Projektmanagement
  • organisierte. eigenständige und strukturierte Arbeitsweise
  • Sozialkompetenz und lösungsorientiertes Handeln
  • Interesse an Beteiligungsprozessen und Kunst im öffentlichen Raum
  • starke Kommunikationsfähigkeiten in Wort und Schrift
  • Erfahrung im Fundraising wünschenswert
  • souveräner Umgang mit den MS-Office-Produkten
  • Bereitschaft zum Reisen innerhalb Baden-Württembergs / Führerschein (Klasse B) wünschenswert

 

Wir bieten

  • eine neu geschaffene Stelle, die man selbst mitgestalten kann
  • eine spannende und abwechslungsreiche Tätigkeit
  • flexible Arbeitszeiten
  • ein motiviertes, engagiertes Team mit flachen Hierarchien
  • eine Befristung zunächst auf 2 Jahre, mit Option auf Verlängerung sowie auf Erhöhung des Stundenumfangs.

 

Bitte senden Sie uns Ihre aussagekräftige Bewerbung bis zum 08. März 2024 an Romy Range unter rr@kuenstlerhaus.de mit dem Betreff: Bewerbung Neue Auftraggeber
Die Bewerbungsgespräche finden im März statt.

Die Neuen Auftraggeber von Mönchengladbach, Erste Gartenaktion, 2019, Foto: Jan Höhe
2024 13.02.2024, 19:00 Uhr
Dienstags-Werkstatt XXIX: Cindy Cordt
Veranstaltung
13.02.2024, 19:00 Uhr

In der ersten Dienstags-Werkstatt des Jahres wird Cindy Cordt Einblicke in ihre künstlerische Arbeit geben und das Format Paarungszeit vorstellen.

 

Cindy Cordt ist Performancekünstlerin, sie studierte in Weimar und Leipzig und lehrte an der Staatlichen Akademie für Bildende Künste in Stuttgart.
Als Akteurin ist sie sensibel für die Anspannung der Betrachter*innen. Sie provoziert nahezu den Wunsch, in ihre Performances einzugreifen, so entsteht eine Verbindung mit den Zuschauer:innen, welche dann Teil eines gerade entstehenden Kunstwerkes werden und so zeigt sich, dass wir alle Teil eines sozialen Organismus sind und Handeln eine Möglichkeit gesellschaftlicher Teilhabe darstellt.

 

Anschließend laden wir zum gemeinsamen Gespräch und Austausch ein.

 

 

Dienstags-Werkstatt

Mit der Dienstags-Werkstatt lädt das Künstlerhaus Künstler:innen oder Kollektive ein, über ihre Arbeitsweisen, Hintergründe und Vorgehensweisen zu sprechen. Wir wollen eine Plattform etablieren, in der sich intensiver zur künstlerischen Praxis ausgetauscht wird und uns so vernetzen, solidarisieren und gegenseitig stärken. Die Reihe richtet sich an alle Mitglieder des Künstlerhaus Stuttgart, an Künstler:innen aus Stuttgart und Umgebung, oder auf der Durchreise, an alle Kunstvermittler:innen, Kurator:innen, Kulturschaffende usw. und ist offen für alle!

Foto: Lili Weiss
Foto: Gordon Below
2024 04.02.2024, 16:00 Uhr
Viertes Organ mit der neuen Künstlerischen Leitung
Mitgliedschaft
Veranstaltung
04.02.2024, 16:00 Uhr

Tamarind Rossetti und Stephen Wright, die neuen Künstlerischen Leiter*innen oder besser gesagt die neuen „Usership Coordinators“, sind eingeladen, um den Mitgliedern und Interessierten Einblicke in ihre Vorstellungen der nächsten Jahre im Künstlerhaus zu geben. Selbstverständlich werden wir darüber auch ins Gespräch kommen, auf Deutsch und Englisch.

Wir freuen uns auf diese spannende Neubetrachtung des Künstlerhauses, den öko-systemischen Ansatz der beiden, der eben auch mit und durch die Nutzer*innen des Künstlerhauses funktionieren will. Oder in ihren eigenen Worten:

„Wir sind gespannt Sie/Euch zu treffen und Ihre/Eure Projekte kennenzulernen, von Ihren/Euren Erfahrungen zu hören, Gespräche zu beginnen und zu schauen, wo sich unsere Interessen überschneiden. Wir freuen uns darauf mit Ihnen/Euch in den nächsten Monaten zusammenzuarbeiten und heißen die neuen Möglichkeiten im Jahr 2024 willkommen. Let’s get gardening!“

 

(„We are excited to get together with you all, to learn about your projects and experience, to begin conversations and see where our interests connect. Looking forward to working with you over the coming months as we welcome new possibilities in 2024. Let’s get gardening!“)

 

 

2024 31.01.2024
Manu HarmsSchlaf gibt die Leitung der Fotografiewerkstatt nach 22 Jahren ab
News
Werkstätten
31.01.2024

Manu HarmsSchlaf kennt das Künstlerhaus Stuttgart seit seiner Gründung. Zunächst als Besucherin von Ausstellungen, Lesungen oder der Vorlesestunde für Kinder in der Kinderwerkstatt, vier Jahre nach der Gründung wurde sie dann selbst Mitglied und nutzte von da an die Fotowerkstatt mit der Dunkelkammer für Künstlerhaus- und Theater-Aufträge, aber auch für ihre eigenen freien Arbeiten.
In der nächtlichen Ruhe verbrachte sie Stunden voller Konzentration in der Dunkelkammer über ihrer Arbeit. Doch wenn Ruhe und Konzentration überhandnahmen, setzte sie sich auf die Wendeltreppe und las in einer der darauf ausliegenden Kunstzeitschriften. Für Manu HarmsSchlaf stellte dieser Ort die Verbindung zwischen dem Leben und den Diskussionen im Erdgeschoss und der Ruhe der Dunkelkammer eine Etage höher dar.

Nach Boris Schmalenberger und Boris Biber übernahm Manu HarmsSchlaf 2002 die Leitung der Fotowerkstatt. Manu arbeitete Kurse aus und kümmerte sich um alle wertvollen Geräte in der Fotowerkstatt und um die Anliegen der Nutzer*innen.

In ihrem Kursangebot hatten die Nutzer*innen die Möglichkeit, Schwarz-Weiß-Fotografie zu erlernen sowie in die Geheimnisse der Dunkelkammer eingeführt zu werden. Anfangs noch in größeren Gruppen, entschied sie sich später für Kurse mit weniger Teilnehmer*innen, was sich schließlich bewährte. Nur so konnten die Teilnehmer*innen konzentrierter begleitet und angeleitet werden. Manus Leitsatz „das Licht sehen zu lernen“ schwang in jedem Kurs mit. Nach einem theoretischen Unterbau hatten alle Teilnehmenden stets die Chance selbst zu fotografieren, aber auch fotografiert zu werden. Durch das analoge Fotografieren mit Schwarz-Weiß-Filmen durchlief man in ihren Kursen eine Transformation des Sehens: Weg von der Farbe, hin zu Form und Licht. Bewusstes Sehen und Gestalten lernen. So wurden in den Kursen nicht nur Porträts fotografiert, sondern auch die Umgebung des Künstlerhauses, wie die S-Bahn Haltestelle, der Schwabtunnel oder die Karlshöhe.
Mit dem belichteten Material wurden die Geheimnisse der Dunkelkammer gelüftet. Was jede*n stets faszinierte – wenn sich aus einem weißen Blatt langsam ein Bild entwickelte.

Die Weitergabe und die Vermittlung des Handwerks der Fotografie mit seiner künstlerischen Seite waren Manu stets ein wichtiges Anliegen. Das wertvolle Wissen dieser Tätigkeit gab sie in jedem ihrer Kurse weiter, hielt es so lebendig und schützte es vor dem Aussterben. Doch nicht nur ihr Wissen teilte sie, sondern auch ihre Begeisterung für die Fotografie und für das Künstlerhaus.

Das Fotografieren lernte Manu HarmsSchlaf von der Pike auf. Sie machte die Ausbildung in allen Sparten der professionellen Fotografie. So fotografierte sie in allen Bereichen, erhielt Auszeichnungen, arbeitete als Fotojournalistin bei Tageszeitungen und für Kulturmagazine, hatte freie Aufträge für Theater und Verlage und fand auch stets Zeit für ihre eigene künstlerische Tätigkeit als Fotografin. Besonders begeisterte sie es, Menschen zu porträtieren, und durch das verbale und nonverbale Zusammenspiel von Fotografin und Modell Vertrauen aufzubauen. So hatte sie viele Künstler*innen, Schriftsteller*innen, Theaterschaffende und Musiker*innen vor der Linse, begleitete diese auch zu Proben und Auftritten. Ein besonders abenteuerliches Porträt ist das des ehemaligen künstlerischen Leiters des Künstlerhauses Veit Görner, der sich auf dem Dach des Künstlerhauses fotografieren lassen wollte. Über eine kleine Stiege kletterten sie auf das Dach und Manu fotografierte ihn über den Dächern des Stuttgarter Westens – trotz Höhenangst.

So verbindet sie viele großartige Erinnerungen an das Haus, wie die Herstellung von Fotogrammen mit Besucher*innen der Langen Nacht der Museen, und die Begeisterung, die das stets auslöste; spannende Diskussionen, wie die legendäre Podiumsdiskussion „Kunstprovinz oder Kunstmetropole“ mit Michael Klett und Joseph Beuys, oder die zahlreichen anregenden und manchmal hitzigen Gespräche im Künstlerhaus Café und vor allem immer wieder die Begeisterung für die Fotografie sowie auch die werkstattübergreifenden Gemeinschaftsaktionen, die Manu über Jahrzehnte mitgestaltet hat.

 

Nach 22 Jahren übergibt Manu HarmsSchlaf nun die Werkstattleitung an ihre Nachfolgerin Faye Parish.
Das Künstlerhaus Stuttgart dankt Manu für ihr ehrenamtliches Engagement, und für ihre ungebrochene Leidenschaft für die Fotografie und das Künstlerhaus, die sie noch immer begeistert mit allen teilt. Wir freuen uns sehr, dass Manu uns als engagiertes Mitglied, interessierte Besucherin und am allerwichtigsten: als Nutzerin der Fotowerkstatt erhalten bleibt.
Vielen, vielen Dank im Namen des ganzen Teams, Vorstands, Beirats und zu guter Letzt im Namen der zahlreichen Nutzer*innen, die durch Manu an die Fotografie herangeführt worden sind, und von ihr lernen konnten.

Ein paar aktuellen Nutzer*innen melden sich hier selbst zu Wort:

 

Manu is charming and warm hearted, with a generous spirit and enthusiastic outlook. It has been fun working with her and sharing in our passion for photography. 
Faye Parish

 

Ihr großes Wissen und Ihre Erfahrung um die Analoge Fotografie und die Prozesse im Fotolabor haben mir sehr weitergeholfen.
Neben ihrer fachlichen Kompetenz , habe ich  Sie auch als eine sehr freundliche und verständnisvolle Fotografin erlebt.
Mit ihrer eigenen Begeisterung für das Arbeiten im Fotolabor hat sie es geschafft, mir in kürzester Zeit viel beizubringen.
Unter Ihrer Leitung war die Fotowerkstatt immer ein schöner Ort um die eigenen Bilder erfolgreich auf Papier zu bringen.
Danke!
Frieder Hess

 

Gleich beim ersten Kontakt war Manu sehr offen und hilfsbereit und die Nutzung der Fotowerkstatt von Anfang an unkompliziert. Sie hat die empfindlichen Geräte liebevoll gepflegt und mich bei meinen Projekten und vielen Fragen zu Details sehr unterstützt. Es ist mir immer eine große Freude dort zu arbeiten. An dieser Stelle also ein ganz großes Dankeschön, liebe Manu! 
Anna Lehrer

 

Manu HarmsSchlaf, energiegeladene Seele des Fotolabors. Zwar beendet sie ihre berufsmäßige Tätigkeit am Künstlerhaus, bleibt diesem aber erfreulicherweise verbunden. Insofern tritt das ein, was wünschenswert ist: Die anregenden Gespräche im Umfeld von Ausstellungen und Veranstaltungen bleiben – wenn schon ihre Kompetenz im Labor nicht mehr, wie vorher zur Verfügung steht. Alles Gute für Dein weiteres Arbeiten und dass alle Pläne aufgehen!
Domenik Gebhardt

 

Bei Manu hatte ich meinen ersten Einführungskurs in die Magie der Dunkelkammer. Es hat richtig Spaß gemacht, ihr zuzuschauen und von ihrer langen Erfahrung zu lernen. Bei meinen weiteren Werkstattbesuchen war sie immer erreichbar und hat mir übers Telefon geholfen. 
Ich bin ein großer Fan von ihr und hoffe, sie nach wie vor regelmäßig im Künstlerhaus oder bei anderen Veranstaltungen zu sehen. 
Lena Meinhardt

In der Dunkelkammer Foto: Manu HarmsSchlaf
Lis Klein arbeitet in der Fotowerkstatt Foto: Manu HarmsSchlaf
Die Fotowerkstatt im Künstlerhaus Foto: Manu HarmsSchlaf
2023 19.12.2023, 19:00 Uhr
Reparative Futurities
Constanze Bahlo, Arianna Ballin, Pierre-Eric Baumann, Antonia Maria Christl, Marta Frasson, Lukas Klein, Rosa Klingelhöfer, Jannik Lang, Suwon Lee, Lasse Peters, Dario Schmid, Carolina Lara Simunovic, Xy June Li, Hanna Araujo Ulmer
Veranstaltung
19.12.2023, 19:00 Uhr

Heba Y. Amin, Künstlerin und Professorin an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste (ABK) Stuttgart, und Füsun Türetken, Architektin, Künstlerin und Professorin an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung (HfG) Karlsruhe, veranstalten am Künstlerhaus Stuttgart ein Seminar, in dem sie mit Studierenden ortsbezogene Interventionen und Methoden der Zukünftigkeit entwickeln, die mit fortdauernden Geschichten von Trauma ringen.

 

Die Durchführung des Seminars vor Ort im Künstlerhaus Stuttgart bedeutet zwangsläufig, sich mit einem unmittelbaren Ort des Traumas auseinanderzusetzen – mit dem historischen Erbe des Künstlerhauses Stuttgart als Kunstinstitution, die ein Gebäude mietet, das 1935 im Zuge einer Enteignung durch die Nationalsozialisten erworben wurde. Es ist gemeinhin bekannt, dass Kunstinstitutionen oft zutiefst kontaminierte Orte sind, die die lebendige Geschichte, symbolischen Systeme und operativen Strukturen von staatlicher Gewalt sammeln, präsentieren und verkörpern. Wie können diese Orte im Kunstsystem mit anderen Mitteln besetzt und zum Zweck anderer Zukünfte umfunktioniert werden? Welche spezifischen, auf reparative Zukünfte und Reparationen ausgerichteten Methodologien könnten entwickelt und angewendet werden? Welche Beiträge können Kunstschaffende zum dem seit langem bestehenden Projekt der Wiedergutmachungen und den damit zusammenhängenden Diskursen leisten?

 

Zoé Samudzi schreibt: „Reparationsdiskurse formulieren eine Grammatik der Zukünftigkeit: Sie artikulieren nicht einfach nur eine Welt, die es nicht gibt, sondern eine, die durch Versuche, historische Schäden und Traumata wiedergutzumachen, hergestellt werden könnte.“ (Zoé Samudzi, „Reparative Futurities: Thinking from the Ovaherero and Nama Colonial Genocide“, The Funambulist, Nr. 50, https://thefunambulist.net/magazine/redefining-our-terms)

 

Die Seminarreihe am Künstlerhaus Stuttgart wurde als kreatives, sich entfaltendes Wiedergutmachungsprojekt entwickelt. Innerhalb dieses Projekts fungiert das Konzept der „Zukünftigkeit“ als Technik ontologischer Rekonstruktion – es fordert historisch gewachsene und gefestigte Erwartungen heraus, und erneuert die Inkraftsetzung einer Zukunft, die weder resigniert noch ausgesöhnt ist. Diese Technik aktiviert das Erzählen und die Realisation der Vergangenheit – durch Texte, Bilder, Interventionen und Situationen – als fortdauerndes kritisches Projekt, das stets aktualisiert werden muss und sich in der Gegenwart manifestiert. Im Rahmen des Seminars entwickeln Studierende Methoden der Zukünftigkeit und ihre eigenen „Grammatiken der Zukünftigkeit“, indem sie sich mit der belasteten Geschichte des Gebäudes des Künstlerhaus Stuttgart auseinandersetzen. Die Seminarreihe befasst sich mit der Frage, wie Künstler*innen ortsbezogene Methoden anwenden, und steht im Dialog mit zwei Werken der Künstlerin Maria Eichhorn. Im Oktober dieses Jahres arbeiteten die Seminarteilnehmer*innen vor Ort in Venedig und reagierten auf Eichhorns Projekt im Deutschen Pavillon der Venedig Biennale. Im November begannen die Studierenden dann im Künstlerhaus Stuttgart zu arbeiten, um sich mit Eichhorns laufender Arbeit auseinanderzusetzen, die sich mit der Geschichte der Eigentumsverhältnisse im Künstlerhaus Stuttgart befasst. Die Seminarreihe und die öffentlichen Präsentationen am 19. Dezember befassen sich mit der Geschichte und der weiteren Nutzung dieses besonderen Gebäudes und stellen künftige Möglichkeiten der Wiedergutmachung vor, die sich auch auf andere Orte innerhalb und außerhalb des deutschen Kontextes übertragen lassen.

 

Seminare vor Ort:

Dienstag, 7. November

Dienstag, 21. November

Dienstag, 5. Dezember

Dienstag, 19. Dezember

 

Öffentliche Präsentationen der Seminarteilnehmer*innen im Künstlerhaus Stuttgart:

19. Dezember, 2023 um 19.00 Uhr

 

 

 

In Zusammenarbeit mit der ABK Stuttgart und der HFG Karlsruhe

Bildnachweis: Künstlerhaus Stuttgart, 2023 [Bildbeschreibung: ein schwarzer Koffer mit brauner Zierleiste, braunem Griff und silbernen Verschlussschnallen liegt flach auf einem grauen Betonboden]
2023 12.12.2023, 19:00 Uhr
Dienstags-Werkstatt XXVIII: Barbara Ehnes
Barbara Ehnes
Veranstaltung
12.12.2023, 19:00 Uhr

In der letzten Dienstagswerkstatt des Jahres berichtet die Künstlerin und Bühnenbildnerin Barbara Ehnes anhand von Bildmaterial und Videomitschnitten von ihrem Debut in der Doppelrolle als Opernregisseurin und Bühnenbildnerin 2023 am Theater Luzern.
In ihrer Inszenierung der Barockoper von Georg Friedrich Händel schafft Ehnes ein Kaleidoskop ineinander gleitender Weltbilder, die zugleich reale und magische Züge tragen.
Das virtuose Spiel mit Geschlechterrollen knüpft – wie auch der effektvolle Einsatz der Bühnenmechanik, welcher die Gesetze der Physik auf den Kopf zu stellen scheint – einerseits an barocke Operntraditionen an und befragt andererseits die Gegenwart nach ihren Utopien.
Wissenschaft und Imagination, Technologie und Täuschung, Geflecht und Auflösung sind dabei wiederkehrende Motive, die sich in Mikro- und Makrokosmos spiegeln.

Wir freuen uns auf einen spannenden Austausch mit Barbara Ehnes über ihre Arbeit an den Schnittstellen von Oper, Bühnenbild und bildender Kunst.

 

https://barbaraehnes.com

 

Dienstags-Werkstatt

 

Mit der Dienstags-Werkstatt lädt das Künstlerhaus Künstler:innen oder Kollektive ein, über ihre Arbeitsweisen, Hintergründe und Vorgehensweisen zu sprechen. Wir wollen eine Plattform etablieren, in der sich intensiver zur künstlerischen Praxis ausgetauscht wird und uns so vernetzen, solidarisieren und gegenseitig stärken. Die Reihe richtet sich an alle Mitglieder des Künstlerhaus Stuttgart, an Künstler:innen aus Stuttgart und Umgebung, oder auf der Durchreise, an alle Kunstvermittler:innen, Kurator:innen, Kulturschaffende usw. und ist offen für alle!

Foto: Ingo Hoehn
2023 08.12.2023, 19:00 Uhr
Coroa des flores

Lena Meinhardt
Ateliers
Veranstaltung
08.12.2023, 19:00 Uhr
Kuratiert von:
Ein Projekt der Atelierstipendiatin Lena Meinhardt

Konzertinstallationsabend

 

08.12.2023
Einlass: 19:00
Beginn: 20:00

Atelieretage (3. OG)

 

Eine bequeme Position finden.
Sich in die Musik vertiefen.
Sich treiben lassen.

 

Die Serie „Coroa des flores“ ist von Blumen inspiriert. Die Klangformen in dieser Komposition entsprechen natürlichen Proportionen und schaffen eine organische Struktur. Sound wächst und entwickelt sich. 
Alltägliche Geräusche von Maschinen, Vögeln und Stimmen überlagern und verflechten sich. Lösen sich auf.

 

Rosa beggeriana, Coroa des flores IV 
2018/2019
4-Kanal Elektroakustische Komposition

 

Rosa stellata, Coroa des flores V
 2019
4-Kanal Elektroakustische Komposition

 

Rosa pendula Coroa des flores VI 
2019
2-Kanal Elektroakustische Komposition

 

Rosa (Uraufführung)
 2023
4-Kanal Elektroakustische Komposition

 

2023 04.12.2023, 19:00 Uhr
Viertes Organ zu Gast im Kunstverein Böblingen
Mitgliedschaft
Veranstaltung
04.12.2023, 19:00 Uhr

Das abschließende Treffen der Gesprächsreihe „Kunstverein(e) der Zukunft“ findet am 4. Dezember um 19 Uhr im Böblinger Kunstverein statt. Vor einem Jahr war das Vierte Organ bereits beim Böblinger Kunstverein zu Gast und nun sollen gemeinsam die Entwicklungen und Ereignisse der letzten 12 Monate reflektiert und ein Blick in die Zukunft geworfen werden. Im Fokus wird der deutliche Umbruch stehen, den der Böblinger Kunstverein in dieser Zeit erlebt hat: Welchen Herausforderungen und Überraschungen sah man sich gegenüber, welche positiven wie negativen Erfahrungen wurden gemacht? Und vor allem: Mit welchen Ideen, Prozessen und Maßnahmen wappnet man sich für eine weiterhin erfolgreiche Arbeit als engagierter Kunstverein? Dabei werden auch die Perspektiven der anderen Kunstvereine beleuchtet. Eingeladen sind Oberwelt e.V., Kunstverein Neuhausen, Kunstraum34, Künstlerhaus Stuttgart und anorak.

 

Kunstverein Böblingen
Schloßberg 11, 71032 Böblingen
www.kunstvereinbb.de

2023 17.11.2023
Deadline 31.01.2024: Ausschreibung Atelierstipendium 2024/25
Ateliers
News
17.11.2023

Zum 1. Mai 2024 vergibt das Künstlerhaus Stuttgart im Rahmen seines Atelierprogramms bis zu sieben Arbeitsräume für die Dauer von zwölf Monaten. Sechs der Arbeitsräume sind jeweils ca. 25 qm groß, einer ca. 15qm. Zusätzlich steht ein großer Vorraum zur Verfügung, der mit den anderen Stipendiat:innen gemeinsam genutzt werden kann. Zu den hauseigenen Werkstätten haben die Stipendiat:innen freien Zugang. Die Arbeitsräume werden mietfrei vergeben, eine Mitgliedschaft im Künstlerhaus ist aber erforderlich, und kann zum Start des Stipendiums abgeschlossen werden.
Es besteht die Möglichkeit, das Stipendium zu verlängern und sich für ein weiteres Jahr zu bewerben. Diese Option besteht bis zu zweimal, so dass bei Wiederauswahl durch die Jury eine maximale Nutzungszeit eines Arbeitsateliers von drei Jahren möglich ist.

 

Das Künstlerhaus Stuttgart wurde 1978 von Stuttgarter Künstler:innen als Produktions- und Präsentationsort für zeitgenössische Kunst gegründet und hat sich seitdem zu einer überregional und international bekannten Institution für Gegenwartskunst entwickelt. Neben den Ausstellungsflächen unterhält das Künstlerhaus Produktionsmöglichkeiten im Medienbereich (mit Ausstattungen im Video-, Audio- und Filmbereich). Hinzu kommen ein Fotolabor sowie Werkstätten für Siebdruck, Hochdruck, Radierung, Lithografie und Keramik. Für die Nutzung der Werkstätten ist eine kostenpflichtige Einführung notwendig.

 

Das Künstlerhaus wünscht Vorschläge aus den Arbeitsfeldern Kunst, Architektur, Theorie und Design, welche die Entwicklung spezifischer Ideen und Projekte erkennen lassen, zu denen die Angebote der Institution beitragen können. Bewerbungen von Gruppen sind ebenso wie Einzelbewerbungen willkommen. Von den Stipendiat:innen wird im Laufe ihres Aufenthalts im Künstlerhaus eine Präsentation ihrer Arbeit ausdrücklich gewünscht. Bewerbungen von Studierenden können nicht berücksichtigt werden.

 

Bewerbung

 

Bitte fügen Sie Ihrer Bewerbung folgende Unterlagen bei:
– Kurzbeschreibung, in welcher Weise Sie das Atelier nutzen wollen
– Informationsmaterial zu Ihrer künstlerischen Arbeit wie Portfolio, Kataloge (max. 2), Bilder etc.
– Lebenslauf

 

Bitte Bewerbungsunterlagen ausschließlich digital als pdf per E-Mail bis spätestens 31. Januar 2024 einreichen:

Ansprechpartnerin: Romy Range
E-Mail: info@kuenstlerhaus.de
Betreff: Bewerbung Atelierstipendium

 

Die Jury, die sich aus dem künstlerischen Beirat zusammensetzt, tagt Anfang März. Alle Bewerber:innen werden zeitnah über die Entscheidungen benachrichtigt.

 

Bitte beachten Sie, dass es sich um Arbeitsateliers handelt, und das Stipendium weder mit einer Vergütung noch mit einer Wohnmöglichkeit verbunden sind. Internationale Bewerbungen werden grundsätzlich akzeptiert, sofern sich die Bewerber:innen eigenständig um ein Visum und eine Unterkunft bemühen.

Ateliers, Foto: Frank Kleinbach
2023 14.11.2023, 19:00 Uhr
Dienstags-Werkstatt XXVII: Pablo Berman & Aleksej Nutz "Ein Tag"
Pablo Berman & Aleksej Nutz
Screening
Veranstaltung
14.11.2023, 19:00 Uhr

In der 27. Dienstags-Werkstatt präsentieren Pablo Berman und Aleksej Nutz ihren neuen Film „Ein Tag“ im Künstlerhaus Stuttgart.

Der Kurzfilm, angelegt als Doku-Fiktion, zeigt einen Tag im Leben von Miguel, der sich in seinen ungeordneten, aber leidenschaftlichen Gedanken verliert, während er die Stadt Stuttgart durchstreift und sowohl die Stadtdynamik als auch die darin enthaltenen Menschen und sein eigenes Leben betrachtet.

Was zunächst als eine düstere Reihe von Gedanken erscheinen mag, ist für viele Alltagsleben. Themen wie Migration, Integration, Depression, Beziehung, Liebe und Rückblick auf das eigene Leben sind hier zu einem Monolog, der den „stream of consciousness” (Bewusstseinsstrom) als Technik einsetzt, zusammengefasst.

Im Anschluss an das Screening laden wir gemeinsam zum Gespräch ein.

 

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Dienstags-Werkstatt

Mit der Dienstags-Werkstatt lädt das Künstlerhaus Künstler:innen oder Kollektive ein, über ihre Arbeitsweisen, Hintergründe und Vorgehensweisen zu sprechen. Wir wollen eine Plattform etablieren, in der sich intensiver zur künstlerischen Praxis ausgetauscht wird und uns so vernetzen, solidarisieren und gegenseitig stärken.

Die Reihe richtet sich an alle Mitglieder des Künstlerhaus Stuttgart, an Künstler:innen aus Stuttgart und Umgebung, oder auf der Durchreise, an alle Kunstvermittler:innen, Kurator:innen, Kulturschaffende usw. und ist offen für alle!

Pablo Berman & Aleksej Nutz, "Ein Tag" (Filmstill), 2023, Courtesy Pablo Berman & Aleksej Nutz
2023 04.11.2023, 16:00 Uhr
Viertes Organ
Mitgliedschaft
Veranstaltung
04.11.2023, 16:00 Uhr

Am 04. November findet das nächste Vierte Organ statt und zwar bereits um 16 Uhr. Zu diesem Treffen heißen wir Daniel Neubacher (Vorstand Künstlerhaus Bremen e. V.) und Nadja Quante (Künstlerische Leitung Künstlerhaus Bremen e.V.) willkommen. Die beiden werden vom mehrjährigen Umbenennungsprozess in KH Künstler:innenhaus Bremen e. V. berichten, sowohl vom Weg dorthin als auch von den nun anstehenden Änderungen.

Wir freuen uns auf einen spannenden Erfahrungsaustausch und auf neue Impulse für unsere eigene Auseinandersetzung mit einer Umbenennung.  

 

2023 2023 —
Reuchlinstraße 4b, 70178 Stuttgart (2023 — )
Maria Eichhorn
Ausstellung
Kuratiert von:
Eric Golo Stone

Seit den späten 1980er Jahren ist Maria Eichhorn für Arbeiten bekannt, die institutionelle Strukturen kritisch analysieren und auf die situationsspezifischen Bedingungen sozialer, rechtlicher und wirtschaftlicher Befugnis einwirken. Eichhorns Ausstellungsprojekt Reuchlinstraße 4b, 70178 Stuttgart (2023 — ) besteht aus Prozessen und Aktionen, die auf die fortdauernde Geschichte der spezifischen Eigentumsverhältnisse der Liegenschaft an der Reuchlinstraße 4b Bezug nehmen. Das Gebäude befindet sich seit 1936 im Besitz der Stadt Stuttgart, das Künstlerhaus Stuttgart mietet es seit seiner Gründung im Jahr 1978. Anhand von Recherchen in Landesarchiven und juristischer Fallbearbeitung unterzieht dieses ortsspezifische Ausstellungsprojekt die Geschichte des Gebäudeerwerbs, der im Zuge einer Enteignung durch das NS-Regime zustande kam, einer Neubewertung. Eichhorns Arbeit hinterfragt die Eigentumsrechte der Stadt an der Liegenschaft und stellt gleichzeitig grundlegende Fragen über die weitere Nutzung des Gebäudes durch das Künstlerhaus Stuttgart. Die Arbeit lehnt staatliche Positionen ab, die entlastende Argumente vorbringen oder davon ausgehen, eine Versöhnung sei bereits erreicht, und eröffnet einen kritischen Horizont, der ein intersektionales Nachdenken über Restitution und Reparationen ermöglicht.

 

Im öffentlichen Raum der Stadt Stuttgart ist ein wesentlicher Bestandteil von Eichhorns Ausstellungsprojekt eine Tafel, die an der Fassade des Gebäudes Reuchlinstraße 4b angebracht wird. Diese Tafel ist nicht nur rechtlich geschützt und zieht Beschränkungen nach sich, die zukünftige Eigentumsrechte an dem Gebäude verkomplizieren, sondern präsentiert darüber hinaus einen Informationstext—ein belastender Bericht, der eine Familienbiografie mit einer Geschichte verwebt, in der Bankwesen, Konfiskationsgesetzgebung und diskriminierendes Staatswesen untrennbar miteinander verknüpft sind.

 

Der Text der Tafel ist hier im folgenden Ausstellungsbegleitheft abgedruckt:

Ausstellungsbegleitheft

Bildnachweis:Maria Eichhorn. "Reuchlinstraße 4 b, 70178 Stuttgart" (2023—). Detail: Liegenschaft in der Reuchlinstraße 4 b, 70178 Stuttgart. Foto: Frank Kleinbach. Bildbeschreibung: Abgebildet ist die vordere Fassade eines großen fünfstöckigen Gebäudes mit Terrakotta-Dachziegeln und Ziegelsäulen aus Sandstein. Auf einer Seite der Fassade befindet sich ein großes, vertikal angebrachtes Leuchtkasten-Schild mit schwarzer Schrift: "Künstlerhaus Stuttgart", und ein kleineres, horizontal angebrachtes Leuchtkasten-Schild mit schwarzem Text, auf dem "Künstlerhaus Stuttgart" steht, befindet sich über dem mittleren Türeingang im Erdgeschoss, der zum Bürgersteig hin liegt.
2023 21.10.–23.10.2023
Kapitel 2: Trilogie der fertigen und unvollendeten Farben
Lambert Mousseka
Ateliers
Ausstellung
21.10.–23.10.2023
Eröffnung:
Sa, 21.10.2023
19:00 Uhr
Un Sapeur doit briller comme Mille Soleils/Ein Sapeur muss wie tausend Sonnen Leuchten
Kuratiert von:
Ein Projekt des Atelierstipendiaten Lambert Mousseka

Das zweite Kapitel einer Ausstellungsreihe des Atelierstipendiaten Lambert Mousseka.

 

Eröffnung: Samstag, 21. Oktober 2023, 19 Uhr

auf der 4. Etage des Künstlerhaus Stuttgart

 

SAPE – Société des Artistes et de personnes Elégantes (Gesellschaft für Künstler*innen und elegante Personen)

Sapologie ist die Philosophie und Sapologue ist die Praktizierende Person.

 

Im Universum gibt es eine unendliche Vielfalt an Farben. Jede Farbe repräsentiert eine Schwingung, einen Geisteszustand. Durch Malerei und Keramik präsentiert Lambert Mousseka die Philosophie des Sapeurs, die Suche nach Perfektion, seiner Haltung und darüber hinaus die Beziehung zum Körper und den Farben. “Trilogie der fertigen und unvollendeten Farben” ist eine strenge Regel für einen Sapeur.

 

Eine Inspiration für Künstler*innen ist die Herstellung harmonischer Farbkombinationen und der Versuch, dabei die Sapologischen Codes und die Philosophie zu respektieren. Man sollte sich auffällig kleiden, wie ein Blume, die sich selbst und den Garten schmückt.

 

Link zu Kapitel 1: 243 – Ohne Maske

 

Lambert Mousseka (geb. in Katanga, Demokratische Republik Kongo) hinterfragt seit seiner Jugend die Entstehung, den Ursprung, den Geist und den Zustand von Materie. Diese Fragestellungen führten zu diversen Studien und Recherchen und beeinflussen bis heute sein künstlerisches Schaffen.

Courtesy of Lambert Mousseka
2023 13.10.–14.10.2023
Art Workers’ Summit
Arts of the Working Class
Konferenz
Veranstaltung
13.10.–14.10.2023

Im Rahmen der Ausstellung »Sieh Dir die Menschen an! Das neusachliche Typenporträt in der Weimarer Zeit« im Kunstmuseum Stuttgart lädt die Straßenzeitung »Arts of the Working Class« Kunst- und Kultuarbeiter:innen am 13. und 14. Oktober 2023 zum »Art Workers’ Summit« online und im Künstlerhaus Stuttgart ein.

 

Bei Workshops mit Keynotes und Panels diskutieren wir über die Herausforderungen für Kunst- und Kulturarbeiter:innen: Wer sind die Kunst- und Kulturarbeiter:innen von heute, womit sind sie konfrontiert, was repräsentieren sie? Wie stellen sich Kunst- und Kulturarbeiter:innen Räume der Repräsentation vor, die interdependente Praktiken ermöglichen? Wie können Institutionen Selbstorganisation im kulturellen Bereich unterstützen und Teil davon sein?

 

Die Ergebnisse des Austauschs werden Teil der kommenden Ausgabe der Straßenzeitung (Issue 29). Die Zeitung wird mit der Eröffnung der Ausstellung »Sieh Dir die Menschen an!« am 2. Dezember 2023 im Kunstmuseum Stuttgart zur kostenlosen Mitnahme ausliegen.

 

Um Ihre Teilnahme zu sichern, können Sie sich für die gesamte Veranstaltung oder einzelne Programmpunkte unter fuehrung@kunstmuseum-stuttgart.de anmelden – eine spontane Teilnahme ist ebenso möglich. Die Teilnahme ist kostenfrei.

 

Mehr Informationen finden Sie hier.

 

 

Freitag, 13.10.2023, 14:30-18:00 Uhr

Ort: Online via Zoom, Zugangscode: Unions

 

14:30 Uhr

Begrüßung: Arts of the Working Class, Kunstmuseum Stuttgart, Kulturamt Stuttgart, Künstlerhaus Stuttgart

 

15:00 Uhr

Eröffnung (in deutscher und englischer Sprache)

Was von den Aktivitäten der Aktivist:innen übrig bleibt, am Beispiel der L’Union des Refusés, von den Gründer:innen der Arts of the Working Class

 

15:30-16:30 Uhr

Keynote über Solidarity Trinity (in englischer Sprache)

Yin Aiwen stellt das Konzept und die Theorie der »Trinität der Solidarität« (The Solidarity Trinity) vor, ein Forschungsansatz aus ihrem Gamification-as-Research-Projekt »The Alchemy of Commons« mit der Pädagogin und Gemeindeaktivistin Yiren ZHAO. Die »Trinität der Solidarität« besagt, dass Arbeit, Beziehung und Raum für die Entstehung von Solidarität in einem kollektiven Umfeld unerlässlich sind. In ihrem Beitrag wird Aiwen Beispiele aus dem Kulturbereich vorstellen, in denen die angestrebte Solidarität scheitert, und Analysen und Handlungsempfehlungen für ein widerstandsfähiges, vielfältiges und inklusives Miteinander anbieten.

 

16:45 – 17:45 Uhr

Keynote über die  Organization of Art Workers within Museums  (in englischer Sprache)

Dana Kopels Keynote wendet sich gegen die gängige Darstellung der Arbeit von Kunstschaffenden als gar keine Arbeit. Der Beitrag wirft einen Blick auf die Organisierungsbemühungen, die in den letzten Jahren in Museen und Kunstinstitutionen stattgefunden haben, und besteht auf einer Kritik an der Rolle der Kunst und der Kunstwelt innerhalb des sogenannten »Racial Capitalism«.

 

 

Samstag, 14. Oktober 2023, 14:00-19:30 Uhr
Ort: Künstlerhaus Stuttgart (Reuchlinstraße 4b, 70178 Stuttgart)

 

14:00-16:00 Uhr

Workshop über die Rolle von Auftraggeber:innen in Kulturproduktion (in deutscher Sprache)

Alexander Koch erzählt in seinem Beitrag von den »Neuen Auftraggebern», einem Modell, das neue Beziehungen zwischen Künstler:innen, Communities und Publikum schafft. Indem lokale Bürger:inneninitiativen – begleitet durch Mediator:innen – Künstler:innen mit Werken beauftragen, die vor Ort etwas verändern, verändern sich auch die üblichen Rollen aller Beteiligten. Es entstehen Ökosysteme für eine gemeinwohlorientierte Kunst, der viel gelingen kann, die aber auch vor großen Herausforderungen steht.

 

17:00-18:30 Uhr

Partizipative Diskussion über die Grundlagen politischer Arbeit (in Englischer Sprache)

Zwei von Kulturarbeiter*innen betriebene Organisationen treffen sich mit einer verbündeten Institution. Zoë Claire Miller ist Künstlerin und eine der beiden Sprecher*innen des berufsverband bildender künstler*innen berlin, der eine lange und bewegte Geschichte hat. Art Workers Italia, eine unabhängige und überparteiliche Organisation, wurde erst kürzlich gegründet und wird für diesen Anlass von der Künstlerin Alice Pedroletti vertreten. Eric Golo Stone stellt eine institutionelle Perspektive und die spezifische Situation des Künstlerhauses Stuttgart vor. U. a. in Form einer geführten Meditation wird die grundsätzliche Bedeutung von Vertrags- und Richtlinienarbeit beschworen.

 

19:00 Uhr

Zusammenkommen: Drinks und Suppe

Participative Performance by Dina El-Kaisy Freimuth als gemeinsames Check-out

Mit Unterstützung von und in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Stuttgart, dem Künstlerhaus Stuttgart, der Stadt Stuttgart und der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden.

Rudolf Schlichter, Hausvogteiplatz, 1926. Sammlung Christina und Volker Huber, Offenbach am Main. © Viola Roehr-v. Alvensleben, München. [Das Kunstwerk ist ein Gemälde von Rudolf Schlichter und trägt den Titel Hausvogteiplatz. Das Gemälde gehört zur Bewegung der Neuen Sachlichkeit, einer künstlerischen Strömung, die sich der Darstellung der Wirklichkeit, wie sie ist, widmete, in der das moderne Subjekt auf seine Umgebung bezogen wurde. Das Bild stellt eine Menschenmenge vor dem Hintergrund einer städtischen Umgebung dar. Im Vordergrund stehen zwei Personen, vermutlich Frauen, die uns anblicken. Sie tragen elegante Mäntel und Hüte, ein Kind schaut sie an. Im Hintergrund sind Gebäude, die von Marquisen und Werbeplakaten eingerahmt sind, die das neue soziale Umfeld erahnen lassen: die Stadt. Die Farben der Bilder sind leuchtend und vermitteln die Energie, die man spürt, wenn man sich in einer Vielzahl von Menschen bewegt.
2023 08.10.2023, 16:00 Uhr
Die Lithografiewerkstatt zu Gast im Restaurant Im Künstlerhaus
Michael Hartmann, Hauke Hein, Anadi Keppler, Gisela List, Michael Wackwitz, Carmen Weber
Veranstaltung
Werkstätten
08.10.2023, 16:00 Uhr

Vernissage Sonntag, 08. Oktober 2023 16 Uhr

im Restaurant Im Künstlerhaus

Oktober 2023 bis Januar 2024

 

Im Restaurant Im Künstlerhaus zeigen wir Arbeiten von sechs Künstlerinnen und Künstlern, die sich der Technik der Lithografie widmen.
Verschiedenste Materialien eignen sich, um grafische Spuren auf dem Stein zu hinterlassen. Die Lithosteine müssen zuvor auf einem Schleifbecken sorgfältig geschliffen werden. Die Künstlerinnen und Künstler zeigen Werke, die den vielfältigen und künstlerischen Einsatz der Steindruckplatte repräsentieren.

Für die Ausstellungen im Restaurant laden die Werkstattleiter*innen der zehn Künstlerhaus Werkstätten Mitglieder ein, ihre Arbeiten in einer Gruppenausstellung gemeinsam zu präsentieren. 2022 startete diese Reihe mit einer Ausstellung der Siebdruckwerkstatt mit dem Werkstattleiter Jochen Detscher, darauf folgte 2023 eine Ausstellung der Fotografiewerkstatt unter der Leitung von Manu HarmsSchlaf.
Die Künstlerinnen und Künstler werden anwesend sein.

2023 04.10.2023, 19:00 Uhr
Viertes Organ
Mitgliedschaft
Veranstaltung
04.10.2023, 19:00 Uhr

Am 04. Oktober 2023 um 19 Uhr findet das nächste Vierte Organ statt. Bei diesem Treffen sind Mitglieder und Interessierte dazu eingeladen, gemeinsam mit dem Beirat des Künstlerhauses auf die bisherige Laufbahn des Vierten Organs zurückzublicken und über seine Zukunft zu sprechen.

Welche Wünsche und Erwartungen gibt es? Wie oft sollen die Treffen stattfinden? Gibt es Ideen für Reihen, die innerhalb des Vierten Organs stattfinden sollen, wie z.B. der sehr erfolgreiche Austausch mit anderen Kunstvereinen aus der Region?

 

2023 19.09.–22.09.2023
OPEN SCHOOL Cannstatt
Lilith Becker & Liv Rahel Schwenk, Valentin Hennig, Yara Richter
Veranstaltung
Vermittlung
19.09.–22.09.2023
Im Rahmen des Festivals CURRENT – KUNST UND URBANER RAUM
Kuratiert von:
Initiiert und realisiert von Vertreterinnen des Vorstands sowie der Geschäftsführung

Miteinander leben, gemeinsam produzieren, voneinander lernen – das sind nicht nur die Grundpfeiler des Künstlerhauses, sie bilden auch den Kern der Idee der OPEN SCHOOL Cannstatt.
Wir haben die Künstler*innen Valentin Hennig, Yara Richter, Lilith Becker & Liv Rahel Schwenk eingeladen, jeweils im Tandem mit Bad Cannstatter Gewerbetreibenden, Vereinen, Handwerker*innen, Institutionen oder Bürger*innen gemeinsam zu arbeiten, und ein öffentliches Angebot zu entwickeln.
Dieses kostenlose Angebot reicht von performativen Spaziergängen bis hin zu filmkünstlerischen Workshops. Ziel ist es, in einen Austausch zu kommen, Beziehungen aufzubauen, miteinander zu arbeiten und voneinander zu lernen.

 

Das Künstlerhaus Stuttgart präsentiert die OPEN SCHOOL Cannstatt, die im Rahmen des Festivals CURRENT – KUNST UND URBANER RAUM stattfindet.

 

Das „Klassenzimmer“, in dem für die Dauer der OPEN SCHOOL Cannstatt über die Angebote informiert wird, befindet sich in der ehem. Schwabenbräu-Passage in Bad Cannstatt.

 

 

 

 

Programm

 

Liv Rahel Schwenk und Lilith Becker „Wassergosch – Performing the Fountains”

 

19. September 2023, 10 bis 14:30 Uhr –Workshop
20. September 2023, 10 bis 14:30 Uhr – Workshop

Teilnehmer*innen: max. 10 Personen
Anmeldung bitte unter info@kuenstlerhaus.de bis 18.09.2023

Treffpunkt: Kellerbrunnen, Brunnenstr. 19, 70372 Stuttgart

 

Der Workshop „Wassergosch – Performing the Fountains” führt die Künstlerinnen Liv Rahel Schwenk und Lilith Becker gemeinsam mit den Workshopteilnehmer*innen entlang Bad Cannstatts Trinkwasserbrunnen,welche aus den lokalen Mineralquellen gespeist werden. Die Gruppe wird sich den Brunnen und ihren Eigenschaften an zwei Tagen auf verschiedene Weise nähern, und dafür nutzen, mit Performance zu experimentieren.

 

Die Teilnehmer*innen sammeln Eindrücke und Material in Form von Tonaufnahmen, Wasserproben, Zeichnungen, Worten, Klängen und Bewegung (input). Dieser Prozess des Sammelns wird ergänzt durch Begegnungen mit Menschen, die in Bad Cannstatt leben und arbeiten und die ihr Wissen teilen. Ein Cannstatter Stadtführer wird der Gruppe von einer Legende an einem der Altstadtbrunnen erzählen, siewerden über die Zusammensetzung und die Instandhaltung der Brunnen erfahren, und mit etwas Glück, wird eine Yogalehrerin sie in einer Wassermeditation anleiten.
In einem zweiten Schritt (output) wandelt die Gruppe ihre gewonnenen Eindrücke und das gesammelte Material in Mikro-Performances um, welche sie füreinander aufführen wird. Die Teilnehmer:innen des Workshops werden durch einfache Strukturen im Experimentieren unterstützt. Bei diesem Workshop geht es darum, in einem geschützten Raum Performance-Strategien auszuprobieren, egal ob Performance zur eigenen Praxis gehört oder neu für die Teilnehmer*innen ist. Alle sind willkommen.

 

Mitzubringen sind: Papier und Stift und gerne auch eine andere Möglichkeit, sich Dinge zu notieren, bequeme Kleidung, eine Wasserflasche und was man sonst noch mitbringen möchte.

 

Yara Richter „black noise x Bad Cannstatt – Community Walk für Schwarze Menschen“

 

Mittwoch, 20. September 2023, 17 Uhr (vorläufig) – Safer Space, Büro der Black Community Foundation in der ehemaligen Schwabenbräu-Passage, Bad Cannstatt
Teilnehmer*innen: max. 12 Personen, Voraussetzung: Schwarze/Afrodeutsche Identität
Anmeldung bitte unter info@kuenstlerhaus.de

Donnerstag, 21. September 2023, tagsüber – offene Bearbeitung im Tonstudio, Künstlerhaus Stuttgart, öffentlich, für alle zugänglich
Donnerstag, 21. September 2023, 19:30 Uhr – Audiovorführung mit anschließender Gesprächsrunde, Schwabenbräu-Passage Bad Cannstatt, öffentlich, für alle zugänglich

 

Diese Safer Space Veranstaltung richtet sich an Schwarze und Afrodeutsche Menschen.
Yara Richter tauscht sich zusammen mit den Teilnehmer*innen darüber aus und erkundet mit kreativen Methoden, was Schwarzsein im öffentlichen Raum mit Lärm und Stille zu tun hat. Dabei treffen sie sich zunächst in einem geschlossenen Raum, in dem die Künstlerin Yara Richter einen interaktiven Input zum kreativen Schreiben und der Arbeit mit Sound geben wird. Danach spaziert die Gruppe gemeinsam durch Bad Cannstatt und fertigt währenddessen eine Tonaufzeichnung an. Im Gespräch wollen sie voneinander lernen, wie man sich öffentliche Räume aneignen kann. Sie stellen sich Fragen wie: Wie findet man ein Gefühl von Sicherheit in öffentlichen Räumen? Welche öffentlichen Räume sucht/meidet man und warum? Wie beeinflusst Schwarzsein im öffentlichen Raum die Art, wie man self- und community care betreibt? Hierbei entscheiden die Teilnehmer*innen selbst, welche Texte, Sounds, Worte und Momente von Lärm oder Stille sie in die Aufnahme hineingeben wollen. Die Tonaufzeichnung steht im Anschluss an die Veranstaltung allen Teilnehmer*innen zur weiteren Nutzung zur Verfügung.

 

Am Folgetag wird Yara Richter die Aufnahme zu einem Podcast zusammenschneiden, wobei Teilnehmer*innen willkommen sind, dazuzukommen. Am Abend wird eine Vorführung des Podcasts mit einer offenen Gesprächsrunde stattfinden, zu der die Öffentlichkeit und alle Teilnehmer*innen herzlich eingeladen sind.
(Es werden Awareness-Personen anwesend sei.)

 

Valentin Hennig „business as usual”

Freitag, 22. September 2023, 19 Uhr – Screening, ehem. Schwabenbräu-Passage, Bad Cannstatt

 

Valentin Hennig wird in seiner OPEN SCHOOL „business as ususal“ mit dem Hutmachergeschäft H + M Schmid-Rupp, dem Asia-Imbiss Chan’s Kitchen sowie dem griechischen Friseursalon-Café Haarstudio Exis zusammenarbeiten, die als Treff- und Knotenpunkte das soziale Leben und die kulturelle Diversität Bad Cannstatts widerspiegeln. Dabei geht es um die Entwicklung und Umsetzung eines gemeinsamen Films, der als Ziel eine andere Kommunikation als die der Waren oder Dienstleistungen anstrebt: Es geht um die eigene Geschichte, die soziale und kulturelle Bedeutung des Standorts und die Ermöglichung für das Klientel dieses Ortes, die eigene Identität öffentlich zu leben.

 

Dabei wird Valentin Hennig lernen, was es bedeutet, ein „Geschäft“ zu führen, Waren herzustellen, zu vertreiben und eine starke Bindung zum Kunden aufzubauen. Im Gegenzug vermittelt der Filmemacher sein praktisches Wissen an seine Partner*innen, alle Bereiche der bildnerischen und insbesondere filmischen Gestaltung kennenzulernen und selbstständig Bilder und Bewegtbilder zu erstellen.

 

Zu einem öffentlichen gemeinsamen Screening mit allen Partner*innen laden sie anschließend ein, sodass ein kulturübergreifender Dialog der Partner*innen in Bad-Cannstatt entstehen kann. Die entstandenen Arbeiten werden zudem an den jeweiligen Entstehungsorten präsentiert.

 

 

Über die Künstler*innen

 

Lilith Becker macht Skulptur-, Installations-, Video- und Performancekunst. Als Musikerin spielt sie sowohl solo als auch in verschiedenen Band- und Theaterprojekten. Nach ihrem Abschluss am Berufskolleg für Design Schmuck und Gerät, Pforzheim im Jahr 2009, studierte sie Bildende Kunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart. 2018 erhielt sie den Meisterschülertitel des Weißenhof Programms. Ihr Handbuch zur spontanen Selbstentzündung ist 2019 beim Verlag für Handbücher erschienen. Das Musikvideo „Oh Ewigkeit“ (Regie: Martina Wegener) mit der Musik von Nero Feuerherdt alias Lilith Becker wurde 2023 mit dem Buggles Award ausgezeichnet.

 

Valentin Hennig ist bildender Künstler und Filmemacher. Neben seiner freischaffenden künstlerischen Arbeit, leitet er Workshops an der Staatsgalerie Stuttgart, dem Kunstmuseum Stuttgart, dem Künstlerhaus Stuttgart und für das LKJ Baden-Württemberg.
Seit dem Wintersemester 2022 Dozent für Videokunst und Experimentalfilm an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, wo er von 2007 bis 2013 bei Prof.in Silvia Bächli und Prof.in Corinne Wasmuth Kunsterziehung studierte. 2010 belegte er als Gaststudent ein Studiensemester an der HfbK Dresden bei Prof. Hans-Peter Adamski. Im Anschluss absolvierte er 2014 den Aufbaustudiengang „Intermediales Gestalten” bei Prof. Wolfgang Mayer und Prof.in Christina Gomez-Barrio (Discoteca Flaming Star) an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. 2016 erhielt er den Meisterschülertitel des Weißenhof- Programms der ABK Stuttgart. Er lebt und arbeitet in Stuttgart.

 

Yara Richter bewegt sich zwischen Kunst, Aktivismus, Kunstvermittlung und Mutterschaft. Aus einer Afrodeutschen, intersektional-ökofeministischen Perspektive erkundet sie aktuell black noise als einen Rahmen, um dekolonialisierte Kunst- und Kulturpraktiken zu imaginieren und kreieren.  2023 schloss Yara Richter mit „black noise” das Masterstudium „Körper, Theorie und Poetik des Performativen“ an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart ab. In den Jahren zuvor zeigte sie unter anderem die kollaborative Dauerperformance „seep“ (2022 mit Toni Böckle, Teil der Gruppenausstellung Conditions of a Necessity in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden) und „MFA (Master of Filthy Arts)“ (2021, Teil der TURN AROUND Rundgang Gruppenausstellung im Württembergischen Kunstverein Stuttgart). Sie lebt und arbeitet in Stuttgart.

 

Liv Rahel Schwenk ist eine deutsch-amerikanische Künstlerin und arbeitet mit Performance, Video, Zeichnung und choreographischen Methoden. Sie studierte am Bard College Berlin und an der Kunstakademie Düsseldorf, wo sie 2012 mit Meisterschüler-Brief abschloss. 2014 ging sie mit einem DAAD-Stipendium nach New York, um ihr Interesse an Tanz und Choreografie in Verbindung mit ihren algorithmischen Zeichnungen zu vertiefen. Zuletzt zeigte sie Projekte bei Simultanhalle in Köln und mhProject und Putty’s Coronation in New York. Dieses Jahr arbeitet sie mit dem Kollektiv „Unpleasant Affairs” an einer Performance im Rahmen des Spielart Festivals in München. Sie lebt und arbeitet in Stuttgart und NYC.

 

 

Orte:
Ehem. Schwabenbräu-Passage, Bahnhofstraße 14-18, 70372 Stuttgart
Kellerbrunnen, Brunnenstraße 19, 70372 Stuttgart
Künstlerhaus Stuttgart, Reuchlinstraße 4b, 70178 Stuttgart

In Kooperation mit dem Festival CURRENT – KUNST UND URBANER RAUM

 

Realisiert dank der großzügigen Unterstützung durch die Wüstenrot Stiftung.

 

Liv Rahel Schwenk beim Workshop „Wassergosch – Performing the Fountains”, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
Teilnehmer*innen des Workshops „Wassergosch – Performing the Fountains”, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
Teilnehmer*innen des Workshops „Wassergosch – Performing the Fountains”, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
Chris Mennel im Workshop „Wassergosch – Performing the Fountains”, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
Teilnehmerin im Workshop „Wassergosch – Performing the Fountains”, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
Anna Schiefer während ihrer Performance, workshop „Wassergosch – Performing the Fountains”, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
Lilith Becker, Workshop „Wassergosch – Performing the Fountains”, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
Lilith Becker und Liv Rahel Schwenk während ihres Workshops „Wassergosch – Performing the Fountains”, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
Teilnehmer bei seiner Performance, Workshop „Wassergosch – Performing the Fountains”, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
Ania Corcilius bei ihrer Performance, Workshop „Wassergosch – Performing the Fountains”, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
Workshop „Wassergosch – Performing the Fountains”, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
Yara Richter „black noise x Bad Cannstatt – Community Walk für Schwarze Menschen“, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
Yara Richter „black noise x Bad Cannstatt – Community Walk für Schwarze Menschen“, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
Yara Richter „black noise x Bad Cannstatt – Community Walk für Schwarze Menschen“, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
Yara Richter „black noise x Bad Cannstatt – Community Walk für Schwarze Menschen“, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
Juliane Gebhardt und Leonie Klöpfer, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
Filmworkshop von Valentin Hennig „business as usual” mit den Inhabern von Chan's Kitchen, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Oleg Kauz
Filmworkshop von Valentin Hennig "business as usual" mit dem Besitzer des Hutgeschäfts H + M Schmid-Rupp, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Oleg Kauz
Filmworkshop von Valentin Hennig "business as usual" mit den Besitzern von Chan's Kitchen, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Oleg Kauz
Filmworkshop von Valentin Hennig "business as usual" mit dem Betreiber und Angestellten von EXIS, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Oleg Kauz
Filmworkshop von Valentin Hennig "business as usual" mit dem Betreiber und Angestellten von EXIS, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Oleg Kauz
Filmworkshop von Valentin Hennig "business as usual" mit dem Betreiber und Angestellten von EXIS, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Oleg Kauz
Filmworkshop von Valentin Hennig "business as usual" mit dem Betreiber und Angestellten von EXIS, 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Oleg Kauz
Screening von Valentin Hennig "business as usual", 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
Screening von Valentin Hennig "business as usual", 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
Screening von Valentin Hennig "business as usual", 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
Screening von Valentin Hennig "business as usual", 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
Screening von Valentin Hennig "business as usual", 2023, OPEN SCHOOL Cannstatt, Foto: Jochen Detscher
2023 12.09.2023, 19:00 Uhr
Dienstags-Werkstatt XXVI: Julia Wirsching
Julia Wirsching
Screening
Veranstaltung
12.09.2023, 19:00 Uhr

In der 26. Dienstags-Werkstatt präsentiert Julia Wirsching ihren neuen Film „Es gibt noch einiges zu tun“ im Künstlerhaus Stuttgart.

 

Seit über zwei Jahren begleitet Julia Wirsching die Männerrunde ihres Onkels bei deren Diskussionen zum Thema „Mannsein“. Wie wurden sie zu Männern? Was heißt es heute ein Mann zu sein? Was gibt ihnen Orientierung? Einige von ihnen setzten sich in ihrem Prozess der Rollenfindung kritisch mit dem Glauben und dessen Institutionen auseinander. Themen wie gerechte Elternschaft, die Suche nach dem Vater oder die Abwendung alter Rollenmustern hin zu mehr Selbstbestimmung beschäftigen die Männer im Alter von 40 – 75 Jahren auf unterschiedlichste Art und Weise.

Im Video sind diese Reflexionsprozesse sowie die Bartpflegeritualen der Männer festgehalten. Die sieben Männer geben Einblicke in eine sinnliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper und erzählen ihre persönlichen Geschichten zum Thema „Mannsein“.

 

Im Anschluss an das Screening laden wir gemeinsam mit der Künstlerin zum Gespräch ein.

 

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Dienstags-Werkstatt

Mit der Dienstags-Werkstatt lädt das Künstlerhaus Künstler:innen oder Kollektive ein, über ihre Arbeitsweisen, Hintergründe und Vorgehensweisen zu sprechen. Wir wollen eine Plattform etablieren, in der sich intensiver zur künstlerischen Praxis ausgetauscht wird und uns so vernetzen, solidarisieren und gegenseitig stärken.

Die Reihe richtet sich an alle Mitglieder des Künstlerhaus Stuttgart, an Künstler:innen aus Stuttgart und Umgebung, oder auf der Durchreise, an alle Kunstvermittler:innen, Kurator:innen, Kulturschaffende usw. und ist offen für alle!

Julia Wirsching, Es gibt noch einiges zu tun, 2023 (Filmstill), Courtesy Julia Wirsching
2023 10.09.2023
Migrationsrechtlicher Leitfaden zur Zusammenarbeit von Künstlerinnen* und Kunstvereinen in Deutschland
Niloufar Emamifar
News

Die Anwälte Nora Ebeling und Viktor Riad haben im Rahmen der Ausstellung Ex gratia von Niloufar Emamifar im Künstlerhaus Stuttgart einen Leitfaden erstellt, der Künstler*innen und Kunstinstitutionen helfen soll, sich im komplexen Feld des Migrationsrechts in Deutschland zurechtzufinden.

 

Wenn Künstler*innen, die mit Hindernissen für die grenzüberschreitende Migration konfrontiert sind, von Kunstinstitutionen unter Vertrag genommen werden, geschieht dies allzu oft auf einer individuellen Fall-zu-Fall-Basis, ohne den Künstler*innen transparente Leitlinien, gemeinsame Richtlinien oder schützende Standards zu bieten. Denn oftmals sind die rechtlich-wirtschaftlichen Ressourcen für Künstler*innen, die ein Visum benötigen, die Migrant*innen sind, die vertrieben wurden oder die einen Geflüchteten-Status innehaben, nicht ausreichend oder unzugänglich. Dieses neu veröffentlichte Leitliniendokument soll ein praktikables Hilfsmittel sein, das auf dieses allgegenwärtige Problemfeld reagiert.

 

Dieses zweisprachige Dokument mit dem Titel “Migrationsrechtlicher Leitfaden für die Zusammenarbeit von Künstlerinnen* und Kunstvereinen in Deutschland” ist jetzt hier als kostenloses und frei verwendbares PDF verfügbar.

 

Der Leitfaden wurde gemeinsam von Nora Ebeling und Viktor Riad verfasst, mit Unterstützung von Niloufar Emamifar. Das Dokument wurde von Kathleen Parker übersetzt und von Studio Terhedebrügge gestaltet.

 

Nora Ebeling arbeitet als selbständige Anwältin mit dem Schwerpunkt Migrationsrecht im Haus der Demokratie und Menschenrechte in Berlin. Sie vertritt nicht nur international tätige Künstler*innen sondern auch alle anderen Menschen, die Unterstützung bei ihren Aufenthaltsangelegenheiten oder beim Asylverfahren benötigen.

 

Viktor Riad, ist Rechtsanwalt in Berlin und hat eine Kanzlei mit den Schwerpunkten Migrationsrecht, Durchsetzung von Rechten für Flüchtlinge und aufenthaltsrechtliche Verfahren für international tätige Künstler*innen gegründet.

Realisiert mit großzügiger Förderung der Stiftung Kunstfonds NEUSTART KULTUR und des Institut für Auslandsbeziehungen. Darüberhinaus wurde dieses Projekt in Form eines Residenzstipendiums durch Callie’s, Berlin, unterstützt.

Bildnachweis: Künstlerhaus Stuttgart, 2023. Bildbeschreibung: Zu sehen ist der Schriftzug "Migrationsrechtlicher Leitfaden zur Zusammenarbeit von Künstlerinnen* und Kunstvereinen in Deutschland” und die Namen "Nora Ebeling und Viktor Riad" in schwarzer Schrift auf weißem Grund.
2023 01.09.2023
Tamarind Rossetti & Stephen Wright ab 2024 neue Künstlerische Leitung des Künstlerhaus Stuttgart
News
01.09.2023

Am 1. Januar 2024 steht turnusgemäß ein Wechsel der Künstlerischen Leitung an. Eine Findungskommission, bestehend aus Vorstand, Beirat und Vertreter*innen des Kulturamtes sowie des Gemeinderates der Stadt Stuttgart, hat in einem dreistufigen Prozess aus 57 Einreichungen die Bewerbung von Tamarind Rossetti & Stephen Wright ausgewählt, die sich als Team vorgestellt haben, um das Ausstellungsprogramm bis Ende 2026 zu leiten.

 

Die Kommission hat mit ihrer Entscheidung gewürdigt, dass Rossetti & Wright ein Konzept vorgestellt haben, das nicht auf einem konventionellen Kurator*innenbild beruht, sondern eine experimentelle, „öko-systemische“ Form des Kuratierens entwickelt. Mit ihrem Selbstverständnis als ‘usership coordinators’ machen Rossetti & Wright deutlich, dass sie in ihrer Arbeit von den Nutzer*innen des Künstlerhauses ausgehen und Werkstätten wie Ateliers als zentrale Organe des Künstlerhauses verstehen.

 

Das Künstlerhaus Stuttgart Reuchlinstraße e. V. wurde 1978 von Künstler*innen für Künstler*innen gegründet. Es beherbergt sieben Ateliers, die zeitlich befristet an Künstler*innen aller Sparten vergeben werden und zehn Werkstätten, die von allen Mitgliedern und Gastkünstler*innen genutzt werden können.

Eine besondere Qualität liegt im Modell der Künstlerischen Leitung, die jeweils für drei bis vier Jahre verpflichtet wird und mit experimentellen Herangehensweisen an Ausstellung, Vertrieb und Wahrnehmung von Kunst am Künstlerhaus aktuellste Praktiken und Diskurse vermittelt. Die klare zeitliche Vorgabe fördert die Vielfalt künstlerischer Positionen und ermöglicht es, die Amtszeit als mehrjähriges Projekt anzugehen. Die sich fortschreibende Geschichte der Institution ist geprägt von den kritischen, interrelationalen und infrastrukturellen Veränderungen, die jede Künstlerische Leitung mit sich bringt.

 

Tamarind Rossetti, geboren 1976 in Ojai (Kalifornien, USA), ist ausgebildete Künstlerin und unterrichtet an der École supérieure d’art et de design TALM-Angers.
Stephen Wright wurde 1963 in Vancouver (British Columbia, Kanada) geboren und hat seit fast 30 Jahren seinen ständigen Wohnsitz in Frankreich, wo er an der European School of Visual Arts in Frankreich Theorie und Praxis lehrt. Von 2017 bis 2021 war er darüber hinaus Co-Direktor des postgraduierten Programms für künstlerische Forschung, namens Document & Contemporary Art.

 

2018 gründeten Rossetti und Wright ein agroökologisches Versuchsfeld im Maßstab 1:1 mit dem Namen Ferme au Sauvage für den Anbau von Bio-Obst und -Gemüse, wo sie Farm-to-Table-Mahlzeiten und Farm-to-Panel-Workshops (genannt „Ideaseeding“) anboten, einen Hofladen im Atelier betrieben und das Projekt künstlerisch dokumentierten. Aktuell betreiben sie einen Permakultur-Hof und ein damit verbundenes Forschungsprojekt in Corrèze, Frankreich.

 

Die neuen Künstlerischen Leiter*innen sehen in ihrer Aufgabe „die Möglichkeit, die im Laufe der Jahre gesammelten Ideen aus Permakultur, Kunstvermittlung, Verlagswesen und Ausstellungsgestaltung, in einem ‚extradisziplinären‘ Umfeld umzusetzen“.

 

Wir freuen uns, Tamarind und Stephen im kommenden Jahr bei uns begrüßen zu dürfen und mit ihnen das Künstlerhaus durch das Prisma der Permakultur zu betrachten und als künstlerischen Lebensraum fruchtbar zu machen.

2023 30.07.2023, 14:00 Uhr
Ortsspezifische Soundinstallation "places04"
Lena Meinhardt & Eva Dörr
Performance
Veranstaltung
30.07.2023, 14:00 Uhr
Soundinstallation places04 von Eva Dörr und Lena Meinhardt:
So, 30.07.2023
14:00 Uhr
Soundinstallation places04 von Eva Dörr und Lena Meinhardt:
So, 17.09.2023
14:00 Uhr
Im Rahmen von „wet relations“, einem Projekt konzipiert von Beatrice Bucher und Sonja Schwarz

Durch Fluss, Wiese, Schifffahrt, Gleisverkehr und umliegenden Stadtraum ergibt sich auf der Neckarinsel ein Knotenpunkt verschiedener Klangwelten. Rauschendes, schwappendes, plätscherndes Wasser durchquert von Gleisen, Stimmen, wehenden Blättern und Gräsern, Sirenen, Baustellen, Schiffsmotoren – zufällig ineinander und durcheinander choreografiert und reflektiert.

Drei unterschiedliche Positionen auf der Insel wurden von Lena Meinhardt und Eva Dörr ausgewählt, an denen sich die ortsspezifische Komposition „places04“ in diese Klangumgebung mit einmischt: unter der Eisenbahnbrücke Rosensteinbrücke, am unteren Schleusentor und unter der König-Karls-Brücke neben der Hall of Fame am oberen Schleusentor.

 

Wo: Auf der Neckarinsel (Haltestelle Mercedesstraße)

Wann: 30.07. 14-19 Uhr

 

Unterstützt durch den Neckarinsel e.V., gefördert durch die Stadt Stuttgart, die LBBW-Stiftung, das Künstlerhaus Stuttgart

 

Neckarinsel e.V.
Die Zukunft liegt am Neckar. Bis jetzt kaum entdeckt zwischen Stuttgart und Bad Cannstatt bietet die Neckarinsel den Anfang für einen Aufbruch zum Wasser. Als Experimentier- und Wissensraum öffnet die Insel einen Ort zum Entdecken, für gemeinsame Aktionen und radikal-positive Zukunftsideen.
Wir sind eine interdisziplinäre Initiative, die zum Ziel hat die Zukunft einer lebenswerten Stadt am Fluss mitzugestalten.
Das Projekt wird im Rahmen der „Nationalen Stadtentwicklungspolitik“ vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) / Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) gefördert und wird
koordiniert durch die Agency Apéro GbR.

 

hallo@neckarinsel.eu
www.neckarinsel.eu
www.instagram.com/neckarinsel_stuttgart

2023 24.07.2023
Film-Workshop mit dem Hölderlin-Gymnasium und Valentin Hennig
Valentin Hennig
Schulen
Vermittlung
24.07.2023

Seit 2019 arbeitet das Künstlerhaus Stuttgart mit dem Hölderlin-Gymnasium zusammen. Nach dem erfolgreichen Modellprojekt im vergangenen Jahr hatten die Schüler*innen des Hölderlin-Gymnasium zum zweiten Mal die Möglichkeit, eigene Filmprojekte und -ideen zu realisieren.
Angeleitet wurde der dreitägige Workshop von dem Künstler und Kunstvermittler Valentin Hennig und fand sowohl im Hölderlin-Gymnasium als auch im Künstlerhaus statt.
Das Ziel des Workshops war es, ein tiefergehendes Verständnis der Mechanismen und Wirkweisen digitaler Narration zu schaffen und die Jugendlichen vom Konsum hin zur kreativen Produktion zu ermutigen.
Idee, Drehbuch, Filmen, Nachbereitung – Alle Schritte des Filme-machens wurden praktiziert.

So wurden den Schüler*innen Wege eröffnet, ungeahnte Talente zu entdecken und eine eigene Bildsprache zu entwickeln.
Die filmischen Ergebnisse werden im Herbst im Künstlerhaus sowie im Hölderlin-Gymnasium öffentlich präsentiert.

Gefördert durch das Programm “Entwicklungstreiber” des Kulturamts Stuttgart.

Foto: Oleg Kauz
Foto: Oleg Kauz
Foto: Oleg Kauz
Foto: Oleg Kauz
Foto: Oleg Kauz
Foto: Oleg Kauz
2023 23.07.2023
Alumnitreffen der Atelierstipendiat*innen
Ateliers
News
23.07.2023

Am 23. Juli 2023 fand das erste vom Künstlerhaus Stuttgart organisierte Alumnitreffen aller ehemaliger und aktueller Stipendiat*innen der letzten 25 Jahre statt.

Ein Kennenlernen und Wiedersehen, begleitet von künstlerischen Beiträgen, und guten Gesprächen.

 

Vielen Dank an alle Stipendiat*innen für den wunderbaren Tag.

 

 

 

Fotos: Jochen Detscher

 

 

Foto: Jochen Detscher
2023 11.07.2023, 19:00 Uhr
Dienstags-Werkstatt XXV: Peter Hauer
Peter Hauer
Buchrelease
Veranstaltung
11.07.2023, 19:00 Uhr

In der 25. Dienstags-Werkstatt präsentiert Peter Hauer seine neue Publikation “Mannerism” im Künstlerhaus Stuttgart. Die Publikation beschäftigt sich mit menschlicher Bewegung als Medium, und dem, was damit ausgedrückt wird, welches Hauer in der Folge als ein kulturelles Produkt behandelt. Frei nach dem Motto “jeder Mensch ist ein Künstler” wird Kunstkritik an unüblichen Beispielen geübt, und im Gegenzug gezeigt, welchen Einfluss die Kunst auf den eigenen Leib hat.

Die Präsentation wird moderiert von Florian Model, der zusammen mit Peter Hauer eine kurze Einführung zum Thema geben und eine Diskussion eröffnen wird.

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Dienstags-Werkstatt

Mit der Dienstags-Werkstatt lädt das Künstlerhaus Künstler:innen oder Kollektive ein, über ihre Arbeitsweisen, Hintergründe und Vorgehensweisen zu sprechen. Wir wollen eine Plattform etablieren, in der sich intensiver zur künstlerischen Praxis ausgetauscht wird und uns so vernetzen, solidarisieren und gegenseitig stärken.

Die Reihe richtet sich an alle Mitglieder des Künstlerhaus Stuttgart, an Künstler:innen aus Stuttgart und Umgebung, oder auf der Durchreise, an alle Kunstvermittler:innen, Kurator:innen, Kulturschaffende usw. und ist offen für alle!

2023 08.07.2023, 19:30 Uhr
The Forced Immigration
Kateryna Surhutanova
Ateliers
Veranstaltung
08.07.2023, 19:30 Uhr
Kuratiert von:
Ein Projekt von Kateryna Surhutanova

Eröffnung: Samstag, 8. Juli 2023, 19:30 Uhr
Sonntag, 9. Juli 2023, 14 – 19:00 Uhr.

 

In dieser Ausstellung wird Kateryna Surhutanova eine Reihe von Werken präsentieren, die sich mit dem Raum auseinandersetzen, und in denen sie folgende Fragen untersucht:
Gibt es einen Unterschied zwischen erzwungener und geplanter Emigration? Was bedeuten die Umstände?
Warum lassen sich Menschen darauf ein? An welchem Punkt wird man zum Transmigranten? Welcher Gedanke
würde helfen, auf dem Höhepunkt des Leidens, dankbar zu bleiben? Was würde es bedeuten, sich nicht selbst oder jene um sich herum zu verletzen?
Einwanderer würden zustimmen, dass man sein ganzes Leben mit einem Gefühl von ethnographischer Einsamkeit leben muss, unabhängig vom Alter oder aus welchem Grund man einwandert. Was passiert, wenn man nicht dorthin gehört, aber auch nicht hierher?

Aber der größte psychische Druck besteht darin, dass man nie wirklich dazugehören wird.

Man befindet sich ständig irgendwo in der Mitte. Wird der Moment kommen, in dem man frei wird von der Angst, etwas zu verlieren und die Erkenntnis einsetzt, dass alles, was man hat, bei einem bleibt, egal wo man ist?

Du “gehörst” nicht mehr irgendwohin. Du gehörst überall hin. Du hast keine Angst, ein Fremder zu sein.

 

 

Kateryna Surhutanova ist eine ukrainische Künstlerin, die vor dem Krieg in ihrem Land geflohen ist und sich in ihrer Arbeit kritisch mit sozialen und kulturellen Themen auseinandersetzt, und zwar durch die Brille der Psychologie, die sie durch die Visualisierung von Ereignissen auf der Leinwand oder an der Wand positioniert, wobei sie den Raum völlig umgestaltet.

Surhutanova war von Mai 2022 bis Juni 2023 Stipendiatin im Künstlerhaus Stuttgart.

Kateryna Surhutanova
2023 07.07.2023
4B – Jahrespublikation 2022 nun im Künstlerhaus erhältlich
News
Publikationen
07.07.2023

Auf der Jahreshauptversammlung im Frühjahr 2022 wurde einem Antrag aus der Mitgliedschaft zugestimmt, eine Publikation des Künstlerhaus Stuttgart ins Leben zu rufen, die das Künstlerhaus in all seinen Facetten präsentiert. Eine Redaktion, bestehend aus den ehrenamtlich tätigen Mitgliedern Alba Frenzel, Jochen Detscher und Ania Corcilius sowie den Mitarbeiterinnen Leonie Klöpfer und Romy Range, hat sich daraufhin gebildet, um dem Mitgliederwunsch zu entsprechen. Für das grafische Konzept und das Layout waren matter of verantwortlich, die bereits die Website des Künstlerhauses gestaltet hatten.

 

4B – so der Titel der Publikation, angelehnt an die Anschrift des Künstlerhauses in der Reuchlinstraße 4b – beschäftigt sich primär mit den künstlerischen Formaten außerhalb des kuratierten Ausstellungsprogramms, da dieses bereits selbst über eine Publikationsreihe verfügt.

 

In dieser Ausgabe des 4B-Magazins finden sich verschiedene Aktivitäten der Atelierstipendiat*innen, der Werkstätten und der Mitglieder-initiierten Veranstaltungen im und über das Künstlerhaus hinaus. Wir berichten über die Dienstags-Werkstätten im letzten Jahr, es gibt Interviews mit dem Werkstattleiter der Audiowerkstatt Niklas Menschik, und mit den zwei ukrainischen Stipendiatinnen Kateryna Surhutanova und Elena Trutieva. Darüberhinaus berichten wir über eine Reihe von Ausstellungen, die von den Atelierstipendiat*innen initiiert wurden. Fernando Munizaga und Matias Bocchio berichten über ihr Werkstattstipendium und Nutzer*innen der Lithografiewerkstatt verabschieden sich sehr persönlich von Michael Wackwitz, der über viele Jahre hinweg die Werkstattleitung der Lithografie innehatte und nun in seine Heimat Dresden zurückkehrt.

 

Zudem nimmt das Thema Vermittlung einen immer größeren Stellenwert im Künstlerhaus ein, so auch in dieser Publikation. Dieses Mal gewähren wir einen Einblick in die Kooperation mit dem Hölderlin-Gymnasium. Außerdem stellen sich zwei unserer Vermittlerinnen vor – Thora Gerstner und Lejla Dendic.

Abschließend verlassen wir auch noch mal das Künstlerhaus und zeigen Projekte der Künstlerinnen und Künstlerhaus-Mitglieder Helen Weber im Haus der Katholischen Kirche sowie Michelin Kober in der Städtischen Galerie Ostfildern, und wir stellen die Projekträume unserer Mitglieder Thora Gerstner und Jan Nicola Angermann vor.
Das künstlerische Supplement in diesem Heft hat die Grafikerin und Künstlerin Florentine Bofinger gestaltet, deren Entwurf von der Redaktion nach einem Open Call in der Mitgliedschaft aus einer Vielzahl von Einreichungen ausgewählt wurde.

 

Wir möchten uns herzlich bedanken bei allen beitragenden Autor*innen, und Fotograf*innen, bei dem fantastischen Grafikbüro matter of für die großartige Zusammenarbeit, bei Florentine Bofinger für die Gestaltung des Inlays (ein kleines Highlight) und natürlich bei der Redaktion, die ehrenamtlich mit sehr viel Engagement und noch mehr Arbeit diese Ausgabe ermöglicht hat. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt für die Künstlerhaus-Gemeinschaft.

 

Jetzt im Künstlerhaus Stuttgart zur Abholung erhältlich – Mitglieder: 3 € / Nicht-Mitglieder: 8 €

Foto: Jochen Detscher
Foto: Jochen Detscher
Foto: Jochen Detscher
Foto: Jochen Detscher
Foto: Jochen Detscher
Foto: Jochen Detscher
Foto: Jochen Detscher
2023 04.07.2023, 19:00 Uhr
Viertes Organ zu Gast bei Oberwelt e.V.
Mitgliedschaft
Veranstaltung
04.07.2023, 19:00 Uhr

 

Nach dem Auftakt der Gesprächsreihe „Kunstverein(e) der Zukunft“ im Künstlerhaus und Besuchen im Böblinger Kunstverein und im Kunstraum34 in Stuttgart werden wir am 04. Juli bei Oberwelt e.V. in Stuttgart zu Gast sein. Wie bei den vorangegangenen Gelegenheiten werden wir wieder mit zahlreichen Gästen und Vertreter:innen verschiedener Kunstvereine über Probleme und Herausforderungen diskutieren, die sich einigen etablierten Kunstvereinen stellen. Strukturen, Prozesse, Ideen und Themen, die oft über Jahre und Jahrzehnte entstanden sind, müssen hinterfragt, weiterentwickelt und womöglich neu erfunden werden, um auch in Zukunft erfolgreich künstlerisch engagierte Vereinsarbeit machen zu können. Die Vertreter:innen der verschiedenen Kunstvereine berichten in der Runde von ihren eigenen konkreten Erfahrungen, Problemen und Lösungsansätzen. Anhand der unterschiedlichen Perspektiven und Kontexte ergibt sich so ein offenes, vielfältiges und für alle Beteiligten fruchtbares Gespräch.

Eingeladen zu dem Treffen sind auch der Kunstverein Neuhausen, der Kunstverein Böblingen, der Kunstraum34, das Künstlerhaus Stuttgart, anorak und der Kunstverein Nürtingen.

 

Oberwelt e.V.

Reinsburgstr. 93, 70197 Stuttgart
www.oberwelt.de

2023 03.07.2023, 19:00 Uhr
Mit Essen spielen II: Material erkunden
anima ona
Veranstaltung
03.07.2023, 19:00 Uhr
Eine Kooperation zwischen dem Restaurant „Im Künstlerhaus“ und dem Künstlerhaus Stuttgart

Mit der Veranstaltungsreihe „Mit Essen spielen“ wagen wir ein Experiment. An drei Abenden schlagen wir in diesem Jahr eine Brücke zwischen Küche und Kunst und sprechen von der ersten Idee bis zur Präsentation auf dem Teller. Zusammen mit einem Künstler, einer Künstlerin oder einem Kollektiv überlegen wir, wie sich dieser Prozess künstlerisch übersetzen lässt. Wie lassen sich Aromen, Ästhetik, Farbe und Geschmack kulinarisch und künstlerisch miteinander verbinden?

Im ersten Teil war der Künstler Lennart Cleemann unser Gast. Für den zweiten Teil der Reihe zum Thema “Material erkunden” laden wir das multidisziplinäre Studio anima ona, bestehend aus Freia Achenbach und June Fàbregas, ein, die seit Mai 2023 Stipendiat*innen des Künstlerhauses sind.

 

Hinter einem fertigen Produkt steht oft ein langer Prozess des Experimentierens mit verschiedenen Materialien und Werkzeugen. Experimente mit dem Material hinsichtlich ihrer Verformbarkeit, ihres Gebrauchs und der Herstellungs- und Verarbeitungsweise finden sowohl in der Küche des Restaurants ‚Im Künstlerhaus” als auch in der Arbeit von anima ona statt. Das Duo bewegt sich mit seiner Praxis an der Grenze zwischen Design, Forschung und Kunst und beschäftigt sich mit Möglichkeiten der Wiederverwendung des Materials, der sie durch experimentelle Herangehensweisen und der Auseinandersetzung der kulturellen Bedeutung von Objekten nachkommen. Wie sie diese Praxis an diesem Abend sicht- und erlebbar machen, wird sich erst zeigen.

 

Der Abend beginnt mit einem 3-Gänge-Menü (vegan), inkl. aller Getränke. Anschließend findet eine Diskussion zwischen Sebastian Werning, Konstantin Kuld und anima ona statt, bevor der Abend dann in lockerem Gespräch mit allen Gästen ausklingt.

 

Speisen und Getränke werden vom Restaurant zum Selbstkostenpreis angeboten. Die Teilnahmekosten belaufen sich auf

49,00 EUR für Mitglieder bzw.
69,00 EUR für Nicht-Mitglieder.

 

Um die weitere Planung vornehmen zu können, ist eine verbindliche Anmeldung bis zum 30. Juni 2023 unter rr@kuenstlerhaus.de notwendig.

 

Der dritte Teil dieser Serie wird sich im Oktober mit dem Thema Präsentation befassen. Genauere Informationen erhalten Sie dazu im September 2023.

anima ona, Brot, 2019
Foto: anima ona
Foto: anima ona
Foto: anima ona
Foto: anima ona
2023 30.06.2023, 19:00 Uhr
243 – Ohne Maske
Lambert Mousseka
Ateliers
Veranstaltung
30.06.2023, 19:00 Uhr
Kuratiert von:
Ein Projekt des Atelierstipendiaten Lambert Mousseka

Das erste Kapitel einer Ausstellungsreihe des Atelierstipendiaten Lambert Mousseka

 

Eröffnung: Freitag, 30. Juni 2023, 19 Uhr

auf der Atelieretage (3. OG) des Künstlerhaus Stuttgart

 

Lambert Mousseka wird auf der Atelieretage des Künstlerhauses eine Reihe Masken und Formen aus Keramik und Malereien präsentieren. Diese verweisen auf die Haltung und das Befreiungsgefühl der Kunst als einen Raum für Freiheit.
Dabei spielt das Datum der Eröffnung eine symbolische Rolle. Denn am 30. Juni 1960 wurde Lumumbas Unabhängigkeitserklärung für die Demokratische Republik Kongo beschlossen und damit das Ende der Diktatur eingeleitet.
Der Titel der Ausstellung spielt auf die Telefonvorwahl der D. R. Kongos an.

Die Ausstellungsreihe Kinoisserie, Briller et s’Envoler / Leuchten und Abheben fokussiert sich auf den Anfang der Sapologie.
Sapologie ist die Philosophie der SAPE, einer Société des Artistes et de personnes Elégantes (Gesellschaft für Künstler*innen und eleganter Personen).

2023 24.06.–25.06.2023
Öffentliches Programm mit Rechtsberatung und Legal Café
Führung
Veranstaltung
Vermittlung
Vortrag
24.06.–25.06.2023

Wir laden Sie herzlich ein, am zweitägigen öffentlichen Programm im Rahmen der Ausstellung Ex gratia von Niloufar Emamifar teilzunehmen.

 

Wenn Künstler*innen, die mit Schwierigkeiten bei der grenzüberschreitenden Migration konfrontiert sind, von Kunstinstitutionen unter Vertrag genommen werden,  geschieht dies allzu oft auf einer individuellen Fall-zu-Fall-Basis. Den Künstler*innen werden dabei meist keine transparenten Richtlinien, einheitliche Strategien oder schützende Standards seitens der Institution geboten. Diese öffentliche Programmreihe im Künstlerhaus Stuttgart ist eine Antwort auf das allgegenwärtige Problem, dass die rechtlich-wirtschaftlichen Ressourcen für Künstler*innen mit Visum, Migrant*innen, Vertriebene, Asylsuchende und Flüchtlinge unzureichend und unzugänglich sind.

 

Das Programm findet auf der vierten Etage des Künstlerhauses Stuttgart statt.

 

 

Samstag, 24. Juni 2023 (15 – 17 Uhr)

 

Die Einwanderungsanwält*innen Nora Ebeling und Viktor Riad haben für das Künstlerhaus Stuttgart eine Reihe von praktikablen Richtlinien für die Projektarbeit mit Künstler*innen mit Visum, Migrant*innen, Vertriebenen, Asylsuchenden und Flüchtlingen ausgearbeitet. Der Rechtsbeistand wird diese konkreten, praktikablen Richtlinien vorstellen und anschließend eine offene Diskussion führen. Bitte beachten Sie, dass die Präsentation der Leitlinien in deutscher Sprache erfolgt, während die offene Diskussion sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch stattfinden wird.

 

Nora Ebeling ist Rechtsanwältin mit dem Schwerpunkt Migrationsrecht im Haus der Demokratie und Menschenrechte in Berlin.

 

Viktor Riad in Rechtsanwalt in Berlin und gründete eine Kanzlei mit den Schwerpunkten Migrationsrecht, Durchsetzung der Rechte von Flüchtlingen und aufenthaltsrechtliche Verfahren für international tätige Künstler*innen.

 

Sonntag, 25. Juni 2023 (13 – 15 Uhr)

 

Informationsveranstaltung und Workshop mit Vertreter*innen von Legal Café.

 

Das Legal Café Stuttgart ist ein selbstorganisiertes Projekt, das regelmäßig einen Raum zur Verfügung stellt, in dem Menschen Kaffee oder Tee trinken können, und gleichzeitig eine kostenlose Beratung für Einzelpersonen und Gruppen anbietet, die Rat in Bezug auf Racial Profiling, Asylverfahren und/oder Diskriminierung im Allgemeinen suchen. Die meisten Berater*innen im Legal Café kommen aus Gemeinschaften mit einer Flucht- und Migrationsgeschichte. Der Schwerpunkt liegt auf dem Empowerment und der Teilung der Macht von Gemeinschaften. Die Berater*innen von Legal Café werden in Workshops/Seminaren von juristischen und psychologischen Fachkräften sowie Expert*innen aus den Bereichen Sozialarbeit und diskriminierungskritische Arbeit geschult, wobei verschiedene Gruppen/Personen an der Organisation beteiligt sind, die unterschiedliche Perspektiven einbringen.

 

Sonntag, 25. Juni 2023 (15 – 16 Uhr)

 

Eric Golo Stone, künstlerischer Leiter, und Juliane Gebhardt, kuratorische Assistentin, führen in deutscher und englischer Sprache durch die Ausstellung Niloufar Emamifar: Ex gratia.

 

Samstag, 24. Juni 2023 (15 – 17 Uhr) und Sonntag, 25. Juni 2023 (13 – 16 Uhr)

 

Die Kunstvermittlerinnen des Künstlerhauses Stuttgart, Thora Gerstner und Ludgi Porto, sprechen im Rahmen des öffentlichen Programms mit den Mitwirkenden und dem Publikum.

 

 

Weitere Informationen finden Sie im Begleitheft zur Ausstellung.

 

Realisiert mit großzügiger Förderung der Stiftung Kunstfonds NEUSTART KULTUR und des Institut für Auslandsbeziehungen. Darüberhinaus wurde dieses Projekt in Form eines Residenzstipendiums durch Callie’s, Berlin, unterstützt.

Niloufar Emamifar, 2023. Foto: Frank Kleinbach. Bildbeschreibung: Man sieht die Frontalansicht einer großen grünen Bühne, die in einem Winkel von fünfundvierzig Grad nach unten gerichtet ist. Die Bühne ruht auf zwei langen schwarzen Metallschienen, die an gegenüberliegenden weißen Säulen in einer großen Ausstellungsgalerie angebracht sind. Hinter der Bühne fällt natürliches Außenlicht durch große Industriefenster.
2023 13.06.2023, 19:00 Uhr
Dienstagswerkstatt XXIV: Projektraum kunst [ ] klima
Barbara Karsch-Chaïeb, Caro Krebietke
Gespräch
Veranstaltung
13.06.2023, 19:00 Uhr

Bei der 24. Dienstags-Werkstatt stellt sich der Projektraum kunst [ ] klima, stellvertretend durch Barbara Karsch-Chaïeb und Caro Krebietke, vor. Der Projektraum wurde 2021 von Barbara Karsch-Chaïeb gegründet und seit März 2023 ist Caro Krebietke daran beteiligt.

 

Der Projektraum kunst [ ] klima ist der erste Kunst-Raum in Stuttgart, der ausschließlich Ausstellungen zum Thema Klimawandel und Nachhaltigkeit zeigt.

Die Klammer zwischen den Begriffen Kunst und Klima ist mit einer Leerstelle versehen, die einen möglichen Raum für Kommunikation eröffnet und eine Verbindung schafft. Die Leerstelle bewahrt Offenheit und Flexibilität.

Es werden Einzelausstellungen mit Werken von Künstler:innen aus unterschiedlichen Sparten gezeigt. Im Zentrum steht der Bezug zu vorwiegend wissenschaftlichen Themen wie Klima, Wetter, Klimawandel, Energiewende, Pflanzen, Wasser, Erde, Erdgeschichte, Biologie, Biochemie, Chemie, künstliche Intelligenz.
Der Schwerpunkt einer Ausstellung liegt weitgehend auf der inhaltlichen Ebene eines gezeigten Werks und seiner Vermittlung.

Außerdem werden ergänzend zu den ausgestellten Themen Vortragende eingeladen.

 

Barbara Karsch-Chaïeb wird bei der Dienstags-Werkstatt über die Entwicklung und die Ausstellungsprojekte von kunst [ ] klima seit der Gründung 2021 berichten. Außerdem wird sie einen Ausblick auf künftige Vorhaben und Ideen zur Nachhaltigkeit und zur Vernetzung mit anderen Stuttgarter Kulturinstitutionen geben.

 

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Dienstags-Werkstatt

Mit der Dienstags-Werkstatt lädt das Künstlerhaus Künstler:innen oder Kollektive ein, über ihre Arbeitsweisen, Hintergründe und Vorgehensweisen zu sprechen. Wir wollen eine Plattform etablieren, in der sich intensiver zur künstlerischen Praxis ausgetauscht wird und uns so vernetzen, solidarisieren und gegenseitig stärken.

Die Reihe richtet sich an alle Mitglieder des Künstlerhaus Stuttgart, an Künstler:innen aus Stuttgart und Umgebung, oder auf der Durchreise, an alle Kunstvermittler:innen, Kurator:innen, Kulturschaffende usw. und ist offen für alle!

Benjamin Miller, blühen, im Projektraum kunst [ ] klima
Benjamin Miller, blühen, im Projektraum kunst [ ] klima
2023 04.06.2023, 19:00 Uhr
Viertes Organ
Mitgliedschaft
Veranstaltung
04.06.2023, 19:00 Uhr

In dem Treffen informiert der Beirat über den aktuellen Bewerbungsstand für die nächste Künstlerische Leitung sowie deren Auswahlprozess. Alle Mitglieder sind herzlich eingeladen, Ihr Feedback mit dem Beirat zu teilen

Wir bitten um Verständnis, dass keine Einzelheiten zu den Bewerbungen bekanntgegeben werden können.

2023 15.05.2023, 20:00 Uhr
Lesung „Hinter der Scham versteckt“ mit Eva Müller und Slata Roschal
Festival
Gespräch
Veranstaltung
15.05.2023, 20:00 Uhr
im Rahmen des Literaturfestivals Stuttgart „Schreiben, während die Welt geschieht“
Kuratiert von:
Lena Gorelik

Am 15. Mai um 20 Uhr findet die Lesung „Hinter der Scham versteckt“ mit Eva Müller und Slata Roschal im Rahmen des ersten Literaturfestival Stuttgart „Schreiben, währen die Welt geschieht“ im Künstlerhaus statt. Die Lesung wird moderiert von Carolin Callies.

Tickets erhalten Sie hier

 

Slata Roschal hat mit 153 formen des nichtseins ein schonungsloses Romandebüt in Form einer Prosa-Collage voll bissigem Humor und sezierenden Alltags- wie Selbstbeobachtungen vorgelegt. Darin erzählt sie von Identität, Migration, Weiblichkeit und dem Leben an den Rändern der Gesellschaft.

Sie trifft auf Eva Müller, die in ihrer autofiktionalen Graphic Novel Scheiblettenkind die Geschichte ihrer Familie mit originellem wie eigensinnigem Strich erzählt: das Aufwachsen in Armut, in einem Umfeld abseits akademischer Bildung, begleitet von sozialer Scham und schließlich in eine Emanzipation als Künstlerin mündend.

 

Zwei Autorinnen im Gespräch, die Lebensumstände beschreiben, die gerne versteckt und vergessen werden.

 

Alle weiteren Veranstaltungen und Infos zum Literaturfestival Stuttgart auf www.stuttgart.de/literaturfestival.

 

Vom 11. bis zum 21. Mai 2023 findet in Stuttgart erstmals das Literaturfestival Stuttgart statt. Es wird vom Kulturamt der Landeshauptstadt Stuttgart in Kooperation mit dem Literaturhaus Stuttgart unter Einbeziehung der Stuttgarter Literatur‐ und Kulturakteur*innen ausgerichtet.

In der ersten Ausgabe präsentiert das Literatur Festival an elf Tagen Literatur in einer breiten Vielfalt von Prosa über Lyrik bis hin zu Graphic Novel. Kuratiert wird das Festival unter dem Titel „Schreiben, während die Welt geschieht“ von der Schriftstellerin Lena Gorelik.

Eva Müller, ©Thorsten Wagner
Slata Roschal, ©Ammy Berent
2023 09.05.2023, 19:00 Uhr
Dienstagswerkstatt XXIII: Anna Gohmert "Family business"
Anna Gohmert
Gespräch
Veranstaltung
09.05.2023, 19:00 Uhr

Anna Gohmert interessiert es, eine Formsprache für Intimität zu finden, ohne dass das Persönliche theoretisiert wird und die Zärtlichkeit oder Rohheit des Privaten verloren geht.
In ihren Arbeiten geht es um soziale Gerechtigkeit, Herausforderungen gesundheitlicher Natur, Generationskonflikte und den Umgang mit Selbstwirksamkeit und Ohnmacht.
Sie ordnet ihre künstlerische Praxis der Gattung der Autofiktion zu und begibt sich in persönliche Gespräche, um tiefer in die Materie einzutauchen. Diese unterschiedlichen Aspekte, womit sowohl individuelle Erfahrungsräume als auch wissenschaftliche Erkenntnisse gemeint sind, bringt sie mit heterogenen Medien als Rauminstallation zusammen.
Trotz der verschiedenen Quellen, Materialien & Personen wird die Arbeit zusammengehalten von einem un-/sichtbaren Text, der aus ihrer Feder stammt.

 

Anna Gohmert wird in der Dienstags-Werkstatt die aktuellen Arbeiten vorstellen, die im Rahmen der Ausstellung Gescheite(rte) Familienplanung entstanden sind, wie auch einen Einblick in die kommende Ausstellung Das ist (ja) voll mein Ding geben.

In beiden Werkgruppen spielt Partizipation und Zugänglichkeit eine Rolle.

 

Der Fokus wird an diesem Abend auf Zugänglichkeit von Kunst und Kultur liegen. Gohmert berichtet von ihren Erfahrungen, wie kostspielig aber auch bereichernd es ist, dem eigenen Kunstwerk die Frage zu stellen, ob es barrierearm zugänglich ist und wie man es in ein barrierearmes Format übersetzen kann.

 

 

Mehr Informationen unter:

annagohmert.de

IG: @annagohmert

 

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Dienstags-Werkstatt

 

Mit der Dienstags-Werkstatt lädt das Künstlerhaus Künstler:innen oder Kollektive ein, über ihre Arbeitsweisen, Hintergründe und Vorgehensweisen zu sprechen. Wir wollen eine Plattform etablieren, in der sich intensiver zur künstlerischen Praxis ausgetauscht wird und uns so vernetzen, solidarisieren und gegenseitig stärken.

Die Reihe richtet sich an alle Mitglieder des Künstlerhaus Stuttgart, an Künstler:innen aus Stuttgart und Umgebung, oder auf der Durchreise, an alle Kunstvermittler:innen, Kurator:innen, Kulturschaffende usw. und ist offen für alle!

Foto: Dominique Brewing © VG Bildkunst Anna Gohmert 2023
2023 06.05.–10.09.2023
Niloufar Emamifar: Ex gratia
Niloufar Emamifar
Ausstellung
06.05.–10.09.2023
Ausstellungseröffnung:
Sa, 06.05.2023
19:00 Uhr
Workshop mit Nora Ebeling, Rechtsanwältin:
Sa, 24.06.2023
15:00 Uhr
Workshop mit Legal Café:
So, 25.06.2023
13:00 Uhr
Öffentliche Führung mit Eric Golo Stone:
So, 25.06.2023
15:00 Uhr
Kuratiert von:
Eric Golo Stone

In ihrer ersten Ausstellung in Deutschland präsentiert Niloufar Emamifar in den beiden Hauptausstellungsräumen des Künstlerhaus Stuttgart neu produzierte Arbeiten. Ausgehend von ihrem Architekturstudium beschäftigt sich Emamifar kontinuierlich mit den psychosozialen Dynamiken des gebauten Raums. Auf dieser Basis legt ihre Ausstellung EX GRATIA den Fokus auf die ortsspezifische strukturelle Kapazität, die erforderlich ist, um den Bedürfnissen gelebter Beziehungen nachzukommen. Die Betonung materieller Bedingungen — das Insistieren auf operative Strukturen — bei der Betrachtung zwischenmenschlichen Erlebens ist ein zentraler Aspekt in Emamifars fortlaufender Auseinandersetzung mit dem Ausstellungswesen. Ihre Arbeit untersucht die ursächlichen (kausativen) Beziehungen zwischen Ort, Situation und Subjektivität. Emamifar geht davon aus, dass Lebewesen nicht festgelegt, sondern extrem durchlässig und dadurch anfällig für die konstruierten Systeme sind, die sie im Moment besetzen und verkörpern. Die Ausstellung der Künstlerin am Künstlerhaus Stuttgart ist auf diese Verletzlichkeit eingestimmt — die Künstlerin nimmt die Expositionsarbeit innerhalb der sie umgebenden Umstände auf sich und würdigt dabei gleichzeitig, dass individuelle Erfahrung letztlich nicht von den unterdrückenden strukturellen Realitäten getrennt werden kann, denen so viele Menschen ausgesetzt sind. Aufgrund der Produktionsbedingungen von EX GRATIA, mit denen Emamifar konfrontiert war, hat die Künstlerin die Anstrengung unternommen, dauerhafte Strukturen zu entwickeln, die von zukünftigen Künstler*innen bei deren Arbeit mit dem Künstlerhaus Stuttgart und anderen Institutionen im Kunstbereich in Deutschland angewendet werden können.

 

Als Emamifar mit der Produktion einer Ausstellung am Künstlerhaus Stuttgart (KHS) beauftragt wurde, wurde deutlich, dass das KHS nicht über die notwendige rechtliche und wirtschaftliche Infrastruktur verfügte, um für Künstler*innen, die ein Visum benötigen, die Migrant*innen sind, die vertrieben wurden oder die einen Geflüchteten-Status innehaben zugänglich zu sein. Unterstützung in Form von Rechtsberatung, jährlichen zweckgebundenen Geldern oder Weiterbildungsangeboten für Beschäftigte gab es an dieser fünfundvierzig Jahre alten Institution noch nicht. Wie viele Kunstinstitutionen in Deutschland und darüber hinaus, nimmt sich das KHS Künstler*innen, die bei der grenzüberschreitenden Migration mit Hürden konfrontiert sind, fallweise an — ohne institutionelle Richtlinien, Protokolle oder Verfahrensweisen, die entsprechend der Bundesgesetzgebung entwickelt und etabliert wurden. Als Reaktion auf die systemischen Unzulänglichkeiten und unzureichend ausgestattete Infrastruktur des KHS hat Emamifar einen Teil ihres Ausstellungsbudgets für eine Rechtsberatung aufgewendet. So konnten eine juristische Machbarkeitsstudie und praktikable Leitlinien für das KHS erarbeitet werden, um das KHS für die Arbeit mit Künstler*innen, die ein Visum benötigen, die Migrant*innen sind, die vertrieben wurden oder die einen Geflüchteten-Status innehaben auszustatten.

 

Anstatt einen individuellen Arbeitsvertrag zu entwerfen, beauftragte Emamifar die Rechtsberatung mit der Herstellung einer gemeinsamen Richtlinie, die innerhalb der gesamten Institution in allen zukünftigen Fällen angewandt und umgesetzt werden kann, in denen das KHS Künstler*innen mit der Arbeit an einer Ausstellung, einem Programm oder einer anderweitigen befristeten Beschäftigung in Stuttgart beauftragt. Die Rechtsberatung hat dieses nun vorgeschlagene Rahmenwerk in Modulen organisiert. Diese Module antizipieren bestimmte Fälle, in denen Künstler*innen vom KHS beauftragt werden, und fokussieren sich auf Projektarbeit eher denn auf Vollzeit-Anstellungsverhältnisse. Personen, die für die Wahrung von Rechtsansprüchen eintreten, erkennen sowohl an, dass bei der landesspezifischen Rechtsprechung jeder Fall situationsspezifisch argumentiert und entschieden werden muss als auch, dass gewisse Standards zur Regelung und zum Schutz notwendig sind. Es ist gemeinhin bekannt, dass und wie bestimmte Lehrmeinungen individuelle Rechte häufig zu Lasten kollektiver Kämpfe für systemischen Wandel kodifizieren, legitimieren und durchsetzen. Um Anstellungsverfahren gerecht zu gestalten, werden vermehrt transparente Standards gefordert, anstatt Verträge von Arbeitnehmer*innen fallweise zu bearbeiten. Denn das reduziert häufig Bemühungen gegen strukturelle Unterdrückung auf isolierte, individuelle Beschwerden und Wiedergutmachungen. Indem sie mit potenziellen Governance-Vereinbarungen und Rechtshilfe-Infrastrukturen arbeitet, beschäftigt sich Emamifar in ihrer Ausstellung mit dem Recht als einem größtenteils unzugänglichen System. Ein System , das durch die fortdauernden Geschichten des Einwanderungs-, Armuts- und Arbeitsrechts geprägt wurde genauso wie von weiteren Verfechter*innen, die für seine bessere Zugänglichkeit kämpfen, und durch die Durchsetzung von Rechten innerhalb einer Rechtsordnung, die allzu oft das kodifiziert, was die vorherrschende Wirtschaftsmacht als gerecht festgelegt hat. Und das Recht ist selbstverständlich kein neutraler Verhaltensrahmen. Es wird definiert.

 

Auch wenn Emamifar sich für eine effektive Neudefinition grundlegender und unterliegender Strukturen einsetzt, ist sie gegenüber der Rolle von Künstler*innen als Kurzzeit-Honorarkräfte, die sich für die Kapazitätsstärkung und damit langfristige Weiterentwicklung einer Kunstinstitution einsetzen, ambivalent. Es besteht eine reale Gefahr für Künstler*innen, wenn sie bei projektbezogener Arbeit auf die Governance-Strukturen einer Institution einwirken. Künstler*innen werden häufig die Finanzmittel gekürzt, sie werden ausgeschlossen oder fallen gelassen, wenn sie in dem Versuch, in die institutionellen Verwaltungsstrukturen einzugreifen, über die von ihnen erwartete Rolle hinausgehen. Dieses Risiko ist der Grund, weshalb Emamifar zentrale Kooperationspartner*innen — eine Rechtsberatung — hinzugezogen hat, die bei der Auseinandersetzung mit den strukturellen Gegebenheiten der Institution eine tragende Rolle hinter den Kulissen genauso wie öffentlicher Form eingenommen haben. Emamifars Ausstellung umfasst eine Bühnenkonstruktion, auf der die Rechtsberatungsvertreterin Nora Ebeling die rechtlichen und wirtschaftlichen Verfahrensrichtlinien, die das KHS bei der Beauftragung von Künstler*innen, die ein Visum benötigen, die Migrant*innen sind, die vertrieben wurden oder die einen Geflüchteten-Status innehaben anwenden kann, öffentlich präsentieren wird. Die Entscheidung von Emamifar, eine Plattform für die öffentliche Präsentation Ebelings dieser vorgeschlagenen rechtlichen und wirtschaftlichen Infrastruktur zu schaffen, beruht auf zentralen Fragen der Repräsentation, mit denen sich die Künstlerin befasst: Welche Risiken entstehen durch Sichtbarkeit und „platforming“ — die materielle Infrastruktur und Ressourcen, die für den Raum und Fokus auf marginalisierte Stimmen bereitgestellt werden –, wenn es um die wahrheitsgemäße Darstellung gelebter politischer Realitäten geht? Was bedeutet es für Emamifar, Ebeling mit der öffentlichen Expositions- und Weiterbildungsarbeit zu beauftragen, und dabei das Publikum mit den strukturellen Erfordernissen für Visumantragsteller*innen, Migrant*innen, Vertriebene und Personen mit Geflüchteten-Status zu konfrontieren? In welchem Maße wird dieses rechtliche und wirtschaftliche Rahmenwerk einer internen sowie gleichzeitig einer außenwirksamen Policy dienen und alltägliche Erwägungen anbieten, die sowohl KHS-spezifisch sind als auch reproduzierbare Modelle für institutionelle Verhaltensweisen nahelegen, die ungerechte, ausschließende und diskriminierende Einstellungsverfahren, wie sie im gesamten Kunstbereich verbreitet sind, herausfordern?

 

Der Titel von Emamifars Ausstellung, EX GRATIA, bezieht sich auf einen Begriff aus dem Rechtskontext und meint eine Zahlung, die nicht aus einer rechtlichen Pflicht, sondern aufgrund begründeter Umstände geleistet wird. Es ist eine Art rechtlich anerkanntes Standardverfahren, das nicht festgelegt oder vorgeschrieben ist. Im Deutschen auch als Kulanz bekannt, ist es ein außerhalb rechtlicher Kategorien relevantes Entgegenkommen.. Ex gratia-Zahlungen sind moralisch begründet und gesetzlich nicht erforderlich — das heißt sie sind oft ein Regressmittel, das strenger ist als das gesetzlich vorgeschriebene. Emamifars Ausstellung umfasst eine vollständig ausgefertigte Vereinbarung zwischen der Künstlerin und dem KHS zur Lagerung von Materialien, die der Künstlerin gehören, in mehreren Bankschließfächern im vierten Stock des KHS — und zwar solange das KHS seine aktuellen Räume in der Reuchlinstraße mietet. Eine zentrale Klausel dieser Vereinbarung ist, dass Emamifar eine Person bevollmächtigen kann, Zugang zu den Bankschließfächern zu erhalten, die die Künstlerin zur Verfügung gestellt hat. Sollte die Künstlerin einer Person die Vollmacht und damit Zugriff zu den Bankschließfächern erteilen, gelten alle Bedingungen der Vereinbarung genauso für die bevollmächtigte Person wie für die Künstlerin. Diese Vereinbarung ist im Ausstellungsbegleitheft enthalten.

 

 

Programm

 

06.05.2023 (19 Uhr)

Ausstellungseröffnung

 

24.06.2023 (15-17 Uhr)

Nora Ebeling, Rechtsanwältin, öffentlicher Vortrag und Workshop im Künstlerhaus Stuttgart

 

25.06.2023 (13-15 Uhr)

Informationsveranstaltung und Workshop mit Vertreter*innen von Legal Café

 

25.06.2023 (15-16 Uhr)

Öffentliche Führung durch die Ausstellung mit Eric Golo Stone, Künstlerischer Leiter des Künstlerhaus Stuttgart

 

 

Realisiert mit großzügiger Förderung der Stiftung Kunstfonds NEUSTART KULTUR und des Institut für Auslandsbeziehungen. Darüberhinaus wurde dieses Projekt in Form eines Residenzstipendiums durch Callie’s, Berlin, unterstützt.

Bildnachweis: Niloufar Emamifar, 2023. Bildbeschreibung: Man sieht ein körniges Bild des Hinterkopfes einer Frau mit schwarzem, gewelltem Haar, das ihr bis zur Schulter reicht. Die Hand dieser Frau mit rot lackierten Fingern hält einen Stift mit roter Kappe, und ihre Hand ist ausgestreckt und tippt auf einer Rechenmaschine, die zum Auszählen von Stimmzetteln verwendet wird.
Niloufar Emamifar, Retractable Stage, 2023. Installation verschiedener Materialien. Foto: Jan Hottmann.
Niloufar Emamifar, Retractable Stage, 2023. Installation verschiedener Materialien. Foto: Jan Hottmann.
Niloufar Emamifar, Retractable Stage, 2023. Installation verschiedener Materialien. Foto: Jan Hottmann.
Niloufar Emamifar, Retractable Stage, 2023. Installation verschiedener Materialien. Foto: Frank Kleinbach.
Niloufar Emamifar, Retractable Stage, 2023. Installation verschiedener Materialien. Foto: Frank Kleinbach.
Niloufar Emamifar, Retractable Stage, 2023. Installation verschiedener Materialien. Foto: Frank Kleinbach.
Niloufar Emamifar, Retractable Stage, 2023. Installation verschiedener Materialien. Foto: Frank Kleinbach.
Niloufar Emamifar, Retractable Stage, 2023. Installation verschiedener Materialien. Foto: Frank Kleinbach.
Niloufar Emamifar, Retractable Stage, 2023. Installation verschiedener Materialien. Foto: Frank Kleinbach.
Niloufar Emamifar, Retractable Stage, 2023. Installation verschiedener Materialien. Photo: Frank Kleinbach.
Niloufar Emamifar, Oh Lovers, I Know Not What I Am, 2023. 1-Kanal-Video mit Sound (15 Sekunden Loop). Foto: Frank Kleinbach.
Niloufar Emamifar, Oh Lovers, I Know Not What I Am, 2023. 1-Kanal-Video mit Sound (15 Sekunden Loop). Video stil.
Niloufar Emamifar, Retractable Stage, 2023. Installation verschiedener Materialien. Foto: Patricia Paryz.
Niloufar Emamifar, Retractable Stage, 2023. Installation verschiedener Materialien. Foto: Patricia Paryz.
Niloufar Emamifar, Driving Lessons, 2023. 1-Kanal-Video mit Ton (12 Minuten). Foto: Frank Kleinbach.
Niloufar Emamifar, Driving Lessons, 2023. 1-Kanal-Video mit Ton (12 Minuten). Foto: Frank Kleinbach.
Niloufar Emamifar, Driving Lessons, 2023. 1-Kanal-Video mit Ton (12 Minuten). Video stil.
Niloufar Emamifar, Safe, 2023. Installation verschiedener Materialien. Foto: Frank Kleinbach.
Niloufar Emamifar, Safe, 2023. Installation verschiedener Materialien. Foto: Frank Kleinbach.
Niloufar Emamifar, Safe, 2023. Installation verschiedener Materialien. Foto: Frank Kleinbach.
Niloufar Emamifar, Safe, 2023. Installation verschiedener Materialien. Foto: Frank Kleinbach.
Niloufar Emamifar, Ex Gratia, 2023.
2023 04.05.2023, 19:00 Uhr
Viertes Organ
Mitgliedschaft
Veranstaltung
04.05.2023, 19:00 Uhr

Am 4. Mai findet das nächste Treffen des Vierten Organs statt.

Bei diesem Treffen gibt es keinen dedizierten Themenschwerpunkt, sondern wir finden uns bei ein paar Getränken zu einem lockeren Austausch zusammen.
Treffpunkt ist im Künstlerhaus im 2. Stock um 19 Uhr.

2023 28.04.2023, 18:30 Uhr
Afraid to own a body
Lena Meinhardt und Eva Dörr
Ateliers
Veranstaltung
28.04.2023, 18:30 Uhr

 

“Afraid to own a body“ ist eine elektroakustische 8-Kanal-Komposition, die sich musikalisch mit Stimme im Kontext von Machine Learning auseinandersetzt.

Uraufführung im Kunstmuseum Stuttgart im Rahmen der Langen Nacht der Übergänge

 

I am afraid to own a Body—
I am afraid to own a Soul—
Profound—precarious Property—
Possession, not optional—

Double Estate—entailed at pleasure
Upon an unsuspecting Heir—
Duke in a moment of Deathlessness
And God, for a Frontier.
(Emily Dickinson, ca 1866)

 

 

Neue Welten
18.30 Uhr, Kunstmuseum Stuttgart

Tickets und Programm

In der Spange:
Iannis Xenakis (1922 – 2001): Rebonds A für Percussion solo (1987 – 89)

Percussion Marc Strobel

Einführung in die Ausstellung SHIFT. KI und eine zukünftige Gemeinschaft

 

Afraid to own a body, Uraufführung
Elektroakustische Komposition von Lena Meinhardt und Eva Dörr

 

Besuch der Ausstellung SHIFT. KI und eine zukünftige Gemeinschaft

2023 27.04.–29.04.2023
Sleep Over #5: Wilma Wunte & Waltan Wuntar
Lennart & Susanne Cleemann
Ateliers
Veranstaltung
27.04.–29.04.2023
Eröffnung:
Mi, 26.04.2023
18:00 Uhr
Kuratiert von:
Lennart & Susanne Cleemann

Gewalt erkunden
mit Mutti
Tutti Frutti
arriba di mare
en el coche
del norte
Olé!

 

 

Gewalt (von althochdeutsch waltan „stark sein, beherrschen“)
Wunde (von althochdeutsch wunte „Wunde“, „Schlag“, „Verletzung“, wie lateinisch vulnus von indogermanisch wen, „leiden“; auch altgriechisch τραῦμα „Trauma“)
Wilma (altniederdeutsch und althochdeutsch, weibliche Form von Wilhelm (willio/willo=der Wille; helm=der Helm, der Schutz))
Wunder (althochdeutsch wuntar)

 

Eröffnung: 26. April 2023, 18 Uhr

27. bis 29. April 2023, jeweils 17 bis 21 Uhr

 

Der 5. und letzte Teil der Sleep Over Reihe von Lennart Cleemann in seinem Atelier im Künstlerhaus. Dies ist zugleich der Abschied aus seinem Atelier im Künstlerhaus.

 

2023 21.04.2023, 19:00 Uhr
Ziehen (Kontinuitäten (und Pessimismus))
Janis Eckhardt
Ateliers
Veranstaltung
21.04.2023, 19:00 Uhr
Präsentation einer Konstellation an Arbeiten und Proben der letzten Jahre von Janis Eckhardt

Im Duden sind 26 Einträge zur Bedeutung des Worts „Ziehen“ zu finden, wobei sich deren Summe und daher inhaltlichen Ambivalenz mit den verschiedenen Präfixen nochmal deutlich erhöht. Dem Ziehen ist aber eigentlich immer eigen, dass es eine Kraftübertragung zweier Punkte hin zur ausübenden Kraft beschreibt. Manche dieser Ambivalenzen, wie das *Durchziehen – Kontinuität*, *über etwas her- / runterziehen – Pessimismus*, sowie auch das *Entziehen – Fatalismus* bilden das Gerüst für die Arbeiten in der Ausstellung.

 

Freitag, 21.04.2023, ab 19 Uhr

Samstag, 22.04.2023, 14-20:00 Uhr

 

Ein Besuch ist auch und besonders gerne nach Vereinbarung möglich (4janiseckhardt@gmail.com).

Courtesy Janis Eckhardt
2023 21.04.2023
Atelierstipendien 2023/24
Ateliers
News
21.04.2023

Das Künstlerhaus Stuttgart freut sich, die neuen Atelierstipendiat:innen des Jahres 2023/24 bekanntzugeben, die am 01. Mai 2023 ihre Ateliers im Künstlerhaus beziehen. Auch in diesem Jahr kann das Künstlerhaus sieben herausragenden Künstlerinnen und Künstlern, und Kollektiven Arbeitsräume für ein Jahr zur Verfügung stellen.
Neu begrüßen dürfen wir Irem Gunaydin, Marcela Majchrzak, Theo Ferreira Gomes und das Künstler*innenkollektiv Anima Ona.

Die Stipendien von Mona Zeiler, Lambert Mousseka sowie Eva Dörr und Lena Meinhardt wurden um ein weiteres Jahr verlängert.

 

Irem Gunaydin

(*1989, Istanbul/Türkei) untersucht die Beziehung zwischen Text und Bild und wie Worte und Bilder zwischen dem diskursiven und dem bildlichen Bereich zirkulieren, indem sie die Objekthaftigkeit von Sprache und die Grammatik von Bildern betrachtet. Ihre Arbeiten entstehen oft aus dem Schreiben heraus und entfalten sich als Installationen, die gedruckte und skulpturale Elemente enthalten, wobei das Schreiben als Dreh- und Angelpunkt fungiert.
Irem Gunaydin hat ein Foundation-Diplom vom Chelsea College of Art and Design (2011) und ihren BA in Fine Art vom Central Saint Martins, London (2014). Sie lebt und arbeitet in Istanbul.

 

Marcela Majchrzak

(*1993) ist Künstlerin, Kunstvermittlerin und Mutter. Sie interessiert sich in ihren Projekten für die (Dis-) Funktionalität von Strukturen und ihren Rechtfertigungsmechanismen rund um die Themen Identität, Arbeit und Kultur. Ihre Arbeiten haben oft einen forschenden, performativen Charakter und verwirklichen sich gerne in verschiedenen Formaten des Zusammenkommens.
Sie studierte Philosophie sowie Bildende Kunst in Stuttgart und Warschau und machte ihren Abschluss in der Klasse von Heba Y. Amin und Ülkü Süngün.

 

Theo Ferreira Gomes

(*1993, Niterói/Brasilien) ist post-disziplinärer Kurator, Designer und DJ. Sein besonderes Interesse gilt informellen, sozialen Ökonomien und wie durch verschiedene Währungen persönliche oder unpersönliche Gemeinschaften hergestellt werden können.
Seit Juni 2022 ist er Curatorial Fellow bei der ORNAMENTA, einem reaktivierten Kulturprogramm in der Region Nord Schwarzwald, das aktualisierten Regionalismus erforscht und seit 1989 zum zweiten Mal von Juli bis Oktober 2024 stattfindet.
Theo Ferreira Gomes war Koordinationsstipendiat für art, science & business an der Akademie Schloss Solitude und Vorstandsmitglied im Leerstand als Freiraum e.V. (LAF), einem kollektiv-geführten Verein mit Projektraum in der Innenstadt Pforzheims. 2018 absolvierte er ein Studium in Modedesign an der Hochschule Pforzheim.

 

anima ona

ist ein multidisziplinäres Studio, bestehend aus Freia Achenbach und June Fàbregas. Das Duo studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Einem transdisziplinären und kollaborativen Ansatz folgend, entwickeln sie seit 2018 selbst-initiierte Projekte und verwirklichen Auftragsarbeiten, wobei sie sich an der Grenze zwischen Design, Forschung und Kunst bewegen. Ihre vielfältigen Arbeiten eint die Suche nach bisher unausgeschöpften Ressourcen und Möglichkeiten der Wiederverwendung des Materials, der sie durch experimentelle Herangehensweisen und der Auseinandersetzung der kulturellen Bedeutung von Objekten nachkommen.

 

Mona Zeilers

Arbeiten spüren den Bedeutungsebenen der Dinge nach und stellen Verknüpfungen zwischen den eingesetzten Materialien und Formen hinsichtlich ihrer inhaltlichen und ästhetischen Zuschreibungen her. Metallkonstruktionen, Glas- und Holzelemente, treffen auf Keramikobjekte, Abformungen aus Gips oder Elemente aus Stein.
Das Atelier im Künstlerhaus ist dabei Ort für das Entwickeln weiterer Werkzeuge und Methoden – ein räumlicher Behälter sozusagen für den künstlerischen Prozess, für ein Hinzufügen und Wegnehmen, indem Bezugspunkte innerhalb dieses Systems sich immer wieder auflösen und neu bilden.

 

Lambert Mousseka

(geb. in Katanga, Demokratische Republik Kongo) hinterfragt seit seiner Jugend die Entstehung, den Ursprung, den Geist und den Zustand von Materie. Diese Fragestellungen führten zu diversen Studien und Recherchen und beeinflussen bis heute sein künstlerisches Schaffen.
Nach dem Kunststudium setzte er sich zum Ziel, mit verschiedenen Materialien und deren Anwendung in der künstlerischen Praxis zu experimentieren. Material bedeutet hierbei eine globale Vision. Die gesagten und ungesagten Gedanken, der Text und der Geist sind das Bindeglied zur Vision. So kann nicht entschieden werden, ob das Material dem Konzept vorausgeht oder umgekehrt.

 

Lena Meinhardt und Eva Dörr

arbeiten seit 2019 als Künstlerinnenduo zusammen. Ihre Arbeiten begegnen sich im Feld der Soundinstallation.
In Lena Meinhardts Kompositionen verselbstständigen sich Aufnahmen von Orten, Objekten oder Texten durch dichte Klangsynthesen. Zusammen mit Eva Dörr, deren Schwerpunkte Installation und neue Medien sind, entstehen interdisziplinäre und kontextbezogene Arbeiten.

Im Rahmen des Atelierprogramms werden Arbeitsstipendien an herausragende Künstlerinnen und Künstler sowie Bewerber:innen aus den Bereichen Architektur und Theorie vergeben. Ihnen steht mietfrei ein Arbeitsraum im Künstlerhaus zur Verfügung. Zudem können die Werkstätten des Künstlerhauses kostenfrei genutzt werden. Die Arbeitsräume werden anhand der eingegangenen Bewerbungen jährlich vergeben. Die Entscheidung über die Vergabe trifft der Beirat des Künstlerhauses. Stipendienbeginn ist der 1. Mai 2023 . Die Jury bestand aus Vertretern des Vorstands und des Beirats des Künstlerhaus Stuttgart e.V.

Freia Achenbach, June Fàbregas und Carlo Kurth, Das Stumme Spricht, 2020, Foto: anima ona
Eva Dörr & Lena Meinhardt, Abelka
Marcela Majchrzak, Hügeln (still) , 2023
Theo Ferreira Gomes, Ausstellungsansicht Lucia Mattes „everyone’s a normie“, 2022 im LAF project space, Foto: courtesy of the artist
Irem Gunaydin, “A Proposal for a Future Exhibition: Scripted Expanded Molded I” Ausstellungsansicht, 2022, 400x118, Istanbul
Lambert Mousseka, 2022
Mona Zeiler, landscape of support, four fragments (Detail), 2022
2023 18.04.2023
Kulturpass Stuttgart im Künstlerhaus
News
18.04.2023

Mit dem „Kulturpass Stuttgart“ erhalten alle Jugendlichen, die 2023 ihren 16. Geburtstag feiern und in Stuttgart leben, ein 100 Euro Guthaben für Kulturtickets und Kulturangebote in Stuttgart.

 

Im Künstlerhaus Stuttgart haben Jugendliche die Möglichkeit den Kulturpass für Ausstellungen, Workshops zu den Ausstellungen oder Nutzung der Werkstätten einzulösen.

 

Es stehen Werkstätten wie Keramik, Radierung, Siebdruck, Fotografie oder Audio zur Verfügung, in denen die Jugendlichen unter Anleitungen Techniken erlernen und eigene Projekte realisieren können.
Durch den Kulturpass haben Jugendliche die Chance, Künstler*innen, künstlerische Praktiken und Diskurse im Künstlerhaus Stuttgart zu erleben und kennenzulernen. Sie bekommen die Möglichkeit, sich einzubringen und ihre Bedürfnisse und Diskurse einzufordern.

Der Kulturpass ist verschiedensten Kultureinrichtungen einzulösen für Veranstaltungen auf Bühnen, in Museen, Kinos oder Kulturzentren oder für Workshops oder Sachmittel wie Bücher, Mal- oder Bastelmaterial, Schallplatten und vieles mehr und gilt vom 1. April 2023 bis zum 31.12.2023

Der Kulturpass ist ein Angebot der Landeshauptstadt Stuttgart.

 

Mehr Informationen unter stuttgart.de/kulturpass

2023 11.04.2023, 19:00 Uhr
Dienstagswerkstatt XXII: Chris Mennel
Chris Mennel
Gespräch
Veranstaltung
11.04.2023, 19:00 Uhr

33 Träume

Buchvorstellung und Gespräch mit Chris Mennel

 

Chris Mennel berichtet in der Dienstags-Werkstatt über Ereignisse, die sich rund um sein Buch „33 Träume“ ereignet haben – die Projektidee, die Zuneigung zur eigenen Homepage, die Ferne von Instagram und Facebook, der Buchhandel, die Marketing-Ziele und die vorsätzliche Naivität beim Buchverkauf.

 

„33 Träume“ ist ein Kunstbuch, das neben Texten und Gedichten des Künstlers auch von ihm geschaffene Fotomalereien umfasst und nun Anlass gibt, auf Werbetour zu gehen, denn die Bücher sind nicht auf Amazon, sondern nur beim Künstler selbst zu bestellen.

 

Anfang 2022 entdeckte Chris Mennel eine Kiste mit Dunkelkammer-Bildern der letzten 20 Jahre und präsentierte sie vor laufender Kamera. Auch diese Bilder sind im Buch zu finden, gemeinsam mit einem imaginären 33., einem Schwarzbild und Texten, die zu den Bildern entstanden sind.

 

Die kleine Auflage des Buches verbindet einerseits die Freude, ein Kunstbuch in kleiner Auflage zum fairen Preis drucken zu lassen, andererseits geht damit auch eine Ferne zu Museumsshops und Buchhandelsketten einher und damit auch weniger Aufmerksamkeit der Presse.

 

Um das zu umgehen, werden soziale Netzwerke von Mennel durch einen Chatbot bedient und mit Inhalten und dem Namen des Künstlers bestückt. Der Chatbot greift auf saisonal passende Fotos der letzten Jahre zurück und platziert so neu, was vor Jahren bereits gepostet wurde.
Zum Kunstbuch gibt es die Domain 33träume.de.

 

Moderiert wird die Dienstags-Werkstatt von Florian Model, Künstler, Beiratsmitglied und Leiter der Video-Werkstatt.

 

 

Chris Mennel, 2022
2023 04.04.2023, 19:00 Uhr
Viertes Organ
Mitgliedschaft
Veranstaltung
04.04.2023, 19:00 Uhr

Das Thema für das nächste Treffen des Vierten Organs ist die Leitlinie zum Umgang mit Diskriminierung, Belästigung und Gewalt, die eine Arbeitsgemeinschaft aus Teilen des Vorstandes, Beirates und Mitarbeiter*innen des Künstlerhauses in den letzten zwei Jahren erarbeitet haben.

 

Am Dienstag, den 04. April 2023 um 19 Uhr, stellt der Beirat die Leitlinie den Mitgliedern und Interessierten im 2. Stock vor.

2023 04.04.2023
Mit Essen spielen
Lennart Cleemann
News
04.04.2023

Teil 1: Von der Idee zur Umsetzung

Eine Kooperation zwischen dem Restaurant „Im Künstlerhaus“ und dem Künstlerhaus Stuttgart

 

Am 03. April haben das Künstlerhaus Stuttgart und das Restaurant „Im Künstlerhaus“ die Mitglieder zu einem gemeinsamen Abend eingeladen.

 

Mit der Veranstaltungsreihe „Mit Essen spielen“ wagen wir ein Experiment. An drei Abenden werden wir in diesem Jahr eine Brücke zwischen Küche und Kunst schlagen und von der ersten Inspiration bis zur Präsentation auf dem Teller sprechen. Zusammen mit einem Künstler oder einer Künstlerin überlegen wir, wie sich dieser Prozess künstlerisch übersetzen lässt. Wie lassen sich Aromen, Ästhetik, Farbe und Geschmack kulinarisch und künstlerisch miteinander verbinden?

 

Wir sehen viele Ähnlichkeiten zwischen den Prozessen in der Küche und im Atelier. Am ersten Abend hatten wir Lennart Cleemann, Künstler und Atelierstipendiat des Künstlerhauses, mit Konstantin Kuld, Chefkoch im Restaurant „Im Künstlerhaus“, und seinem Team zusammengebracht.

Lennart Cleemann hat mit einer künstlerischen Intervention im Raum auf das 3-Gänge-Menü reagiert und den Gastraum des Restaurants für den Abend gestaltet. Zuvor schaute er selbst als „Lehrling“ in die Küche,  um die Abläufe kennenzulernen.

 

Der Abend begann mit einem veganen 3-Gänge-Menü, das von Konstantin Kuld erläutert und präsentiert wurde. Anschließend fand ein Gespräch zwischen Sebastian Werning, Konstantin Kuld und Lennart Cleemann statt, in das sich später auch die Gäste eingebracht und rege mitdiskutiert haben.

 

Weitere gemeinsame Abende sind in Planung!

Teil 2: Material erkunden, Juli 2023
Teil 3: Präsentation, Oktober 2023

2023 31.03.–02.04.2023
The Center for Native Arts and Cultures Working Group
Mitwirkende: Maile Andrade, Natalie Diaz, Healoha Johnston, Tiokasin Ghosthorse, Joy Harjo, Flint Jamison, Brandy Nālani McDougall, New Red Order, und Allison Akootchook Warden. Mit Vertreter*innen des Center for Native Arts and Cultures: Lulani Arquette, Reuben Tomás Roqueñi, und Gabriella Tagliacozzo.
Veranstaltung
31.03.–02.04.2023
Kuratiert von:
Healoha Johnston und Eric Golo Stone

Das Künstlerhaus Stuttgart organisiert gemeinsam mit dem Center for Native Arts and Cultures eine Programmreihe in deren Zentrum eine zweitägige, offene Arbeitsgruppe steht, um den Landrückgewinnungsprozess Revue passieren zu lassen, der zur Gründung des Center for Native Arts and Cultures geführt hat. Begleitet werden diese vor Ort stattfindenden Gruppendiskussionen von einem Reader, einer neuen Videoarbeit mit dem Titel „Never Settle: The Program“ von New Red Order, Performances von Tiokasin Ghosthorse und Allison Akootchook Warden und einer Präsentation von Dokumenten.

 

Das Programm findet in englischer Sprache statt. Bei Bedarf übersetzt Juliane Gebhardt, kuratorische Assistentin des Künstlerhaus Stuttgart, ins Deutsche.

 

Alle Veranstaltungen finden im zweiten Stock des Künstlerhaus Stuttgart statt.

 

 

Zeitplan des Programms:

Freitag, 31. März

19:00 – 21:00 Uhr
Reader Launch
Essen und Trinken
Screening von “Never Settle: The Program” von New Red Order
Begrüßungsworte von Eric Golo Stone (Künstlerhaus Stuttgart), Lulani Arquette und Reuben Tomás Roqueñi (The Center for Native Arts and Cultures)
Performance von Allison Akootchook Warden

 

Samstag, 1. April

13:00 – 14:30 Uhr
Einleitende Bemerkungen von Eric Golo Stone und Healoha Johnston, Direktorin für kulturelle Ressourcen und Kuratorin für Hawaiʻi und pazifische Kunst und Kultur am Bernice Pauahi Bishop Museum (Herausgeber*in des Readers und Organisator*in der Arbeitsgruppe)
Arbeitsgruppe Sitzung 1
14:30 – 14:45 Uhr
Pause
14:45 – 16:00 Uhr
Arbeitsgruppe Sitzung 2

 

Sonntag, 2. April

12:00 – 12:45 Uhr
Der Künstler Flint Jamison gibt eine öffentliche Führung durch seine Ausstellung “Masterworks on Loan, 2020, 2022”, im 4. Stock des Künstlerhaus Stuttgart
13:00 – 14:30 Uhr
Arbeitsgruppe Sitzung 3
14:30 – 14:45 Uhr
Pause
14:45 – 16:00 Uhr
Arbeitsgruppe Sitzung 4
17:00 Uhr
Performance von Tiokasin Ghosthorse (Musikstück und Arbeit zum Verlernen von Kolonisierung)

Gefördert durch den Innovationsfonds Kunst des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg sowie durch die Stadt Stuttgart.

New Red Order, Never Settle: The Program (2018 –), Ein-Kanal-Video, Farbe, Ton, 50 Minuten. (Credit: New Red Order). Ausstellungsansicht Künstlerhaus Stuttgart, 2023.
2023 25.03.–26.03.2023
Lange Nacht der Museen im Künstlerhaus
New Red Order, Flint Jamison, Eva Dörr, Florian Glaubitz, Alba Frenzel, Lambert Mousseka, Mona Zeiler, Lennart Cleemann, Janis Eckhardt, Lena Meinhardt, Ekaterina Surgutanova, Elena Trutieva
Veranstaltung
25.03.–26.03.2023

Am Samstag 25. März 2023 von 18 – 1 Uhr gibt es die Möglichkeit, auf den vier Etagen des Künstlerhaus an verschiedenen Programmpunkten der Langen Nacht der Museen teilzunehmen:

 

1. Etage und Werkstätten im Erdgeschoss:

18 – 1 Uhr stündliche Schlagzeugperformance der Atelierstipendiatin Eva Dörr im Tonstudio
18 – 1 Uhr Offene Werkstätten (Keramik, Siebdruck, Radierung, Lithografie, Hochdruck)

 

2. Etage:

18 – 1 Uhr stündliche Videovorführung Never Settle: The Program von New Red Order in der Ausstellung Convenings on Land Reclamation von The Center of Native Arts and Cultures (Oregon, USA)

 

3. Etage:

18 – 1 Uhr Die Atelierstipiendat*innen Florian Glaubitz, Alba Frenzel, Lambert Mousseka, Mona Zeiler, Lennart Cleemann, Janis Eckhardt, Lena Meinhardt, Ekaterina Surgutanova und Elena Trutieva zeigen in den Ateliers, im Treppenhaus und im Gemeinschaftsraum der Atelieretage künstlerische Arbeiten und Performances

 

4. Etage:

20 Uhr und 22 Uhr Kuratorenführungen in deutscher und englischer Sprache durch die Ausstellung Masterworks on Loan, 2020, 2022 von Flint Jamison

Tickets kosten 22 €, ermäßigt (Azubis, Studierende, Schüler*innen) 16 €, Kinder bis 6 Jahren haben freien Eintritt

 

Vorverkauf für die Lange Nacht der Museen findet ab dem 24. Februar statt, unter

www.lange-nacht.de, unter der Ticket-Hotline 0711/601717 30 und bei allen Vorverkaufsstellen in Stuttgart und der Region.

 

Abendkasse gibt es bei allen beteiligten Häusern. Im Vorverkauf erworbene Tickets werden beim ersten Besuch eines Hauses an der dortigen Abendkasse in ein Ticket-Band umgebaut.

 

Das Lange-Nacht-Ticket berechtigt ab 12 Uhr zur kostenfreien Nutzung aller Stadtbahnen, S-Bahnen und Busse im VVS-Netz.

 

Mehr Infos unter www.lange-nacht.de, der Info- und Tickethotline 0711/601717 30 und am Infostand am Schlossplatz zwischen Landesmuseum/Altem Schloss und Alter Kanzlei (ab 25.03. ab 15 Uhr)

2023 14.03.2023, 19:00 Uhr
Dienstags-Werkstatt XXI: Martin Mannweiler
Martin Mannweiler
Screening
Veranstaltung
14.03.2023, 19:00 Uhr

Algorithmenbasierte Kameraüberwachung

Filmscreening und Gespräch

mit Martin Mannweiler

 

Die Dokumentation eines Videoüberwachungsprojektes von der Polizei in Mannheim – ein 2017 eingeführtes Pilotprojekt zur Überwachung von öffentlichen Räumen. Die überwachten Stadtgebiete Mannheims gelten als kriminelle Hotspots. Kameras sollen die Lage entschärfen, indem ein schnelles polizeiliches Intervenieren bei der Beobachtung krimineller Handlungen sichergesellt wird. Aktuell wird daran gearbeitet, dass Algorithmen spezifische Bewegungsabläufe erkennen und mögliche Straftaten signalisieren.

 

Neben der analytischen Darstellung des Überwachungsprojektes in Mannheim werden auf allgemeiner Ebene folgende Themenaspekte aufgegriffen: kriminelle Hotspots und Bedrohungslagen, panoptische Überwachung, private Generierung und öffentliche Bereitstellung von Bilddaten, Sicherheit und Angst, globale Krisen und daran gekoppelte Bedürfnisse nach der Kontrolle des Lokalen. Ebenso werden weitere Städte, die auf Kameraüberwachungsprojekte setzen beispielhaft aufgeführt – darunter auch Stuttgart.

 

Können durch die Betrachtung der Anfangsstadien von Kameraüberwachungsprojekten, Überlegungen formuliert werden, die eine ausufernde Massenüberwachung öffentlicher Räume in europäische Metropolen wie London oder Paris, zukünftig verhindern oder eindämmen?

 

 

Film: Martin Mannweiler
Grafik: Mark Julien Hahn / Stereo Typefaces
Musik: Björn Castillano

 

 

Gefördert von
Stadtlücken, Stuttgart
Mofa – Mannheim´s Ort für Architektur
Kulturamt, Stadt Stuttgart
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden Württemberg

 

Danke für die Freundliche Unterstützung
ato.vision, Württembergischer Kunstverein, Kunsthalle Mannheim, Stadtzimmer der Kunsthalle Mannheim, Rimini Protokoll, Künstlerhaus Stuttgart

Martin Mannweiler, Algorithmenbasierte Kameraüberwachung, Filmstill, 2022
Martin Mannweiler, Algorithmenbasierte Kameraüberwachung, Filmstill, 2022
Martin Mannweiler, Algorithmenbasierte Kameraüberwachung, Filmstill, 2022
Martin Mannweiler, Algorithmenbasierte Kameraüberwachung, Filmstill, 2022
Martin Mannweiler, Algorithmenbasierte Kameraüberwachung, Filmstill, 2022
Martin Mannweiler, Algorithmenbasierte Kameraüberwachung, Filmstill, 2022
2023 04.03.2023, 19:00 Uhr
Viertes Organ zu Gast im Kunstraum34: Kunstverein(e) der Zukunft
Mitgliedschaft
Veranstaltung
04.03.2023, 19:00 Uhr

Samstag, 4. März 2022, 19 Uhr
Kunstraum Atelierhaus Filderstr 34 e.V., Filderstraße 34, 70180 Stuttgart

 

Das zweite Treffen zum Thema „Kunstverein(e) der Zukunft“ fand am 04. Dezember im Kunstverein Böblingen statt. Mit zahlreichen Gästen und Vertreter:innen verschiedener Kunstvereine diskutierten wir über Probleme und Herausforderungen, mit denen sich einige etablierte Kunstvereine konfrontiert sehen. Strukturen, Prozesse, Ideen und Themen, die oft über Jahre und Jahrzehnte entstanden sind, müssen hinterfragt, weiterentwickelt und womöglich neu erfunden werden, um auch in Zukunft erfolgreich künstlerisch engagierte Vereinsarbeit machen zu können. Die Vertreter:innen der verschiedenen Kunstvereine berichteten in der Runde von ihren eigenen konkreten Erfahrungen, Problemen und Lösungsansätzen. Anhand der unterschiedlichen Perspektiven und Kontexte ergab sich so ein offenes, vielfältiges und für alle Beteiligten fruchtbares Gespräch. Klar wurde dabei auch, dass es damit nicht getan sei und wir diesen Impuls nutzen möchten, um weiteren Austausch und Vernetzung zwischen den Kunstvereinen zu fördern.

 

Dabei möchten wir die Möglichkeit nutzen, um die verschiedenen Kunstvereine zu besuchen und besser kennenzulernen: Gastgeber unseres nächsten Treffens am 04. März um 19 Uhr wird deshalb der Kunstraum34 in Stuttgart sein. Eingeladen zu dem Treffen sind der Kunstverein Neuhausen, der Kunstverein Böblingen, die Oberwelt, das Künstlerhaus Stuttgart, anorak und der Kunstverein Nürtingen.

2023 03.03.2023
Stellenausschreibung: Künstlerische Leitung (m/f/d)
News
03.03.2023

Im Künstlerhaus Stuttgart ist turnusmäßig ab dem 01. Januar 2024 die Position der Künstlerischen Leitung neu zu besetzen.

 

Das Künstlerhaus Stuttgart wurde 1978 von Künstler*innen gegründet, um die praktischen Arbeitsbedingungen, die theoretische Auseinandersetzung mit Kunst und den spartenübergreifenden Austausch von Künstler*innen zu fördern. Indem es sozialen und politischen Forderungen Raum gibt und gleichzeitig aktuellste künstlerische Praktiken und Diskurse thematisiert, ist das Künstlerhaus Stuttgart heute eine Institution von lokaler und internationaler Bedeutung.

 

Das Künstlerhaus beherbergt Ausstellungsräume, Werkstätten und sechs Künstler*innenateliers mit wechselnden Stipendiat*innen.  Wir suchen eine Leitung, die auf dieser Struktur aufbauend ein künstlerisches Programm entwickelt, das lokale Communities und internationale Akteure in Austausch bringt.
Als Verein haben wir ein großes Interesse an alternativen Modellen der Präsentation und Vermittlung von Kunst, sowie experimentellen Formaten.

 

Innerhalb der Struktur des Künstlerhauses verantwortet die Künstlerische Leitung

– die eigenständige Entwicklung und Umsetzung eines künstlerischen Programms
– die logistische und budgetäre Vorbereitung und Realisierung des entwickelten Programms, sowie der dazugehörigen Veranstaltungen
– die Projektfinanzierung und damit verbundene Drittmittelakquise
– die Konzeption der Vermittlung im Rahmen des von der Künstlerischen Leitung verantworteten Programms
– die Dokumentation der Projekte sowie ggf. die Konzeption und Realisierung von Publikationen
– Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 

Was die Stelle erfordert

– sehr gute Kenntnisse der zeitgenössischen kulturellen Produktion
– Initiative und hohe Eigenverantwortlichkeit in Verbindung mit ausgeprägter Teamfähigkeit
– ausgeprägte Kommunikations- und Organisationskompetenz
– Verhandlungssicherheit in deutscher und/oder englischer Sprache
– nachweisbare Erfahrung in Projektfinanzierung und Drittmittelakquise
– Erfahrung im öffentlichen Auftreten und ausgezeichnete kommunikative Fähigkeiten im Umgang mit Vereinsmitgliedern, Besucher*innen und Mitarbeiter*innen sowie mit Vertreter*innen der Presse und Politik
– Bereitschaft, für die Dauer des Arbeitsverhältnisses, den Lebensmittelpunkt nach Stuttgart zu verlegen

 

Die Künstlerische Leitung arbeitet am Künstlerhaus Stuttgart eng mit einem engagierten Team, bestehend aus hauptamtlicher Geschäftsführung, Buchhaltung, technischer Leitung und ehrenamtlichen Mitgliedern in Vorstand, Beirat und Werkstätten zusammen. Die Berufung der künstlerischen Leitung erfolgt für drei Jahre mit der Option einer einjährigen Verlängerung. Der Künstlerischen Leitung steht eine Assistenz im Umfang einer halben Stelle zur Verfügung.
Das Künstlerhaus bietet ggf. Unterstützung bei der Wohnungssuche an und finanziert, wenn nötig, einen deutschen Sprachkurs.

 

Bitte senden Sie uns Ihre Bewerbung (Anschreiben, Lebenslauf ohne Foto und einen Überblick über ihre bisherigen Tätigkeiten, die Sie für die künstlerische Leitung qualifizieren) sowie Ihre Vorstellung eines zukunftsgerichteten künstlerischen Leitungskonzeptes (max. 1 DinA4-Seite) in einem PDF-Dokument (max. 10 MB) ausschließlich per E-Mail bis spätestens 1. Mai 2023 an:

 

Ania Corcilius, 1. Vorsitzende
Künstlerhaus Stuttgart e.V.
Reuchlinstraße 4b, 70178 Stuttgart
E-mail: bewerbung@kuenstlerhaus.de

 

Auch Bewerbungen von Teams oder Gruppen werden angenommen. Alle Bewerbungen werden vertraulich behandelt. Alle Unterlagen werden nach dem Auswahlverfahren gelöscht.

Foto: Julian Bauer
2023 26.02.–19.03.2023
Vermittlungsprogramm im Februar und März
Lejla Dendic, Thora Gerstner, Ludgi Porto, Yara Richter
Vermittlung
26.02.–19.03.2023
Journal-Workshop für Jugendliche:
So, 26.02.2023
15:00 Uhr
Schmuck-Workshop für Kinder:
Do, 02.03.2023
14:00 Uhr
BPoC Creative Empowerment Workshop:
Sa, 04.03.2023
15:00 Uhr
Weben mit Papier: Geschichte und Raum neu denken :
So, 05.03.2023
15:00 Uhr
Gestalten mit Ton: Das Kollektive Selbst neu denken:
Sa, 11.03.2023
14:00 Uhr
Udu-Herstellung mit Keramik:
Fr, 17.03.2023
14:00 Uhr
Artist Talk mit Ludgi Porto:
Sa, 18.03.2023
15:30 Uhr

Gemeinsam mit dem Künstlerhaus Stuttgart organisiert das Center for Native Arts and Cultures (Portland, USA) eine zweitägige, offene Arbeitsgruppe, um den Landrückgewinnungssprozess Revue passieren zu lassen, der zu dessen Gründung geführt hat. Begleitet werden diese Arbeitsgruppen von einem Reader, einer neuen Videoarbeit mit dem Titel „Never Settle: The Program“ von New Red Order, Performances von Tiokasin Ghosthorse und Allison Akootchook Warden, einer Dokumentensammlung sowie durch ein von Vermittlerinnen des Künstlerhaus Stuttgart organisiertes Programm.

 

Detaillierte Informationen zum Projekt finden Sie hier.

 

Anmeldungen für das Vermittlungsprogramm bitte per E-Mail an education@kuenstlerhaus.de

 

Alle Programme und Workshops sind kostenfrei.

 

 

Journal Workshop für Jugendliche

mit Thora Gerstner

26. Februar (15–17 Uhr)

 

Wo sammeln wir Erinnerungen? In einem Buchbindekurs werden wir selbst Skizzenbücher, Kalender oder Blankos für Tagebucheintrage, Zeichnungen, Collagen oder Notizen herstellen, um einen Sammelort für Erinnerungen zu schaffen. Historische Buchbindetechniken bilden dabei die Grundlage für die eigenständige Produktion. Das Cover kann mit mitgebrachter ausgedienter Kleidung gestaltet werden.

 

 

Schmuck Workshop für Kinder

mit Thora Gerstner

2. März (14–16 Uhr)

 

Schmuckstücke können Erinnerungen in sich tragen. Wir kombinieren gefundenes und mitgebrachtes Material und setzen es zu verschiedensten einzigartigen Schmuckstücken zusammen, um neue und alte, reale oder erfundene Erinnerungen in unserem Schmuck zu finden.

 

 

BPoC Creative Empowerment Workshop

mit Yara Richter

4. März (15–18 Uhr)

 

Einen kontinuierlichen Raum für die Arbeit der BPoC-Gemeinschaft zu entwickeln und bereitzustellen, wird in diesem Workshop konsequent fortgeführt. Im Kontext eines Bildungs-, Forschungs- und diskursiven Raums, der sich auf dekoloniale Praktiken konzentriert, ist die Kultivierung und das Wachstum einer BPoC-Gemeinschaft über einen längeren Zeitraum hinweg wirklich wichtig und stellt einen spezifischen Ansatz für die Frage dar, was ein öffentliches Bildungsprogramm tun kann.

 

 

Weben mit Papier: Geschichte und Raum neu denken

mit Lejla Dendic

5. März (15–16.30 Uhr)

 

Im Workshop lernen wir gemeinsam das Weben mit Papier. Ein besseres Verständnis für diese Welt und ihrer Verwobenheit mit uns Menschen gewinnen wir durch den physischen Prozess des Webens. Anhand von Masao Adachis Landschaftstheorie fúkeiron versuchen wir gemeinsam, globale und kommunale Strukturen und Räume zu identifizieren, zu analysieren und beim Weben zu verarbeiten. Das Weben dient dazu, die Blockaden scheinbar zerbrochener Beziehungen zu überwinden und Menschen und Visionen von einer Welt, die für alle funktioniert, zu verbinden.

 

 

Gestalten mit Ton: Das Kollektive Selbst neu denken

mit Lejla Dendic

11. März (14–15.30 Uhr)

 

Gemeinsam erproben wir kreativ die Möglichkeiten und Symbolik von Ton. Was bedeutet Identität, Kultur und Gewalt? Ton stellt symbolisch Ideen der Erneuerung dar, da er in seinem Rohzustand durch Steuerung des Feuchtigkeitsgehalts unendlich oft neu geformt werden kann. Das Material birgt somit unendlichen Möglichkeiten in sich und die Fähigkeit, immer wieder von vorne anzufangen. Wir konzentrieren uns darauf, was es bedeutet zu erschaffen und ein gemeinsames Verständnis unseres Einflusses in dieser Welt und dessen, was sein könnte, zu fördern.

 

 

Udu-Herstellung mit Keramik

mit Ludgi Porto

17.-19. März (jeweils 14–18 Uhr)

 

Im Rahmen des Workshops werden die Teilnehmer*innen dazu eingeladen, ihre eigene Udu herzustellen. Die Udu ist eine nigerianische Keramiktrommel, die in der Afro-Diaspora nach Brasilien gekommen ist. Im nigerianischen Kontext wird die Keramiktrommel traditionell von Frauen hergestellt und gespielt, und die Stimme der Udu gilt als die Stimme der Ahnen. Im brasilianischen Kontext hat sich das Instrument jedoch von seinen spirituellen Ursprüngen gelöst und seinen Platz in der brasilianischen Popmusik gefunden. Gemeinsam reflektieren wir über verschiedene Fragen: Was bedeutet es, im europäischen Kontext ein Instrument nigerianischen Ursprungs herzustellen, das im Zuge der Kolonisierung nach Amerika entführt wurde? Was mache ich wirklich, wenn ich dieses Instrument herstelle? Ist dieses Instrument ein Körper? Wie verhalte ich mich zu ihm? Wo und wie kann dieser Körper existieren? Was wäre im dekolonialen Prozess der Prozess der Restitution? Findet diese Restitution auf der kulturellen Ebene statt? Inwieweit ist eine Restitution möglich?

Keramikgrundkenntnisse sind wünschenswert. Der Workshop findet in englischer Sprache statt.

 

 

Artist Talk
mit Ludgi Porto

18. März (15:30–17 Uhr)

 

Im Rahmen des Workshop-Programms wird Ludgi Porto einen Artist Talk über ihre Forschung zu den Udu-Trommeln halten. Sie wird über die Ursprünge des Instruments sprechen, einschließlich seiner Entführung und die seiner Völker; sie wird den komplexen sozialen und rassischen Kontext beschreiben, der in ihrer Beziehung zu den Udus involviert ist und gleichzeitig ihre eigene Entdeckung als PoC jenseits der südamerikanischen Grenzen teilen. Neben diesen Themen wird sie Textauszüge, Zeichnungen, Gemälde und Dokumentationen der im Laufe der Forschung entstandenen Arbeiten präsentieren.

Keine Anmeldung erforderlich. Der Vortrag findet in englischer Sprache statt.

 

 

Gefördert durch den Innovationsfonds Kunst des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg sowie durch die Stadt Stuttgart.

Bildnachweis: Ludgi Porto, 2022
2023 25.02.2023, 18:00 Uhr
Wachsen – Sleep over #4
June Fàbregas (Anima Ona), Lennart Cleemann
Ateliers
Veranstaltung
25.02.2023, 18:00 Uhr
Kuratiert von:
Ein Projekt des Atelierstipendiaten Lennart Cleemann

Wir laden ein zu einem Abend mit Wachs, Kerzen und Licht
Seichte Flammen und die Thermik der Architektur
Feine Bewegungen
Flackern
Zischen
Dampf und Rauch
Ruß
Tee
Suppe, warm
Wachs wandert
Performative Objekte

 

Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr
auf der Atelieretage (3.OG) des Künstlerhaus Stuttgart

 

 

Über die Projektreihe Sleep over

In der laufenden Projektreihe Sleep over lädt Lennart Cleemann Künstler*innen, Designer*innen und Architekt*innen ein, das gemeinsame Einrichten, Spielen, Ausstellen und Nächtigen zu untersuchen. Alle drei Monate findet eine Pop-Up-Veranstaltung statt. Aus dem Zusammenkommen verschiedener künstlerischer Positionen entstehen neue Ideen und Arbeiten. Was interessiert uns? Was wollen wir zusammen erkunden? Dabei gibt es kein festgelegtes Ziel oder Thema, sondern die Suche nach einem offenen, fluiden Prozess im Miteinander steht im Mittelpunkt. Als Ort dient dafür die Atelieretage des Künstlerhaus Stuttgart. Dort befinden sich Cleemanns Atelier und ein 150qm großer Gemeinschaftsraum, den sich die Stipendiat*innen teilen.

2023 17.02.–02.04.2023
The Center for Native Arts and Cultures: Convenings on Land Reclamation
Mitwirkende: Maile Andrade, Natalie Diaz, Healoha Johnston, Tiokasin Ghosthorse, Joy Harjo, Flint Jamison, Brandy Nālani McDougall, New Red Order, und Allison Akootchook Warden. Mit Vertreter*innen des Center for Native Arts and Cultures: Lulani Arquette, Reuben Tomás Roqueñi, und Gabriella Tagliacozzo.
Ausstellung
17.02.–02.04.2023

Das Center for Native Arts and Cultures organisiert gemeinsam mit dem Künstlerhaus Stuttgart eine zweitägige, offene Arbeitsgruppe, um den Landrückgewinnungssprozess Revue passieren zu lassen, der zur Gründung des Center for Native Arts and Cultures geführt hat. Zudem sollen Ideen dazu entwickelt werden, wie das Center ausgehend von diesem Prozess sein Engagement dafür vorantreiben kann, Netzwerke aus Indigenen Künstler*innen, Kulturinhaber*innen und Organisationen, die von Indigenen Menschen geleitet werden, zu mobilisieren. Begleitet werden diese vor Ort stattfindenden Gruppendiskussionen von einem Reader, einer neuen Videoarbeit mit dem Titel „Never Settle: The Program“ von New Red Order, Performances von Tiokasin Ghosthorse und Allison Akootchook Warden, einer Dokumentensammlung und einer Archiv-Präsentation sowie durch ein von Vermittler*innen des Künstlerhaus Stuttgart organisiertes Programm.

 

Das Center for Native Arts and Cultures wurde 2021 als Hauptsitz der nicht-kommerziell ausgerichteten Native Arts and Cultures Foundation gegründet, nachdem dieser das Eigentum an einer historischen Wäscherei übertragen wurde, die einst als Yale Union Laundry Building registriert war. Dieses zweigeschossige Gewerbegebäude und das umliegende Grundstück in der Stadt Portland in Oregon befanden sich davor im Besitz des von Künstler*innen geleiteten Kunstraums Yale Union. Die am Künstlerhaus Stuttgart stattfindende Arbeitsgruppe ergänzt eine umfassendere Reihe interner Fokusgruppen, die das Center for Native Arts and Cultures derzeit organisiert. Ziel der Fokusgruppen ist, Ideen für die Rolle des CNAC, seine Möglichkeiten als Organisation und für die strukturellen Grundlagen zu sammeln, die notwendig sind, um das jüngst erhaltene Gebäude zu betreiben und dort Ausstellungen und Vermittlungsprogramme umzusetzen. Seit jeher ist es der Native Arts and Cultures Foundation nicht nur ein Anliegen, das Land zu würdigen, auf dem dieses besondere Gebäude steht. Im Zentrum ihrer Aktivitäten steht darüber hinaus eine verantwortungsvolle Arbeit auf verschiedenen lokalen Ebenen, um sich auf die Geschichte früherer Indigener Menschen zu besinnen, die das Land eher zu Nutzungs- denn zu Zwecken des Eigentums bewohnt haben. Zudem spiegeln die Bemühungen, die Überschreibung von der Yale Union auf die Native Arts and Cultures Foundation zu realisieren, die Anliegen einer breiteren Bewegung wider, die die anhaltenden historischen Ungerechtigkeiten im Zusammenhang mit Landbesitz und Eigentum in den USA und darüber hinaus thematisiert.

 

Diese institutionenübergreifende Zusammenarbeit steht in der Tradition des Künstlerhaus Stuttgart, das 1978 von Künstler*innen als Ort gegründet wurde, an dem Produzent*innen aus der gesamten Welt zusammenkommen können, um über die Bedingungen ihres künstlerischen Schaffens zu diskutieren. Seine Gründungsstruktur reflektiert die enge Verbindung zwischen künstlerischen Interessen und den Kapazitäten einer Institution. Das Künstlerhaus Stuttgart ist bestrebt, einen Wissensaustausch über die spezifischen Interessen des Center for Native Arts and Cultures zu ermöglichen: Indigene Ansätze in der künstlerischen Produktion, Kapazitäten von Organisationen und Governance-Strukturen stehen dabei genauso im Fokus wie dekoloniale Bildung, die Wasserrechte, Wiedergutmachung und Landnutzungsgerechtigkeit umfasst. Deutschland ist ein weiterer Ort, an diesem diese Diskussionen unbedingt stattfinden müssen. Es steht außer Frage, dass das heute geltende deutsche Bodenrecht durch das deutsche Kolonialreich und dessen weltweite koloniale Aktivitäten geprägt wurde, an denen patrizische Stadtstaaten maßgeblich beteiligt waren. Deutschland hat eine lange und komplexe Vergangenheit in Bezug auf das Erlassen von Gesetzen, um Eigentum zu beschlagnahmen und Grundbesitz zu beanspruchen. Diese Geschichte rechtlicher und wirtschaftlicher Strukturen der Konfiskation, die von Deutschland und dem weiteren europäischen Kolonialismus ratifiziert wurden, haben die Verwaltung von Land und Boden und den damit zusammenhängenden Ressourcen weltweit fundamental verändert. Es muss bewusst gemacht und anerkannt werden, dass und wie sich diese grundlegenden Veränderungen auf aktuell gelebte soziale Verhältnisse, wirtschaftliche Bedingungen und kulturelle Praktiken ausdehnen und sich mit Indigenen und weiteren bestehenden Formen der Landnutzung überlagern. Dieses Projekt stellt eine spezifische Reihe gelebter Fragen und materieller Herausforderungen ins Zentrum, mit denen sich die Native Arts and Cultures Foundation und ihr Center for Native Arts and Cultures derzeit auseinandersetzen. Diese Fragen sind aber genauso Teil aktueller Bemühungen in Forschung, Weiterbildung und Vermittlung, den Einsatz Indigener Menschen für Wiederaufbau, Restitution und Reparationen hervorzuheben. Mit diesem Engagement versuchen Indigene Menschen weltweit, interne Kapazitäten zur Steuerung und Verwaltung zu stärken und politische, ökonomische sowie Ziele zur Weiterentwicklung der Gemeinschaft durchzusetzen.

 

Mitwirkende: Maile Andrade, Natalie Diaz, Healoha Johnston, Tiokasin Ghosthorse, Joy Harjo, Flint Jamison, Brandy Nālani McDougall, New Red Order, und Allison Akootchook Warden. Mit Vertreter*innen des Center for Native Arts and Cultures: Lulani Arquette, Reuben Tomás Roqueñi, und Gabriella Tagliacozzo.

 

Die Arbeitsgruppe und der begleitende Reader werden von Healoha Johnston, Direktorin Cultural Resources und Kuratorin für Hawai’i and Pacific Arts and Culture am Bernice Pauahi Bishop Museum, gemeinsam mit Eric Golo Stone, Künstlerischer Leiter Künstlerhaus Stuttgart, organisiert und herausgegeben.

 

 

Never Settle: The Program von New Red Order zu sehen:

17. Februar – 2. April 2023

 

Dokumentensammlung zu sehen:

17. Februar – 2. April 2023

 

Programme der Künstlerhaus Vermittler*innen:

Thora Gerstner: 26. Februar (15–17 Uhr) und 2. März (14–16 Uhr)
Yara Richter: 4. März (15–18 Uhr)
Lejla Dendic: 5. März (15–16.30 Uhr) und 11. März (14–15.30 Uhr)
Ludgi Porto: 17., 18. und 19. März (jeweils 14–18 Uhr)

 

Ausführliche Informationen zu den einzelnen Programmen der Vermittler*innen finden Sie auf der Website des Künstlerhauses Stuttgart.

 

Vorstellung des Readers und Performance von Tiokasin Ghosthorse: Freitag, 31. März 2023 (19 Uhr)
Arbeitsgruppe Teil 1: Samstag, 1. April 2023 (13–16 Uhr)
Arbeitsgruppe Teil 2: Sonntag, 2. April 2023 (13–16 Uhr)
Performance von Allison Akootchook Warden: Sonntag, 2. April 2023 (17 Uhr)

Gefördert durch den Innovationsfonds Kunst des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg sowie durch die Stadt Stuttgart.

New Red Order, Never Settle: The Program (2018 –), Ein-Kanal-Video, Farbe, Ton, 50 Minuten. (Credit: New Red Order). Bildbeschreibung: Das Akronym „NRO“ in roten Großbuchstaben und die Worte „never settle“ in weißen Großbuchstaben befinden sich über einem Webseiten-Link, der „newredorder.org“ lautet, in roter Schrift und einer Telefonnummer „1-888-new-red1“ in Weiß. Dieser Text überlagert graue Rauchwolken und weiße unterschiedlich große Punkte auf einem schwarzen Hintergrund.
2023 14.02.2023, 19:00 Uhr
Dienstags-Werkstatt XX: ak interspace presents: Hefte zur Haltung
ak interspace
Gespräch
Veranstaltung
14.02.2023, 19:00 Uhr
Lecture performance & Austausch

Ak interspace stellt bei der 20. Dienstagswerkstatt die Heftreihe „Hefte zur Haltung“ in Form einer Lecture Performance vor.

 

Die Heftreihe setzt sich mit einer kritischen Praxis des künstlerisch-sozialen Machens auseinander und fragt nach einer Haltung zwischen Tun und Lassen, zwischen Theorie und Praxis, zwischen wir und ich.
Die Hefte bündeln Memes, Texte, Fragen, Aufgaben, Bilder und Zitate. Spielerisch und fragmentarisch – ohne Antworten zu liefern – geben sie Impulse für die Arbeit an den eigenen Bedingungen, die im Kontext der Vermittlung und darüber hinaus oft herausfordernd sind. Dabei sollen die Hefte kein Best Practice-Beispiel für Vermittlung, Anleitung oder Methodensammlung darstellen, sondern ein wenig das spielende Suchen erleichtern.

Anschließend soll es Raum geben, um über Form und Inhalte der Hefte ins Gespräch zu kommen. Die Hefte stehen gegen eine Spende zum Verkauf.

 

Als ak interspace sind Miriam Trostorf, Christian Limber und Lara Dade Teil der Gruppe rampe:aktion.
Die Gruppe arbeitet gemeinsam an einer disziplinüberwindenden Vermittlungspraxis, die sich an der Schnittstelle zwischen Bildender Kunst, Soziale Arbeit, Film, Kunstvermittlung, Aktivismus und Kuratieren verortet.
Im Rahmen des einjährigen Fellowships für Kunstvermittlung 2021/22 der Städtischen Galerie Wolfsburg ist die Heftreihe „Hefte zur Haltung“ entstanden.

 

Website: https://rampecollective.org/
Instagram: rampe_aktion
Kontakt: mail@rampecollective.org

2023 05.02.2023, 16:00 Uhr
Die Fotowerkstatt zu Gast im Restaurant Im Künstlerhaus
Jochen Detscher, Domenik Gebhardt, Manu HarmsSchlaf, Lis Klein, Boris Schmalenberger, Christiana Teufel, Damaris Wurster
Veranstaltung
Werkstätten
05.02.2023, 16:00 Uhr

 

 

Midissage Sonntag, 05. Februar 16 Uhr

im Restaurant Im Künstlerhaus

 

Im Restaurant Im Künstlerhaus zeigen wir Arbeiten von sieben Künstlerinnen und Künstlern, die sich dem Medium Fotografie widmen und die zum Teil auch in der Dunkelkammer des Künstlerhauses entstanden sind.

 

Die Künstlerinnen und Künstler präsentieren verschiedenste Fototechniken wie Cyanotypie, digitale Prints oder Schwarz-Weiß-Handabzüge und zeigen so nicht nur die Vielfalt der Fotografie, sondern auch die der künstlerischen Positionen.

 

Für die Ausstellungen im Restaurant laden die Werkstattleiter*innen der zehn Künstlerhaus Werkstätten Mitglieder ein, ihre Arbeiten in einer Gruppenausstellung gemeinsam zu präsentieren. 2022 startete diese Reihe mit einer Ausstellung der Siebdruckwerkstatt mit dem Werkstattleiter Jochen Detscher.

 

Wir laden ein zu Sekt sowie Kaffee & Kuchen. Die Künstlerinnen und Künstler werden anwesend sein.

 

 

 

 

Jochen Detscher, 2022
2023 04.02.2023, 19:00 Uhr
Viertes Organ
Mitgliedschaft
Veranstaltung
04.02.2023, 19:00 Uhr

Im ersten Vierten Organ des Jahres 2023 widmen wir uns der Ausschreibung der nächsten Künstlerischen Leitung sowie deren Auswahlprozess. Alle Mitglieder sind eingeladen, sich am Samstag, den 04. Februar 2023 19 Uhr, mit dem Beirat darüber auszutauschen.

 

 

2022 20.12.2022
Öffnungszeiten Feiertage
News
20.12.2022

Die Ausstellung “Masterworks in Loan, 2020, 2022” von Flint Jamison ist vom 19. Dezember 2022 bis einschließlich 10. Januar 2023 geschlossen.

 

Das Büro des Künstlerhauses ist vom 23. Dezember bis einschließlich 08. Januar geschlossen.

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch im neuen Jahr und wünschen Ihnen erholsame Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr.

 

Ihr Künstlerhaus

2022 13.12.2022, 19:00 Uhr
Dienstags-Werkstatt XIX: Andrés Baron: Glass dimes -  Eine Filmauswahl
Andrés Baron
Screening
Veranstaltung
13.12.2022, 19:00 Uhr

Dienstags-Werkstatt XIX präsentiert: Andrés Baron

 

13. Dezember 2022, 19 Uhr

 

Zwei Personen, die einen Sonnenuntergang beobachten, eine Frau, die nachts schläft, das Ende eines Liedes: Andrés Baron verlagert und überträgt Handlungen in kurzen 5 bis 10-minütigen Filmen. Dann befreit er die bewegten Bilder, von ihrer Narration und Sinnhaftigkeit: Er achtet auf die Taktilität des Bildes, die Spiele der Wahrnehmung und die evokative Kraft des Klangs. Auf dem Weg dorthin werden die Betrachter:innen dazu verleitet, das Objekt mit seiner Darstellung oder die Stille mit der Bewegung zu verwechseln. (Jade Barget)

 

Andrés Baron ist in Bogotá, Kolumbien, geboren und lebt und arbeitet in Paris. Er ist Absolvent der École nationale supérieure des Arts Décoratifs in Paris. Seine Arbeiten wurden an verschiedenen Orten und in verschiedenen Ausstellungen präsentiert, darunter das Internationale Filmfestival Rotterdam (NL), die Fondation d’enterprise Hermès (FR), das Edinburgh International Film Festival Edinburgh (UK), Anthology Films Archives, New York (USA), LA Film Forum, Los Angeles (USA), Images Festival, Toronto (CA), EMAF, Osnabrück (DE), Le Bal, Paris (FR), La Cité des Arts in Paris (FR), die FRAC Franche-Comté (FR), u.a..

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Dienstags-Werkstatt

Mit der Dienstags-Werkstatt lädt das Künstlerhaus Künstler:innen oder Kollektive ein, über ihre Arbeitsweisen, Hintergründe und Vorgehensweisen zu sprechen. Wir wollen eine Plattform etablieren, in der sich intensiver zur künstlerischen Praxis ausgetauscht wird und uns so vernetzen, solidarisieren und gegenseitig stärken.

Die Reihe richtet sich an alle Mitglieder des Künstlerhaus Stuttgart, an Künstler:innen aus Stuttgart und Umgebung, oder auf der Durchreise, an alle Kunstvermittler:innen, Kurator:innen, Kulturschaffende usw. und ist offen für alle!

 

16mm Film auf digitale Datei übertragen 5 min
2022 09.12.2022
Ausschreibung Atelierstipendium 2023/2024
News
09.12.2022

 

Zum 1. Mai 2023 vergibt das Künstlerhaus Stuttgart im Rahmen seines Atelierprogramms sieben Arbeitsräume für die Dauer von 12 Monaten. Die Arbeitsräume sind jeweils ca. 25 qm groß. Zusätzlich steht ein großer Vorraum zur Verfügung, der mit den anderen Stipendiat:innen gemeinsam genutzt werden kann. Zu den hauseigenen Werkstätten haben die Stipendiat:innen freien Zugang. Die Arbeitsräume werden mietfrei vergeben, eine Mitgliedschaft im Künstlerhaus ist aber erforderlich.

 

Es besteht die Möglichkeit das Stipendium zu verlängern und sich für ein weiteres Jahr zu bewerben. Diese Option besteht bis zu zweimal, so dass bei Wiederauswahl durch die Jury eine maximale Nutzungszeit eines Arbeitsateliers von drei Jahren möglich ist.

 

Das Künstlerhaus Stuttgart wurde 1978 von Stuttgarter Künstler:innen als Produktions- und Präsentationsort für zeitgenössische Kunst gegründet und hat sich seitdem zu einer überregional und international bekannten Institution für Gegenwartskunst entwickelt. Neben den Ausstellungsflächen unterhält das Künstlerhaus Produktionsmöglichkeiten im Medienbereich (mit Ausstattungen im Video-, Audio- und Filmbereich). Hinzu kommen ein Fotolabor sowie Werkstätten für Siebdruck, Hochdruck, Radierung, Lithografie und Keramik.

 

Das Künstlerhaus freut sich über Bewerbungen aus den Arbeitsfeldern Kunst, Architektur, Theorie und Design, welche die Entwicklung spezifischer Ideen und Projekte erkennen lassen, zu denen die Angebote der Institution beitragen können. Bewerbungen von Gruppen sind ebenso wie Einzelbewerbungen willkommen. Studierende können sich leider nichtbewerben.

 

Bitte fügen Sie Ihrer Bewerbung folgende Unterlagen bei:

 

– Lebenslauf
– Informationsmaterial zu Ihrer künstlerischen Arbeit wie Portfolios, Kataloge (max. 2), Bilder etc.
– Kurzbeschreibung, in welcher Weise Sie das Atelier nutzen wollen.

Bitte Bewerbungsunterlagen ausschließlich digital in einem pdf per E-Mail bis spätestens 31. Januar 2023 einreichen:

 

Ansprechpartnerin: Romy Range
E-Mail: bewerbung@kuenstlerhaus.de
Betreff: Bewerbung Atelierstipendium

 

Postalisch eingereichte Bewerbungen können nicht berücksichtigt werden. Die Jury, die sich aus dem künstlerischen Beirat zusammensetzt, tagt im Februar 2023. Alle Bewerber:innen werden im Anschluss zeitnah über die Entscheidungen benachrichtigt.

 

Bitte beachten Sie, dass es sich um Arbeitsstipendien handelt, die weder mit einer Vergütung noch mit Wohnmöglichkeiten verbunden sind. Internationale Bewerbungen werden grundsätzlich akzeptiert, sofern sich die Bewerber:innen eigenständig um eine Unterkunft sowie Visum bemühen. Der Wohnsitz muss während des Stipendiums in Stuttgart sein.

Lennart Cleemann, squeak, 2021
Marlon Lanziner & Valentino Berndt, Atelieransicht, 2020
Lennart Cleemann, Eva Dörr & Lena Meinhardt, Janis Eckhardt, Alba Frenzel, Marlon Lanziner & Valentino Berndt, n.n.n. collective (Susanne Brendel, Julia Schäfer & Jasmin Schädler), Helen Weber, CKonvention, 05.09.2021, Atelieretage, Foto: Künstlerhaus Stuttgart
Atelier am 24.11.2021, Künstlerhaus Stuttgart, Foto: Lennart Cleemann
2022 08.12.2022, 18:00 Uhr
Screening von Schüler:innen des Hölderlin-Gymnasiums
Schulen
Vermittlung
08.12.2022, 18:00 Uhr

Das Künstlerhaus Stuttgart arbeitet seit 2019 mit dem Hölderlin-Gymnasium zusammen, und konnte nach coronabedingter Pause in diesem Jahr das erste Modellprojekt im Bereich Film zusammen mit dem Künstler Valentin Hennig sowie einer 9. Klasse und ihrer Lehrerin Helene Bopp des Hölderlin-Gymnasiums realisieren. Die filmischen Ergebnisse des mehrwöchigen Workshops, die von Animation bis zu einem Musikvideo reichen, werden am 8. Dezember ab 18 Uhr im Künstlerhaus Stuttgart präsentiert.

 

Digitale Narrationen durch Videos und Games umgeben, gestalten und beeinflussen den Alltag von Jugendlichen. Diese Narrationen können mehr oder weniger reflektierte Zugänge zu einem kulturellen, geschichtlichen, gesellschaftlichen und politischem Verständnis unserer Welt und Umwelt schaffen. Jugendliche können oft Wirkung und gestalterische Qualitäten dieser Produkte bewerten, finden aber selten Zugang zu den zugrundeliegenden Mechanismen, welche die von den Erstellern beabsichtigte Wirkung erst ermöglichen.

 

Das Ziel des mehrwöchigen Workshops, der sowohl im Gymnasium als auch im Künstlerhaus stattgefunden hat, war somit, ein tiefergehendes Verständnis der Mechanismen und Wirkweisen digitaler Narration zu schaffen und die Jugendlichen vom Konsum hin zur kreativen Produktion zu ermutigen. Die Schüler:innen konnten sich durch Sichtung und Reflexion filmischer Beispiele z.B. zum Thema Szene, Montage, Ton- und Bildkorrelationen, Musikvideo oder Trickfilm und anschließender kurzer Übungen in die jeweilige Erzählform einfühlen. Die gezeigte Beispiele wurden stets auch in einen filmgeschichtlichen Kontext gesetzt.

 

Individuelle Interessen sowie formale und inhaltliche Schwerpunkte konnten im letzten Drittel des Workshops durch ein selbst strukturiertes Projekt, sowohl in Alleinarbeit als auch in kleiner Gruppe verfolgt werden. Der Workshopleiter Valentin Hennig begleitete die Jugendlichen dabei mit gezielten Fragestellungen und Anregungen, ließ aber auch freie und selbstständige Arbeit gewähren, sodass wertvolle Erfahrungen über (Un-)Möglichkeiten der Filmerstellung gemacht werden konnten. Dabei eröffneten sich den Jugendlichen ungeahnte Talente und Wege hin zu einer künstlerischen Bildsprache.

 

Konzept & Realisierung: Valentin Hennig

 

08. Dezember 2022, 18 Uhr, Künstlerhaus Stuttgart, 2. Stock

 

Einführung durch Helene Bopp, Valentin Hennig & Romy Range

 

Filme:

 

Mirror, Animation: Johanna Rathfelder; Musik: Marianna Nerobova; Idee: Johanna Rathfelder & Marianna Nerobova, 0:30 Min
A ABIDUIIIIIII Production, Idee & Umsetzung: Johanna Rathfelder & Marianna Nerobova, 0:30 Min

Mord am Hölderlin-Gymnasium, Idee & Umsetzung: Ines Gurk, Fanny Fuchs, Patricia Matern, Mara Stein, 8 Min

Ohne Titel, Idee & Umsetzung: Vincent Falk, Paul Gerhardt, Nick Jaegermann, Kasper Rafn, Willi Uebele, 2 Min

Grey, Idee, Animation & Realisierung: Helen Rainer, 0:40 Min

Kunibert, Idee & Umsetzung: Ella Wolkenfuss, Ellinor Wagner-Douglas, Alma Lehmann, 0:30 Min

Four students, one murderer, Idee & Umsetzung: Artemis Mohammadi Gelevandani, Aylin Kühn, Amelie Wacker, Anastasia Wagner, 7:30 Min

Musikvideo, Idee & Umsetzung: Suriya Delan, Sofia Ferreira Alves, Alexandra Straub, Fiona Teklezgi, 3:30 Min

 

 

 

Ein großer Dank gilt Helene Bopp und den Schüler:innen für die engagierte und gute Zusammenarbeit sowie dem gesamten Hölderlin-Gymnasium für die Offenheit sowie dem Künstler und Kunstvermittler Valentin Hennig.

 

Gefördert durch das Programm “Entwicklungstreiber” des Kulturamts Stuttgart.

Foto: Oleg Kauz
Foto: Oleg Kauz
Foto: Oleg Kauz
Foto: Oleg Kauz
Foto: Oleg Kauz
Foto: Oleg Kauz
Foto: Oleg Kauz
Foto: Oleg Kauz
Foto: Oleg Kauz
2022 05.12.2022
DER FAUST für Bernhard Herbordt und Melanie Mohren
News
05.12.2022

Das Künstlerhaus Stuttgart gratuliert Bernhard Herbordt und Melanie Mohren zur Verleihung des Theaterpreises DER FAUST in der Kategorie Genrespringer.

 

Die Jury begründete ihre Auswahl: “Herbordt/Mohren haben mit ihrem ‚Schaudepot‘ einen Ort geschaffen, der weit über sich selbst hinausweist und wirkt. Es ist zum einen ein kleines Ladenlokal mit offenen Türen in der Stuttgarter Peripherie; liebevoll und sehr aufwändig bis ins letzte Detail durchdacht. Es ist aber vor allem auch ein Baukasten, ein Prinzip, eine Aufforderung, ein Gedanke, der hinausgetragen wird: auf die Dörfer und ins World Wide Web, der sich anwenden lässt und wie nebenbei die Frage nach der gesellschaftlichen Bedeutung des Theaters stellt. Es ist eine sehr ernsthafte – mit Nachdruck und großer Konsequenz – betriebene Forschung. On-going und im allerbesten Sinne: transdisziplinär!”

 

Bernhard Herbordt und Melanie Mohren waren 2012 Atelierstipendiat*innen des Künstlerhaus Stuttgart. Das Schaudepot findet sich im Netz unter https://www.das-schaudepot.org/ und befindet sich in der Altenbergstraße 10 in Stuttgart-Süd.

 

DER FAUST wird seit 2006 als nationaler Theaterpreis verliehen und vom Deutschen Bühnenverein, der Kulturstiftung der Länder, der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste sowie in diesem Jahr das Land Nordrhein-Westfalen (Quelle: Wikipedia).

Courtesy Herbordt/Mohren
Courtesy Herbordt/Mohren
Foto: Dominik Odenkirchen
Foto: Dominik Odenkirchen
2022 04.12.2022, 19:00 Uhr
Viertes Organ zu Gast im Kunstverein Böblingen
Mitgliedschaft
Veranstaltung
04.12.2022, 19:00 Uhr

Die Veranstaltung findet im Kunstverein Böblingen, Schloßberg 11, 71032 Böblingen, statt.

 

Unser erstes Treffen zum Thema „Kunstverein(e) der Zukunft“ fand am 04. Oktober im Künstlerhaus Stuttgart statt. Mit zahlreichen Gästen und Vertreter:innen verschiedener Kunstvereine diskutierten wir über Probleme und Herausforderungen, mit denen sich einige etablierte Kunstvereine konfrontiert sehen. Strukturen, Prozesse, Ideen und Themen, die oft über Jahre und Jahrzehnte entstanden sind, müssen hinterfragt, weiterentwickelt und womöglich neu erfunden werden, um auch in Zukunft erfolgreich künstlerisch engagierte Vereinsarbeit machen zu können. Die Vertreter:innen der verschiedenen Kunstvereine berichteten in der Runde von ihren eigenen konkreten Erfahrungen, Problemen und Lösungsansätzen. Anhand der unterschiedlichen Perspektiven und Kontexte ergab sich so ein offenes, vielfältiges und für alle Beteiligten fruchtbares Gespräch. Klar wurde dabei auch, dass es damit nicht getan sei und wir diesen ersten Impuls nutzen möchten, um weiteren Austausch und Vernetzung zwischen den Kunstvereinen zu fördern.

Dabei möchten wir die Möglichkeit nutzen, um die verschiedenen Kunstvereine zu besuchen und besser kennenzulernen: Gastgeber unseres nächsten Treffens am 04. Dezember um 19 Uhr wird deshalb der Kunstverein Böblingen sein. Eingeladen zu dem Treffen sind der Kunstverein Neuhausen, der Kunstraum34, die Oberwelt, das Künstlerhaus Stuttgart, anorak und der Kunstverein Nürtingen.

2022 25.11.–26.11.2022
Das Bündnis zeigt Präsenz - Tagung im Künstlerhaus Stuttgart
Konferenz
Veranstaltung
25.11.–26.11.2022
„Diversitätsentwicklung“ mit Markues Aviv aus dem BBK Berlin:
Fr, 25.11.2022
17:00 Uhr
„Machtmissbrauch und freie Szene in Baden-Württemberg“ mit Paula Kohlmann und Frederik Zeugke Kooperation mit FTTS, PZ und Theater Rampe:
Sa, 26.11.2022
15:00 Uhr
Veranstaltung des Bündnis für gerechte Kunst- und Kulturarbeit
Kuratiert von:
eine Veranstaltung von Bündnis für eine gerechte Kunst- und Kulturarbeit, Baden-Württemberg

Am Freitag, den 25. und Samstag, den 26. November lädt das Bündnis zu einer zweitägigen Veranstaltung mit Workshops ins Künstlerhaus Stuttgart ein. Nach Monaten der Online-Meetings ist es an der Zeit, sich analog und in Präsenz zu treffen, zu begegnen und vor allem auszutauschen.

Die zwei Tage sollen sowohl für ein Wiedersehen mit alten Aktiven als auch für ein Kennenlernen von neuen Engagierten genutzt werden.

 

Freitag, 25. November, 17 Uhr

„Diversitätsentwicklung“ mit Markues Aviv aus dem BBK Berlin

 

Am Freitag 25.11.2022 um 17 Uhr berichtet Markues Aviv über die Tätigkeit vom BBK Berlin in den letzten Jahren. Markues Aviv ist Vorstandsmitglied des Berufsverbands, der die strukturelle Förderung aller bildenden Künstler*innen verfolgt. Darüber hinaus ist der BKK kulturpolitisch aktiv und setzt sich für offene und durchlässige Kunstbetriebe ein. Gerade auf die Diversitätsentwicklungen von Organisationen wird Markues Aviv den Fokus in seinem Workshop richten: Welche sind die Grundlegende Zahlen und Strategien zur Diversitätsentwicklung in Kulturverbänden? Und welchen Transfer kann das Bündnis aus den Erfahrungen des BKK für ihre zukünftige Arbeit ziehen? Das soll in einem gemeinsamen Gespräch herausgefunden werden.

Anschließend bleibt der Raum für das Verweilen offen. Getränke und kleine Häppchen laden ein, ins Gespräch zu gehen und uns weiter zu vernetzen.

 

Samstag, 26. November, 15 Uhr

„Machtmissbrauch und freie Szene in Baden-Württemberg“ mit Paula Kohlmann und Frederik Zeugke

Kooperation mit FTTS, PZ und Theater Rampe

 

Am Samstag 26.11.2022 um 15 Uhr setzen wir uns mit Paula Kohlmann und Frederik Zeugke als Kooperation mit FTTS, PZ und Theater Rampe mit Fragen zum Umgang bei Diskriminierung, Übergriffen oder Machtmissbrauch auseinander. Auch die Kunstszene in Baden-Württemberg ist nicht frei von diesen Themen. Selten wird darüber gesprochen, noch seltener folgen Konsequenzen. Das soll sich ändern! Als Künstler*innen und Mitarbeiter*innen von Institutionen kommen wir seit Kurzem zusammen, um Wissen zu sammeln, uns intern auszutauschen und wollen mit Verwaltung und Politik ins Gespräch kommen, um Strategien und Maßnahmen zu entwickeln. Es braucht einen Wandel im Denken und Handeln. Auf individueller, institutioneller und politischer Ebene. Machtmissbrauch ist kein individuelles, sondern ein strukturelles Problem. In diesem Workshop sammeln wir unterschiedliche Perspektiven der Beteiligten, diskutieren aktuelle Schwerpunkte, fokussieren notwendige Ziele, bereiten ganz konkrete nächste Handlungsschritte vor.

Die Türen öffnen am Samstag um 14:30 Uhr, der Workshop wird pünktlich um 15 Uhr beginnen.

 

Für beide Workshops  Anmeldung per Mail an praesenz@dasbuendnis.net.

2022 15.11.2022, 19:00 Uhr
Künstlergespräch mit Hayahisa Tomiyasu
Hayahisa Tomiyasu
Ateliers
Gespräch
Veranstaltung
15.11.2022, 19:00 Uhr
Kuratiert von:
eine Veranstaltung der Atelierstipendiat:innen des Künstlerhauses

Brücke, Fußball, Fuchs, Tischtennisplatte, Taschentuch, Zahlen, Stange, Uhr, Schmetterling, LOOK.
Das sind Stichworte aus den Serien, die in den letzten 18 Jahren entstanden sind. Sie sind im Hintergrund miteinander verbunden. Aber wie und warum?

In dieser Veranstaltung präsentiert Hayahisu Tomiyasu, wie er sei künstlerische Herangehensweise in Chigasaki, Leipzig, Zürich, Rom, Tokyo und London im Zeitraum von 2004 bis jetzt entwickelt hat.

 

Hayahisa Tomiyasu (1982, Kanagawa, Japan) studierte Fotografie an der Tokyo Polytechnic University (BA) und an der Hochschule für Grafik und Buchkunst / Academy of Visual Arts Leipzig (Dipl. und MA). Er lehrte an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) im Departement Fine Arts im Bachelor-Studiengang. Im Jahr 2018 gewann er mit seinem Werk TTP den MACK First Book Award. Diese Serie ist Teil der Art Collection Deutsche Börse Photography Foundation.

Foto: Hayahisu Tomiyasu
2022 12.11.2022–02.04.2023
Flint Jamison: Masterworks on Loan, 2020, 2022
Flint Jamison
Ausstellung
12.11.2022–02.04.2023
Eröffnungsempfang:
Sa, 12.11.2022
19:00 Uhr

Die Ausstellung von Flint Jamison im Künstlerhaus Stuttgart untersucht ein steuerbegünstigtes Kunstleihprogramm namens “Masterworks on Loan”, das 2015 im Jordan Schnitzer Museum of Art (JSMA), einem Museum mit einer Sammlung auf dem Campus der staatlichen Universität von Oregon in Eugene, USA, eingerichtet wurde. Jamisons Ausstellung mit neu in Auftrag gegebenen Arbeiten stellt eine erschütternde Bilanz dieses Museumsleihprogramms während des Ausbruchs der COVID-19-Pandemie dar. Letztendlich überdenkt Jamison, inwieweit das JSMA die Bedingungen festlegt, die seine Pflicht als Museum definieren, einem Publikum zu dienen, das die Institution über Steuerabzüge unterstützt und zu dessen Gunsten das Museum als gemeinnützige Organisation besteht. Diese Neubetrachtung kann von dem klein und lokal begrenzt wirkenden Fall des JSMA auf die Rolle übertragen werden, die der breitere Kunstbetrieb mit seinen Organisationen in der Konzipierung, Legitimation und Umsetzung von Steuergesetzen spielt, die die Veräußerung öffentlicher Interessen fördern.

 

Jamisons Ausstellung im Künstlerhaus Stuttgart baut auf seiner früheren Arbeit auf, in der er die gelebte Politik des Steuerrechts aufdeckte, und stützt sich auf ein breites Spektrum an Literatur, auf die sich Journalist*innen, die das Steuerrecht untersuchen, und kritische Steuertheoretiker*innen stützen. Die kritische Steuertheorie (engl. Critical Tax Theory) ist ein bahnbrechender Bereich der Rechtswissenschaft, der die politischen und diskriminierenden Aspekte des Steuerrechts untersucht. Es handelt sich um eine intellektuelle Disziplin, die zu erkennen versucht, welche tiefgreifenden Auswirkungen das Steuerrecht auf die Verwaltung des Eigentums, auf enorme Einkommensunterschiede, unverhältnismäßige Steuerbefreiungen, vererbte Vorteile, negative Anreize und Verschuldung hat. Die kritische Steuertheorie stellt die historische Behauptung in Frage, das Steuerrecht sei neutral oder nicht tendenziös, und überschneidet sich mit anderen Bereichen, die die anhaltenden Auswirkungen von Steuergesetzen untersuchen, die im Dienste des Kolonialismus, der Klassenunterdrückung und der rassisch-ökonomischen Unterordnung ratifiziert wurden. Bezeichnenderweise hat die kritische Steuertheorie auch lange darauf bestanden, dass eine vollständige Untersuchung der politischen Dynamik des Steuerrechts ein Verständnis der spezifischen kulturellen Kontexte erfordert, in denen die Steuergesetze wirken.

 

Steuergesetze bestimmen zunehmend die operative Struktur von Kunstinstitutionen. Die Ausweitung des Kunstmäzenatentums auf der ganzen Welt ist untrennbar mit den Steuervergünstigungen verbunden, für die sich wohlhabende Einzelpersonen, Stiftungen und Unternehmen auf städtischer, regionaler und bundesstaatlicher Ebene aggressiv einsetzen. Infolgedessen hat sich der Kunstsektor der Erfindung und Aufrechterhaltung rechtlich-wirtschaftlicher Strukturen verschrieben, die die Steuerpflicht für vermögende Privatpersonen verringern. Diese durch die Kunst mobilisierte rechtlich-wirtschaftliche Ausrichtung zeigt sich heute in Kunstwerken als steuerfreiem Vermögen, in der Kunstphilanthropie als System der Steuervermeidung und in Kunstschaffenden als freiberuflichen Arbeitskräften, die die Steuerlast von den Arbeitgeber*innen auf die Arbeitnehmer*innen verlagern. Natürlich muss man sich darüber im Klaren sein, dass Gesetze zur Steuervermeidung nicht nur von den Wohlhabenden befürwortet werden, sondern dass es sich dabei um Gesetze handelt, die von der breiteren Kunstszene routinemäßig als vorteilhaft für Künstler*innen, Kunstinstitutionen, das Kunstpublikum und die Öffentlichkeit im Allgemeinen propagiert werden.

 

 

Vermittler*innen des Künstlerhaus Stuttgart bringen die Besucher*innen ins Gespräch über die Ausstellung: Mi–So 12–18 Uhr

 

Eric Golo Stone, künstlerischer Leiter des Künstlerhauses Stuttgart, gibt eine Führung durch die Ausstellung (auf Englisch): 20. November 2022 (15 Uhr)

 

Juliane Gebhardt, kuratorische Assistentin des Künstlerhauses Stuttgart, gibt eine Führung durch die Ausstellung (auf Deutsch): 11. Dezember 2022 (15 Uhr)

Diese Ausstellung wurde mit öffentlicher Förderung durch die Stadt Stuttgart realisiert und mit einer Spende der Galerie Max Mayer unterstützt.

January 3, 2021 Judd, Donald Untitled 1993
October 4, 2020 Schutz, Dana RCA 2008
September 13, 2020 Dylan, Bob Nowhere and Anywhere 2018
May 31, 2020 Sherman, Cindy Untitled 1989
May 31, 2020 Mehretu, Julie Six Bardos: Luminous Appearance 2019
May 10, 2020 Picabia, Francis Intervention d’une femme au moyen d’une machine 1915
May 3, 2020 Haring, Keith Untitled 1990
May 3, 2020 Clark, Ed Untitled 2000
April 19, 2020 Thomas, Alma Dogwood Blossom Along Skyline Drive 1973
2022 08.11.2022, 19:00 Uhr
Dienstags-Werkstatt XVIII: Lis Klein
Lis Klein
Veranstaltung
08.11.2022, 19:00 Uhr

Dienstags-Werkstatt XVIII präsentiert: Lis Klein

 

08. November 2022, 19 Uhr

 

Grundlage für ihre Arbeit ist die Beschäftigung mit vorgefundenem Material, welches entweder bereits bestehenden Sammlungen entspringt oder für welches eigene archivarische Strukturen und dokumentarische Mittel entwickelt werden. Ausgehend davon, integriert und transferiert sie Objekte in ihren eigenen Ausdruck, um Werke zu erstellen.

Momentaner Dreh- und Angelpunkt ihrer Arbeit ist die Auseinandersetzung mit der Natur, vorrangig mit der Welt der Insekten, Pflanzen und Pilze. Lis Klein gibt Einblicke in ihre Sammlungen, Arbeitsweisen und zeigt Arbeiten in unterschiedlichen Stadien.

Lis Klein hat Bildende Kunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart studiert. Sie lebt und arbeitet in Stuttgart.

 

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Dienstags-Werkstatt

Mit der Dienstags-Werkstatt lädt das Künstlerhaus Künstler:innen oder Kollektive ein, über ihre Arbeitsweisen, Hintergründe und Vorgehensweisen zu sprechen. Wir wollen eine Plattform etablieren, in der sich intensiver zur künstlerischen Praxis ausgetauscht wird und uns so vernetzen, solidarisieren und gegenseitig stärken.

Die Reihe richtet sich an alle Mitglieder des Künstlerhaus Stuttgart, an Künstler:innen aus Stuttgart und Umgebung, oder auf der Durchreise, an alle Kunstvermittler:innen, Kurator:innen, Kulturschaffende usw. und ist offen für alle!

 

Foto: Leander Aßmann
2022 04.11.2022, 19:00 Uhr
Viertes Organ
Mitgliedschaft
Veranstaltung
04.11.2022, 19:00 Uhr

Freitag, 4. November 2022, 20 Uhr
Künstlerhaus Stuttgart, Reuchlinstr. 4b, 70178 Stuttgart, 3. Stock

Wir möchten uns wieder Zeit für eine offene Runde nehmen. Beiträge, Ideen und Fragen können also gerne spontan eingebracht werden.

 

Seitens des Beirats möchten wir unsere Pläne für die weitere Diskussion zur möglichen Umbenennung des Künstlerhauses besprechen. Zur Erinnerung: Bereits seit einigen Jahren gibt es Stimmen aus dem Künstlerhaus, die den aktuellen Namen problematisch finden, weil die Verwendung des Maskulinums andere Geschlechtsidentitäten unsichtbar macht. Andererseits gibt es Mitglieder, die mit dem Künstlerhaus und seinem Namen wertvolle Erfahrungen und Arbeit verbinden oder von einer starken Marke ausgehen, die durch eine Namensänderung möglicherweise verwässert würde.

Seitens Bea Schlingelhoff wurde dann in Vorbereitung und im Rahmen ihrer Ausstellung der Entscheidungsprozess vorangetrieben. Die Mitgliederversammlung hat Anfang des Jahres keine Entscheidung getroffen, weil die Diskussion noch nicht entscheidungsreif war.

 

Wir wollen Anfang 2023 die Diskussion wieder aufnehmen mit dem mittelfristigen Ziel, eine Lösung zu finden, die für alle Mitglieder akzeptabel und nachvollziehbar ist. Hierbei steht zunächst der Austausch im Vordergrund.

 

Unsere konkreten Ideen, wie wir auf diesem Weg weitergehen können, möchten wir kommenden Freitag besprechen und freuen uns auf den Austausch.

 

 

2022 28.10.–30.10.2022
Die Jagd
Lennart Cleemann, Moritz Berg
Ateliers
Veranstaltung
28.10.–30.10.2022
Eröffnung:
Fr, 28.10.2022
18:00 Uhr

Ein Projekt des Atelierstipendiaten Lennart Cleemann

Für die Ausstellung “Die Jagd” begeben sich Moritz Berg und Lennart Cleemann im Kräherwald auf die Nachsuche. Eine Annäherung zweier Künstler und ihrer Praxis mit der Natur. Nahe der Erde, dem vermeintlich Toten nahetretend. Von Frühling über Herbst. Das Tun wird jagen, bedächtig, außerhalb des üblichen Zeitempfindens. Das Ritual konstituiert den Wandel. Die Trophäe verewigt den Verfall und festigt unsere Zeit.

Ausstellungsplakat "Die Jagd" 2022, Lennart Cleemann, Moritz Berg
2022 11.10.2022, 19:00 Uhr
Die Sicht ist seit Tagen diffus. 35‘14‘‘
Ann-Kathrin Müller, Judith Engel, Katharina Jabs
Screening
Veranstaltung
11.10.2022, 19:00 Uhr

Dienstags-Werkstatt XVII präsentiert:

 

Judith Engel, Katharina Jabs und Ann-Kathrin Müller: Die Sicht ist seit Tagen diffus. 35‘14‘‘

 

Der Film umkreist den Schauplatz einer seismologischen Messstation und verhandelt, welche Spuren, Risse und Verkeilungen sich entlang von Erdbebengeschichte in unserem Denken finden. Vom physikalischen Phänomen der Unschärfe ausgehend, untersucht der Film, was es wissenschafts- und kulturgeschichtlich mit der Obsession auf sich hat, die Welt scharf und unverstellt betrachten zu können. Die filmische Montage von analogen Fotografien und essayistischen Textfragmente erzeugt ein nicht enden wollendes Bilder-Band, das den Film entlang seiner Erzählung transportiert. So wird ein assoziativer Zugriff auf die Wirklichkeit formuliert, der sich nicht auf ein sicheres Es-ist-so-gewesen verlassen kann, sondern die Unschärfe selbst als Bedingung von Erfahrung anerkennt und damit ein Prinzip fotografischer und filmischer Evidenzerzeugung hinterfragt.

 

Der Film begleitet das Buch „Das Signal“, das 2022 im Verlag Edition Taube erschienen ist.

 

 

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Dienstags-Werkstatt

 

Mit der Dienstags-Werkstatt lädt das Künstlerhaus Künstler:innen oder Kollektive ein, über ihre Arbeitsweisen, Hintergründe und Vorgehensweisen zu sprechen. Wir wollen eine Plattform etablieren, in der sich intensiver zur künstlerischen Praxis ausgetauscht wird und uns so vernetzen, solidarisieren und gegenseitig stärken.

Die Reihe richtet sich an alle Mitglieder des Künstlerhaus Stuttgart, an Künstler:innen aus Stuttgart und Umgebung, oder auf der Durchreise, an alle Kunstvermittler:innen, Kurator:innen, Kulturschaffende usw. und ist offen für alle!

Die Sicht ist seit Tagen diffus. 35‘14‘‘, Ausstellungsansicht Kunstraum 34, Courtesy Ann-Kathrin Müller, Katharina Jabs, Judith Engel, © VG Bild-Kunst, Bonn 2022
2022 04.10.2022, 19:00 Uhr
Viertes Organ
Mitgliedschaft
Veranstaltung
04.10.2022, 19:00 Uhr

Am 4. Oktober treffen wir uns zur nächsten Sitzung des Vierten Organs. Das Treffen steht unter dem Arbeitstitel „Kunstverein(e) der Zukunft – Herausforderungen und Visionen“ und widmet sich Problemen, Konflikten und Lösungen, mit denen sich Kunstvereine im Laufe ihres Lebens auseinandersetzen (müssen). Wir haben dazu Vertreter:innen verschiedener Kunstvereine eingeladen mit uns zu diskutieren: Kunstverein Böblingen, Kunstraum34, Anorak und Oberwelt.

 

Es wird in erster Linie darum gehen, wie sich Kunstvereine für die Gegenwart und Zukunft wappnen und lebendig bleiben – wie alle Vereine leben sie von Menschen, die Ideen und Visionen mitbringen und diese gemeinsam mit anderen verwirklichen wollen. Gerade bei länger etablierten Kunstvereinen geht es dabei oft um die Frage des (künstlerischen) Nachwuchses. Gleichzeitig entwickeln sich auf Seite der jüngeren Künstler:innen immer wieder Ideen und Energien für eigene Kollektive, Kollaborationen, Gemeinschaften. Wollen diese mehr als flüchtige Projekte sein, geht es häufig um Fragen nachhaltiger Strukturen, um Räume und Finanzierung.

Im gemeinsamen Gespräch wollen wir diese Fragen adressieren und von den Erfahrungen und Perspektiven anderer Institutionen und Künstler:innen verschiedener Generationen lernen.

 

Das Treffen wird im 4. Stock des Künstlerhauses in der Ausstellung von Anike Joyce Sadiq stattfinden.

2022 26.09.2022
Ukraine-Stipendien: Ekaterina Surgutanova und Elena Trutieva
Ateliers
News
26.09.2022

Das Künstlerhaus Stuttgart hat in diesem Jahr zwei Arbeitsstipendien an ukrainische Künstlerinnen vergeben, die vor den kriegerischen Auseinandersetzungen geflüchtet und nun in Stuttgart und Umgebung ansässig sind: Ekaterina Surgutanova und Elena Trutieva.

Beiden Künstlerinnen steht bis auf Weiteres einen Arbeitsplatz auf der Atelieretage zur Verfügung. Außerdem erhalten sie eine monatliche finanzielle Zuwendung, die ihre künstlerische Praxis ermöglichen soll.

 

Ekaterina Surgutanova

 

Ekaterina Surgutanova wurde 1995 in der Ukraine geboren und lebte in Slawutitsch, Kiew und Lwiw. 2010 bis 2012 studierte sie an der Kultur- und Kunstschule in Slawutitsch an der Fakultät für Bildende Kunst.

2012 bis 2018 studierte Surhutanova an der Nationalen Universität für Bauwesen und Architektur in Kiew mit den Schwerpunkten Stadtplanung und Architektur und Landschaftsarchitektur.

Sie arbeitete als Architektin. Sie begann jedoch mit der Wandmalerei in Innenräumen und im Außenbereich. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Detailgenauigkeit von Objekten, der Betonung von Formen und dem Spiel mit Farben, sodass das Gemälde mit der Umgebung, in der es sich befindet, eins wird, wobei sie Acrylfarbe verwendet.

In ihren Gemälden erforscht sie die Verwandlung von authentischen Bildern durch Farbe und abwechslungsreiche Komposition, wobei sie die grafischen Striche der akademischen Zeichnung beibehält.

 

In ihrer neuesten Serie versucht die Künstlerin den emotionalen Kontext einer Nation, die mit dem Problem der Vertreibung von Menschen aus ihrem Land konfrontiert ist, durch das Prisma ihrer individuellen Gefühle und Erfahrungen zu erfassen. Sie verwendet das Beispiel der ukrainischen Nation, zu der sie selbst gehört. Dabei berührt sie Themen wie Selbstidentität in der Gesellschaft, persönliche und kollektive Erinnerung, Erfahrung und Reflexion.
Für ihre Arbeiten verwendet die Künstlerin Fotografien realer Menschen oder ihre Erinnerung an Menschen, denen sie auf der Straße begegnete, als sich sie und ihr Kind in Sicherheit bringen mussten.

 

 

Elena Trutieva

 

Elena Trutieva wurde 1980 in Odessa, Ukraine geboren.

Von 1998 bis 2002 studierte sie an der Kunstschule M. B. Grekov der Ukrainischen Nationalen Technischen Universität in Odessa. Sie machte ihren Abschluss mit Auszeichnung.

Von 2002 bis 2008 studierte sie an der NAOMA National Academy of Fine Arts and Architecture, Fachrichtung Grafikdesign. Von 2007 bis 2022 arbeitete sie als Innenarchitektin und entwarf private und öffentliche Innenräume.
Von 2015 bis 2017 arbeitete sie in Kalamata in Griechenland und entwarf Cafés, Hotels und Restaurants.
In den Innenräumen versuchte sie immer, Malerei zu verwenden, Wände und Decken zu streichen und interessante künstlerische Lösungen zu finden.

Als sie 2015 nach Griechenland umgezogen ist, begann sie mit dem Malen auf Meeressteinen, was inzwischen zu einer sehr wichtigen künstlerischen Arbeit geworden ist.

Gerade arbeitet sie an einer Serie von Arbeiten, die sich mit ihren Erinnerungen an den Krieg auseinandersetzen. Sie verbrachte 15 Tage mit ihrer Familie in der Besetzung durch russische Truppen in der Nähe von Gostomel. In den sozialen Medien hat sie detailliert beschrieben, was sie in dieser Zeit erlebt haben und ihre Geschichte mit der Welt geteilt. Diese Geschichte verbreitete sich schnell weltweit und ist nun im Österreichischen Historischen Museum in Wien ausgestellt. Sie hat mit drei Gemälden angefangen – ein Porträt ihrer Mutter, eines ihrer Freundin und ein Selbstporträt. Sie möchte nun all die Menschen zeichnen, die diese 15 Tage bei ihr waren und die an ihrer Rettung beteiligt waren. Für sie sind es keine einfachen Porträts, sondern Aufnahmen von Ereignissen mit eingefrorenen Emotionen in den Gesichtern der Menschen. In diesen Arbeiten möchte sie zeigen, was sie er- und überlebt haben, und die besondere Rolle jeder Person in dieser schrecklichen Zeit.

Zwei fertige Porträts zeigen die Frauen, die ihr in Deutschland geholfen haben, als sie gerade angekommen war.

 

Die monatliche finanzielle Unterstützung ist Dank der Großzügigkeit privater Spender:innen möglich.

Foto: Ekaterina Surgutanova
Foto: Ekaterina Surgutanova
Foto: Elena Trutieva
Foto: Elena Trutieva
Foto: Elena Trutieva
Foto: Elena Trutieva
Foto: Elena Trutieva
Foto: Ekaterina Surgutanova
Foto: Ekaterina Surgutanova
Foto: Ekaterina Surgutanova
2022 24.09.–08.10.2022
Vermittlungsprogramm im September / Oktober
Veranstaltung
Vermittlung
24.09.–08.10.2022
Educated Hope- Schattentheater, Workshop mit Lejla Dendic:
Sa, 24.09.2022
14:00 Uhr
Educated Hope- Schattentheater, Workshop mit Lejla Dendic:
Mi, 28.09.2022
15:00 Uhr
"How to keep it open? Geschlecht und Institution ", Workshop mit Ludgi Porto:
Fr, 30.09.2022
15:00 Uhr
Creative Empowerment Workshop für BPoC, mit Yara Richter:
Sa, 01.10.2022
15:00 Uhr
"How to keep it open? Geschlecht und Institution ", Workshop mit Ludgi Porto:
Sa, 08.10.2022
15:00 Uhr

Konzipiert und umgesetzt von den Vermittlerinnen Lejla Dendic, Ludgi Porto und Yara Richter

 

Educated Hope- Schattentheater, Workshop mit Lejla Dendic

 

24. September 2022, 14-17 Uhr

28. September 2022, 15-18 Uhr

 

Die Kunst des Schattentheaters wird seit Jahrhunderten genutzt, um Gemeinschaften zu verbinden und gemeinsam Geschichten über soziale, politische und kulturelle Ereignisse zu erzählen. Das Schattentheater hat das Potenzial, uns auf eine Weise füreinander zu öffnen, die normalerweise nicht zugänglich ist, und dient als Plattform um Kunst, Vokal- und Instrumentalmusik, Theater, Literatur und Tanz sowie die Kunst des Schattentheaters zusammenzubringen. Das Künstlerhaus Stuttgart möchte einen Ort bereitstellen, an dem man sich auf vielfältige Weisen mit Fragen der Institutions-/Gesellschafts-/Strukturkritik und der enormen Macht von Sprache/Narrativen und deren Auswirkungen auf unsere Gesellschaft in psychologischer, politischer und kultureller Hinsicht auseinandersetzen kann. Mit diesem Schattentheater-Workshop möchten wir institutionelle/gesellschaftliche Strukturen metaphorisch betrachten und uns gemeinsam vorstellen wie eine Zukunft aussehen könnte wenn man transparentere und intersektionale Strukturen einführen würde.

 

Falls jemand ein Instrument spielt (das tragbar ist), kann es gerne mitgebracht werden.

 

Der Workshop findet in deutscher Sprache statt.

 

Anmeldung unter info@kuenstlerhaus.de

 

 

“How to keep it open? Geschlecht und Institution “, Workshop mit Ludgi Porto

 

30. September 2022, 15 Uhr

08. Oktober 2022, 15 Uhr

 

Der Workshop “How to keep it open? Geschlecht und Institution” ist die Vorführung des Dokumentarfilms “Raised Without Gender” von Milène Larsson, in dem die binäre Geschlechtsidentität in der Kindererziehung in Frage gestellt wird. Im Anschluss an die Filmvorführung findet eine offene Diskussion statt, die Fragen zu den Möglichkeiten und Widersprüchen der Betrachtung von Geschlecht als fließende Institution aufwerfen soll.

 

Die Vermittlerin Ludgi Porto ist eine brasilianische bildende Künstlerin, die seit zwei Jahren in Stuttgart lebt. Zurzeit untersucht sie die Möglichkeiten der Geschlechtsidentität im kreativen Schreiben in Verbindung mit der Performancekunst.

 

Der Workshop findet in englischer Sprache statt.

 

Anmeldung unter info@kuenstlerhaus.de

 

 

Creative Empowerment Workshop für BPoC, mit Yara Richter

 

1. Oktober 2022, 15-18 Uhr

 

Im Rahmen von Anike Joyce Sadiq’s Ausstellung “Mit Glück hat es nichts zu tun” laden wir zu einem Creative Empowerment Workshop speziell für BPoC (Schwarze und People of Colour) ein. Nach einigen sanften Entspannungs- und Körperübungen werden wir den Raum in und um uns durch Zeichnen, Schreiben und Bewegung erkunden. Gemeinsam und einzeln werden wir die Betonung darauf legen, kreativen Impulsen, die aufkommen, zu folgen. Es gibt keinen Druck etwas zu produzieren – der Workshop ist eine Einladung zum Kraft tanken und Entdecken. Es sind keine Vorkenntnisse nötig, kommt einfach, wie ihr seid.

 

Bitte beachtet, dass diese Veranstaltung ein Safer Space für BPoC ist.

 

Der Workshop findet in deutscher Sprache statt. Es kann jedoch bei Bedarf auch ins Englische übersetzt werden.

 

Anmeldung unter info@kuenstlerhaus.de

 

Foto: Oleg Kauz
2022 16.09.2022, 12:00 Uhr
Open House!
Ateliers
Veranstaltung
16.09.2022, 12:00 Uhr
KUBUZZ Connects | Dialoge über Hard Facts & Soft Skills

Am Freitag, 16. September 2022 findet im Künstlerhaus Stuttgart die KUBUZZ Connects Veranstaltung statt, die von den Atelierstipendiat*innen des Künstlerhaus Stuttgart gemeinsam mit dem Kunstbüro konzipiert und organisiert wurde.

Ab 12 Uhr geben erfahrene Akteur*innen des Kunstbetriebs praxisnahe Einblicke in ihre eigene künstlerische Selbstständigkeit und diskutieren mit den Atelierstipendiat*innen u. a. über erfolgreiche Vernetzungsstrategien mit potenziellen Förder*innen und Kooperationspartner*innen, das professionelle Handling von Materialien und Kunstwerken, die Möglichkeiten und Herausforderungen einer interdisziplinären Praxis oder den Kunstmarkt und seine Facetten. Die eingeladenen Expert*innen stehen während der Veranstaltung für Fragen und Gespräche zur Verfügung. Eine kulinarische Intervention von Shinroku Shimokawa und ausgewählte Musik der Atelierstipendiat*innen am frühen Abend bieten Raum für Austausch.

 

Konzipiert vom Kunstbüro zusammen mit den Künstlerhaus Stipendiat*innen Lennart Cleemann, Eva Dörr, Janis Eckhardt, Alba Frenzel, Lena Meinhardt und Lambert Mousseka.

 

Bitte melden Sie sich, wenn möglich, unter info@kuenstlerhaus.de für die Veranstaltung an.

2022 13.09.2022, 19:00 Uhr
Dienstags-Werkstatt XVI
Lennart Cleemann
Veranstaltung
13.09.2022, 19:00 Uhr

Zu unserer 16. Dienstags-Werkstatt laden wir Lennart Cleemann ein.

 

Dienstag, 13. September 2022, 19 Uhr

3. Stock, Ateliers

 

“In einem Raum werde ich reden
mein Atelier
meine Arbeit
in Enge
umgeben von Charakteren
physisch manifestierte Momente
forcierte materielle Intimität
unausweichlicher Terror
existentielle reelle
subjektiv die Brust
ein bisschen Ruhe
ein bisschen Lust”

 

 

Lennart Cleemann (*1990) ist studierter Architekt (Hannover, Aarhus, Basel und Stuttgart). An der ABK Stuttgart war er Teil der Kunstklasse Reto Bollers und fand so seinen Weg in die künstlerische Praxis. Seit 2020 hat er ein Atelierstipendium im Künstlerhaus Stuttgart.

In seinem Atelier untersucht er Ideen und Vorstellungen von „Zuhause“. Er arbeitet mit Raum und Material. Durch die Konstruktion und Abstraktion von Zimmern, Möbeln und Spielgeräten erkundet er seine Umwelt und versucht ein Verständnis für deren Prozesse zu erlangen. Das Atelier ist dabei ein Ort der Notwendigkeit geworden. Es wird physischer Schauplatz des Inneren, saugt Launen, Staub und Schweiß auf. Der tägliche Wandel dieses intimen Raums und dessen Beobachtung dient der Erkundung des Selbst.

 

_____

 

Dienstags-Werkstatt

Mit der Dienstags-Werkstatt lädt das Künstlerhaus Künstler:innen oder Kollektive ein, über ihre Arbeitsweisen, Hintergründe und Vorgehensweisen zu sprechen. Wir wollen eine Plattform etablieren, in der sich intensiver zur künstlerischen Praxis ausgetauscht wird und uns so vernetzen, solidarisieren und gegenseitig stärken.

 

Die Reihe richtet sich an alle Mitglieder des Künstlerhaus Stuttgart, an Künstler:innen aus Stuttgart und Umgebung, oder auf der Durchreise, an alle Kunstvermittler:innen, Kurator:innen, Kulturschaffende usw. und ist offen für alle!

2022 04.09.2022, 14:00 Uhr
Symposium "Kultur braucht Presse"
Veranstaltung
04.09.2022, 14:00 Uhr

Eine Veranstaltung des Vierten Organs

Sonntag, 4. September 2022, 14 bis 18 Uhr
im Künstlerhaus Stuttgart, Reuchlinstraße 4b, 70178 Stuttgart, 4. Stock

 

Seit Jahren verliert die Berichterstattung über Kultur (Feuilleton), sowohl örtlich wie auch darüber hinaus gehend, merkbar an Bedeutung und Qualität in den Lokalblättern Stuttgarts – Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten. Nicht zuletzt der massive Personalabbau in den Redaktionen beider Zeitungen hat dies bewirkt.

 

Es zeigt sich, dass der Umfang des täglichen Feuilletons in der Regel zwei Seiten umfasst, deren Beiträge zum größten Teil Agenturmeldungen mit keinem örtlichen Bezug sind. Durch diese Einschränkungen erlangen besonders örtliche, durch Tagesaktualität bestimmte Anliegen in der täglichen Kultur-Berichterstattung in Stuttgart nachrangige bis minimale Bedeutung; dazu gehören Kritiken, Reportagen, Ankündigungen von Ereignissen, Personalien … Das monatlich erscheinende Buch „Kulturreport Stuttgart“ vermag das beschriebene Defizit nur begrenzt aufzufangen. So verbleibt den im Kulturbereich Tätigen keine redaktionell ernstzunehmende, mediale Plattform mehr.

 

Vor diesem Hintergrund lädt die Basisinitiative des Künstlerhauses, das „Vierte Organ“, zu einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung ein. Wir fragen:
• Wie kann kritische Kulturberichterstattung im lokalen Kontext aussehen?
• Was sind aktuell die wichtigsten Themen in der lokalen Kunst und Kulturpolitik?
• Wie erreicht man diverse Öffentlichkeiten?
• Was erwarten Künstler*innen, Kritiker*innen, Kulturinstitutionen und -verwaltung von Kulturberichterstattung und -kritik?
• Welche Formate wünschen wir uns?
• Wie lässt sich unabhängige Kulturberichterstattung finanzieren?

 

Lokale Pressevertreter*innen, Kunstkritiker*innen, Künstler*innen und freie Journalist*innen werden ihre Perspektiven darstellen und in einer moderierten Diskussion mit den Besucher*innen des Symposions ins Gespräch kommen.

 

Referent*innen sind:
• Adrienne Braun, freie Journalistin und Autorin, u.a. Stuttgarter Zeitung, Stuttgarter Nachrichten, Süddeutsche Zeitung, Themenschwerpunkt Kunst und Theater;

• Dr. Dietrich Heißenbüttel, Kunsthistoriker, freier Journalist und Autor, Kontext Wochenzeitung, Themen: Kunst, Architektur und Stadtplanung;

• Alexa Dobelmann, Mitbegründerin von Frame[Less], digitales Magazin für Kunst in Theorie und Praxis;

• Judith Engel, freie Kulturjournalistin und Autorin, Dozentin für Kulturtheorie an der Merz-Akademie Hochschule für Gestaltung Kunst und Medien Stuttgart

 

Anschließend möchten wir in Workshops konkrete Maßnahmen erarbeiten, mit denen wir dem diagnostizierten Mangel begegnen können.

 

Das Ziel ist es, eine neue Plattform für Kritik & Kulturjournalismus zu schaffen, wofür wir Mitstreiter*innen und Unterstützer*innen suchen, die durch ihr Wissen und ihre Expertise bei diesem Projekt helfen können. Wir laden Sie deshalb auch ein, um gemeinsam über die Anforderungen und die daraus resultierende Struktur dieses neuen Formates nachzudenken.

 

Für die Teilnahme an dem Symposium bitten wir um Anmeldung unter info@kuenstlerhaus.de

 

2022 02.09.–29.09.2022
Insel - Ausstellung im Stuttgarter Rathaus
Michelle Carlos, Lennart Cleemann, Jochen Detscher, Klauss Ensslin, Ute Fischer-Dieter, Hendrik Fleck, Andreas N. Franz, Alba Frenzel, Thora Gerstner, Manu HarmsSchlaf, Jorge Kaiman, Paul Macleod-Andrews, Jihye Park, Gabriele Quandt-Magin, Miriam Saric, Dietmar Schönherr, Christiana Teufel, Anali Vakili, Michael Wackwitz, Julia Wenz-Delaminsky, Marc C. Woehr
Ausstellung
02.09.–29.09.2022
Eröffnung:
Do, 01.09.2022
18:00 Uhr
Kuratiert von:
Arne Schmidt

Ausstellung der Mitglieder im Rathaus Stuttgart, 4. OG

Nach zweijähriger coronabedingter Zwangspause wird in diesem Jahr wieder eine Ausstellung im Stuttgarter Rathaus stattfinden. Zu dieser hat das Künstlerhaus via Open Call seine Künstler:innenmitglieder eingeladen, sich zu beteiligen und Arbeiten zum diesjährigen Thema der Ausstellung “Insel” einzureichen.

 

21 Künstlerinnen und Künstler wurden ausgewählt und gewähren auch in der 6. Ausgabe der Rathaus-Ausstellung einen Einblick in ihr aktuelles Schaffen. Die Künstlerinnen und Künstler greifen nicht nur auf unterschiedliche Medien zurück, sondern nähern sich auch inhaltlich und konzeptionell auf unterschiedlichen Wegen dem Thema der Ausstellung an.

 

Die generationsübergreifende Gruppenausstellung zeigt einmal mehr eindrücklich die Rolle des Künstlerhauses Stuttgart als Ort des Austauschs sowie der künstlerischen Produktion und sie bildet darüberhinaus den Querschnitt der künstlerischen Vielfalt Stuttgarts ab.

Mit freundlicher Unterstützung der Landeshauptstadt Stuttgart

Jochen Detscher, Blejski Otok i (work in progress), 2022, Serigrafie auf Büttenkarton, Courtesy Jochen Detscher
2022 05.08.2022, 19:00 Uhr
Viertes Organ
Mitgliedschaft
Veranstaltung
05.08.2022, 19:00 Uhr

Am 5. August findet die nächste Sitzung des Vierten Organs statt (ausnahmsweise nicht am 04.).

Das Treffen wird unter das Thema der Selbstorganisation & Selbstermächtigung gestellt. Dazu wurde die Gewerkschaft FAU eingeladen.

 

Es wird einen kurzen Impuls von FAU geben und dann in eine gemeinsame Diskussion münden. Fragen, die beim letzten Treffen aufkamen, sind etwa:
– Wie kann alltägliche Mitgliederarbeit gestaltet werden?
– Wie kristallisieren sich Notwendigkeiten innerhalb einer heterogenen Mitgliedschaft?
– Wie kommunizieren wir innerhalb der Mitgliedschaft?
– Welche Gewerkschaft brauchen Künstler*innen?

 

Das Treffen wird im 4. Stock des Künstlerhauses in der Ausstellung von Anike Joyce Sadiq stattfinden. Alternativ kann man via Zoom teilnehmen:

 

https://us02web.zoom.us/j/89350887912?pwd=cjdPb0w0NkcxT1RZdWFCSjVrQ2RqQT09

 

Meeting-ID: 893 5088 7912

Kenncode: 586555

 

 

 

 

 

2022 23.07.–25.07.2022
D.O.G.G.
Lennart Cleemann
Ateliers
23.07.–25.07.2022
Eröffnung:
Fr, 22.07.2022
19:00 Uhr
Kuratiert von:
Ein Projekt des Atelierstipendiaten Lennart Cleemann

Ich lade euch ein
kommet und trinket sommerlich
seit mit mir, in mir, mit euch um mich
eine Palme aus Plastik spendet Trost.
ein Streben nach Freude am Boden mit Wasser laufend
keine grünen wiesen aber
juicy j lemons mojito colada banana pie
squeezed
ich warte, ich mache in der Hängematte, mit Aussicht träumend
Freunde kommet
Freunde kommet
woof
wo?
off

 

Besuch auf Anfrage bis 25. Juli

 

 

2022 14.07.2022
Open Call: Ausstellung im Stuttgarter Rathaus
News
14.07.2022

Nach zweijähriger coronabedingter Zwangspause wird in diesem Jahr endlich wieder eine Ausstellung im Stuttgarter Rathaus stattfinden. Zu dieser laden wir via Open Call unsere Mitglieder ein, sich zu beteiligen und Arbeiten zum diesjährigen Thema – INSEL – einzureichen.

 

Alle Künstler:innen, die an dem Open Call teilnehmen möchten, sind aufgefordert, Fotos ihrer Arbeiten (max. 2 einzureichende Arbeiten pro Künstler:in) mit allen Werkangaben (Material, Maße) bis spätestens 14. August 2022 an info@kuenstlerhaus.de zu senden.

Dreidimensionale oder ungerahmte Arbeiten können bei der Ausstellung leider nicht berücksichtigt werden, da die räumlichen Gegebenheiten im Rathaus dies nicht zulassen.

Auch in diesem Jahr wird die Ausstellung kuratiert, d.h. nach Einreichung aller Vorschläge wird eine Auswahl der Arbeiten vorgenommen, die in der Ausstellung gezeigt werden.
Alle Künstler:innen werden bis 21. August über die Entscheidung informiert.

 

Ausstellungsdauer: 02. bis 30. September 2022
Eröffnung: 01. September 2022

Aufbau: 31. August 2022
Abbau: 01. Oktober 2022

 

Deadline Einreichung (Fotos via E-Mail): 14. August 2022
Jurierung: bis 21. August 2022
Abgabe der Arbeiten im Künstlerhaus: 29. und 30. August 2022

 

 

Rückfragen zum Open Call sind telefonisch unter 0711 617 652 sowie via E-mail unter info@kuenstlerhaus.de möglich.

2022 04.07.2022, 19:00 Uhr
Viertes Organ
Mitgliedschaft
Veranstaltung
04.07.2022, 19:00 Uhr

Liebe Mitglieder & Interessierte,

 

Am Montag, den 4. Juli um 19 Uhr findet das nächste Treffen des Vierten Organs in der aktuellen Ausstellung von Anike Joyce Sadiq statt. Es ist auch möglich über Zoom unter folgendem Link teilzunehmen:

 

https://us02web.zoom.us/j/81123451307?pwd=KAlucISk57VoQxb5p1jeXBsltyGhp8.1

Meeting-ID: 811 2345 1307

Kenncode: 221271

 

Beim letzten Mal hat uns Anike Joyce Sadiq durch die Entwicklung ihres Fragebogens, der an alle Mitglieder versendet wurde, geführt und wir haben uns mit der Möglichkeit beschäftigt, die Einladung an das Vierte Organ in die Ausstellung als Katalysator für ein kleines Programm des Vierten Organs selbst zu nutzen. Dieses Thema wollen wir nochmal aufgreifen und außerdem in Vorbereitung auf die Klausurtagung des Beirates und Vorstandes, gerne über das Künstlerhaus im Gesamten sprechen. Was läuft gut? Wo gibt es Raum für Verbesserung? Was sollen wir in die Klausurtagung einbringen? Welche Themen dürfen nicht vergessen werden?

 

 

2022 15.06.2022, 19:20 Uhr
Intervention THEORIE THEORIE
Alba Frenzel
Ateliers
Veranstaltung
15.06.2022, 19:20 Uhr

Intervention THEORIE THEORIE

 

Mittwoch, 15. Juni 2022

Donnerstag, 16. Juni 2022

Sonntag, 19. Juni 2022

 

Der Besuch ist möglich von jeweils 19:20 bis 22:00 Uhr.

 

Künstlerhaus Stuttgart, 3. OG, Atelier Nr. 6
Reuchlinstraße 4b, 70178 Stuttgart

 

2022 14.06.2022, 19:00 Uhr
Dienstags-Werkstatt XV
Christian Diaz Orejarena
Gespräch
Performance
Veranstaltung
14.06.2022, 19:00 Uhr

Zu unserer 15. Dienstags-Werkstatt laden wir Christian Diaz Orejarena ein.

 

Dienstag, 14. Juni 2022, 19 Uhr

 

Ein Comic, der sich mit der deutschen Kolonialgeschichte in Kolumbien beschäftigt. Im Rahmen eines Stipendiums bewegt sich Christian Diaz Orejarena auf den sogenannten »Lengerke Wegen« im Nordosten Kolumbiens, die von einem deutschen Unternehmer im 19. Jahrhundert angelegt wurden. Dort stößt er auf Heldengeschichten über skrupellose Kaufleute, Mythen und Geschichten rund um Ausbeutung und Größenwahn und wirtschaftliche Mechanismen, die sich bis heute fortsetzen. Auf verschlungenen Pfaden, Wegen und Gedanken folgen wir der Familiengeschichte des Autors, treffen auf aufklärerische Karnevalsmasken, den zum Leben erwachten Walking Man aus München und indigene Widerständler:innen.

 

Experimentell, lustig und abgedreht nähert sich Christian Diaz Orejarena in Otras Rayas – Andere Linien einem Thema an, das im deutschsprachigen Raum noch nicht viel Beachtung erfahren hat und das, obwohl es sehr enge Verbindungen nicht nur zwischen Kolumbien und Kaufleuten aus den hiesigen Hansestädten gab.

 

Infos zum Buch OTRAS RAYAS – ANDERE LINIEN https://christiandiaz.net/otraraya/index.html

https://thegoldenpress.org/produkt/otras-rayas%E2%80%89-%E2%80%89andere-linien/

 

Teaser der Performance: https://vimeo.com/662773781?embedded=true&source=vimeo_logo&owner=497281

 

Christian Diaz Orejarena, in München geboren und aufgewachsen, studierte in Berlin und Wien Konzept- und Medienkunst. Er arbeitet an recherchebasierten und interdisziplinären Projekten, die oft in kollektivem Zusammenhang entstehen. In seiner künstlerischen Arbeit erzählt er selbstironische und persönliche Geschichten über seine postmigrantische Biografie und konstruiert darüber einen dokufiktiven Blick auf sozio-politische, ökonomische und ästhetische Verbindungen zwischen Kolumbien und Deutschland. Den eigenen Wahnsinn vor Augen, hält er durch seine künstlerische Praxis der Gesellschaft den Spiegel vor die Nase und baut Zeichnungen, Videos und Aktionen ins Leben zurück, die von unangepassten Dingen, widerständigen Menschen und antikolonialen Traumwesen berichten. Seit er mit dem Kollektiv rampe:aktion zusammen arbeitet, motiviert er auch andere sich mittels Zeichnung, Film und Poesie eine undisziplinierte Welt zu erkämpfen.

 

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Dienstags-Werkstatt

Mit der Dienstags-Werkstatt lädt das Künstlerhaus Künstler:innen oder Kollektive ein, über ihre Arbeitsweisen, Hintergründe und Vorgehensweisen zu sprechen. Wir wollen eine Plattform etablieren, in der sich intensiver zur künstlerischen Praxis ausgetauscht wird und uns so vernetzen, solidarisieren und gegenseitig stärken.

Die Reihe richtet sich an alle Mitglieder des Künstlerhaus Stuttgart, an Künstler:innen aus Stuttgart und Umgebung, oder auf der Durchreise, an alle Kunstvermittler:innen, Kurator:innen, Kulturschaffende usw. und ist offen für alle!

Christian Diaz Orejarena, OTRAS RAYAS - ANDERE LINIEN, Courtesy Christian Diaz Orejarena
Christian Diaz Orejarena, OTRAS RAYAS - ANDERE LINIEN, Courtesy Christian Diaz Orejarena
2022 04.06.2022, 19:00 Uhr
Viertes Organ
Veranstaltung
04.06.2022, 19:00 Uhr

Am Samstag, den 4. Juni um 19 Uhr findet die nächste Sitzung des Vierten Organs in der aktuellen Ausstellung “Mit Glück hat es nichts zu tun” von Anike Joyce Sadiq statt.

 

Es ist auch möglich über Zoom unter folgendem Link teilzunehmen:

 

https://us02web.zoom.us/j/82690585857?pwd=MHJxUmo2UE5BcUNnYzFRL2VBSFdXZz09

 

Meeting-ID: 826 9058 5857
Kenncode: 236881

 

Wir wollen uns bei diesem Treffen mit zwei Themen beschäftigen:
– zum einen mit der Umfrage von Anike Joyce Sadiq, die sie Ende letzte Woche an alle Mitglieder verschickt hat
– zum anderen wollen wir mögliche Formate & Veranstaltungen diskutieren, die während der Ausstellung stattfinden können

2022 22.05.2022, 11:00 Uhr
1000 X Leuchtend / TAUSENDSCHÖN
Veranstaltung
22.05.2022, 11:00 Uhr

Die Stuttgarter Künstler:innen Kerstin Schaefer und Christa Munkert – die als FUKS Freie Unabhängige Künstlerinnen Stuttgart seit 2010 kollaborative und partzipative Installationen und Aktionen im öffentlichen Raum durchführen in unterschiedlichsten Konstellationen mit Künstlerkolleg:innen und Publikum – an Kunstorten oder in neuen, aufregenden Spaces…sind am Sonntag, dem 22. Mai 2022 von 11-16:00 Uhr im KÜNSTLERHAUS STUTTGART zu Gast.

 

Im Rahmen des inklusiven Kulturfestivals „FUNKELN inklusive“ realisieren Sie gemeinsam mit dem Stuttgarter Künstler Kurt Grunow und den Gästen Ihre Malerei-Lichtskulptur 1000 X LEUCHTEN/ TAUSENDSCHÖN. Dabei werden auf durchsichtigen Materialien Bilder gemalt, welche zu einer transluzenten Rauminstallation zusammengefügt werden.

Mehr Infos unter www.fuksweb.blogspot.com

 

 

Ein Video des Projekts findet man hier

 

Foto: Christa Gipser
Foto: Christa Gipser
Foto: Christa Gipser
Foto: Christa Gipser
"Introducing Magischer Realismus" (Detail), Kerstin Schaefer aus der Ausstellung FUKS: Neue Kunst im Alten Schloss 2020, Landesmuseum Württemberg, Stuttgart
2022 21.05.–09.10.2022
Mit Glück hat es nichts zu tun
Anike Joyce Sadiq
Ausstellung
21.05.–09.10.2022
Eröffnung:
Sa, 21.05.2022
19:00 Uhr

Die Arbeit von Anike Joyce Sadiq überprüft immer wieder, in welchem Ausmaß soziale Dynamiken, Intersektionalität und Perspektiven der Differenz innerhalb von institutionellen Strukturen verhandelt werden. Sadiqs Ausstellungsprojekte schaffen häufig szenografische Räume mit installativen Arbeiten, die ein sozial-situatives Bewusstsein für die unmittelbaren institutionellen Zusammenhänge aktivieren. Die Künstlerin entwickelt Mechanismen und Plattformen, die die Aufmerksamkeit der Besucher*innen auf die jeweilige soziale Umgebung mit ihren Menschen, deren Verhalten und den Interaktionen zwischen ihnen lenken. Sadiq interessiert dabei, wie sich an diesen Orten künstlerischer Produktion und Rezeption interaktive, divergierende und konvergierende gelebte Beziehungen entwickeln. Die von Sadiq geschaffenen szenografischen Räume ringen dabei mit grundlegenden Herausforderungen sozialer Verbundenheit, indem sie beispielsweise anerkennen, dass Offenlegung und Austausch zwar Ziele von Kunstinstitutionen sind, aber innerhalb von institutionellen Strukturen angegangen werden, die diese Ziele allzu häufig unterlaufen. Sadiq prägt den Planungs- und Konstruktionsprozess sowie die Nutzung der von ihr in Institutionen geschaffenen Räume und nimmt in der Kommunikation mit Vertreter*innen und eingeladenen Partner*innen der gastgebenden Institutionen manchmal die aktive Rolle einer Mediatorin ein. Sie arbeitet als Gesprächspartnerin, die andere Gesprächspartner*innen sucht und Verbündete einlädt, um die Abhängigkeiten, Gegenseitigkeiten, Unterschiede und Hierarchien innerhalb der Institutionen, in denen sie arbeitet, zu untersuchen. Indem sie diese höchst riskante Rolle der internen Mediation während des Produktionsprozesses ihrer eigenen Ausstellungsprojekte einnimmt, besetzt sie eine Position kritischer Ambåivalenz, die anerkennt, dass und wie Institutionen, deren Intention es ist, öffentlich zugängliche und ermöglichende Orte zu sein, intern fast immer mit Aufschiebungen und Verhinderungen operieren.

 

Anike Joyce Sadiqs erste große Einzelausstellung in Stuttgart Mit Glück hat es nichts zu tun zeigt neue Arbeiten, die die Untersuchungen der Künstlerin von komplexen sozialen Dynamiken mit Hilfe vermittelter Räume fortsetzen, die die Wahrnehmung von Unterschieden ins Zentrum stellen. Sadiqs Ausstellung am Künstlerhaus Stuttgart umfasst mehrere miteinander verbundene und innerhalb einer raumgreifenden Installation gezeigte Arbeiten. Sadiq hat einen Fragebogen entwickelt, der sich an alle Vereinsmitglieder des Künstlerhaus Stuttgart richtet. Der Multiple-Choice-Fragebogen selbst sowie die Antworten sind in den Ausstellungsräumen zu sehen. Über die Ausstellung der Künstlerin in Stuttgart hinaus werden der Fragebogen und die Umfrageergebnisse zudem dauerhaft auf einer öffentlich zugänglichen Online-Plattform aufbewahrt. Außerdem verteilt Sadiq den Fragebogen an weitere Kunstinstitutionen weltweit und aktualisiert die Spracheinstellungen sowie weitere Features der Webseite, um die Zugänglichkeit der Plattform auch im Laufe ihrer Weiterverbreitung zu garantieren. Während der Fragebogen den Status Quo der demografischen Zusammensetzung des Künstlerhaus Stuttgart unter anderem anhand der Verhältnisse von „Rasse“, Klasse und sozialer Herkunft sowie Geschlecht widerspiegelt, hat Sadiq eine raumgreifende Installation geschaffen, innerhalb der kritisch-reflexive Diskussionen über das Zukunftspotenzial der Institution entstehen können. Zu diesem Zweck hat Sadiq ein Gerüstsystem umfunktioniert, das mögliche Beziehungen und bedingende Infrastrukturen hervorhebt. Vor diesem Hintergrund hat Sadiq die halb-autonome, mit dem Künstlerhaus Stuttgart assoziierte Plattform Viertes Organ dazu eingeladen, ihre monatlichen Treffen innerhalb dieser umfassenden Struktur abzuhalten. Seit der Gründung der Plattform im Jahr 2020 zu Beginn der Pandemie und der jüngsten Bewegungen für soziale Gerechtigkeit, hat Sadiq regelmäßig an den Treffen des Vierten Organs teilgenommen. Das Vierte Organ soll einen offenen inklusiven Zwischenraum innerhalb des Künstlerhaus Stuttgart schaffen, in dem Individuen oder Gruppen ihre Interessen bezüglich der Institution äußern können. Das Vierte Organ ist jedoch nicht nur ein Raum dafür, offene Vorschläge zu formulieren oder eine Politik des Protests zu leben. Die monatlichen Treffen dienen vielmehr einem sehr spezifischen Zweck, nämlich der Entwicklung formaler Anträge, über die während der jährlichen Mitgliederversammlung abgestimmt wird. Sadiq zufolge entspricht die Porosität des Vierten Organs ihren eigenen künstlerischen Interessen, kontroversen sozialen Dynamiken und sich widersprechenden Positionen innerhalb von Kunstinstitutionen einen Raum zu geben. Weil Vorstands-, Verwaltungs-, Vereins- und Nicht-Mitglieder gleichermaßen an den Treffen des Vierten Organs teilnehmen können, stellen die während der Treffen gegenwärtigen Autoritätsdynamiken die Sicherheit und Diskretion dieser Treffen auf die Probe. Die abschließende Arbeit in Sadiqs Ausstellung ist der Text eines Interviews, das die Künstlerin mit der Schriftstellerin Andrea Scrima geführt hat, und das ihre Arbeitserfahrungen in und mit Kunstinstitutionen reflektiert. Ein besonderer fallstudienähnlicher Fokus liegt dabei auf der Villa Romana, einer deutschen Kunstinstitution, die ein Residenzprogramm in Florenz, Italien, sowie ein dazugehöriges Ausstellungs- und öffentliches Begleitprogramm organisiert. Sadiqs und Scrimas äußerst offener, in der ersten Person erzählter Bericht belegt dabei ihre erfahrungsbasierte Erforschung institutioneller Verhaltensweisen allgemein, und zoomt gleichzeitig in die besonders belasteten sozio-ökonomischen Bedingungen und Gegebenheiten der Villa Romana hinein.

 

 

 

 

Veranstaltungstermine:

 

21.05.2022 (20 Uhr)

Ortsspezifische Sound-Performance von Judith Hamann in der Ausstellungsinstallation

 

10.06.2022 (18.30 Uhr)

Diskussion mit Anike Joyce Sadiq, Simone Frangi, Justin Randolph Thompson, Lucrezia Cipitelli, Alessandra Ferrini und Andrea Scrima in der Villa Romana, in Florenz, Italien

 

04.06. & 04.07. & 04.08. (19 Uhr) & 04.09. (14-18 Uhr)

Viertes Organ Treffen: Offen für alle Mitglieder und jene, die es vielleicht werden möchten. Für Initiativen, Kritik und Visionen, ein Diskursraum zwischen künstlerischer und institutioneller Praxis.

 

19.06.2022 (15 Uhr)

Öffentliche Ausstellungsführung im Künstlerhaus Stuttgart mit Eric Golo Stone, Künstlerischer Leiter des Künstlerhaus Stuttgart

 

Mi/Do/Fr/Sa/So (12-18 Uhr)

Künstlerhaus Vermittler*innen führen öffentliche Diskussionen in der Ausstellung

 

 

 

 

 

 

[1] Entsprechend der Struktur eines Kunstvereins fußen auch die Strukturen des Künstlerhaus Stuttgart auf den rechtlichen und ökonomischen Grundlagen des deutschen Vereinsrechts. Das Künstlerhaus Stuttgart zählt aktuell über 500 Mitglieder.

 

[2] Für jede einzelne in der Ausstellung gezeigte Arbeit setzt sich Sadiq mit der komplexen chaotischen Arbeit des Analysierens, der Verkörperung und der Durchsetzung institutioneller Strukturen aus- einander. Die mit Institutionsanalyse und -kritik verbundene Arbeit wird häufig damit abgetan, von der jeweiligen Institution eingenommen und neutralisiert zu werden, doch diese abschätzige Darstellung institutioneller Arbeit wird der nicht sichtbaren, von Künstler*innen und ihren Kolla- borateur*innen hart erkämpften Mühen und Ergebnisse nicht gerecht. Es darf nicht vergessen werden, dass es bei der Konfrontation institutioneller Strukturen durch künstlerische Positionen reale Grenzen gibt, wenn zum Beispiel künstlerische Projekte abgesagt oder die Vertreter*innen der Institution, die mit den Künstler*innen zusammenarbeiten, entlassen werden.

 

 

 

 

Mit Glück hat es nichts zu tun im Künstlerhaus Stuttgart wurde in Zusammenarbeit mit Anike Joyce Sadiqs gleichzeitiger Präsentation ihrer Arbeiten “You never Look at Me from the Place form which I See You” (2015), “Papierstück” (2014) und “Berührung” (2008) in der ständigen Sammlung des Kunstmuseum Stuttgart organisiert.

 

Realisiert mit öffentlichen Geldern der Stadt Stuttgart

 

Mit großzügiger Unterstützung der Stiftung Kunstfonds

 

In Zusammenarbeit mit der Akademie Schloss Solitude

Foto: Aline Xavier Mineiro, 2022
Anike Joyce Sadiq, Ausstellungsansicht, 2022, Foto: Frank Kleinbach
Anike Joyce Sadiq, Ausstellungsansicht, 2022, Foto: Frank Kleinbach
Anike Joyce Sadiq, Ausstellungsansicht, 2022, Foto: Frank Kleinbach
Anike Joyce Sadiq, Ausstellungsansicht, 2022, Foto: Frank Kleinbach
Anike Joyce Sadiq, Ausstellungsansicht, 2022, Foto: Frank Kleinbach
Anike Joyce Sadiq, Ausstellungsansicht, 2022, Foto: Frank Kleinbach
Anike Joyce Sadiq, Ausstellungsansicht, 2022, Foto: Frank Kleinbach
Anike Joyce Sadiq, Ausstellungsansicht, 2022, Foto: Frank Kleinbach
Anike Joyce Sadiq, Ausstellungsansicht, 2022, Foto: Frank Kleinbach
Anike Joyce Sadiq, Ausstellungsansicht, 2022, Foto: Frank Kleinbach
Anike Joyce Sadiq, Ausstellungsansicht, 2022, Foto: Frank Kleinbach
Anike Joyce Sadiq, Ausstellungsansicht, 2022, Foto: Frank Kleinbach
2022 21.05.–09.10.2022
Declined Declinations
Bea Schlingelhoff
Ausstellung
21.05.–09.10.2022
Eröffnung:
Sa, 21.05.2022
19:00 Uhr

In den letzten zehn Jahren ist Bea Schlingelhoff vor allem aufgrund ihrer situationsspezifischen Ausstellungsprojekte bekannt geworden, die sie als Reaktion auf die spezifischen sozialen Gegebenheiten vor Ort produziert und damit die Fähigkeit der jeweiligen Institution auf die Probe stellt, sich zu exponieren. Schlingelhoffs Ausstellungen initiieren oder beschleunigen dabei einen internen Reflexionsprozess des Aufdeckens, Enthüllens und Reparierens historischer Traumata, die im unmittelbaren Kontext der ausstellenden und sie beauftragenden Institution gegenwärtig sind. Indem Schlingelhoff ihrerseits die Vertreter*innen der Institution mit dieser hinter-den-Kulissen-Arbeit des konfrontativen Exponierens und Schaffens ausgleichender Gerechtigkeit beauftragt, bezieht sie selbst künstlerische Position — es ist ein Weg, wie sie als Künstlerin mit Kurzzeit-Honorarvertrag eine sichere Distanz zu den zutiefst unsicheren sozialen Gegebenheiten zu wahren sucht, die sich in allen Institutionen und vor allem in denjenigen Institutionen wiederfinden, die sich im Wandel befinden und vorgeben, sich für strukturelle Veränderungen einzusetzen. Davon ausgehend, dass das Aufwühlen des belasteten Gedächtnisses und Erbes der Institution und damit auch ihrer Identität eine reale Gefahr in sich birgt, fordert Schlingelhoff Vertreter*innen der Institution dazu auf, sich diesem Stresstest zu unterziehen. Auf diese Weise vermessen die Ausstellungen der Künstlerin konsequent institutionelle Verantwortung, indem sie danach fragen, welche Befugnis und Kapazität Vertreter*innen einer erschütternden Institution haben, sie in deren Namen zu verantworten.

 

Die Ausstellung Declined Declinations von Bea Schlingelhoff schlägt eine rechtliche Änderung des Institutionsnamens „Künstlerhaus Stuttgart“ vor. Im Verlauf eines mehrmonatigen Prozesses, der im Juli 2020 mit einem ersten Besuch vor Ort begann, hat die Künstlerin Anträge zur Änderung des im generischen Maskulinum formulierten und nicht gegenderten Namens des Hauses — „Künstlerhaus“ — sowie der in der Satzung verwendeten Sprache, die diese geschlechtsspezifische Tendenz ihrerseits widerspiegelt, vorbereitet und eingereicht. Das Künstlerhaus Stuttgart wurde 1978 als Ort gegründet, in dessen Räumlichkeiten Künstler*innen arbeiten und gleichzeitig die ortsspezifischen Produktionsbedingungen diskutieren, weiterentwickeln und neu definieren. Sein institutioneller Zusammenhang ist strukturell dafür ausgestattet, seine Verwaltungsstrukturen und politische Gestaltung aus der Perspektive von Kunstschaffenden neu zu bewerten. Der Institutionsname verkörpert dabei diesen Fokus auf vor Ort arbeitende Künstler*innen, die nicht außerhalb der Institution stehen, sondern Teil von ihr sind. Im deutschsprachigen Raum ist Künstlerhaus als kategorischer Name von Kunstinstitutionen, die Künstler*innen Produktionsstätten zur Verfügung stellen und Residenz-Programme anbieten, weit verbreitet und beispielsweise auch im Künstlerhaus Bremen, Künstlerhaus Dortmund, Künstlerhaus Bethanien usw. zu finden. Entsprechend der Struktur eines Kunstvereins fußen auch die Strukturen des Künstlerhaus Stuttgart auf den rechtlichen und ökonomischen Grundlagen des deutschen Vereinsrechts. Seine Satzung legt zudem das Wahlrecht der Vereinsmitglieder bei der Verwaltung der Institution fest. Die Mitglieder des Künstlerhaus Stuttgart sind mit großer Mehrheit Künstler*innen, die den erforderlichen jährlichen Mitgliedsbeitrag in Höhe von 25 Euro bezahlen. Abseits dieses jährlichen Mitgliedsbeitrags gibt es keinerlei weiteren Bedingungen für eine Mitgliedschaft. Unmittelbar nachdem eine Person die Mitgliedschaft erworben hat, kann sie Anträge einreichen, über die die Mitglieder abstimmen. Diese Abstimmungen der Mitglieder des Künstlerhaus Stuttgart erfolgen während der Mitgliederversammlung — ein gesetzlich vorgeschriebenes Organ. Jeder Verein muss entsprechend der in seiner Satzung festgelegten Abstände eine (Jahres-)Mitgliederversammlung abhalten. Während dieser Versammlung können die Mitglieder den Vorstand wählen, über Beschlüsse entscheiden und über Satzungsänderungen abstimmen. Folglich besetzen Künstler*innen Positionen, die die institutionellen Verwaltungsstrukturen eng mit den unmittelbaren Produktionsbedingungen am Künstlerhaus Stuttgart verknüpfen. Künstlerische Positionen und künstlerische Kriterien — im Gegensatz zu rein bürokratischen Positionen und technokratischen Kriterien — sind damit zentral für die administrative Arbeit der strukturellen Verwaltung. Und indem Künstler*innen Hauptakteur*innen im Zuge von Verwaltungsentscheidungen sind, fordert das Künstlerhaus Stuttgart die gängige Erwartung heraus, künstlerische Arbeit solle lediglich inhaltlicher Natur sein.

 

2021 wurde Schlingelhoff Mitglied des Künstlerhaus Stuttgart und reichte zwei formale Anträge ein, über die im November desselben Jahres bei der Mitgliederversammlung abgestimmt wurde. Im ersten Antrag wurde eine Namensänderung von Künstlerhaus Stuttgart zu Künstlerinnenhaus Stuttgart gefordert. Dieser Antrag wurde mit 10 Dafür-Stimmen, 15 Gegenstimmen und 8 Enthaltungen abgelehnt. Im zweiten Antrag wurde gefordert, jegliche Verwendung des generischen Maskulinums in der Satzung in generisches Femininum zu ändern. Dieser Antrag wurde mit 7 Dafür-Stimmen, 19 Gegenstimmen und 4 Enthaltungen abgelehnt. Es gab drei gemeinhin genannte Gründe für die Ablehnung, die Schlingelhoff von weiteren Mitgliedern und anderen Vertreter*innen der Institution kommuniziert wurden. Zunächst hätten die Mitglieder und Verwaltung der Institution mehr Zeit benötigt, um sich mit den mit der Namensänderung zusammenhängenden politischen Geboten und praktischen Implikationen vertraut zu machen, sich darüber zu informieren und einzulesen. Weiter wurde angemerkt, Schlingelhoffs Namensänderungsvorschlag sei reduktiv gewesen, weil nur ein Mitglied eine einzige Namensoption vorgeschlagen habe (dieses Argument wurde zum Teil dahingehend ausgeführt, dass ein*e Künstler*in, die gerade erst Mitglied der Institution geworden sei, keine strukturellen Veränderungen vorschlagen und diese gleichzeitig als Material für eine Ausstellung der eigenen Arbeit verwenden solle). Schließlich wurde gesagt, eine Änderung des Institutionsnamens sowie der in der Satzung verwendeten Sprache sei im Zusammenhang mit geschlechterpolitischen Debatten und der allgemeinen politischen Lage eine verhältnismäßig triviale Angelegenheit.

 

Für Schlingelhoff war die Antwort auf letzteres Argument bezüglich der verhältnismäßigen Trivialität von Sprache offensichtlich. Gesellschaftliche Strukturen hängen notwendigerweise mit denen der Sprache zusammen. Die durch Sprache hervorgerufenen Verzerrungen und Ausklammerungen werden ab dem frühsten Alter über den Verlauf des Lebens kontinuierlich jeden Tag geprägt und internalisiert. Den geschlechtsspezifischen und rassifizierten Charakter vieler Sprachregeln zu enthüllen und die bei der Analyse des Sprachgebrauchs gängigen Normen aus feministischer Perspektive aufzurütteln, hat sich in diesem Zusammenhang als äußerst wichtig erwiesen. Die verschiedenen Argumente zur Beibehaltung maskuliner oder generischer Formen und Formulierungen sind unterdessen detailliert dokumentiert, erläutert und analysiert worden.[1] Zudem steckt in der vehementen Ablehnung einer für trivial befunden Sache ein merkwürdiger Widerspruch. Als Reaktion auf die anderen vorgebrachten Argumente hat Schlingelhoff neue Anträge vorbereitet und eingereicht, über die bei der Mitgliederversammlung im März 2022 abgestimmt werden sollte. Schlingelhoff reichte neun Anträge ein, die je eine Option für einen Institutionsnamen beinhalteten. Diese neun Namensvorschläge stammten aus öffentlich zugänglichen deutschsprachigen Veröffentlichungsrichtlinien zur gendergerechten Formulierung des Ausdrucks „Künstlerhaus“. Schlingelhoff wollte sichergehen, so viele Varianten wie möglich zu berücksichtigen und dabei nah bei den gängigsten Richtlinien für genderneutrale Sprache und Unterrichtsmaterialien zu Geschlechtervielfalt zu bleiben (in Deutschland gibt es bisher noch keine einheitliche Richtlinie zu genderneutralen Publikationsstandards). Die einzige Bedingung, die Schlingelhoff zugrunde legte, war, dass die Optionen geschlechterpolitischer Konfrontation nicht aus dem Weg gehen durften (was beispielsweise bei „Kunsthaus Stuttgart“ der Fall gewesen wäre). Die neun vorgeschlagenen Namen waren die folgenden: 1.) Künstlerinnenhaus (generisches Femininum), 2.) Künstler/-innenhaus (Schrägstrich mit Ergänzungsstrich), 3.) KünstlerInnenhaus (Binnen-I), 4.) Künstler:innenhaus (Doppelpunkt), 5.) Künstler*innenhaus (Genderstern), 6.) Künstler_innenhaus (Gendergap), 7.) Künstler•innenhaus (Mediopunkt), 8.) KünstlXhaus (X-Endung), 9.) Künstlerinnen- und Künstlerhaus (vollständige Beidnennung).[2] Während es keine abschließende oder feststehende Vereinbarung hierzu gibt, ist jede dieser unterschiedlichen in den Namensvorschlägen verwendeten typografischen Konventionen im deutschen Publikationskontext dafür anerkannt, den der deutschen Sprache inhärenten grammatikalischen Gender-Bias bewusst aufzubrechen.[3]

 

Am 17. März dieses Jahres — 2022 — standen die neun Anträge und die 15 neun begleitenden Anträge zur Änderung der in der Satzung verwendeten Sprache entsprechend der mit den Anträgen unterbreiteten Namensvorschläge während der Mitgliederversammlung zur Wahl. Diese Anträge waren mehrere Wochen vor der Mitgliederversammlung eingereicht worden, damit sie fristgerecht zwei Wochen vor der Mitgliederversammlung an alle Mitglieder verschickt werden konnten. Zuvor waren bereits vorbereitende Treffen organisiert worden, um den Mitgliedern eine Möglichkeit anzubieten, über die Änderung des Institutionsnamens und die Satzungsänderung zu diskutieren. Darüber hinaus hat Schlingelhoff am Vortag der Mitgliederversammlung eine Informationsveranstaltung für die Mitglieder abgehalten. Am Tag der Mitgliederversammlung, unmittelbar vor der Abstimmung über die neun Änderungsanträge, machte ein Mitglied von dem Recht Gebrauch, einen außerordentlichen Antrag ohne vorherige Ankündigung zu stellen — ein Ordnungspunkt, der nicht entsprechend der sonst für die Zulassung 30 von Anträgen auf die Agenda der Mitgliederversammlung erforderlichen Prozesse mehrere Wochen zuvor eingereicht werden musste. Dieses Mitglied stellte folgende Frage zur Abstimmung: „Soll die Abstimmung über die Anträge zur Satzungsänderung zur Änderung des Institutions- namens Künstlerhaus Stuttgart heute stattfinden?“ Das Wahlergebnis zu diesem von dem Mitglied eingebrachten Ordnungspunkt lautete wie folgt: 15 Dafür-Stimmen, 26 Gegenstimmen und 5 Enthaltungen.[4] Als Konsequenz aus dieser unvorhergesehenen Verhinderung der Abstimmung über die neun Anträge zur Änderung des Institutionsnamens zog Schlingelhoff die neun Anträge zur entsprechenden Satzungsänderung zurück. Es ist erwähnenswert, dass die Beanspruchung des eigenen Rechts, um schon das Stattfinden einer geplanten Wahl zu verhindern, eine langewährende Tradition in der Geschichte der Unterdrückung hat.

 

 

 

Veranstaltungstermine:

 

19.06.2022 (15 Uhr)

Öffentliche Ausstellungsführung im Künstlerhaus Stuttgart mit Eric Golo Stone, Künstlerischer Leiter des Künstlerhaus Stuttgart

 

Mi/Do/Fr/Sa/So (12-18 Uhr)

Künstlerhaus Vermittler*innen führen öffentliche Diskussionen in der Ausstellung

 

 

 

 

 

 

[1] Frauenfeindlichkeit, die sich bewusst und unbewusst gegen Sprachbewegungen richtet und diese verhöhnt, besteht bereits seit Jahrhunderten. Ihr unterliegende Argumente wurden detailliert analysiert und lassen sich wie folgt unterteilen: „(1) ‚kulturell übergreifende‘ Argumente, Argumente wie (2) ‚Sprache ist eine triviale Angelegenheit‘, (3) ‚Meinungsfreiheit / ungerechtfertigter Zwang‘, (4) ‚Es gibt keine sexistische Sprache‘, (5) ‚Begriffsetymologie‘, (6) ‚Autoritätshörigkeit‘, (7) ‚Veränderung ist zu schwierig, ungelegen, unpraktisch oder was auch immer‘, und (8) ‚Das würde die historische Authentizität und literarische Arbeit zerstören‘.“ Obwohl sie so eine „triviale Angelegenheit” darstellen, haben die Bemühungen gegen Sprach-Bias sowohl von der Wissenschaft als auch medial erstaunlich viel Aufmerksamkeit erhalten und unverhältnismäßig viel Widerstand gegenüber Veränderung erfahren. Maija S. Blaubergs, „An analysis of classic arguments against changing sexist language“, [Eine Analyse klassischer Argumente gegen die Veränderung sexistischer Sprache] Women‘s Studies International Quarterly, Vol. 3(2–3), 1980, S. 135–147.

 

[2] Schlingelhoffs Ausstellungsprojekt knüpft damit an die langjährigen und anhaltenden Diskussionen über die Mängel der deutschen Sprache bezüglich Geschlechterpolitik und Identität an. Die Ausbildung von Identitäten und die Entwicklung einer Sprache, mit der diese Identitäten vollständig anerkannt werden, sind ein wichtiger Prozess, der nicht fixiert ist und sich weiterentwickelt. Angesichts dieses Prozesses und der damit zusammenhängenden Veränderungen ist es wichtig zu betonen, dass Schlingelhoff sich strikt gegen jegliches Projekt wendet, in dem sich als weiblich identifizierende Individuen oder Gruppen gegen gender-fluide oder nicht gender-konforme Individuen oder Gruppen ausgespielt werden. Diese Erfahrungen gegeneinander auszuspielen bedeutet, die Politik der Differenz zu neutralisieren und damit letztlich den patriarchalen Status Quo aufrechtzuerhalten.

 

[3] Im deutschsprachigen Raum existiert eine Vielzahl an Ressourcen zu typografischen Konventionen, genderneutraler Sprache und Publikationsrichtlinien sowie Unterrichtsmaterial zu Geschlechtervielfalt. Einige Beispiele sind: Steinhauer, Anja und Diewald, Gabriele, „Richtig gendern: Wie Sie angemessen und verständlich schreiben.“ Berlin: Bibliographisches Institut Duden (2017); Abbt, Christine und Kammasch, Tim, „Punkt, Punkt, Komma, Strich?: Geste, Gestalt und Bedeutung philosophischer Zeichensetzung“, Edition Moderne Postmoderne, Bielefeld (2009). Für englischsprachige Leser*innen gibt es folgendes Beispiel: Leue, Elisabeth (2000). „Gender And Language In Germany”, Debatte: Journal of Contemporary Central and Eastern Europe, 8 (2): 163–176. Selbstverständlich gibt es auch vergleichbare Forschung zu anderen Sprachen und Publikationskontexten. Der Begriff „Latinx“ wird verwendet, um die der spanischen Grammatik inhärente Binarität aufzubrechen (das genderneutrale Suffix -x ersetzt dabei die Endung -o oder -a des grammatikalischen Geschlechts von Latino und Latina im Spanischen).

 

[4] Dieser Ordnungspunkt und das Wahlergebnis (sowie alle numerischen Angaben zu den Mitgliederversammlungen, auf die in diesem Text verwiesen wird) sind dem offiziellen Versammlungsprotokoll entnommen. Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass die Protokolle aller in Deutschland eingetragenen Kunstvereine öffentlich zugänglich sind.

 

 

 

 

Realisiert mit öffentlichen Geldern der Stadt Stuttgart

 

Mit großzügiger Unterstützung der
Stiftung Kunstfonds NEUSTART KULTUR

Bea Schlingelhoff, Ausstellungsansicht, 2022, Foto: Frank Kleinbach
Bea Schlingelhoff, Ausstellungsansicht, 2022, Foto: Frank Kleinbach
Bea Schlingelhoff, Ausstellungsansicht, 2022, Foto: Frank Kleinbach
Bea Schlingelhoff, Ausstellungsansicht, 2022, Foto: Frank Kleinbach
Bea Schlingelhoff, Ausstellungsansicht, 2022, Foto: Frank Kleinbach
Bea Schlingelhoff, Ausstellungsansicht, 2022, Foto: Frank Kleinbach
Bea Schlingelhoff, Ausstellungsansicht, 2022, Foto: Frank Kleinbach
Bea Schlingelhoff, Ausstellungsansicht, 2022, Foto: Frank Kleinbach
Bea Schlingelhoff, Ausstellungsansicht, 2022, Foto: Frank Kleinbach
Bea Schlingelhoff, Ausstellungsansicht, 2022, Foto: Frank Kleinbach
Bea Schlingelhoff, Ausstellungsansicht, 2022, Foto: Frank Kleinbach
Bea Schlingelhoff, Ausstellungsansicht, 2022, Foto: Frank Kleinbach
Bea Schlingelhoff, Ausstellungsansicht, 2022, Foto: Frank Kleinbach
Bea Schlingelhoff, Ausstellungsansicht, 2022, Foto: Frank Kleinbach
2022 10.05.2022, 19:00 Uhr
Dienstags-Werkstatt XIV
Linienscharen
Veranstaltung
10.05.2022, 19:00 Uhr

Zu unserer 14. Dienstags-Werkstatt laden wir Linienscharen ein.

 

Dienstag, 10. Mai 2022, 19 Uhr

 

Die Veranstaltung wird im 3. Stock im Künstlerhaus stattfinden.

 

Linienscharen

wurde 2012 als Plattform für zeitgenössische Zeichnung in Stuttgart gegründet und bietet einen Rahmen für Austausch, Vorträge und Präsentationen. Dabei fungiert Linienscharen als ein offenes Forum für Künstler:innen aus Stuttgart und der Region, die sich in Ihrer Arbeit mit dem Thema Linie beschäftigen.

 

Im Rahmen der Dienstags-Werkstatt im Künstlerhaus möchten die Linienscharen zum einen auf vergangene Projekte blicken und auch denjenigen, die die Linienscharen noch nicht kennen, einen Einblick in die Aktivitäten der Plattform geben. Zum anderen werden die Linienscharen ihr aktuelles Vorhaben „How much can a pigeon carry?“ vorstellen, sowie die an dieser geplanten Ausstellungsreihe teilnehmende ukrainische Künstlerin Toma Safarova.

 

Im Anschluss wäre es schön, miteinander ins Gespräch zu kommen – über die künstlerische Arbeit, die aktuelle Kunstproduktion, die Entdeckungen, Rückbesinnungen, neue Anfänge …

Wir bitten alle Besucher:innen, zu diesem Abend 1-2 Originalarbeiten mitzubringen, eine Zeichnung, ein Skizzenbuch oder eine Äußerung in einem anderen Medium, die sich mit dem Thema der Linie beschäftigt.

 

 

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Dienstags-Werkstatt

Mit der Dienstags-Werkstatt lädt das Künstlerhaus Künstler:innen oder Kollektive ein, über ihre Arbeitsweisen, Hintergründe und Vorgehensweisen zu sprechen. Wir wollen eine Plattform etablieren, in der sich intensiver zur künstlerischen Praxis ausgetauscht wird und uns so vernetzen, solidarisieren und gegenseitig stärken.

Die Reihe richtet sich an alle Mitglieder des Künstlerhaus Stuttgart, an Künstler:innen aus Stuttgart und Umgebung, oder auf der Durchreise, an alle Kunstvermittler:innen, Kurator:innen, Kulturschaffende usw. und ist offen für alle!

visualisierter Briefverkehr, Stand. 17.05.2021, Anzahl der verschickten Zeichnungssendungen: 677
2022 06.05.–08.05.2022
How to protect your wedding cake
Lennart Cleemann, Lena Meinhardt, Sophia Sadzakov, Eva Dörr
Ateliers
Ausstellung
06.05.–08.05.2022
Eröfffnung:
Fr, 06.05.2022
18:00 Uhr
Ein Projekt der Atelierstipendiaten
Kuratiert von:
Lennart Cleemann, Lena Meinhardt, Sophia Sadzakov, Eva Dörr

Wählen Sie die Position der Kuchentheke nach der Sonneneinstrahlung aus. Sie sollten Ihren Kuchentisch nicht auf die Sonnenseite Ihres Zeltes stellen.

Wählen Sie eine hellere Farbe für Ihre Torte, vor allem, wenn sie bei heißem Wetter draußen stehen soll.

Verwenden Sie eine Glasabdeckung, wenn Ihre Torte in eine solche passt.

In Innenräumen sollte der Veranstaltungsort auf jeden Fall über eine ausreichende Klimaanlage verfügen.

Fragen Sie Ihren Kuchendesigner, ob er ein paar Faux Tiers einbauen kann.
Sprechen Sie mit Ihrem Tortengestalter und/oder Ihrem Hochzeitsplaner.

 

Lennart Cleemann, Lena Meinhardt, Sophia Sadzakov und Eva Dörr laden in der dreitägigen Ausstellung “How to protect your wedding cake” zum Flanieren ein – zu materiellem/haptischen, audio-visuellen Träumen. Sich vom Boden lösen, über den Wind, das Schaukeln, das Wiegenlied, über Utopie zur vermeintlich leichten Leere.

2022 04.05.2022, 19:00 Uhr
Viertes Organ
Veranstaltung
04.05.2022, 19:00 Uhr

 

 

Am 4. Mai 2022 um 19 Uhr treffen wir uns zur nächsten Sitzung des Vierten Organs. Dieses Mal findet das Treffen in der kommenden Ausstellung von Anike Joyce Sadiq statt. Es ist auch möglich über Zoom unter folgendem Link teilzunehmen:

 

https://us02web.zoom.us/j/82633972299?pwd=QmczZnpPUEkyNVo3Z1ByQ2FXbTkwUT09

 

Meeting-ID: 826 3397 2299

Kenncode: 757374

 

Anike Joyce Sadiq bietet in Ihrer Ausstellung dem Vierten Organ einen Ort des Zusammentreffens und Austauschs. Daher möchten wir bei diesem Treffen zusammen mit Anike diskutieren, was über die regulären Treffen des Vierten Organs hinaus während des Ausstellungszeitraums möglich ist und woran wir arbeiten möchten.

2022 26.04.2022, 19:00 Uhr
Dienstags-Werkstatt XIII
Matthias Megyeri
Gespräch
Veranstaltung
26.04.2022, 19:00 Uhr

Zu unserer 13. Dienstags-Werkstatt laden wir Matthias Megyeri ein.

 

Dienstag, 26. April 2022, 19 Uhr

Die Veranstaltung wird im 4. Stock im Künstlerhaus stattfinden.

 

Matthias Megyeri

war von 2010 bis 2013 Atelierstipendiat und 10 Jahre lang Mitglied des Beirats im Künstlerhaus.

Matthias Megyeri ist Künstler und Gestalter. Seinen Arbeiten liegt eine konzeptuelle Herangehensweise zugrunde, die darauf ausgerichtet ist, als Diskussionsbeitrag zu gesellschaftlich relevanten Themen verstanden zu werden — und auf diese einzuwirken.

Seit 2003 arbeitet er fortlaufend an einem künstlerischen Forschungsprojekt zum Thema Sicherheit im öffentlichen Raum. Über 140.000 Snapshots sind mittlerweile Teil seines „Living Archives“, mit dem er in seiner künstlerischen Praxis projektbezogen visuell denkt. Die psychologische Funktion von Objekten zu nutzen, ist eine der Strategien, mit dem es ihm gelingt, seine Werke im Alltag zu platzieren. Bei einem Kunst-am-Bau-Auftrag für den Hauptsitz einer Bank in Manhattan, ging es z.B. darum, dreihundert Straßenpoller zu entwerfen. Hierfür nutzte er den funktionalen Aspekt der Poller, um dabei gleichzeitig auf die Frage nach der Verhältnismäßigkeit von Sicherheitsmaßnahmen und deren psychologischen Wirkung zu verweisen.“

 

Matthias Megyeri hat ungarische Wurzeln und wurde 1973 in Stuttgart geboren. Er lebt und arbeitet seit seinem Stipendium an der Akademie Schloss Solitude 2008/09 hauptsächlich in Stuttgart.

 

www.matthiasmegyeri.net
Instagram: @matthiasmegyeri

 

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Dienstags-Werkstatt

Mit der Dienstags-Werkstatt lädt das Künstlerhaus Künstler:innen oder Kollektive ein, über ihre Arbeitsweisen, Hintergründe und Vorgehensweisen zu sprechen. Wir wollen eine Plattform etablieren, in der sich intensiver zur künstlerischen Praxis ausgetauscht wird und uns so vernetzen, solidarisieren und gegenseitig stärken.

Die Reihe richtet sich an alle Mitglieder des Künstlerhaus Stuttgart, an Künstler:innen aus Stuttgart und Umgebung, oder auf der Durchreise, an alle Kunstvermittler:innen, Kurator:innen, Kulturschaffende usw. und ist offen für alle!

Matthias Megyeri, Natural Habitat, aus dem „Living Archive“, London 2019
2022 04.04.2022, 19:00 Uhr
Viertes Organ
Veranstaltung
04.04.2022, 19:00 Uhr

Am 4. April um 19 Uhr findet die nächste Sitzung des Vierten Organs auf der Atelieretage (3. Stock) statt. Es ist auch möglich über Zoom unter folgendem Link teilzunehmen:

 

https://us02web.zoom.us/j/82521529290?pwd=enl4SDFLMXRyWjkyK2ZLakE4enF4UT09

 

Meeting-ID: 825 2152 9290

Kenncode: 606565

 

Hermann Pflüger wird sein Projekt LadeCA View vorstellen. Es handelt sich hierbei um ein in der Entwicklung befindliches Tool, das bei der Rezeption und Organisation von Bildmengen helfen soll.
Des weiteren wird es einen Austausch über die letzte Mitgliederversammlung geben. Hierbei ist ein essentieller Punkt die Namensänderung und wie es aus Perspektive des Vierten Organs damit weitergehen soll.
Außerdem soll konkretisiert werden, was im Rahmen von Anike Joyce Sadiqs Ausstellung, die im Mai eröffnen wird, passieren kann – auch über die monatlichen Treffen hinaus.

 

 

Über das Vierte Organ

 

In der Mitgliederversammlung am 25. März 2021 haben sich die Mitglieder gemeinsam dafür ausgesprochen, ab sofort regelmäßig als Verein zusammenzukommen.

 

Diese Treffen sind dazu gedacht, einen Raum zur Verständigung zwischen Mitgliedschaft und Beirat zu etablieren. Ein Resonanzkörper für Initiativen, Kritik und Visionen, ein Diskursraum zwischen künstlerischer und institutioneller Praxis und möglicherweise ein Schritt, um den vielzitierten Bienenstock ein paar Dezibel lauter brummen zu lassen.

 

Diese regelmäßigen Treffen organisiert der Beirat des Künstlerhauses. Fragen oder Anregungen kann man gerne vorab bereits an den Beirat unter beirat@kuenstlerhaus.de senden.

 

Diese Treffen sind offen für alle Mitglieder und jene, die es werden möchten.

 

2022 02.04.–03.04.2022
Frühjahrsmarkt
Veranstaltung
02.04.–03.04.2022

Frühjahrsmarkt im Innenhof des Künstlerhaus Stuttgart

 

Samstag, 02. April 2022, 12-20 Uhr

Sonntag, 03. April 2022, 12-18 Uhr

 

Keramik, Siebdruck, Radierung, Fotografie, Lithografie, Publikationen und vieles mehr

 

Speisen & Getränke durch das Restaurant „Im Künstlerhaus“

2022 19.03.2022, 15:00 Uhr
Workshop mit Nikita Gale
Veranstaltung
19.03.2022, 15:00 Uhr

 

Bitte beachten Sie die Terminverschiebung für diesen Workshop. Der Workshop findet persönlich in der Galerie im vierten Stock des Künstlerhauses Stuttgart statt und wird in englischer Sprache abgehalten. Bitte melden Sie sich per E-Mail hier an.

 

 

Die Künstlerin Nikita Gale wird Themen wie Polyvokalität, Performance, Aufzeichnung, Erschöpfung und Dauer im Kontext von Andrea Frasers This meeting is being recorded erkunden.

 

Nikita Gale untersucht in ihrer Arbeit durch die Perspektive der materiellen Kultur, wie Autorität und Identität in politischen, sozialen und wirtschaftlichen Systemen verhandelt werden. Gale lebt und arbeitet derzeit in Los Angeles, USA. Sie hat einen BA in Anthropologie mit Schwerpunkt auf archäologischen Studien an der Yale University und einen MFA in New Genres an der University of California Los Angeles erworben.

 

Gales Arbeiten wurden kürzlich im MoMA PS1 (New York), LACE (Los Angeles), Commonwealth and Council (Los Angeles), Matthew Marks Gallery (Los Angeles), The Studio Museum in Harlem (New York), Rodeo Gallery (London) und im Hammer Museum (Los Angeles) ausgestellt. Im Jahr 2022 wird Gale eine große Einzelausstellung in der Chisenhale Gallery in London präsentieren.

Frasers neue Arbeit This meeting is being recorded (2021) wird vom Hammer Museum und dem Künstlerhaus Stuttgart koproduziert. Die Produktion wurde durch ein Stipendium der Mike Kelley Foundation unterstützt, die auch die Ausstellung Hammer Projects: Andrea Fraser (Hammer Museum, Los Angeles, 2019), eine Präsentation von Men on the Line (2019) und die Veröffentlichung von Andrea Fraser: Collected Interviews, 1990-2018, herausgegeben von Fraser, Rhea Anastas und Alejandro Cesarco (New York und London: A.R.T. Press und Koenig Books, 2019), gefördert hat.

 

Diese Veranstaltung – gemeinsam organisiert von Rhea Anastas, Andrea Fraser und Eric Golo Stone – wurde durch die großzügige Unterstützung der Stiftung Kunstfonds in Form eines NEUSTART KULTUR-Stipendiums 2021 ermöglicht.

Bild mit freundlicher Genehmigung von Nikita Gale, 2021
2022 12.02.2022, 15:00 Uhr
Workshop mit Alex Davidson und Jamie Stevens
Veranstaltung
12.02.2022, 15:00 Uhr

 

Bitte beachten Sie die Terminverschiebung für diesen Workshop. Der Workshop findet persönlich in der Galerie im vierten Stock des Künstlerhauses Stuttgart statt und wird in englischer Sprache abgehalten. Bitte melden Sie sich per E-Mail hier an.

 

 

“Mir ist mehr denn je klar, dass die Situation, in der ich mich befinde, einen überraschenden Widerspruch enthält. Auch ich habe Gerüchte über den Wert meiner Beiträge zu Gruppen gehört; ich habe mein Bestes getan, um herauszufinden, in welcher Hinsicht mein Beitrag so bemerkenswert war, aber ich habe keine Informationen erhalten. Ich kann daher leicht mit der Gruppe sympathisieren, die das Gefühl hat, dass sie berechtigt ist, etwas anderes zu erwarten als das, was sie tatsächlich bekommt.”

 

– WR Bion, Erfahrungen in Gruppen, 1948

 

Ein Workshop in Form einer Prozessgruppe, in der die Teilnehmer auf verschiedene Weise die Möglichkeit haben, “aus Erfahrungen zu lernen”, wie es der britische Psychoanalytiker Wilfred Bion (1897-1979) vorschlug, dessen Schriften über Gruppenphänomene und gruppeninterne Autoritätsdynamik sowohl Andrea Frasers neue Videoarbeit This meeting is being recorded als auch diese Veranstaltung in Stuttgart zugrunde liegen. Der Workshop wird gemeinsam von Alex Davidson und Jamie Stevens geleitet.

 

Alex Davidson arbeitet im Bereich der Wohltätigkeitsorganisationen für psychische Gesundheit in London, wo sie unter anderem Reflexionsgruppen für Mitarbeiter im Bereich der psychischen Gesundheit leitet. Sie hat für verschiedene internationale Publikationen über Kunst geschrieben.

 

Jamie Stevens ist ein unabhängiger Kurator und Autor mit Sitz in London. Er war als Kurator bei Artists Space, New York, CCA Wattis Institute, San Francisco, Cubitt Gallery, London, und Chisenhale Gallery, London, tätig.

 

Davidson und Stevens sind beide Psychotherapeuten in Ausbildung an der Tavistock Clinic in London.

Frasers neue Arbeit This meeting is being recorded (2021) wird vom Hammer Museum und dem Künstlerhaus Stuttgart koproduziert. Die Produktion wurde durch ein Stipendium der Mike Kelley Foundation unterstützt, die auch die Ausstellung Hammer Projects: Andrea Fraser (Hammer Museum, Los Angeles, 2019), eine Präsentation von Men on the Line (2019) und die Veröffentlichung von Andrea Fraser: Collected Interviews, 1990-2018, herausgegeben von Fraser, Rhea Anastas und Alejandro Cesarco (New York und London: A.R.T. Press und Koenig Books, 2019), gefördert hat.

 

Diese Veranstaltung – gemeinsam organisiert von Rhea Anastas, Andrea Fraser und Eric Golo Stone – wurde durch die großzügige Unterstützung der Stiftung Kunstfonds in Form eines NEUSTART KULTUR-Stipendiums 2021 ermöglicht.

2022 08.02.2022, 19:00 Uhr
Dienstags-Werkstatt XII
Alba Frenzel
Veranstaltung
08.02.2022, 19:00 Uhr

Zu unserer 12. Dienstags-Werkstatt laden wir Alba Frenzel ein.

 

08. Februar 2022, 19 Uhr

Die Veranstaltung findet in Präsenz im Künstlerhaus statt.

 

Alba Frenzel

ist seit 2020 Atelier-Stipendiatin im Künstlerhaus.

 

Ihre künstlerische Praxis beschreibt sie so:

Mein Projekt ist eine groß angelegte Forschung, in der mit dem Leberwurstbaum so umgegangen wird, als ob er Kunst sei oder mit Kunst, als sei sie ein Leberwurstbaum. Dabei werden die Qualitäten des Baumes ausgewählt, die sich auf die Eigenschaften von Kunst umdenken lassen. Auf diesem Weg erdet sich Kunst und wir lernen den Leberwurstbaum kennen.”

 

“Ich arbeite an einem Format zwischen Atelier und Ausstellung, in dem ich als Künstlerin aktiv und anwesend bin mit Fotografie, Skulptur, Text, Textbildern, mit gesungenen und gesprochenen Zitaten, die mir im Laufe der Forschung begegnen, performativen Elementen, Lesungen und Vorträgen.

 

 

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Dienstags-Werkstatt

Mit der Dienstags-Werkstatt lädt das Künstlerhaus Künstler:innen oder Kollektive ein, über ihre Arbeitsweisen, Hintergründe und Vorgehensweisen zu sprechen. Wir wollen eine Plattform etablieren, in der sich intensiver zur künstlerischen Praxis ausgetauscht wird und uns so vernetzen, solidarisieren und gegenseitig stärken.

Die Reihe richtet sich an alle Mitglieder des Künstlerhaus Stuttgart, an Künstler:innen aus Stuttgart und Umgebung, oder auf der Durchreise, an alle Kunstvermittler:innen, Kurator:innen, Kulturschaffende usw. und ist offen für alle!

Foto: Eva Dörr
2022 11.01.2022
Ausschreibung: Atelierstipendium 2022/23 / Werkstattstipendium
News
11.01.2022

Atelierstipendium 2022/2023

 

Zum 1. Mai 2022 vergibt das Künstlerhaus Stuttgart im Rahmen seines Atelierprogramms sechs Arbeitsräume für die Dauer von 12 Monaten. Die Arbeitsräume sind jeweils ca. 25 qm groß. Zusätzlich steht ein großer Vorraum zur Verfügung, der mit den anderen Stipendiat:innen gemeinsam genutzt werden kann. Zu den hauseigenen Werkstätten haben die Stipendiat:innen freien Zugang. Die Arbeitsräume werden mietfrei vergeben, eine Mitgliedschaft im Künstlerhaus ist aber erforderlich.

 

Es besteht die Möglichkeit das Stipendium zu verlängern und sich für ein weiteres Jahr zu bewerben. Diese Option besteht bis zu zweimal, so dass bei Wiederauswahl durch die Jury eine maximale Nutzungszeit eines Arbeitsateliers von drei Jahren möglich ist.

 

Das Künstlerhaus Stuttgart wurde 1978 von Stuttgarter Künstler:innen als Produktions- und Präsentationsort für zeitgenössische Kunst gegründet und hat sich seitdem zu einer überregional und international bekannten Institution für Gegenwartskunst entwickelt. Neben den Ausstellungsflächen unterhält das Künstlerhaus Produktionsmöglichkeiten im Medienbereich (mit Ausstattungen im Video-, Audio- und Filmbereich). Hinzu kommen ein Fotolabor sowie Werkstätten für Siebdruck, Hochdruck, Radierung, Lithografie und Keramik.

 

Das Künstlerhaus wünscht Vorschläge aus den Arbeitsfeldern Kunst, Architektur, Theorie und Design, welche die Entwicklung spezifischer Ideen und Projekte erkennen lassen, zu denen die Angebote der Institution beitragen können. Bewerbungen von Gruppen sind ebenso wie Einzelbewerbungen willkommen. Studierende können sich leider nicht bewerben.

 

Bitte fügen Sie Ihrer Bewerbung folgende Unterlagen bei:

– Lebenslauf
– Informationsmaterial zu Ihrer künstlerischen Arbeit wie Portfolios, Kataloge (max. 2), Bilder etc.
– Kurzbeschreibung, in welcher Weise Sie das Atelier nutzen wollen.Bitte Bewerbungsunterlagen ausschließlich digital in einem pdf per Mail bis spätestens 31. Januar 2022 einreichen:

 

Ansprechpartnerin: Romy Range
E-Mail: info@kuenstlerhaus.de
Betreff: Bewerbung Atelierstipendium

 

Die Jury, die sich aus dem künstlerischen Beirat zusammensetzt, tagt im Februar. Alle Bewerber:innen werden zeitnah über die Entscheidungen benachrichtigt.

 

Bitte beachten Sie, dass es sich um Arbeitsstipendien handelt, die weder mit einer Vergütung noch mit Wohnmöglichkeiten verbunden sind. Internationale Bewerbungen werden grundsätzlich akzeptiert, sofern sich die Bewerber:innen eigenständig um eine Unterkunft bemühen. Der Wohnsitz muss innerhalb des Stipendiums in Stuttgart sein.

 

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Werkstattstipendium

 

Das Künstlerhaus Stuttgart vergibt ab sofort regelmäßig Werkstattstipendien für folgende Werkstätten: Audio, Keramik, Medien, Fotografie, Siebdruck, Radierung, Lithografie

Künstler:innen und Kollektive können sich für ein Projekt für eine spezifische Projektdauer bewerben. Die Belegung der Werkstatt wird mit der jeweiligen Werkstattleitung abgestimmt.

 

Das Werkstattstipendium umfasst:
– die kostenfreie Nutzung der Werkstatt (Belegung in Abstimmung mit der Werkstattleitung)
– einen technischen Einführungskurs in die jeweilige Werkstatt
– Beratung durch die Werkstattleitung (keine komplette Projektbetreuung)

 

Folgende Angaben sind für die Bewerbung notwendig:
– Projektbeschreibung inkl. Projektdauer
– CV
– Exposé

 

Eine Bewerbung für ein Werkstattstipendium ist ganzjährig möglich. Die Jury, bestehend aus Vorstand und jeweiliger Werkstattleitung, trifft sich regelmäßig, um über die eingereichten Projekte zu entscheiden. Bewerber:innen sollten vor der Bewerbung Kontakt zur Werkstattleitung aufnehmen, um abzuklären, ob das Projekt in der Werkstatt realisierbar ist. Evtl. anfallende Materialkosten können leider nicht übernommen werden.

 

Bitte die Bewerbungsunterlagen ausschließlich digital als pdf per Mail einreichen:

Ansprechpartnerin: Romy Range
E-Mail: info@kuenstlerhaus.de
Betreff: Werkstattstipendium

 

Lennart Cleemann, My Dear Friends (One of Them is a Dramaqueen), 2020, Gartenstühle, variable Maße
Marlon Lanziner & Valentino Berndt, Atelieransicht, 2020
2021 15.12.2021
Öffnungszeiten über die Feiertage
News
15.12.2021

Öffnungszeiten Ausstellung

 

Vom 22. Dezember bis einschließlich 06. Januar ist die Ausstellung geschlossen. Am 07. Januar 2022 ist die Ausstellung wieder zu den regulären Zeiten für Besucher:innen geöffnet.

 

Mi – So 12 bis 18 Uhr

Eintritt frei

 

Öffnungszeiten Büro

 

Vom 20.12.2021 bis 10.01.2022 ist das Büro nicht besetzt.

 

Mo geschlossen
Di – Fr 12 bis 17 Uhr

 

 

2G+ Regel

Für den Besuch unserer Ausstellungen und Veranstaltungen gilt die 2G+ Regel. Das heißt, Zutritt haben nur Geimpfte und Genesene mit zusätzlichem negativen Schnelltest. Ausnahmen: Wer geboostert ist oder wessen Vollimmunisierung / Genesung nicht länger als drei Monate zurück liegt, ist von der Testpflicht bei 2G+ befreit. Es gilt außerdem die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske. Eine einfache medizinische Maske ist nicht mehr ausreichend.

 

Foto: Manu HarmsSchlaf
2021 09.11.2021, 19:00 Uhr
Dienstags-Werkstatt XI
Julian Bogenfeld
Veranstaltung
09.11.2021, 19:00 Uhr

„ABOUT:BLANK“

30 min, Dok.film HD, Deutsch mit eng. UT
Von Julian Bogenfeld

 

Der Film “About:Blank” gibt Einblicke in die Ereignisse von einem Art Happening, das im Mai 2018 in Pforzheim in den Räumlichkeiten des LAF (Leerstand als Freiraum e.V.) stattgefunden hat: Eine Gruppe von Künstler:innen begibt sich für  3 Tage in einen leerstehenden Gewerberaum, ein alter Laden mit großen Schaufenstern, gegenüber vom Rathaus der Stadt. Das Gepäck ist auf ein Stück pro Person begrenzt, mit Utensilien für die künstlerische Arbeit vor Ort. Der knappe Zeitrahmen und die klare Bestimmung des Ortes sollen den künstlerischen Austausch stimulieren. Die Interdisziplinarität und die Offenheit des Formats versprechen unerwartete Ergebnisse. Der Film zeigt Bilder aus einer Zeit vor Corona und erinnert an Freiheiten der Kunst, die in den vergangenen Monaten nicht gegeben waren.

 

Regie und Produktion: Julian Bogenfeld
Dauer 30 min, Deutsch mit englischen Untertiteln

 

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Dienstags-Werkstatt

Mit der Dienstags-Werkstatt lädt das Künstlerhaus Künstler:innen oder Kollektive ein, über ihre Arbeitsweisen, Hintergründe und Vorgehensweisen zu sprechen. Wir wollen eine Plattform etablieren, in der sich intensiver zur künstlerischen Praxis ausgetauscht wird und uns so vernetzen, solidarisieren und gegenseitig stärken.
Die Reihe richtet sich an alle Mitglieder des Künstlerhaus Stuttgart, an Künstler:innen aus Stuttgart und Umgebung, oder auf der Durchreise, an alle Kunstvermittler:innen, Kurator:innen, Kulturschaffende usw. und ist offen für alle!

 

Nächste Dienstags-Werkstatt am 14.12.2021 mit Alba Frenzel

 

ABOUT:BLANK, Regie und Produktion: Julian Bogenfeld
2021 12.10.2021, 19:00 Uhr
Dienstags-Werkstatt X
Dirk Reimes
Veranstaltung
12.10.2021, 19:00 Uhr

Zu unserer zehnten Dienstags-Werkstatt laden wir Dirk Reimes ein.

 

12.10.2021, 19 Uhr

Die Veranstaltung findet in Präsenz im Künstlerhaus statt.

 

Dirk Reimes

ist Bildender Künstler und lebt und arbeitet zwischen Brüssel und Stuttgart. Seine Praxis speist sich aus einer kontinuierlichen Feldforschung am Alltäglichen und Gewöhnlichen. Methoden und Werkzeuge dieser Forschung sowie Formen und Formate der Ergebnisse sind weit gefächert und umfassen Bilder, Objekte und Texte. In der Dienstags-Werkstatt wird er sein aktuelles Buch “sous un ciel partagé entre nuages et éclaircies” vorstellen, dem eine einjährige Recherche in Brüssel zugrunde liegt und das Autobiographie mit Fiktion, alltägliche Erlebnisse mit gefundenen Zeitzeugnissen verknüpft.

 

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Dienstags-Werkstatt

Mit der Dienstags-Werkstatt lädt das Künstlerhaus Künstler:innen oder Kollektive ein, über ihre Arbeitsweisen, Hintergründe und Vorgehensweisen zu sprechen. Wir wollen eine Plattform etablieren, in der sich intensiver zur künstlerischen Praxis ausgetauscht wird und uns so vernetzen, solidarisieren und gegenseitig stärken.
Die Reihe richtet sich an alle Mitglieder des Künstlerhaus Stuttgart, an Künstler:innen aus Stuttgart und Umgebung, oder auf der Durchreise, an alle Kunstvermittler:innen, Kurator:innen, Kulturschaffende usw. und ist offen für alle!

2021 25.09.2021–03.04.2022
This meeting is being recorded
Andrea Fraser
Ausstellung
25.09.2021–03.04.2022
Eröffnung:
Sa, 25.09.2021
19:00 Uhr

 

Seit den 1980er Jahren ist Andrea Fraser dafür bekannt, Arbeiten zu schaffen, die soziale und psychologische Strukturen mit analytischer Schärfe, schneidendem Humor und Pathos befragen. Während Frasers Arbeit häufig mit kritischen Untersuchungen von Kunstinstitutionen assoziiert wird, widmen sich ihre Performances seit Mitte der 2000er Jahre der Erforschung von Schnittstellen zwischen soziopolitischen und psychologischen Strukturen sowie deren Rolle in der Produktion und Reproduktion von individueller Identität, Gruppenidentität und gesellschaftlichen Systemen. Frasers Einzelausstellung im Künstlerhaus Stuttgart stellt diese Untersuchungen anhand dreier auf Performances beruhenden Videoinstallationen in den Mittelpunkt: Projection (2008), Men on the Line: Men Committed to Feminism, KPFK, 1972 (2012/2014) und ihre neue zentrale Arbeit This meeting is being recorded (2021), eine achtundneunzigminütige Videoarbeit, die die Prozesse und Entstehung von Rasse, Gender und Alter innerhalb einer intergenerationalen Gruppe von sieben selbst als weiß identifizierten Frauen untersucht.

 

Formal gesehen bilden die Arbeiten ProjectionMen on the Line und This meeting is being recorded zwar keine Trilogie. Sie sind jedoch klar durch ihren Prozess, ihre Methode und formale Strategie miteinander verbunden. Alle drei Arbeiten bauen auf der vielstimmigen Performance-Praxis auf, die Fraser seit den frühen 1990er Jahren entwickelt hat. Alle drei Arbeiten sind vor schwarzem Hintergrund aufgenommen und in Lebensgröße projiziert, um die Erfahrung des mit der Performerin in einem Raum Seins zu evozieren. Alle drei Arbeiten sind direkt in die Kamera performt, um Betrachter*innen in die Gespräche einzubinden. Alle drei Arbeiten beruhen auf Aufnahmen von Gesprächsformen mit hohem emotionalem Einsatz, die üblicherweise im Privaten stattfinden, die Fraser aber in den öffentlichen Raum verschiebt. Und alle drei Arbeiten beruhen auf Frasers Verständnis künstlerischer Performance als Praxis der Erfassung und Rahmung von Prozessen der Internalisierung und Projektion, der Inkorporation und Inszenierung, durch die sich das Soziale und das Psychologische bei der Produktion und Reproduktion von sozialer Identität, Gruppen und Institutionen überschneiden. In einer Kombination aus rigorosen Untersuchungen und intimer Selbstdarstellung untersucht Fraser, wie künstlerische, intellektuelle und politische Positionen von emotionalen Bedürfnissen angetrieben werden und wie psychologische Kräfte soziale und politische Strukturen sowohl formen als auch von ihnen geformt werden.

 

This meeting is being recorded: Andrea Fraser wird organisiert von der Kuratorin Rhea Anastas und Eric Golo Stone, dem künstlerischen Leiter des Künstlerhaus Stuttgart.

 

Der vollständige Text zur Ausstellung kann im oben genannten Pamphlet nachgelesen werden.

 

Die Videoarbeiten in der Ausstellung werden nur in englischer Sprache gezeigt. Allerdings können die Performanceskripte von Projection und Men on the Line in englischer und deutscher Sprache auf Nachfrage bei den Vermittler:innen eingesehen werden.

 

Bitte beachten Sie, dass für den Ausstellungsbesuch sowie alle Veranstaltungen der Reihe ein Nachweis über Genesung oder vollständige Impfung erforderlich ist. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

 

Veranstaltungstermine:

 

28/09/2021 (19 Uhr):

Andrea Fraser hält einen öffentlichen Vortrag im Auditorium der ABK Stuttgart und diskutiert anschließend mit der Kuratorin Rhea Anastas

(eine Anmeldung per E-Mail an veranstaltungen(at)abk-stuttgart.de ist aufgrund beschränkter Kapazitäten notwendig)

 

01/10/2021 (nur für Studierende):

Andrea Fraser leitet einen Workshop mit Studierenden des Masterprogramms Körper, Theorie und Poetik des Performativen der Fachgruppe Kunst im Heusteigtheater der ABK Stuttgart

 

16/10/2021 (15 Uhr):

Öffentliche Ausstellungsführung im Künstlerhaus Stuttgart mit Eric Golo Stone, künstlerischer Leiter des Künstlerhaus Stuttgart

 

12/02/2022 (15 Uhr):

Öffentlicher Workshop am Künstlerhaus Stuttgart mit Kurator und Psychotherapeut Jamie Stevens und Alex Davidson

 

19/03/2022 (15 Uhr):

Öffentlicher Workshop am Künstlerhaus Stuttgart mit Nikita Gale

 

Fri, Sa, So (12–18 Uhr):

Künstlerhaus Vermittler*innen führen öffentliche Diskussionen in der Ausstellung

 

 

Frasers neue Arbeit This meeting is being recorded (2021) wird vom Hammer Museum und dem Künstlerhaus Stuttgart koproduziert. Die Produktion wurde durch ein Stipendium der Mike Kelley Foundation unterstützt, die auch die Ausstellung Hammer Projects: Andrea Fraser (Hammer Museum, Los Angeles, 2019), eine Präsentation von Men on the Line (2019) und die Veröffentlichung von Andrea Fraser: Collected Interviews, 1990-2018, herausgegeben von Fraser, Rhea Anastas und Alejandro Cesarco (New York und London: A.R.T. Press und Koenig Books, 2019), gefördert hat.

 

 

In Zusammenarbeit mit der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und mit der großzügigen Unterstützung von:

Andrea Fraser, This meeting is being recorded, 2021. 1-Kanal-HD-Videoinstallation. Videostill. 00:98:00 min. Kamera und Beleuchtung: Haley Saunders; Ton: Adam Borel und Ivan Rivera. Courtesy the artist.
Installationsansicht der Ausstellung "This meeting is being recorded" von Andrea Fraser im Künstlerhaus Stuttgart, 2021. Image Courtesy der Künstlerin und des Künstlerhauses Stuttgart. Fotographie von Frank Kleinbach.
Installationsansicht der Ausstellung "This meeting is being recorded" von Andrea Fraser im Künstlerhaus Stuttgart, 2021. Image Courtesy der Künstlerin und des Künstlerhauses Stuttgart. Fotographie von Frank Kleinbach.
Installationsansicht der Ausstellung "This meeting is being recorded" von Andrea Fraser im Künstlerhaus Stuttgart, 2021. Image Courtesy der Künstlerin und des Künstlerhauses Stuttgart. Fotographie von Frank Kleinbach.
Installationsansicht der Ausstellung "This meeting is being recorded" von Andrea Fraser im Künstlerhaus Stuttgart, 2021. Image Courtesy der Künstlerin und des Künstlerhauses Stuttgart. Fotographie von Frank Kleinbach.
Installationsansicht der Ausstellung "This meeting is being recorded" von Andrea Fraser im Künstlerhaus Stuttgart, 2021. Image Courtesy der Künstlerin und des Künstlerhauses Stuttgart. Fotographie von Frank Kleinbach.
2021 31.08.–12.09.2021
Permanente Performance - 40 Jahre Konzil
Beria Altinoluk, Joannie Baumgärtner, Begleitbüro SOUP, Ulrich Bernhardt, Bureau Baubotanik, Lennart Cleemann, Armin Chodzinski, Theo Dietz, Eva Dörr, Janis Eckhardt, Alba Frenzel, Peter Hauer, Herbordt/Mohren, Hannelore Kober, Justyna Koeke, Paul Kramer, Otto Kränzler, Caro Krebietke, Maximilian Lehner, Matteo Locci, Matthias Megyeri, Lena Meinhardt, Elmar Mellert, Boris Nieslony, n.n.n. collective, Ursula Scherrer, Fender Schrade, Başak Tuna, Helen Weber, Heidemarie von Wedel, Olav Westphalen, Georg Winter
Festival
Gespräch
Performance
Veranstaltung
31.08.–12.09.2021
Eröffnung:
Mo, 30.08.2021
18:00 Uhr

collectively uncurated

 

mit

Beria Altinoluk, Joannie Baumgärtner, Begleitbüro SOUP, Ulrich Bernhardt, Bureau Baubotanik, Lennart Cleemann, Armin Chodzinski, Ania Corcilius, Theo Dietz, Eva Dörr, Janis Eckhardt, Alba Frenzel, Peter Hauer, Herbordt/Mohren, Yvette Hoffmann, Hannelore Kober, Justyna Koeke, Paul Kramer, Otto Kränzler, Caro Krebietke, Björn Kühn, Marlon Lanziner & Valentino Berndt, Maximilian Lehner, Matteo Locci, Matthias Megyeri, Lena Meinhardt, Elmar Mellert, Boris Nieslony, n.n.n. collective, Romy Range, Yara Richter, Jasmin Schädler, Ursula Scherrer, Anna Schiefer, Fender Schrade, Mira Simon, Michael Stockhausen, Başak Tuna, Helen Weber, Heidemarie von Wedel, Olav Westphalen, Georg Winter

et al

 

Täglich: Tischgespräche ab 18 Uhr im Künstlerhaus – Performances im Stadtraum – Ausstellung

 

Vor genau 40 Jahren, vom 01. bis 30. September 1981, lud das Künstlerhaus Stuttgart unter der Leitung von Ulrich Bernhardt zum künstlerischen Gruppenprojekt KONZIL mit 57 lokalen und 19 internationalen Künstler:innen ein. An einem 40qm großen Tisch wurden jeden Abend Fragen zur Zusammenarbeit, zum künstlerischen Austausch, zu inhaltlichen, politischen, formalen und sozialen Aspekten ephemerer und Performancekunst diskutiert. Ergänzt wurde das Projekt durch Aktionen und Veranstaltungen im Stadtraum. Aus dem KONZIL heraus hat der Künstler Boris Nieslony 1981 das weltweit erste Perfomancekunst-Archiv entwickelt, „die Schwarze Lade“ (Black Kit).

 

40 Jahre später holt das Künstlerhaus Stuttgart das KONZIL zurück nach Stuttgart und schlägt die Brücke zu aktuellen Themen, Debatten und Diskursen. Im Rahmen einer zweiwöchigen Veranstaltung wird das historische Konzil in Form einer archivarischen Ausstellung mit einem Performanceprogramm und täglichen Gesprächsrunden verknüpft.

 

Neun Künstler:innen wurden im Rahmen eines Open Calls ausgewählt, um im Stuttgarter Stadtraum Performances zu präsentieren. Joannie Baumgärtner, Theo Dietz, Justyna Koeke, Paul Kramer, Caro Krebietke, Matthias Megyeri, Ursula Scherrer und Başak Tuna & Matteo Locci werden an unterschiedlichen Orten in Stuttgart wie Sternwarte, Rosensteingarten oder auch am Neckar Performances durchführen. Im Anschluss an die einzelnen Aktionen laden wir jeden Abend ab 18 Uhr zum Austausch mit wechselnden Gästen und gemeinsamen Essen ins Künstlerhaus ein.

 

Alle Abendveranstaltungen finden im 4. Stock des Künstlerhauses statt, wo auch die Ausstellung mit historischem Material aus dem Black Kit Archiv von Boris Nieslony zu sehen ist. Dokumente, Fotografien, Plakate und Videomaterial, unter anderem von Künstler:innen, die 1981 im Künstlerhaus und in Stuttgart aktiv waren, geben einen Einblick in die Bedeutung des Archivs und stellen die aktuellen Performances in einen historischen Kontext.

 

Die Ausstellung Permanente Performance – 40 Jahre Konzil ist vom 31.08. bis 12.09.2021 Dienstag bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

 

 

Programm

 

Montag, 30. August 2021, 18 Uhr

Eröffnung

 

Grußwort: Ania Corcilius, 1. Vorsitzende, Künstlerhaus Stuttgart

Grußwort: Dr. Fabian Mayer, Erster Bürgermeister, Bürgermeister Referat Allgemeine Verwaltung, Kultur und Recht

Einführung: Ulrich Bernhardt (Mitgründer und 1. Künstlerischer Leiter, Künstlerhaus Stuttgart / Organisator Konzil, 1981); Boris Nieslony (Gründer Performance Art Archiv „Die Schwarze Lade“ / Organisator Konzil, 1981)

Einführung: Anna Schiefer, 2. Vorsitzende, Künstlerhaus Stuttgart

 

 

Dienstag, 31. August 2021

Theo Dietz

How to build fishing rods
Ort: Künstlerhaus Innenhof
Zeit: 16 Uhr

 

Ein Vortrag über sogenannte Fehlwurfhaken, die zum Fischen in Müllcontainern praktisch sein können, und wie diese gebaut werden. Mülltrennung wird zur künstlerischen Handlung und Haltung.

 

Theo Dietz setzt sich in seinen medienübergreifenden Projekten mit Orten in ihren sozialen, materiellen und politischen Dimensionen auseinander und stellt diesen seine eigenen postironischen Utopieräume entgegen. Er war mit Performances u.a. bei der 15. Istanbul Biennale und der Manifesta11 beteiligt. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit arbeitet Dietz als Müllmann.

 

Tischgespräch ab 18 Uhr im Künstlerhaus

Gast: Armin Chodzinski

 

Armin Chodzinski verhandelt das Beziehungsgeflecht zwischen Kunst und Wirtschaft in Performances, Lectures und Ausstellungen. Seine Praxis bewegt sich zwischen Vermittlung, Selbstexperiment und Forschung, die er sowohl in Theatern und Ausstellungsräumen als auch im Radio und Fernsehen weiterentwickelt.

 

 

Mittwoch, 1. September 2021
Caro Krebietke

MISSING!

Ort: Haupteingang Schloss Rosenstein, Naturkundemuseum Stuttgart, Rosenstein 1, 70191 Stuttgart
Zeit: 15 bis 17 Uhr

 

Der dramatische Rückgang der Insektenvielfalt Süddeutschlands ist das Thema der Performance MISSING!. Tiere, die uns durch viele Jahrhunderte begleitet haben, verschwinden fast unbemerkt, in den letzten Jahren mit besorgniserregender Geschwindigkeit.
MISSING! ist eine Kooperation mit dem Naturkundemuseum Stuttgart.

 

Die Themen ihrer Projekte findet Caro Krebietke im Dialog mit der Umwelt. Spuren, Geschichten und Verknüpfungen sind die Ausgangspunkte ihrer performativen Interventionen. Alltägliche Orte verwandeln sich so in Schauplätze besonderer Ereignisse. Fast immer besteht ein Bezug zu historischen oder aktuellen politischen Fakten.

www.carokrebietke.com

 

Tischgespräch ab 18 Uhr im Künstlerhaus
Gäste: Bureau Baubotanik

 

Bureau Baubotanik steht für die Integration der Lebensprozesse unserer pflanzlichen Umwelt in die Architektur. 2017 hat das Bureau die künstlerische Leitung des „Theatre of the Long Now“ übernommen, das verspricht, auf einer Brachfläche in Stuttgart eine mindestens 100 Jahre andauernde Natur-Theater-Aufführung stattfinden zu lassen.

http://www.bureau-baubotanik.de

 

 

Donnerstag, 2. September 2021
Paul Kramer

Song Cycle 150 
Live Studioaufnahmebox Recording
Ort: Audiowerkstatt, Künstlerhaus Stuttgart
Zeit: 15 bis 18 Uhr

 

Paul Kramer knüpft an mit einer Live-Aufnahme von Song Cycle No. 150, seinem Archiv von selbst vorgetragenen musikalischen Fragmenten, die in einer Sitzung aufgenommen werden – ohne Noten, ohne Liedtexte. Eine Arbeit an den persönlichen und kollektiven Ohrwürmern bedeutet außer dem Vortragen von allerlei Musik und Nichtmusik (Klingeltöne, Tierlaute, Maschinentöne), das Recherchieren von Titeln und dessen Scheitern in Form der „Mystery Tracks“. Neben der Live-Aufnahme in der Studioaufnahmebox des Künstlerhauses wird dem Publikum die Möglichkeit gegeben, die „Mystery Tracks“ (also die, die Paul Kramer nicht kennt) anzuhören, und zu identifizieren, sowohl über Hörstationen sowie online über Sound Cloud. (https://soundcloud.com/paul-kramer-10)

www.kramerpaul.wordpress.com/

 

Tischgespräch ab 18 Uhr im Künstlerhaus
Gäste: Otto Kränzler, Eva Dörr & Lena Meinhardt

 

Eva Dörr und Lena Meinhardt sind aktuell Atelierstipendiatinnen im Künstlerhaus Stuttgart und arbeiten seit 2019 als Künstlerinnenduo zusammen. Ihre Arbeiten begegnen sich im Feld der Soundinstallation.

 

Otto Kränzler, Musiker und Tonmeister, studierte an der Universität und Musikhochschule Stuttgart und war als freier Mitarbeiter im Studio für Elektronische Musik des WDR Köln unter Karlheinz Stockhausen und Mauricio Kagel tätig. Er ist Mitbegründer der Audio-Werkstatt am Künstlerhaus Stuttgart.

 

 

Freitag, 3. September 2021
Joannie Baumgärtner

Bat Shit Crazy

Treffpunkt: Eingang Leuze, Am Leuzebad 2a, 70190 Stuttgart

Zeit: 15 Uhr

 

Bat Shit Crazy widmet sich einem zentralen Rohstoff der frühen Globalisierung: Guano, der von den Industrienationen als Dünger geschätzt und in der ganzen Welt abgebaut wurde. Die Performance verbindet Archivmaterial, Tagebucheinträge und Gedichte mit Field Recordings und elektronischer Musik.

 

Joannie Baumgärtner arbeitet seit 2010 zwischen Bildender Kunst, Schriftstellerei und Philosophie. Joannie identifiziert sich als nichtbinär und benutzt sie/ihnen als Pronomen. Ihre Performances setzen Sound-Art, Spoken-Word, kritische Theorie und Kulturgeschichte miteinander in Verbindung.
www.jbaumgaertner.com

 

Tischgespräch ab 18 Uhr im Künstlerhaus
Gast: Fender Schrade

Fender Schrade setzt sich musikalisch, performativ, in Installationen, technischen Erfindungen und live Soundengineering mit Transgenderidentitäten und -verkörperungen im Kontext größerer kulturgeschichtlicher Narrative auseinander. Mit dem Künstler:innenkollektiv NAF bespielt er* Theaterbühnen genauso wie den öffentlichen Raum.

 

 

Samstag, 4. September 2021
Peter Hauer

Der Stuhl ohne Eigenschaften
Performance Workshop
Ort: Künstlerhaus Stuttgart und im Stadtraum
Zeit: 16:30 Uhr

Besondere Vorkenntnisse oder Fähigkeiten sind nicht nötig. Anmeldung per E-Mail unter info@kuenstlerhaus.de

 

In dem Workshop geht es um die Problematik der Domänenabhängigkeit in Bezug auf den Körper, Bewegung und Umgebung. Das Problem der Domänenabhängigkeit beschreibt das Phänomen, dass wir Sachen ausschließlich aufgrund bestimmter Annahmen über Ihre Eigenschaften oder Kontexte wahrnehmen, und dadurch blind werden für eine Vielzahl von anderen Möglichkeiten. Diese Sachen können Gegenstände, Ort oder Zeit sein, aber auch Handlungen selbst, oder ein sozialer Kontext. Wir werden uns damit beschäftigen, wie man verschiedene Strategien verkörpern kann, um mit diesem Problem umzugehen.

 

In seiner Arbeit beschäftigt sich Peter Hauer mit Bewegung im weitesten Sinn. Vom Körper als Werkzeug und Werkstätte von Wahrnehmung, Ausdruck und Funktion, bis zur Bewegung als Medium von Kultur und Wissensproduktion. Mit seinem interdisziplinären Ansatz entwickelt er neue Perspektiven und verbindet, was vermeintlich nicht zusammenpasst.

 

Tischgespräch ab 18 Uhr im Künstlerhaus
Gast: Olav Westphalen

 

Olav Westphalen ist ein deutsch-amerikanischer Künstler, in dessen Werk die Ausdrucksformen von Spiel, Unterhaltung und Cartoons eine zentrale Rolle spielen. Seine Aktivitäten zielen darauf ab, kulturelle blinde Flecken und Scheinheiligkeiten in seinen unmittelbaren sozialen und kulturellen Umfeldern aufzuzeigen.

 

 

Sonntag, 5. September 2021

Von und mit: Lennart Cleemann, Eva Dörr & Lena Meinhardt, Janis Eckhardt, Alba Frenzel, Marlon Lanziner & Valentino Berndt, n.n.n. collective (Susanne Brendel, Julia Schäfer & Jasmin Schädler), Helen Weber

CKonvention

Ort: Atelieretage, 3. Stock, Künstlerhaus Stuttgart
Zeit: Zwischen Kirche und Tatort

 

11:00 Uhr Frühschoppen (n.n.n. collective)

12:00 Uhr Brunch (Eva Dörr & Lena Meinhardt)

14:00 Uhr Ausflug (Janis Eckhardt, Helen Weber)

15:30 Uhr Kaffee & Kuchen (Lennart Cleemann)

17:00 Uhr Stadt, Land, Fluss (Alba Frenzel)

 

 

Mittwoch, 8. September 2021
Justyna Koeke

Stadtaufhübschungsmaßnahmen
Treffpunkt: Schiffmann-Brunnen Trinkbrunnen, Badstraße 31D, 70372 Stuttgart
Zeit: 15:00 Uhr
Anmeldung per E-Mail unter info@kuenstlerhaus.de

 

Justyna Koeke sucht vermeintliche Unorte in Stuttgart auf, mit vorgefundenen und gesammelten Plastikmüll baut sie mit den Teilnehmer:innen Vasen, füllt diese mit Wasser und Blumen aus der Umgebung. Diese Intervention des “Aufhübschens” soll an die Komplexität des Umgangs mit Fortschritt und den Erhalt der Natur erinnern.

 

Als Künstlerin sucht Justyna Koeke vor allem die Berührung von Kunst und Wirklichkeit. Aus diesem Grund verlagert sie ihre performativen Arbeiten häufig in den öffentlichen Raum, was aber auch bedeutet, die Komfortzone des geschulten und gezähmten Kunstpublikums zu verlassen und so unmittelbare und intime Momente zu erzeugen. Viele ihrer selbst initiierten Projekte bewegen sich an der Schnittstelle zu politischem Aktivismus – gerade in diesem Bereich wird Kunst nahbar, hier ist die Auseinandersetzung mit verschiedenen Akteur:innen essentiell.

Inhaltlich setzt sich ihre Arbeit mit feministischen und sozialpolitischen Themen auseinander: Frauenrechte, Bürgerpartizipation, Nachhaltigkeit, Selbstbestimmung und Urbanität spielen eine entscheidende Rolle in vielen meiner Arbeiten.

www.justynakoeke.com

 

Tischgespräch ab 18 Uhr im Künstlerhaus
Gäste: Beria Altinoluk, Elmar Mellert

 

Beria Altinoluk und Elmar Mellert machen aus Stuttgarter Sperrmüllfunden spontane Interventionen im Stadtraum.
Beria Altinoluk studierte Medienphilosophie und Kunstwissenschaft an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. Elmar Mellert ist neben seiner Tätigkeit als DJ Mitglied der elektronischen Musikgruppe Rework.

 

 

Donnerstag, 9. September 2021
Matthias Megyeri

Innerer Frieden, Pusteblume, 77/2021 
Ort: Königstraße 5 (Höhe Marstallstr.), »Pusteblume-Brunnen« (B. Woodward, G. Behnisch, 1977), 70173 Stuttgart
Zeit: 14 bis 17 Uhr (Dauer 180 Minuten)

 

Sechs vom Künstler engagierte SicherheitsdienstmitarbeiterInnen (SDM’s) positionieren sich 180 Minuten lang, im gleichen Abstand zueinander, mit dem Rücken zum Brunnen. Höchstens 3 der 6 SDM’s sitzen über den Zeitraum hinweg gleichzeitig auf dem Ring aus Muschelkalk.

 

Der Konzeptkünstler Matthias Megyeri erforscht in seiner Praxis die kulturellen, sozialen und psychologischen Aspekte der visuellen Erscheinung von Schutz und Sicherheit. Die Arbeiten aus seiner Serie Sweet Dreams Security® verbinden zum Beispiel unser Bedürfnis nach Sicherheit mit dem gleichzeitigen Verlangen nach Harmonie und Schönheit. So werden Abgrenzungen, wie Zäune, Metallgitter, Vorhängeschlösser, Stacheldraht und Ketten zu liebenswürdigen Objekten. Megyeri realisiert seit 20 Jahren international standortbezogene Kunst am Bau wie auch im öffentlichen Raum. Seine Installationen beziehen sich immer auf den jeweilig ortsspezifischen Kontext in dem sie wirken.
www.matthiasmegyeri.net / Instagram: @matthiasmegyeri

 

Tischgespräch ab 17 Uhr im Künstlerhaus
Gäste: Begleitbüro SOUP

Harry Walter und Ulrich Bernhardt sprechen über das Kunstprojekt BRASILIEN und dessen partizipative Vorgeschichte. Im Anschluss Ausflug zum Hauptbahnhof.

 

Begleitbüro SOUP ist eine 2009 von den Künstler:innen Ulrich Bernhardt, Steffen Bremer, Michael Gompf, Kurt Grunow, Andreas Mayer-Brennenstuhl, Karin Rehm und Harry Walter gegründete künstlerische Formation, die urbane Prozesse einer Langzeitbeobachtung unterzieht und in Form von Ausstellungen, Interventionen, Publikationen und performativen Wanderungen der Öffentlichkeit zugänglich macht.
www.begleitbuero.de

 

 

Freitag, 10. September 2021
Ursula Scherrer

Can you see me

Treffpunkt: Schillerplatz, Am Fruchtkasten 3, 70173 Stuttgart

Zeit: 15 Uhr

Treffpunkt: Landtag, Konrad-Adener-Straße 3, 70173 Stuttgart

Zeit: 16:30 Uhr

 

Wir versuchen gesehen zu werden indem wir uns Gehör verschaffen.
Wir versuchen uns Gehör zu verschaffen indem wir gesehen werden.
Was zuerst wie ein Spiel wirkt wird zu einem verzweifelten Versuch gehört zu werden, gesehen zu werden.

 

Die poetische Qualität von Ursula Scherrers Arbeit zieht die Betrachter:in in das Seiende hinein und lässt sie in ihre eigenen Geschichten sinken. Ursula Scherrers Weg begann mit Tanz und Choreografie und führte weiter zu Fotografie, Video, Text, Mixed Media, Performance Art. Sie wurde 1966 in der Schweiz geboren und lebte von 1988 bis 2019 in New York.

www.ursulascherrer.com

 

Tischgespräch ab 18 Uhr im Künstlerhaus
Gäste: Ulrich Bernhardt, Heidemarie von Wedel

 

Ulrich Bernhardt, Künstler und ehemaliger Leiter des Künstlerhaus Stuttgart, beschäftigt sich seit 1973 mit Film und Video, Video- und Rauminstallationen und mit Raum-Zeit-Phänomenen in der Fotografie. Seine Arbeiten umfassen Panoramen, Fotosequenzen und Filmfriese, lichtkinetische Objekte und Skulpturen. Heidemarie von Wedel und Ulrich Bernhardt reden über offene Arbeitssituationen und Kooperationen.

 

Heidemarie von Wedel, Künstlerin und Verlegerin, schleicht sich mit ihren Fotos in den Alltag hinein. Sie produziert ein ständig wachsendes Archiv von Bildern, deren Ziel nie das Einzelbild, die Präsenz eines ikonischen Tafelbildes ist, sondern eher ein assoziatives Rauschen im Ablauf einzelner Momente des Gesehenen, Erlebten, Erhaschten.

 

 

Samstag, 11. September 2021
Başak Tuna & Matteo Locci & Maximilian Lehner

Downtown daydreaming–Upward public walk
Treffpunkt: Ecke Marienstraße/Paulinenstraße, 70178 Stuttgart
Zeit: 16 Uhr (Dauer ca. 90 Minuten)
Anmeldung per E-Mail unter info@kuenstlerhaus.de

 

Ein Spaziergang durch die Stadt mit dem Kopf in den Wolken, ausgerüstet mit einer 90-Grad-Winkelspiegelbrille. Die Wolkenbeobachtung sucht weder nach Symbolen noch nach spiritueller Weissagung. Vorerst genießen wir es, keine Entscheidung zu treffen, und lassen wie desillusionierte Aeromancer die Wolken über unseren Blick treiben.

 

Tuna-Locci ist ein Künstlerduo, das die sichtbaren und unsichtbaren Formen der Beziehungskunst erforscht. Başak Tuna ist eine kritische Raumkünstlerin aus der Türkei, die in ihrer Arbeit über die Ontologie von Netzwerken und Machtbeziehungen spekuliert.

Matteo Locci ist ein Multimedia-Künstler mit einem architektonischen Hintergrund. Die meisten seiner Forschungen führt er mit und dank des römischen interdisziplinären Kollektivs ATI suffix durch.

www.matteolocci.com, Instagram: @basak.tuna / @ma_l3h

 

Tischgespräch ab 18 Uhr im Künstlerhaus
Gast: Georg Winter

 

Georg Winter lebt in Saarbrücken, Stuttgart und Budapest. Kennzeichnend für Georg Winters künstlerische Praxis sind temporäre Laboratorien, urbane Situationen, Self Organizing Performances, Forschungsprojekte in einem fächerübergreifenden Arbeitsfeld.

 

ab 21 Uhr
musikalischer Ausklang

 

 

Sonntag, 12. September 2021
Herbordt/Mohren

Ort: Künstlerhaus Stuttgart
Zeit: ab 12 Uhr

 

Melanie Mohren und Bernhard Herbordt (Die Institution) sind Absolvent:innen der Angewandten Theaterwissenschaft in Gießen. Seit 2000 erarbeiten sie interdisziplinäre Arbeiten im Grenzbereich der darstellenden Künste. Sie arbeiten an einem erweiterten Theaterbegriff und seit 2012 in unterschiedlichen Formaten und Medien zu Institutionen und ihrer Aktualisierung.

In ihrer Arbeit greifen Herbordt / Mohren die Idee des Performance-Archivs auf. Eine Sammlung von Dokumenten, und Videos zur jüngeren Performancegeschichte ist im Schaudepot in Stuttgart einsehbar.

www.die-institution.org

 

Die Jury, die die neun Künstler:innen ausgewählt hat, setzte sich zusammen aus: Ulrich Bernhardt (Mitgründer und erster Künstlerischer Leiter des Künstlerhaus Stuttgart/Organisator des Konzils 1981); Ania Corcilius (Vorstand), Yvette Hoffmann (Beirat), Björn Kühn (Beirat), Jasmin Schädler (Beirat), Anna Schiefer (Vorstand).

 

 

Mit freundlicher Unterstützung von

Permanente Performance - 40 Jahre Konzil, Foto: Frank Kleinbach
Permanente Performance - 40 Jahre Konzil, Foto: Frank Kleinbach
Permanente Performance - 40 Jahre Konzil, Foto: Frank Kleinbach
Permanente Performance - 40 Jahre Konzil, Foto: Frank Kleinbach
Permanente Performance - 40 Jahre Konzil, Foto: Frank Kleinbach
Permanente Performance - 40 Jahre Konzil, Foto: Frank Kleinbach
Permanente Performance - 40 Jahre Konzil, Foto: Frank Kleinbach
Permanente Performance - 40 Jahre Konzil, Foto: Frank Kleinbach
Eröffnung Permanente Performance - 40 Jahre Konzil, Foto: Jochen Detscher
Ania Corcilius, Eröffnung Permanente Performance - 40 Jahre Konzil, Foto: Jochen Detscher
Dr. Fabian Mayer, Erster Bürgermeister, Bürgermeister Referat Allgemeine Verwaltung, Kultur und Recht, Eröffnung Permanente Performance - 40 Jahre Konzil, Foto: Jochen Detscher
Eröffnung Permanente Performance - 40 Jahre Konzil, Foto: Jochen Detscher
Boris Nieslony, Eröffnung Permanente Performance - 40 Jahre Konzil, Foto: Jochen Detscher
Heidemarie von Wedel im Gespräch mit Boris Nieslony, Eröffnung Permanente Performance - 40 Jahre Konzil, Foto: Jochen Detscher
Anna Schiefer, Eröffnung Permanente Performance - 40 Jahre Konzil, Foto: Jochen Detscher
Eröffnung Permanente Performance - 40 Jahre Konzil, Foto: Jochen Detscher
Eröffnung Permanente Performance - 40 Jahre Konzil, Foto: Jochen Detscher
Tarika Johar, Michael Stockhausen. Ulrich Bernhardt und Boris Nieslony, Eröffnung Permanente Performance - 40 Jahre Konzil, Foto: Jochen Detscher
Eröffnung Permanente Performance - 40 Jahre Konzil, Foto: Jochen Detscher
Eröffnung Permanente Performance - 40 Jahre Konzil, Foto: Jochen Detscher
Eröffnung Permanente Performance - 40 Jahre Konzil, Foto: Jochen Detscher
Theo Dietz, How to build fishing rods, Workshop Werstoffhof Asperg, Foto: Patricia Paryz
Theo Dietz, How to build fishing rods, Workshop Werstoffhof Asperg, Foto: Patricia Paryz
Theo Dietz, How to build fishing rods, Workshop Werstoffhof Asperg, Foto: Patricia Paryz
Theo Dietz, How to build fishing rods, Workshop Werstoffhof Asperg, Foto: Patricia Paryz
Theo Dietz, How to build fishing rods, Workshop Werstoffhof Asperg, Foto: Patricia Paryz
Theo Dietz, How to build fishing rods, Workshop Werstoffhof Asperg, Foto: Patricia Paryz
Theo Dietz, Foto: Manu HarmsSchlaf
Theo Dietz, How to build fishing rods, Lecture Performance, 31.08.2021, Foto: Manu HarmsSchlaf
Theo Dietz, How to build fishing rods, Lecture Performance, 31.08.2021, Foto: Manu HarmsSchlaf
Armin Chodzinski im Gespräch mit Theo Dietz, 31.08.2021, Foto: Manu HarmsSchlaf
Armin Chodzinski im Gespräch mit Theo Dietz, 31.08.2021, Foto: Manu HarmsSchlaf
Armin Chodzinski im Gespräch mit Theo Dietz, 31.08.2021, Foto: Manu HarmsSchlaf
Caro Krebietke, MISSING!, Performance am 01.09.2021, Rosenstein, Foto: Manu HarmsSchlaf
Caro Krebietke, MISSING!, Performance am 01.09.2021, Rosenstein, Foto: Manu HarmsSchlaf
Caro Krebietke, MISSING!, Performance am 01.09.2021, Rosenstein, Foto: Manu HarmsSchlaf
Caro Krebietke, MISSING!, Performance am 01.09.2021, Rosenstein, Foto: Manu HarmsSchlaf
Caro Krebietke, MISSING!, Performance am 01.09.2021, Rosenstein, Foto: Manu HarmsSchlaf
Caro Krebietke, MISSING!, Performance am 01.09.2021, Rosenstein, Foto: Manu HarmsSchlaf
Caro Krebietke, MISSING!, Performance am 01.09.2021, Rosenstein, Foto: Manu HarmsSchlaf
Caro Krebietke, MISSING!, Performance am 01.09.2021, Rosenstein, Foto: Manu HarmsSchlaf
Caro Krebietke, MISSING!, Performance am 01.09.2021, Rosenstein, Foto: Manu HarmsSchlaf
Caro Krebietke, MISSING!, Performance am 01.09.2021, Rosenstein, Foto: Manu HarmsSchlaf
Caro Krebietke, MISSING!, Performance am 01.09.2021, Rosenstein, Foto: Manu HarmsSchlaf
Paul Kramer, Song Cycle #150, Aufnahme im Tonstudio am 02.09.2021, Foto: Manua HarmsSchlaf
Paul Kramer, Song Cycle #150, Aufnahme im Tonstudio am 02.09.2021, Foto: Manua HarmsSchlaf
Paul Kramer, Song Cycle #150, Aufnahme im Tonstudio am 02.09.2021, Foto: Manua HarmsSchlaf
Paul Kramer, Song Cycle #150, Aufnahme im Tonstudio am 02.09.2021, Foto: Manua HarmsSchlaf
Paul Kramer, Song Cycle #150, Aufnahme im Tonstudio am 02.09.2021, Foto: Manua HarmsSchlaf
Joannie Baumgärtner, Bat Shit Crazy, Performance am Neckar, 03.09.2021, Foto: Manu HarmsSchlaf
Joannie Baumgärtner, Bat Shit Crazy, Performance am Neckar, 03.09.2021, Foto: Manu HarmsSchlaf
Joannie Baumgärtner, Bat Shit Crazy, Performance am Neckar, 03.09.2021, Foto: Manu HarmsSchlaf
Joannie Baumgärtner, Bat Shit Crazy, Performance am Neckar, 03.09.2021, Foto: Manu HarmsSchlaf
Joannie Baumgärtner, Bat Shit Crazy, Performance am Neckar, 03.09.2021, Foto: Manu HarmsSchlaf
Joannie Baumgärtner, Bat Shit Crazy, Performance am Neckar, 03.09.2021, Foto: Manu HarmsSchlaf
Joannie Baumgärtner, Bat Shit Crazy, Performance am Neckar, 03.09.2021, Foto: Manu HarmsSchlaf
Joannie Baumgärtner, Bat Shit Crazy, Performance am Neckar, 03.09.2021, Foto: Manu HarmsSchlaf
Olav Westphalen, Foto: Jochen Detscher
Peter Hauer, Der Stuhl ohne Eigenschaften Performance Workshop, 04.09.2021, Foto: Jochen Detscher
Peter Hauer, Der Stuhl ohne Eigenschaften Performance Workshop, 04.09.2021, Foto: Jochen Detscher
Peter Hauer, Der Stuhl ohne Eigenschaften Performance Workshop, 04.09.2021, Foto: Jochen Detscher
Peter Hauer, Der Stuhl ohne Eigenschaften Performance Workshop, 04.09.2021, Foto: Jochen Detscher
Peter Hauer, Der Stuhl ohne Eigenschaften Performance Workshop, 04.09.2021, Foto: Jochen Detscher
Peter Hauer, Der Stuhl ohne Eigenschaften Performance Workshop, 04.09.2021, Foto: Jochen Detscher
Workshopteilnehmer, Peter Hauer, Der Stuhl ohne Eigenschaften Performance Workshop, 04.09.2021, Foto: Jochen Detscher
Peter Hauer, Foto: Jochen Detscher
Peter Hauer im Gespräch mit Olav Westphalen, Foto: Jochen Detscher
Peter Hauer im Gespräch mit Olav Westphalen, Foto: Jochen Detscher
Olav Westphalen im Gespräch mit Peter Hauer, Foto: Jochen Detscher
Olav Westphalen im Gespräch mit Peter Hauer, Foto: Jochen Detscher
Lennart Cleemann, Eva Dörr & Lena Meinhardt, Janis Eckhardt, Alba Frenzel, Marlon Lanziner & Valentino Berndt, n.n.n. collective (Susanne Brendel, Julia Schäfer & Jasmin Schädler), Helen Weber, CKonvention, 05.09.2021, Atelieretage, Foto: Künstlerhaus Stuttgart
Lennart Cleemann, Eva Dörr & Lena Meinhardt, Janis Eckhardt, Alba Frenzel, Marlon Lanziner & Valentino Berndt, n.n.n. collective (Susanne Brendel, Julia Schäfer & Jasmin Schädler), Helen Weber, CKonvention, 05.09.2021, Atelieretage, Foto: Künstlerhaus Stuttgart
Lennart Cleemann, Eva Dörr & Lena Meinhardt, Janis Eckhardt, Alba Frenzel, Marlon Lanziner & Valentino Berndt, n.n.n. collective (Susanne Brendel, Julia Schäfer & Jasmin Schädler), Helen Weber, CKonvention, 05.09.2021, Atelieretage, Foto: Künstlerhaus Stuttgart
Eva Dörr, 05.09.2021, Atelieretage, Foto: Künstlerhaus Stuttgart
Lena Meinhardt, 05.09.2021, Atelieretage, Foto: Künstlerhaus Stuttgart
Justyna Koeke, Stadtaufhübschungsmaßnahmen, Performance Workshop, 08.09.2021, Foto: Manu HarmsSchlaf
Justyna Koeke, Stadtaufhübschungsmaßnahmen, Performance Workshop, 08.09.2021, Foto: Manu HarmsSchlaf
Justyna Koeke, Stadtaufhübschungsmaßnahmen, Performance Workshop, 08.09.2021, Foto: Manu HarmsSchlaf
Justyna Koeke, Stadtaufhübschungsmaßnahmen, Performance Workshop, 08.09.2021, Foto: Manu HarmsSchlaf
Justyna Koeke, Stadtaufhübschungsmaßnahmen, Performance Workshop, 08.09.2021, Foto: Manu HarmsSchlaf
Justyna Koeke, Stadtaufhübschungsmaßnahmen, Performance Workshop, 08.09.2021, Foto: Manu HarmsSchlaf
Justyna Koeke, Stadtaufhübschungsmaßnahmen, Performance Workshop, 08.09.2021, Foto: Manu HarmsSchlaf
Justyna Koeke, Stadtaufhübschungsmaßnahmen, Performance Workshop, 08.09.2021, Foto: Manu HarmsSchlaf
Justyna Koeke, Stadtaufhübschungsmaßnahmen, Performance Workshop, 08.09.2021, Foto: Manu HarmsSchlaf
Justyna Koeke, Stadtaufhübschungsmaßnahmen, Performance Workshop, 08.09.2021, Foto: Manu HarmsSchlaf
Justyna Koeke, Stadtaufhübschungsmaßnahmen, Performance Workshop, 08.09.2021, Foto: Manu HarmsSchlaf
Matthias Megyeri Innerer Frieden, Pusteblume, 77/2021, Performance Workshop, 09.09.2021, Foto: Manu HarmsSchlaf
Matthias Megyeri Innerer Frieden, Pusteblume, 77/2021, Performance Workshop, 09.09.2021, Foto: Manu HarmsSchlaf
Matthias Megyeri Innerer Frieden, Pusteblume, 77/2021, Performance Workshop, 09.09.2021, Foto: Manu HarmsSchlaf
Matthias Megyeri Innerer Frieden, Pusteblume, 77/2021, Performance Workshop, 09.09.2021, Foto: Manu HarmsSchlaf
Matthias Megyeri Innerer Frieden, Pusteblume, 77/2021, Performance Workshop, 09.09.2021, Foto: Manu HarmsSchlaf
Matthias Megyeri Innerer Frieden, Pusteblume, 77/2021, Performance Workshop, 09.09.2021, Foto: Manu HarmsSchlaf
Matthias Megyeri Innerer Frieden, Pusteblume, 77/2021, Performance Workshop, 09.09.2021, Foto: Manu HarmsSchlaf
Matthias Megyeri Innerer Frieden, Pusteblume, 77/2021, Performance Workshop, 09.09.2021, Foto: Manu HarmsSchlaf
Matthias Megyeri Innerer Frieden, Pusteblume, 77/2021, Performance Workshop, 09.09.2021, Foto: Manu HarmsSchlaf
Başak Tuna & Matteo Locci & Maximilian Lehner Downtown daydreaming–Upward public walk, Performance 11.09.2021, Foto: Jochen Detscher
Başak Tuna & Matteo Locci & Maximilian Lehner, Gespräch, 11.09.2021, Foto: Jochen Detscher
Başak Tuna & Matteo Locci & Maximilian Lehner Downtown daydreaming–Upward public walk, Performance 11.09.2021, Foto: Jochen Detscher
Başak Tuna & Matteo Locci & Maximilian Lehner Downtown daydreaming–Upward public walk, Performance 11.09.2021, Foto: Jochen Detscher
Başak Tuna & Matteo Locci & Maximilian Lehner Downtown daydreaming–Upward public walk, Performance 11.09.2021, Foto: Jochen Detscher
Başak Tuna & Matteo Locci & Maximilian Lehner Downtown daydreaming–Upward public walk, Performance 11.09.2021, Foto: Jochen Detscher
Başak Tuna & Matteo Locci & Maximilian Lehner Downtown daydreaming–Upward public walk, Performance 11.09.2021, Foto: Jochen Detscher
Başak Tuna & Matteo Locci & Maximilian Lehner Downtown daydreaming–Upward public walk, Performance 11.09.2021, Foto: Jochen Detscher
Başak Tuna & Matteo Locci & Maximilian Lehner Downtown daydreaming–Upward public walk, Performance 11.09.2021, Foto: Jochen Detscher
Başak Tuna & Matteo Locci & Maximilian Lehner Downtown daydreaming–Upward public walk, Performance 11.09.2021, Foto: Jochen Detscher
Başak Tuna & Matteo Locci & Maximilian Lehner Downtown daydreaming–Upward public walk, Performance 11.09.2021, Foto: Jochen Detscher
Başak Tuna & Matteo Locci & Maximilian Lehner Downtown daydreaming–Upward public walk, Performance 11.09.2021, Foto: Jochen Detscher
Başak Tuna & Matteo Locci & Maximilian Lehner Downtown daydreaming–Upward public walk, Performance 11.09.2021, Foto: Jochen Detscher
Başak Tuna & Matteo Locci & Maximilian Lehner Downtown daydreaming–Upward public walk, Performance 11.09.2021, Foto: Jochen Detscher
Başak Tuna & Matteo Locci & Maximilian Lehner Downtown daydreaming–Upward public walk, Performance 11.09.2021, Foto: Jochen Detscher
2021 30.07.–01.08.2021
ralentir
Eva Dörr & Lena Meinhardt
Ateliers
Veranstaltung
30.07.–01.08.2021
Eröffnung:
Fr, 30.07.2021
19:00 Uhr

Bei Einlass werden Kontaktdaten entweder schriftlich oder per LUCA App erfasst. Es gilt die Maskenpflicht im Künstlerhaus.

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Lena Meinhardt und Eva Dörr zeigen aktuelle Arbeiten in der Atelieretage des Künstlerhauses Stuttgart. Es werden unterschiedliche Arbeitsstände aus den Bereichen Sound und Video zu sehen sein, die mit Mustern von Zeit und Zeitgefühl experimentieren.

 

Öffnungszeiten

 

Fr. 30.07.21 18.00 – 21.00
Sa. 31.07.21 12.00 – 20.00
So 01.08.21 12.00 – 20.00

Eva Dörr & Lena Meinhardt
2021 25.07.–26.07.2021
Reconsidering Institutional Conduct (Almost Everything Still Remains to be Done)
Heba Y. Amin, Grayson Earle, Irena Haiduk, Clara Sukyoung Jo, Sandrine Micossé-Aikins, Anike Joyce Sadiq, Anna Schiefer, Bea Schlingelhoff, Ülkü Süngün, Stefan Wäldele
Konferenz
Veranstaltung
25.07.–26.07.2021
Kuratiert von:
Eric Golo Stone

Während der zweitägigen Veranstaltung Reconsidering Institutional Conduct (Almost Everything Still Remains to be Done) am Künstlerhaus Stuttgart kommt eine Gruppe Künstler:innen zusammen, um Richtlinien für einen rechtswirksamen Verhaltenskodex zu entwerfen. Auf Basis verschiedener kritischer Perspektiven wird die Gruppe spezifische Überlegungen anstellen und Vorschriften konzipieren, die einem internen Prozess als Grundlage dienen, den die Leitungsgremien des Künstlerhaus Stuttgart aktuell durchlaufen, um den ersten Verhaltenskodex in der Geschichte der Institution auszuarbeiten und umzusetzen.

 

Die Veranstaltung untersucht die Art und Weise, wie Kunstinstitutionen ihre unmittelbaren sozialen und Arbeitsbedingungen gestalten. Dabei bezieht sie sich auf das Künstlerhaus Stuttgart als responsive institutionelle Fallstudie und ermöglicht gleichzeitig die Auseinandersetzung mit der Erfahrung, gemeinsam an politischen Inhalten und in kollaborativen Führungsstrukturen zu arbeiten. Darüber hinaus hinterfragt die Veranstaltung die gängige Erwartungshaltung an künstlerische Arbeit als rein auf inhaltliche Ergebnisse fokussiert, indem sie Künstler:innen als zentrale Impulsgeber:innen für institutionelle Politik in den Mittelpunkt rückt. Tatsächlich geht es in dem Prozess, einen Verhaltenskodex zu erstellen, darum, das Ausmaß anzuerkennen, in dem Künstler:innen die gelebten Beziehungen und Arbeitsbedingungen definieren, unter denen sie ihre Arbeit produzieren und verbreiten.

 

Sobald der Verhaltenskodex vollständig umgesetzt ist, wird er sowohl intern als auch nach außen als Richtlinie wirken, die alltägliche, spezifisch für das Künstlerhaus Stuttgart gültige Überlegungen beinhaltet, aber auch auf andere Institutionen übertragbare Modelle anbietet, die die im Kunstsektor allgemein vorherrschenden ausbeuterischen, diskriminierenden und enteignenden Praktiken in Frage stellen. Obwohl das deutsche Kunstvereinssystem dafür bekannt ist, den Aufbau rechtskräftiger Strukturen, die künstlerisches Schaffen regeln, besonders zu fördern, ist noch viel Arbeit hinsichtlich dessen zu tun, wie diese Strukturen ein gerechtes, inklusives und tatsächlich diverses Feld künstlerischer Produktion garantieren können. Während sich Verhaltenskodizes auf bestehenden Rechtsschutz für Arbeitnehmer:innen und das Publikum berufen, geht solch ein Dokument doch viel weiter, indem es Bedingungen und Einspruchsmöglichkeiten beinhaltet, die spezifischer als die vom Gesetz vorgeschriebenen sind. Gemeinsame Neu-Überlegungen darüber anzustellen, was diese spezifischen Prinzipien und ihre Effekte ausmacht, ist genau das, wofür diese Veranstaltung Raum gibt.

 

Reconsidering Institutional Conduct (Almost Everything Still Remains to be Done) versammelt mit Heba Y. Amin, Grayson Earle, Irena Haiduk, Clara Sukyoung Jo, Sandrine Micossé-Aikins, Anike Joyce Sadiq, Anna Schiefer, Bea Schlingelhoff, Ülkü Süngün, und Stefan Wäldele eine internationale Gruppe herausragender Künstler:innen und Kulturschaffender. Um einen realisierbaren Verhaltenskodex zu entwerfen, beraten die eingeladenen Praktiker:innen Vertreter:innen des Künstlerhaus Stuttgart – dazu zählen der Vorstand, der künstlerische Beirat und die Vereinsmitglieder, die mehrheitlich selbst praktizierende Künstler:innen sind – und arbeiten direkt mit ihnen zusammen. Die zweitägige Veranstaltung aus gerichteter Gruppenarbeit und Diskussion findet öffentlich statt und lebt somit eine Kultur der Transparenz rund um die Arbeit hinter der Bühne, die üblicherweise hinter geschlossenen Türen stattfindet. Die Besuchskapazität wird jedoch entsprechend den aktuell gültigen Maßnahmen zur weiteren Eindämmung des Corona-Virus beschränkt. Das Programm wird in englischer Sprache stattfinden, eine deutsche Übersetzung gibt es auf Nachfrage.

 

Ablauf:

 

*Die einzelnen Sessions bilden sich um die eingeladenen Künstler:innen. Zusätzliche Vortragende sind in den jeweiligen Beschreibungen aufgeführt. Das Publikum ist zur Teilnahme an allen Sessions eingeladen, wird jedoch gebeten, Fragen und Kommentare nur in den als „offene Diskussion“ gekennzeichneten Programmteilen einzubringen.

 

Sonntag, 25. Juli

 

15.00 – 15.30 Uhr
Intro Session
Vortragende: Eric Golo Stone, Künstlerischer Leiter Künstlerhaus Stuttgart
– Willkommen, Vorstellungsrunde und Veranstaltungsablauf

 

15.30 – 17.00 Uhr
Session 1
Vortragende: Eric Golo Stone mit Anna Schiefer, Künstlerin, Wissenschaftlerin und KHS Vorstandsmitglied (offene Diskussion)
– Ziel und Nutzen des CoC über anwendbares Recht hinaus
– Zusammenfassung gängiger Richtlinien der CoCs anderer Organisationen und spezifische Richtlinien des aktuellen

CoC-Entwurfs für das KHS

 

17.00 – 17.30 Uhr
Pause

 

17.30 – 19.00 Uhr
Session 2
Vortragende: Sandrine Micossé-Aikins, Direktorin Diversity Arts Culture, Berlin
– Richtlinien für Anti-Diskriminierung, Anti-Rassismus, Gerechtigkeit, Diversität und Inklusion

 

19.00 – 19.30 Uhr
Pause

 

19.30 – 20.30 Uhr
Session 2 Follow-up (offene Diskussion)

 

20.30 Uhr –
Essen und Getränke

 

Montag, 26. Juli

 

10.00 – 11.30 Uhr
Session 3 (offene Diskussion)
Vortragende: Grayson Earle, Gründer von Artists for Workers, New York
Moderation: Anna Schiefer
– Faire Arbeitspraktiken und Arbeitnehmer:innenrechte
– Arbeitsbedingungen

 

11.30 – 12.00 Uhr
Pause

 

12.00 – 13.00 Uhr
Session 4
– Compliance, Beratung, Ombudsprogramm und Beschwerdeprozess
– Rechts- und außerrechtliche Wirksamkeit

 

13.00 – 14.00 Uhr
Mittagspause

 

14.00 – 15.30 Uhr
Session 5 (offene Diskussion)
– Zusätzliche Richtlinien
– Anhang und Beilage

 

15.30 Uhr Veranstaltungsende

Vielen Dank an: Ania Corcilius, Juliane Gebhardt, Yvette Hoffmann, Björn Kühn, Florian Model, Daniel Niccoli, Monika Nuber, Regine Pfisterer, Romy Range, Jasmin Schädler, Anna Schiefer, Damaris Wurster

 

Deutsche Übersetzung von Programmtext und Ablaufplan: Johanna Schindler

 

Die Veranstaltung wurde mit freundlichen Unterstützung der Stiftung Kunstfonds im Rahmen von NEUSTART KULTUR realisiert.